Neue Studien: Frühe Beikost

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von valentina.wien 28.03.11 - 07:57 Uhr

Ihr Lieben,

es wurde ja jetzt für sehr lange Zeit ein später Beikoststart propagiert.
Nun hat sich das Blatt, nach den neuesten Erkenntnissen, ja gewendet und empfohlen wird Beikost (auch bei vollgestillten Kindern) mit Beginn des 5. Lebensmonats.

Meine Kinderärztin hat mir dies ausdrücklich empfohlen. Ich bin nun einigermaßen verwirrt. Auf der einen Seite schätze ich meine Kinderärztin als Mensch, Ärztin und Homöopathin sehr! Sie ist hochintelligent, hat Menschenkenntnis und Hausverstand und bildet sich permanent fort- also vertraue ich ihr und lasse mich in vielen Belangen (impfen, Antibiotikum etc.) von ihr beraten und höre auch meistens auf sie.
Auf der anderen Seite hat man mir sehr lange, von vielen Seiten eingeredet, dass es "Essen erst nach dem sechsten Monat" gibt.

Die Argumente beider Seiten leuchten mir ein.

Wer hat noch einen frühen Beikoststark empfohlen bekommen? Wer handhabt es wie?

LG Valentina

Beitrag von lilly7686 28.03.11 - 08:03 Uhr

Hallo!
Ich habe auf mein Kind vertraut.
Mit 6 Monaten hab ich erstmals Fingerfood angeboten. Mit fast 7 Monaten hat sie erstmals gegessen. Und seither isst sie.

Die Studie, die deine KiÄ hier zitiert hat nur belegt, dass Beikoststart mit 4 monaten, das Allergierisiko nicht erhöht ;-)

Du musst selbst wissen, wann du mit Beikost beginnst.

Lg

Beitrag von emmy06 28.03.11 - 08:37 Uhr

"Die Studie, die deine KiÄ hier zitiert hat nur belegt, dass Beikoststart mit 4 monaten, das Allergierisiko nicht erhöht"

und genau das ist der punkt, nicht mehr und nicht weniger -nichts voin wegen beikoststart mit 4 monaten empfohlen.... ;-) wie hier so gern geschrieben wird...


lg

Beitrag von marysa1705 28.03.11 - 14:24 Uhr

#danke

Beitrag von dodo0405 28.03.11 - 08:03 Uhr

Ich höre nicht auf Studien (noch dazu nicht auf solche, die von Hipp & Co. finanziert wurden), ich höre auf mein Kind.
Und das war weder mit 4, 5 oder 6 Monaten dazu bereit, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Meine Tochter konnte in dem Alter weder sitzen noch zeigte sie Interesse an fester Nahrung.

Bei uns gab es Beikost mit 7 1/2 Monaten.

Beitrag von nadineriemer 28.03.11 - 08:29 Uhr

Hallo,
man sollte nach seinem Kind gehen wann es soweit ist und das ist oft sehr unterschiedlich.Das man erst mit 6 oder 7 Monaten anfängt,da höre ich auch nicht drauf,weil ich es mache wenn die kleine es möchte und kann.Das Beikost immer als schädlich gesehen wird,wenn man früh damit anfängt ist finde ich auch blödsin,weil es gibt genug Studien die das widerlegen.
Aber gehen würde ich immer nach meinem Kind!

Nadine

Beitrag von paulie34 28.03.11 - 09:01 Uhr

propagiert wird immer viel. ich habe bei beiden ca. 1 woche vor beginn 5. monat mit beikost begonnen und geschadet hats keinem der beiden, und angenommen habens auch beide. probiers aus, wenn nicht, warte einfach noch.#mampf

Beitrag von 81addison 28.03.11 - 09:22 Uhr

ich habe gleich nach dem 4 mo. beikost angefangen.... es geht sehr gut und de kleine hat endlich super stuhgang und schläft danach besser

Beitrag von sarahjane 28.03.11 - 09:30 Uhr

Unsere KiÄ empfiehlt aufgrund der "neuen" Studien, die sich allerdings eigentlich auf einen möglichen Allergieschutz beziehen, ebenfalls, Beikost mit 5 oder 6 Monaten anzubieten, wenn ein Kind beikostreif ist bzw. Milchnahrung allein nicht mehr reichen sollte.
Auch sie ist langjährig erfahren und bildet sich stetig fort und weiter.

Dennoch haben wir auf unseren Instinkt gehört und unserem Kind "erst" mit 7 Monaten Beikost angeboten. Vorher zeigte er auch nicht wirklich Beikostreife, und wir hätten uns einfach unwohl damit gefühlt, vor dem 7. Lebensmonat Beikost einzuführen.

Der "Lohn für das lange Warten": Unser Kind akzeptierte und vertrug die Beikost von Anfang an bestens.
"Nachteil" des langen Wartens: Unser Kind ist bis heute kein großer Fan von stückiger / sehr fester Kost, und es hat natürlich länger gedauert, die einzelnen (Trink)milchmahlzeiten bis zum 1. Geburtstag zu "ersetzen".

Dennoch: Auch bei unseren Zwillingen werden wir Beikost erst mit 7, frühestens mit 6 Monaten einführen.
Es sei denn, sie zeigen schon vorher Beikostreife oder Milch allein reicht nicht mehr.

Sicher, es ist nicht immer einfach, gegen die "gutgemeinten" Ratschläge der Verwandtschaft und einiger Freunde anzugehen ("Was bringt es Euch, erst "so spät" mit Beikost anzufangen?", "XY ist 5 Monate alt und lutscht schon am Brötchen", "Das Kind wird zum Suppenkasper", "Du hast mit 6 Wochen schon Möhrensaft getrunken", "Das Kind braucht mal was Anständiges", "Seid bloß nicht so "pütscherig" = übervorsichtig!" etc.).

Man muss sich schon ein dickes Fell zulegen.

Jeder hat halt seine eigenen Erfahrungen, Wünsche, Vorstellungen. Und jedes Kind is(s)t anders.

Ich bevormunde ja z. B. meine engste Freundin, welche bei beiden Kindern mit 5 Monaten Beikost eingeführt hat, ja auch nicht.

Mir macht es nichts aus, 6 Monate (oder auch länger) ausschließlich per Brust und / oder Fläschchen zu füttern, so lange mein Nachwuchs keine Mängel erleidet.

Unser Kind ist weder über-, noch untergewichtig. Es hat keinerlei Magen(darm)probleme und keine Allergien. Es ist zeitgerecht entwickelt und ein echter Sonnenschein.

Es hat eine enge Bindung zu meinem Mann und mir, und wir werden auch bei den Zwillingen auf unsere Instinkte vertrauen.


Alles Gute!

Beitrag von italyelfchen 28.03.11 - 09:47 Uhr

Huhu,

also, erstmal muss man sich genau anschauen, was sie tatsächlich rausgefunden haben:

- Eine Einführung von Gluten während der Stillzeit senkt das Risiko, an Zöliakie zu erkranken um 50%!
- Dieses Ergebnis wurde auf andere Allergene übertragen und eine Einführung dieser während der Stillzeit empfohlen. Konkrete Studien stehen aber noch aus.
- Es konnte NICHT belegt werden, dass es im Hinblick auf die Allergieprävention sinnvoll ist, länger als bis zum Ende des 4. Monats zu warten. Selbiges gilt für die Darmreife.
- Andererseits stillen die Frauen im Schnitt zwischen dem 4. und 6. Monat ab.

Um also eine ALLGEMEINE Empfehlung zu geben, wird geraten, zum Anfang des 5. Monats mit Beikost zu beginnen, wenn das Kind den Brei nicht mehr mit der Zunge raus schiebt.

Ich habe mir also UNS angeschaut. Wegen massiver Stillproblem (konnte letzten Endes trotzdem weiterstillen) früh im 5. Monat Gluten eingeführt und dann abgewartet, bis ich den Eindruck hatte, David sei bereit. Das war dann im 6. Monat.

So, nun mußt Du Dir einfach EUCH anschauen und wirst den richtigen Weg finden!

Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von duvute 28.03.11 - 11:00 Uhr

Hallo,

guck mal bitte hier:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=3023541


#winke

Beitrag von valentina.wien 28.03.11 - 11:11 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten und die hilfreichen Links!!

Ich bin in der Beziehung zur Zeit gerade wirklich unsicher, gerade weil es Allergien und Zöliakie in der Familie gibt.

Jetzt kann ich in den nächsten Tagen stöbern und mir überlegen wie wir es mchen werden.


Ganz liebe Grüße,
Valentina

Beitrag von angelbabe1610 28.03.11 - 11:57 Uhr

Hallo!
Ich habe 7 Monate voll gestillt, denn vorher war Semih gar nicht beikostreif. Außerdem empfiehlt die WHO nach wie vor 6 Monate vollstillen, denn vorher sind die wenigsten Kinder beikostreif und auch der Magen-Darm-Trakt ist nicht ausgereift.
Bei den studien geht es ja nur um das Allergierisiko. Mich würde mal interessieren, was in ein paar Jahren Magen-Darm-Technisch mit den Kindern ist, denn das wurde ja noch nie irgendwo untersucht #kratz.
LG Alexia

Beitrag von kathrincat 28.03.11 - 12:26 Uhr

wieso neu? ist doch schon seit über 3 jahren so, man fängt mit brei an, wenn kind es will ob nun mit 4-5-6... mon.

Beitrag von tigermama83 29.03.11 - 14:13 Uhr

Hallo,

ich war gestern mit meinem kleinen bei der U4. ER ist jetzt 3 Monate alt. Der Kinderarzt hat mir auch geraten zwischen dem 4 und 6 Lebensmonat mit Beikost zu beginnen. Da in diesem Zeitfenster anscheinend das Allergierisiko am geringsten ist. Ich bin aber auch noch etwas unsicher und werde meine Stillberaterin noch mal anrufen. Vielleicht werde ich auch erst mit Beikost anfangen wenn die MuMi wirklich nicht mehr reicht oder er mir zeigt das er fest Nahrung möchte. Auf der Seite www.beikost.net habe ich gute Tipps zur Zubereitung und andere wichtige Infos gefunden.

Mal sehen wie ich mich entscheide und ab wann ich beginne. Berichte dann wieder.

Lg

Beitrag von nici-0911 01.04.11 - 14:06 Uhr

Hallo Valentina!
Meine Maus ist nun mittlerweile 19 Monate alt.Mein Kia hat mir auch aufgrund der neuesten Studien zu einem frühen Beikoststart geraten.Zum einem,weil sie nicht ausreichend zugenommen hat und zum anderen wegen erhöhtem Allergierisiko.
Wir haben dann mit 5 Monaten und 1 Tag mit Brei begonnen und hatten nie Probleme.Anfangs habe ich sie anschließend noch angelegt.
Und auch auf´s Stillen hat die Beikost sich nicht negativ ausgewirkt.
Mausi liebt ihre Mama-Milch noch immer #verliebt und stillt meistens 1-3 Mal am tag und auch 1-3 Mal in der Nacht.
Wie sich der frühe Beikoststart nun tatsächlich auf eventuelle Allergien auswirken weiß ich natürlich nicht,doch bis jetzt scheint sie alles zu vertragen.
Ich denke,wenn du deiner Ärztin sonst so sehr vertraust und ihr immer auf der gleichen Wellenlänge seid,dann vertrau auch dieses Mal auf sie.:-D
Achja,meine Schwester hat ihre Maus die "damals" empfohlenen 6 Monate voll gestillt und ihre Kleine leidet trotzdem an Neurodermitis...#schmoll
Also nicht jedes Kind hält sich an die aktuellen Studien!!!;-)

LG Nicole