12 Wochen: Stillen ist und war nie schön

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von allessoneu 28.03.11 - 12:16 Uhr

Meine Kleine ist fast 12 Wochen alt.
Leider ist und war das Stillen slten ein schönes Erlebnis für uns beide, weil Sascha sehr oft an der Brust in Rage gerät und heftig schreit.

Worüber genau, konnte mir auch meine Stillberaterin nicht sagen.
"Zuviel Milch" oder doch einfach "zu ungeduldig", es ist nicht klar.
Maßnahmen gegen "zu starkem Milchstrahl" änderten nichts.

Meistens trinkt sie nur ein paar Minuten lang und nur bei großem Hunger auch Mal 15 (Minuten mit Bäuerchen zwischendurch) am Stück. Beim Stillen dockt sie mehrfach ab und an, ist oft extrem zappelig, zerrt an der Brustwarze und guckt sehr großäugig wie in Habacht-Stellung. Erst nach einiger Zeit wird sie ruhiger. Oder sie fängt gerade dann an zu meckern und ist eigentlich nicht mehr an die Brust zu kriegen.

Die Hebamme und die Osteopathin meinten, dass ihr das Stillen wohl zu anstrengend sei, weil sie sich so stark nach hinten überstreckt (weswegen sie auch in Behandlung ist); die Bewegung nach vorn sei ihr unangenehm. Sicher ist nur, dass Sascha gegen Abend, wenn sie müde ist, besonders häufig an der Brust schreit, egal welche Position ich einnehme. Nachts hat sie dagegen keine Probleme, trinkt aber auch nur ganz wenig, weil sie beim Stillen wieder einschläft.

Sie trinkt außerdem sehr häufig. Inzwischen tagsüber meistens "nur noch" alle zwei Stunden, früher auch Mal im 3/4-Stunden-Takt. Nachts hat sie mittlerweile eigentlich feste Intervalle: 4 Stunden, 2 Stunden, 2 Stunden und dann stündlich.

Ich finde das nächtliche Stillen extrem kräftezehrend. Natürlich versuche ich, sie beim Stillen nachts wach zu halten, aber nichts führte bisher zu längeren Stillintervallen.

Als ich einen Tag nicht stillen konnte, weil ich im Krankenhaus war, haben meine Mutter und mein Mann ihr zuvor abgepumpte Muttermilch aus der Flasche gegeben. Wir haben keine Probleme befürchtet, schon, weil sie auch sehr gerne den Schnuller nimmt.
Und tatsächlich, die Flasche fand sie super. Sie hat nachmittags z.B. zügig und ohne sich zu verschlucken 150 ml am Stück getrunken. Kein Weinen, kein Zappeln.

:-(Ich bin traurig, dass das Stillen für die Kleine - die übrigens in nur 3 Monaten 2,5 Kilo zugenommen und 6 cm gewachsen ist - so schwer ist und denke daran, auf Fertig-Milch aus der Flasche umzusteigen. Auch, um mich zu schützen.
Z.B. ihr nachts um 1 Uhr, die Flasche zu geben in der Hoffnung, dass sie dann länger satt ist und schläft. Oder ihr abends die Flasche zu geben, wenn sie vom Tag erschöpft ist und für die Brust keine Geduld hat.

Abpumpen und Flasche geben, ist für mich keine Alternative, weil zu zeitaufwendig.

Kennt ihr so ein Verhalten von euren Kindern?

Beitrag von lilly7686 28.03.11 - 12:22 Uhr

Hallo!

Wird es denn von Seiten der Osteopathin besser? Wenn nicht, würde ich mal zu einem anderen Osteopathen gehen. Denn es liest sich sehr nach einer Blokade.

Wenn du abstillen möchtest, dann ist das natürlich dein gutes Recht. Du hast deiner Tochter deine Milch gegeben, solange es ging. Und wenn es jetzt für euch beide zu viel wird, dann ist das auch okay.

Ich wünsche dir alles Liebe!

Beitrag von sacht736 28.03.11 - 12:38 Uhr

Hallo ,

also ich weiß ehrlich nicht was ich dir raten soll ich kann dir nur sagen das meine 4. Tochter auch nicht anders ist !
Es gibt Phasen da trinkt sie mal ganz normal alle 3std.und dann wieder jede stunde#zitter Dann Nippelt sie auch nur paar mal Zappelt rum ect. .... Da braucht man schon viel Geduld!
Aber wenn du nicht mehr kannst und willst dann lass es , du tust dir und dem Kind auch nichts gutes damit.
Die Maus bekommt ja auch mit wenn du eigentlich gar nicht mehr stillen willst.

Ich habe noch 3 weitere Kinder zu hause und Stille trotzdem immer noch sehr gerne auch wenn es total anstrengend ist.

Nachts mache ich das so meine Püppi liegt neben mir im Bett und wenn sie hunger hat hole ich meine Brust schon im Schlaf raus ...... sie trinkt auch nur wenige Min. und schläft weiter.

Das wird schon aber zwingen solltest du dich zu nichts ;-)

Liebe Grüße Mama+4Kids#cool

Beitrag von alexm1988 28.03.11 - 12:47 Uhr

hmm ich würds an deiner stelle mal mit nem stillhütchen versuchen, dann spritzt ihr der strahl nicht direkt in den mund, meiner verschluckt sich seitdem auch nicht mehr (brauche stillhütchen aber aus nem anderen grund)... oder du versuchst mal dir vor dem stillen nen kühlen waschlappen auf die brust zu legen vll hilft das ein bisschen...oder vorher ein bisschen ausstreicvhen kann auch helfen

lg jes mit pascal maurice 4,5 monate auf dem arm (deswegen die kleinschreibung, sorry)

Beitrag von sarahjane 28.03.11 - 14:36 Uhr

Sehr oft hört man von derlei Problemen nicht. Allerdings würde auch kaum eine Brustmutter offen dazu stehen. Leider.

Mach' Dir mal keinen Kopf. Du hast ja nun wirklich alles versucht, dem Baby und Dir zu helfen (inkl. Konsultieren sämtlicher Hilfspersonen).

Es ist Dein gutes Recht, käuflicher Säuglingsmilch zuzufüttern.
Allerdings: Premilch sättigt in der Regel auch nicht besser oder schlechter als Frauenmilch.


Alles Gute!

Beitrag von wir3inrom 28.03.11 - 17:22 Uhr

Mach doch, der Gleichheit halber, aus der "Frauenmilch" die "nichtkäufliche Säuglingsmilch".

Klingt schöner, so im Vergleich.

Beitrag von blubberwasser 28.03.11 - 21:44 Uhr

Was ist denn so schlimm an dem Wort "Frauenmilch"? Man sagt doch auch "Kuhmilch" zur Milch fürs Kälbchen. Finde das ganz normal...#gruebel

Beitrag von wir3inrom 28.03.11 - 21:48 Uhr

In meinen Breitengraden sagt man Kuhmilch und Muttermilch.
Abgesehen davon weiß die freundliche Astrid schon, wie ich das meinte.

Beitrag von blubberwasser 28.03.11 - 21:59 Uhr

Verstehe zwar kein Wort, aber wenn du meinst....
#gruebel

Beitrag von eishaendchen80 28.03.11 - 20:46 Uhr

mach dir keinen Kopf

Mein Großer konnte von mir nur 14 Tage gestillt werden. Dann hatte ich nichts mehr.
Beim Kleinen schafften wir auch nicht mehr.
er nahm in der 1. Woche nur ab----über 600g---- und ich fütterte zu. Nahm auch sofort zu. Stillen mit zufüttern schafften wir dann ganze 3 Monate aber so wirklich ein Brustkind war auch er nicht.

Ich hätte auch gern vollgestillt aber es ging halt nicht und er bekam ne lange Zeit die Pre-Nahrung.