Umfrage, wann am besten mit Beikost beginnen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von bleacky85 28.03.11 - 16:50 Uhr

Hallo ihr lieben,

möchte gerne o. g. Umfrage starten. Wann habt ihr vor bzw. wann habt ihr angefangen mit Beikost zu beginnen?

Von vielen Seiten höre ich schon mit 4, 5 Monaten aber auch erst mit 6 Monaten???

Mein kleiner ist jetzt 3,5 Monate alt und es scheint so als wenn er sich auch schon für unsere Essen interessiert. Muss man dann einfach nach Gefühl machen und austesten was?

Freue mich auf eure Antworten

LG Steffi

Beitrag von annybunny79 28.03.11 - 16:55 Uhr

Mein Kleiner wird am Freitag 6 Monate alt.Ich stille ihn noch voll.Seit Gestern habe ich Beikost angefangen,nur ein paare Löffelchen reine Pastinake .gestern hat er gewürgt und kopf geschütteln,heute isst er gut und viel besser als gestern.

Beitrag von tarosti 28.03.11 - 17:05 Uhr

Hi Steffi

Da wirst du hier viele verschiedene Antworten bekommen. Hab schon bei einigen Beikost-Umfragen hier reingelesen.

Ich hab begonnen, als unser Sohn 3einhalb Monate alt war. Er hat geschmatzt, während wir gegessen haben und wollte nach unserem Essen greifen.
Da habe ich es einfach mal probiert mit Kürbisbrei (selber gekocht). Zwei Wochen später kam dann Kartoffel dazu und seither immer mehr verschiedene Gemüsesorten. Anfangs hat er ca. 40 g gegessen, mittlerweile (knapp 8 Monate) sind wir bei ca. 200 bis 240 g am Mittag. Dazu bekommt er noch Getreide-Milch-Brei am Morgen und Getreide-Obst-Brei am Nachmittag. Dazu noch morgens und abends eine Flasche Pre-Milch.

Hätte ich stillen können, dann hätte ich vielleicht länger gewartet. Nur war es mir leider nicht vergönnt...:-(
Ich denke einfach, die Muttermilch verändert sich in ihrer Zusammensetzung je nach Alter und den Bedürfnissen des Kindes. Das macht die Pulvermilch nicht. Die ist immer gleich. Da hab ich mir gedacht, ich führe dem Kleinen von Aussen mal etwas Vitamine zu. Ich hätte ihm aber, hätte er nicht gewollt, das Essen nicht reingequetscht, sondern ihn halt noch länger nur Milch trinken lassen. Bei uns hat sich jedoch der frühe Beikoststart bewährt.

Ich denke, du musst selber nach Gefühl handeln. Wenn du denkst, dass dein Kind so weit ist, dann würde ich es ausprobieren.

Viel Spass wünscht
Tarosti

Beitrag von mariju 28.03.11 - 17:28 Uhr

Wir haben mit 4 Monaten und paar Tagen angefangen.
Natürlich hat unser Sohn mit 4 Monaten noch nicht alle Punkte von Beikostreif erfüllt, aber für uns war es der richtige Zeitpunkt und ich würde es immer wieder so machen.
Bei dem Thema scheiden sich die Geister und was nun wirklich richtig ist kann wohl keiner sagen. Studien gibt es viele und alle sagen was anderes, also bleibt dir nur auf dich und dein Kind zu vertrauen, ob du nun früher oder später beginnst.

Kurz bevor unser Sohn 4 Monate alt wurde hat er dermaßen Terror gemacht wenn wir gegessen haben, ich dachte es ist weil er nicht alleine in seinem Laufställchen (2m vom Esstisch entfernt) liegen will. So habe ich ihn samt Maxi Cosi beim Essen neben uns gesetzt. Der Terror blieb, irgendwann habe ich ihm einfach mal ein Stück Kartoffel in die Hand gegeben, er hat es angelutscht, abgebissen und gekaut. OK, für mich ein Zeichen es einfach mal zu testen.
Ich hab dann mit Pastinake bekonnen und er hat vom ersten Tag an richtig vernünftig seinen Brei gegessen. Jetzt ist er etwas mehr als 6 Monate alt und vor kurzem haben wir die 3. Mahlzeit eingeführt. Es klappt prima und er bekommt jetzt abends wenn wir essen immer was in die Hand. Das klappt aber nur wenn wir auch essen und er uns beobachten kann. Wenn ich ihm zwischendurch ein Stück Brotrinde gebe spielt er damit, wenn wir aber essen, dann isst er das auch.

Liebe Grüße
mariju & Luis

Beitrag von kleiner-gruener-hase 28.03.11 - 18:04 Uhr

Mit 3,5 Monaten ist kein Kind beikostreif, das nur mal dazu.

Unser Kleiner hat uns auch mit 4 Monaten das Essen angegeiert. 6 Monate wollte ich auf jeden Fall voll stillen, das habe ich durchgezogen. Und wirklich was gegessen hat er dann doch erst mit 8 Monaten.

Beitrag von me-mausi 28.03.11 - 18:18 Uhr

Hallo

Wir haben vor 2 Wochen begonnen mit Beikost zuerst mit Pastinake was ihr aber nicht so sonderlich geschmeckt hat sie hat es zwar gegessen aber wenn ich ihr am nächsten Tag wieder das selbe gab hat sie sich geschüttelt.
Jetzt gebe ich ihr Karotten und sie reißt gleich den Mund auf und kann gar nicht genug bekommen.

nachmittags bekommt sie auch schon Obstbrei aber auch nur weil sie immer den Mund mit aufgemacht und gierig hinter her geguggt hat wenn wir gegessen haben.

Und sie liebt es.

Übrigens sind typische Zeichen der Beikostreife

-der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt,
-es zeigt Bereitschaft zum Kauen,
-es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken,


Viele Grüße

Beitrag von ratpanat75 28.03.11 - 18:30 Uhr

Hallo,

wenn das Kind beikostreif ist und das ist von Kind zu Kind unterschiedlich.
Meine haben z.B Beikost erst viel später akzeptiert.
Am besten, man macht sich von den Zeitangaben frei und beobachtet sein Kind.

LG

Beitrag von lilly7686 28.03.11 - 19:29 Uhr

Hallo!

Dein Baby sieht dir vermutlich auch beim Duschen, Kochen, Umziehen, Klo gehen gierig zu. Das ist normal.
Das Schmatzen und Nachahmen hat was mit Spiegelneuronen zu tun. Google mal.
Mit Beikostreife hat das absolut nichts zu tun.

Lg

Beitrag von elfine 28.03.11 - 20:13 Uhr

Hallo,

also mein Sohn ist 4 Monate alt und wir werden es in den nächsten Tagen mit Brei ausprobieren.
Meine Kinderärztin meinte, dass es nicht unbedingt gut ist, wenn man ein halbes Jahr wartet bis man zufüttert. Die Ansichten haben sich zu diesem Thema stark geändert.
Durch Beikost wird die Kaumuskulatur des Babys gefördert. Eine Bekannte von mir war mit ihrem 5 Jährigen beim Logopäden, weil er "St" und "Sch" nicht gut aussprechen konnte. Der meinte zu ihr, es könnte durchaus daran liegen, weil sie sich erst später für Beikost bei ihrem Kleinen entschieden hätte. Er musste Übungen machen, um die Kaumuskulatur zu stärken.

Lg
Elfine

Beitrag von muehlie 28.03.11 - 21:21 Uhr

Ähm, das dürfte wohl eher in die Rubrik Ammenmärchen gehören. Die allermeisten Babys werden zunächst mal mit Brei gefüttert. Inwieweit fördert denn DAS bitteschön die Kaumuskulatur? ;-)

Beitrag von sabrina1980 28.03.11 - 20:51 Uhr

#sonne

ich glaube da wirst du unterschiedliche Meinungen hören...unsere Kinder haben beide mit 5 1/2 Monaten Beikost bekommen.

lg
Sabrina

Beitrag von schnuffel0101 28.03.11 - 20:55 Uhr

Unser Kleiner war knapp 4 Monate. Du musst es versuchen, Dein Kind zeigt Dir selber, ob es schon funktioniert oder nicht.

Beitrag von muehlie 28.03.11 - 22:06 Uhr

Also eigentlich scheiden sich bei diesem Thema weder die Geister, noch gibt es dazu immer wieder geänderte Ansichten. Seit über 10 Jahren lautet die offizielle Empfehlung nämlich, mit dem Beikostbeginn ca. 6 Monate zu warten. Alle anderslautenden Empfehlungen, von wem auch immer sie kommen, basieren entweder auf Studien, die nicht ganz verstanden wurden, oder voreilig auf dubiosen Studien, die zwischenzeitlich von anderen Fachleuten aufgrund diverser Mängel oder Verbindungen zwischen Studienleitern und bestimmter Industriezweige verrissen wurden. ;-)

Ein Kind kann Beikost vertragen, wenn der Magen-Darm-Trakt reif dafür ist. Wann das ist, ist sicherlich von Kind zu Kind unterschiedlich, aber da keiner (ohne medizinische Geräte) in sein Kind hineinsehen kann, ist es einfach besser und sicherer, man wartet etwas länger - also bis ca. dem vollendeten 6. Monat. Die Folgen eines verfrühten Beikoststarts zeigen sich nämlich erst sehr viel später und oft eben nur durch nicht so offensichtliche Nachteile, wie z.B. eine stärkere Anfälligkeit für Magen-Darm-Krankheiten oder generell durch ein sensibleres Magen-Darm-System.
Ich finde einfach, die breiverschmierten Lätzchen und bekleckerten Tische und Stühle, die viele anscheinend kaum erwarten können, sind diesen potenziellen langfristigen gesundheitlichen Nachteil einfach nicht wert. :-)