Firmenwagen mitverhandeln - Ja oder nein?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von moeriee 28.03.11 - 20:32 Uhr

Hallo ihr Lieben! #winke

Nachdem ihr uns letzte Woche so viele tolle Tipps gegeben habt, haben wir uns am Freitagabend nun endlich einmal bei "Experteer" angemeldet. Mein Mann hat heute direkt das erste Jobangebot bekommen. Das gewünschte Grundgehalt geht klar und uns wurde noch ein Firmenwagen (Audi A4) in Aussicht gestellt. #schock Damit hatte ich niemals gerechnet. Ich bin immer noch total platt. Jedenfalls ist mein Mann nun total kritisch wegen des Firmenwagens. Zu Recht? Was müssten wir beachten? Würde sich das für uns lohnen? Derzeit haben wir zwei eigene PKW: Ich einen Polo (Bj. 2010) und mein Mann einen A4 (Bj. 2003). Prinzipiell bräuchten wir also keinen Firmenwagen. Aber das Auto meines Mannes kommt ja nun auch langsam in die Jahre, weshalb man einen Wechsel schon in Betracht ziehen könnte... #gruebel Die Entfernung bis zur Arbeitsstätte würde 58 km betragen (einfache Strecke) und mein Mann würde von der Arbeit aus sicher auch wieder sehr viele Kilometer fahren (z.B. vom Firmensitz bis zur Baustelle).

Was meint ihr? Auf was müssten wir achten? Und lohnt sich bei solchen Voraussetzungen ein Firmenwagen?

Achso: Sollten noch Angaben fehlen, die extrem wichtig sind bei dieser Frage, dann fragt ruhig!

Ich #danke euch bereits im Voraus für eure (erklärenden) Antworten!

Liebe Grüße #herzlich

Marie

Beitrag von kati543 28.03.11 - 20:37 Uhr

Naja, du musst einen Firmenwagen versteuern. 58km ist schon ziemlich viel. Da geht einiges an Geld ab. Musst du eben mal durch rechnen. Eine Alternative wäre, sich vom AG die Benutzung des privat PKV bezahlen zu lassen.

Beitrag von fred_kotelett 28.03.11 - 20:38 Uhr

Hi,

ihr müsst euch das einfach mal ganz genau ausrechnen lassen und klären wie die Konditionen sind.

Bei 58 Kilometern ist der geldwerte Vorteil ja schon sehr hoch.
Auch interessant ist ob nur dein Mann oder auch du den Wagen fahren darfst und ob die private Nutzung unbegrenzt ist.

Bei mir ist es so, das eigentlich zu 90 Prozent meine Frau den Firmenwagen fährt, dadurch ist das quasi unser Familienwagen und lohnt sich.

VG

Beitrag von ppg 28.03.11 - 20:52 Uhr

Ist es eine Außendiensttätigkeit? Dann sind die Fahrten von und zu der Arbeitstätte bereits Dienstfahrten.

Ute

Beitrag von moeriee 28.03.11 - 21:04 Uhr

Mehr oder weniger! Wenn es ebenso läuft wie bisher, und davon gehe ich aus, dann wird er nur in den Planungsphasen in der Firma sein und ansonsten auf Baustellen. Bisher ist er eigentlich zu 99% unterwegs, angedacht waren zu Beginn jedoch 60%. In dieser Branche ist es allerdings eher unwahrscheinlich, dass es anders läuft, als derzeit. Er fährt teilweise tagsüber auch von Baustelle zu Baustelle. Momentan legt er diese Kilometer im Privatwagen zurück, bekommt diese aber vergütet (Reisekostenabrechnung; 30 Cent pro Kilometer).

Beitrag von moulfrau 28.03.11 - 21:30 Uhr

Hi Marie,
mein Mann hatte jetzt 1 Jahr einen Firmenwagen

Peugot Partner Tepee, neu.
500 Freikilometer im Monat, ich durfte ihn auch fahren.
Geldwerter Vorteil, ist halt 1% vom Anschaffungswert.

Aber bei 58 km einfach:

Die Kilometer sind nicht auf eurem Auto, so auch der Verschleiß. Inspektion, Öl, Reifen, Scheibenwischer usw usw. alles drin in dem 1% vom Anschaffungswert.

Wir fanden schon, daß es sich gelohnt hat. Jetzt hat er den AG gewechselt, und wir fahren wieder mit unseren Autos.

Gruß Claudia, die den "Partner", schwer vermisst

Beitrag von beni76 28.03.11 - 21:32 Uhr

Hi

ich musste damals meinen Firmenwagen zu 1% des Bruttolistenpreises versteuern.
Dann bekam ich eine Tankkarte, die beruflich als auch privat (innerhalb Deutschlands) über die Firma genutzt werden durfte!

Er muss fragen, wie das in der Firma mit einem Firmenwagen läuft, ob eine Tankkarte dabei ist, ob Du damit auch fahren dürftet am WE etc.

Lg
#blume beni

Beitrag von joy1975 29.03.11 - 09:27 Uhr

Das hängt stark ab, wofür ihr das Auto braucht, welche Vergünstigungen/Möglichkeiten dabei sind etc.

Ich habe auch einen Firmenwagen, dieser ist unser einziges Auto. Ich gehe nämlich zu Fuß zur Arbeit und brauche den Wagen nur 1-2 im Monat für geschäftliche Termine. Sonst fährt mein Mann den Wagen (ist erlaubt), d.h. eigentlich ist der Firmenwagen bei uns zu 95% privat genutzt. In dem Fall rechnet es sich, zumal wir nur 1km Entfernung zwischen Haus und Arbeitsstätte haben und somit hier quasi nichts versteuern müssen. Wir haben auch keinen Luxusschlitten gewählt, sondern einen Ford Mondeo Kombi, also finanziell mit der Versteuerung noch im Rahmen.
Das Auto kostet uns so im Monat an Gehaltseinbuße circa 150€, das ist in Ordnung, für das Geld können wir schon angesichts der heutigen Spritpreise kein Auto unterhalten.
Dass ich einen Firmenwagen habe, ist eigentlich total bekloppt, aber in meiner Position gehört es einfach dazu und die Firma besteht darauf, egal wie unsinnig das ist oder wie wenig er beruflich gefahren wird.

Rechnet es euch durch. Kann sich lohnen, muß aber nicht. Grundsätzlich mal von steigenden Spritpreisen ausgehen.

Wichtig: Der Partner muß das Auto fahren dürfen, sonst ist es alles Quatsch.

Beitrag von fuxx 29.03.11 - 10:39 Uhr

HI Marie #winke

freut mich zu hören, dass mein Tip gleich so gefruchtet hat!!!

Firmenwagen sollte sich bei der Strecke für Euch def. lohnen, wenn der AG auch die Spritkosten komplett übernimmt. I.d. R. wird 1% des Listenpreises des Autos versteuert und zusätzlich 0,03% auf jeden gefahrenen Kilometer zur Arbeit (einfache Strecke). Google dies bitte mal.

Die Mitarbeiter dürfen bei uns das Fahrzeug komplett privat nutzen und überall in Deutschland tanken. Außerdem brauchst Du keine Steuern+Versicherungen zahlen, keine Reparaturen und Inspektionen etc. Rechnet sich in jedem Fall!!
(Ich warte auch immer noch darauf, dass mein Chef mir sein OK zur Bestellung des Autos gibt :-p)

lg
fuxx

Beitrag von cooky2007 29.03.11 - 21:04 Uhr

Noch etwas Positives zum Firmenwagen:
man schaut nicht so sehr auf die gefahrenen Kilometer, wenn dieser auch privat genutzt werden darf.
Mal mit den Kids ne Runde fahren, wenn sie gerade eingeschlafen sind - würde ich mit einem Privatwagen so nicht machen.
Und - Familie darf auch fahren. Anders wäre es blöd.

Allerdings, es ist schon nicht so billig. Man bekommt das geld halt erst gar nicht zu Gesicht, sondern es wird gleich abgezogen.
Wäre es ein neuer A4 oder steht dieser Wagen schon von einem Vorbesitzer auf dem Firmengelände herum?
Wenn ihr euch einen neuen aussuchen dürft, spielt die Ausstattung (auch der Motor) eine Rolle - je mehr & besser - desto teurer - und höher eure Kosten. Avant ist immer gut, wenn man Kids hat.