Warum gibts hier so viele Feindiagnostiken?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sissy80 29.03.11 - 08:17 Uhr

Guten Morgen, ich frag mich gerade, warum hier so oft von FD geschrieben wird. Bin jetzt zum 3. mal schwanger, aber ne FD war noch nie im Gespräch.

Wollt ihr die FD, bekommt ihr die automatisch (d.h. ohne besonderen Grund) oder ist das ne Zusatzleistung?

Kann mich mal bitte jemand aufklären ;-)

Hoffe auf AUFKLÄRUNG :-D:-D:-D:-D

LG Sissy 18SSW OHNE FD ;-)

Beitrag von seraja 29.03.11 - 08:19 Uhr

huhu

Also wir haben die NFM nicht machen lassen, habe aber von meinem FA trotzdem eine Überweisung dafür bekommen. Er meint das es besser wäre jede Schwangere aufzuklären und ihr die Möglichkeit zu geben diese Messungen zu machen bevor sie später herkommt und sagt d. sie aufgrund von schlechter Info ein behindertes Kind zur Welt gebracht hat. Im Grunde will sich mein FA also so einfach absichern.

lg seraja und #ei 16. ssw

Beitrag von sissy80 29.03.11 - 08:25 Uhr

Zählt die NFM auch zur FD?
Ich dachte die FD wäre so ein Ultraschall-Marathon, der ne halbe Stunde oder so dauert und wirklich ALLES ausgemessen wird...
#kratz

Beitrag von steffisz 29.03.11 - 08:33 Uhr

Ja, auch die NFM zählt dazu. Feindiagnostik ist nicht unbedingt US. Auch zum Beispiel die Fruchtwasseruntersuchung ist eine Art der FD.

Was du meinst ist das Organscreening denke ich. Auch ein Teil der FD ...

Beitrag von le_sheep 29.03.11 - 08:22 Uhr

Hi,

ich habe auch in dieser Schwangerschaft wieder eine Überweisung zur Feindiagnostik bekommen, ohne besondere Indikation und nehme Sie wieder gern in Anspruch.

Viele Grüße

Sheep

Beitrag von singa07 29.03.11 - 08:22 Uhr

Guten Morgen.

Ab einem bestimmenten Schwangeren-Alter (in Deutschland 35) wird sie empfohlen. Darunter ist es eine Leistung, die die Ärzte anbieten. Kein Mensch MUSS zur FD.

LG Singa (die ihr erstes Kind im Ausland bekam, wo es üblich ist, in ALLEN SS eine FD zu machen)

Beitrag von disasli 29.03.11 - 09:35 Uhr



Ich wünsche Dir einen wunderschönen Guten Morgen. :-D Ich hoffe,es geht Dir gut.

LG

Beitrag von steffisz 29.03.11 - 08:23 Uhr

Guten Morgen,
also ich denke mal hier im Forum wird so viel darüber geschrieben, weil ja normalerweise nur Leute schreiben, die Fragen oder Sorgen haben, das hängt häufig mit FD zusammen. Die Zahl der Leute, die Blutungen haben, ist hier auch unnnatürlich hoch.
Warum es generell öfter gemacht wird? Ich denke mal erstens gibt es immer mehr Spätgebärende, zweitens immer mehr Gebildete und drittens ist die Medizin und die Technik weiter.
Bei mir macht es die Frauenärztin einfach in ihrer Praxis, ich muss dafür nirgends anders hin. Ich bin privat versichert, deshalb muss ich es nicht extra zahlen. Die Entscheidung was wäre wenn habe ich mit meinem Mann vorher getroffen, das war wichtig für uns.

Soweit meine Vermutung und meine persönliche Erfahrung :-)

Liebe Grüße, Steffi 36. SSW mit FD

Beitrag von ichbinhier 29.03.11 - 08:24 Uhr

Eine Feindiagnostik wird gemacht, wenn es Gründe bei der Mutter gibt( Alter z.B) und diese zB keine FW macht.

Ich bin 37 Jahre alt, bin aufgrund meines Alters ja eh jenseits von gut und böse ;-) und hatte in meiner vorletzten SS eine Plazentafehlbildung, die meinen Sohn fast umgebracht hätte.
Leider wurde das nicht erkannt.

Aufgrund dessen "darf" ich jetzt immer zur FD, um sowas oder eben Wachstumsverzögerungen, rechtzeitig zu erkennen.

Ausserdem ist es für mich wichtig, zu wissen, ob der Knirps organisch, soweit erkennbar fit ist, da davon meine KH Wahl abhängt.
Ich würde jedes Kind austragen, aber wenn ich wüsste, es müsste intensivmed. betreut werden, würde ich halt eine spezielle Klinik wählen;-)

Beitrag von cappucinocream8 29.03.11 - 08:26 Uhr

Guten Morgen Sissy,

also bei mir ist es so, das ich zum ersten Mal schwanger bin. Ich bin bisher von einer ganz normalen Scheangerschaft ausgegangen und habe deswegen auch keinerlei zusätzliche Untersuchungen, wie z.B. NFM oder TT machen lassen. Nehme mal an, dass meine FÄ mir aus diesem Grund die FD empfohlen hat. Sie überweist mich dahin und ich muss nix dafür bezahlen. Nun lass ich die dann auch in ein paar Wochen machen.

Liebe Grüße und weiterhin eine schöne Kugelzeit

Cappu

Beitrag von osterglocke 29.03.11 - 08:27 Uhr

Hallo #winke,
wir bekommen Zwillinge, da ist eine Überweisung zur FD auch kein Problem. Uns hat es geholfen uns für ein Krankenhaus zu entscheiden. Wenn der Befund auffällig gewesen wäre, hätten wir uns für eine Krankenhaus mit Kinderklinik entschieden.

Eine Überweisung bekommt man eigentlich nach einer Indikation, sonst ist es eine Zusatzleistung. Ich halte viele Untersuchungen für unnötig, aber eine FD fand ich für uns jetzt schon gut.

LG
Osterglocke

Beitrag von arelien 29.03.11 - 08:31 Uhr

Huhu ,

Ich habe eine FD bekommen da bei mir eine Missbildung fest gestellt wurde der Speiseröhre und mein Sohn mit nur einer Niere zur Welt kam. Deswegen wollte ich diesmal wissen ob alles okay ist oder ob wir uns seelisch schon auf was einstellen müssen/können. Aber zum Glück ist alles da was da sein muss :-)

Beitrag von cafetasse 29.03.11 - 08:38 Uhr

guten morgen!

also grundsätzlich gilt das ärzte dies auch ohne vorliegen einer risiko-schwangerschaft durchführen dürfen bzw. überweisen dürfen ohne das weitere kosten entstehen müssen.

ach ja...auch wenn dass nicht jeder gerne hört...auch ärzte sind wirtschaftsunternehmen...und wo man geld verdienen kann (unsere kleinen lücken im krankenkassensystem sei dank), da wird geld verdient...
zumal man sagen muss dass es immer mehr risiko-schwangere gibt (und die gibts ZUM TEIL deshalb, weil dann einfach mehr leistungen abgerechnet werden können!)

beste grüße
cafetasse

Beitrag von francie_und_marc 29.03.11 - 08:39 Uhr

Hallo!

Mein erster Sohn kam mit Herzfehlern zur Welt und bei unserem zweiten Sohn wollten wir auf Nummer sicher gehen. Ändern kann das auch nichts aber es kann ja was schwerwiegendes sein und man braucht vielleicht eine spezielle Behandlung außerdem wollten wir nicht wieder aus allen Wolken fallen. Leider war unser zweiter Sohn nicht lebensfähig und er ist in der 21.SSW zu den Engeln gereist.

Durch diese schwerwiegende Vorgeschichte ist bei mir eine Feindiagnostik vorprogrammiert, auch wenn ich große Angst davor habe.

LG Franca

Beitrag von die_schwangere 29.03.11 - 08:43 Uhr

huhu
also ist meine 3. schwangerschaft und hatte in den anderen beiden keine FD gehabt wollte ich auch nicht
in dieser ss hab ich FD bekommen weil meine FA kaum was gesehen hat übern US wegen meiner speckwampe.
ansonsten hätte ich auch keine machen lassen

Beitrag von zwergnummer3 29.03.11 - 09:02 Uhr

Hallo,

ich bin in den ersten beiden Schwangerschaften zur Feindiagnostik (NICHT NFM!) gegangen und werde auch diesmal hingehen. Für mich ist die FD eine der sinnvollsten Untersuchungen in der Schwangerschaft, bei der Organfehlbildungen erkannt werden können, sodass ich mich darauf einstellen kann bzw. die Ärzte;-)! Wir planen eine Geburtshaus- bzw. Hausgeburt, allerdings würde ich bei bestimmten Fehlbildungen mich lieber in die Hände von ärztlichen Spezialisten begeben.
Viel lieber verzichte ich auf die NFM, diverse D-US o.ä.,was wirklich nur für den Geldbeutel der Ärzte gedacht ist!

LG#sonne

Beitrag von steffisz 29.03.11 - 09:05 Uhr

Nunja, NFM kann auch entscheidungsgebend sein. Kommt drauf an, wie man sich entscheiden würde...
Und ein Doppler US misst die Versorgung des Kindes... auch recht wichtig meiner Meinung nach. Oder meinst du 3D? Ja das ist natürlich nur fürs Auge, macht meine umsonst :-p

Beitrag von zwergnummer3 29.03.11 - 09:15 Uhr

Ja, ich meinte 3-d und 4-d-US;-)! Doppler sind toll:-)!
Na ja, die NFM sagt nicht viel aus, das sind nur Zahlen und Messungen, die oft einfach falsch sind, daraus ergeben sich invasive Untersuchungen. Mir ist leider aufgefallen, dass sehr viele zur NFM gehen, obwohl es keinen Grund gibt und dafür sehr viel Geld zahlen, aber Feindiagnostiken, die wirklich ein Ergebnis bringen und von Spezialisten! gemacht werden, werden angezweifelt, ob sie sinnvoll sind!? Es gibt halt leider viele Organfehlbildungen, von denen Laien nix wissen. Die Kinder sind lebensfähig und haben eine bessere Therapiechance, wenn man weiss, was Sache ist!

LG#sonne

Beitrag von anastasia70 29.03.11 - 09:19 Uhr

Hallochen,

bei uns in Berlin/Brandenburg gehört die FD (ca. 22./23. SSW) zur Standarduntersuchung dazu (2. großer US), es ist ein "Organscreening", wo nachgesehen wird, ob alles richtig entwickelt oder angelegt wurde um nicht bei der Geburt überrascht zu werden und im Vorfeld die Ärzte vorzubereiten (Du natürlich auch). Ich meine damit Organfehlbildungen usw. und das dann man vielleicht schon in einer Spezialklinik entbindet um damit deinem Kind den richtigen Start ins leben zu geben. Es ist ein intensiver US, dauert halt länger, ca. 30 min. , je nachdem wie das Baby mitmacht. Und es geht auch darum, ob die Versorgung Mutter-Kind auch optimal ist.
Meine FÄ hat ein kleines veraltetes Gerät und ich wurde und werde wieder zu einem Spezialisten überwiesen, der halt neuere Geräte hat und somit besser vermessen und nachschauen kann. Hier geht es nicht in erster Linie darum, eventuell ein behindertes Kind nicht zu bekommen, sondern wie schon gesagt, ob alles richtig funktioniert. Es sind keine "Schätzungen" und Mutmaßungen, wie oft hier behauptet werden sondern wirklich ein großer US, der Dir auch zusteht ( 2. US von 3 insgesamt). Manche Ärzte haben gute Geräte und machen es selber, und andere überweisen eben.
So ich hoffe es verständlich erklärt zu haben, da ich hier oft falsche Meinungen dazu lese.

Eine schöne #schwangerschaft wünscht
anastasia70#schwanger15+6

Beitrag von monissen 29.03.11 - 09:26 Uhr

ich hab auf diese FD bestanden. Auch wenn es den meisten hier nicht passt und so was abgelehnt wird. Aber ich wußte von Anfang an, das was nicht stimmt, einen Zwilling hab ich verloren. Und was ist ? Mein Kind hat den schlimmsten Herzfehler, den es gibt. Nach Geburt muß sie sofort operiert werden. Die SS verläuft ganz normal, in meinem Bauch gehts der kleinen gut, mir gehst gut. Problematisch wird es nach dem Abnabeln. Durch die FD kann ich in St. Augustin in einer Spezialklinik entbinden. Würde keiner von dem herzfehler wissen, weiß ich nicht, was passieren würde.....

Beitrag von glitzer-glas 29.03.11 - 10:14 Uhr

Huhu,

also bei unserem Großen haben wir ne FD machen lassen. Mein Paps kam allerdings mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt, deshalb hatten wir ne Indikation für ne Überweisung. Wir hatten eine außerklinische Geburt geplant und unser Arzt hat uns da so Horrorgeschichten erzählt von wegen, da gäbe es oft auch Herzfehler, so dass wir doch nachschauen lassen wollten, damit wir im Zweifelsfall doch nach nem KH hätten schauen können für die Geburt.
War aber zum Glück alles okay damals und unser Sohn kam im Geburtshaus zur Welt.

Inzwischen bin ich wieder schwanger und bei ner anderen FÄ. Sie ist was Ultraschall und pränatale Diagnostik betrifft sehr zurückhaltend und steht Hausgeburten positiv gegenüber (deshalb hatten wir sie ausgewählt), aber selbst sie fände eine FD bei unserer "familiären Belastung" gerechtfertigt und würde uns überweisen.
Allerdings bin ich mir noch unsicher ob ich dieses Mal hingehen will. Ich hatte erst einen Ultraschall in der 9.SSW, einfach um zu schauen ob wir Zwillis bekommen oder eins, und momentan hab ich gar keine Lust mehr auf Ultraschall (ich weiß bin da hier im Froum eher ne Asunahme :-p). Hab dafür ne super Hebammenvorsorge und planen ja eh ne Hausgeburt.

Aber ich hab auch das Gefühl, dass FD immer öfter durchgeführt wird und immer mehr Ärzte einfach überweisen, auch ohne Indikation. Es wird halt auch immer mehr nachgefragt (Stichwort BabyTV), denn einige (wenn auch nicht alle) machen es auch nur, weil sie da bessere Bildchen (auch in 3d) bekommen.

Beitrag von zwergnummer3 29.03.11 - 10:51 Uhr

Hallo,

du hast "keine Lust" auf Ultraschall, und deshalb gehst du nicht zur FD, obwohl eine Indikation vorliegt?

Wir planen auch eine ausserklinische Geburt und meine FÄ macht selber Feindiagnostiken, steht dem Thema HG positiv gegenüber und ist sehr bedachtsam der pränatalen Diagnostik gegenüber, aber ein Organultraschall tut nicht wirklich weh, oder? Welche Nachteile siehst du in der Untersuchung?

LG#sonne

Beitrag von johanna71 29.03.11 - 11:25 Uhr

Naja, manche Indikationen sind aber auch an den Haaren herbeigezogen.
Selbst wenn ihr Baby eine LKGS hätte, würde man das doch früh genug bei der Geburt erfahren; es ist ja nichts Lebensbedrohliches.
Ich habe auch mal eine Überweisung zur Feindiagnostik beim Folgekind abgelehnt, weil es für den Herzfehler meines Kindes kein wirkliches Widerholungsrisiko gab.
Die Nachteile liegen für mich bei eventuellen Softmarkern, Messfehlern etc., die einem grundlos Sorgen machen.

Beitrag von zwergnummer3 29.03.11 - 11:37 Uhr

Ich persönlich brauche überhaupt keine Indikation für ein Organscreening, da Fehlbildungen auch so auftreten können. Gerade Herzfehler sind doch wichtig zu wissen bei der Geburtsplanung. LKGs sind nicht lebensbedrohlich, aber ich persönlich finde es schon wichtig, dass man sich auch schon vor der Geburt mit dem Thema auseinandersetzt und sich informiert! Kliniken sind oft überfordert und informieren falsch, gerade bei LKGs.
Natürlich gibt es bei diesen Untersuchungen auch Fehler, allerdings halten die sich sehr in Grenzen, und die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach, dabei spreche ich nur für das Organscreeening!

LG#sonne

Beitrag von glitzer-glas 30.03.11 - 12:17 Uhr

Hallo,

also wie Johanna schon so schön schrieb, kann man manche Indikationen durchaus kritisch hinterfragen.
So sind mein Bruder und ich beide gesund zur Welt gekommen, ebenso wie unser Großer. Die LKG-Spalte meines Vaters kann ja einfach durch einen Mangel in der Schwangerschaft meiner Oma zustande gekommen sein ohne Gefahr auf Weitervererbung (ihr 2. Sohn ist gesund).
Zudem ist wie gesagt eine LKG-Spalte auch keine gefährliche Sache, die unser Kind bei einer Hausgeburt gefährden könnte. Ich kenne Leute, die hatten eine Hausgeburt, das Kind hatte ne Spalte und da gab es nie Probleme, auch nicht bei einer notwendigen Anpassung einer Gaumenplatte. Wenn allerdings vorher bekannt wird, dass das Kind eine Spalte hat, kann dies durchaus unsere Hausgeburt gefährden wegen gewisser Richtlinien (obwohl keine wirkliche Gefahr droht) und darauf habe ich keine Lust!

Zweitens haben wir dies damals machen lassen, weil unser alter Frauenarzt uns unter Druck gesetzt hat bzgl. möglicher Herzerkrankungen. Ich weiß inzwischen, dass er da übertrieben hat und mache halt nicht gern Untersuchungen, die nicht unbedingt nötig sind, um evtl. alle Unmöglichkeiten auszuschließen (was ja eh nicht geht).
Du kannst das verurteilen oder nicht, aber ich sehe eine Schwangerschaft als einen normalen gesunden Vorgang an und weigere mich, diese pathologisieren zu lassen. Wenn es keine Anhaltspunkte gibt, dann vertraue ich da einfach in die Natur. Ich habe ein gutes Gespür für unser Kind, spüre es seit der 12.SSW und vertraue auch ein bißchen auf meinen Instinkt.

Ultraschalluntersuchungen stehe ich skeptisch gegenüber, mache sie nur wenn ich sie als nötig erachte und wie Johanna schon schrieb, wird man da schnell mit irgendwelchen Ergebnissen verrückt gemacht, die nicht unbedingt was zu sagen haben. Das habe ich leider schon bei einigen Bekannten erlebt, wo am ende eben gleich nix rauskam.

Außerdem hast du auch nicht den Druck erlebt damals von Seiten unserer Familie. Meine Oma (die Mutter meines Paps) hat uns massiv psychisch unter Druck gesetzt, dass wir unser Kind abtreiben sollen, wenn es ne Spalte hat. Wir dachten echt, uns trifft ein Schlag, bei so ner dummen Forderung (mal davon ab, dass wir uns auch für ein geistig oder körperlich beeinträchtigtes Kind entscheiden würden)! Das hat mich unnötige Kraft gekostet. Das mach ich dieses Mal nicht mehr mit.

Ich habe mich sehr bewusst für diesen Weg entschieden und stehe in engem Kontakt zu Hebamme und Frauenärztin. Auch die FÄ findet nicht, dass ich unbedingt zum Organscreening sollte, sie würde mich nur überweisen wenn ich das will, weil sie anhand der Kriterien der Krankenkassen eine Überweisung aufgrund der Indikation als gerechtfertigt ansieht. Aber sie hatte nicht das Bedürfnis mich davon überzeugen zu müssen, sondern fand unsere Pläne sehr gut und überlegt. Soviel vielleicht dazu.

Achja und da ich ein sehr wissbegieriger Mensch bin, habe ich mich durchaus schon in der 1. Schwangerschaft mit LKG-Spalten auseinandergesetzt bzgl. Behandlung, Stillen etc.
Aber kann ja nun niemand verlangen, dass ich mich wegen allem informier. Ich bin sicher du weißt auch nicht über alle Krankheiten Bescheid, die dein Kind evtl. haben könnte, die man aber nicht beim Ultraschall sehen kann. ;-)

LG