Frage zur Milchproduktion!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von odessa82 29.03.11 - 09:08 Uhr

Hallo liebe Mitstillerinnen!
Ich habe vor 4 Wochen meinen Sohn geboren.#verliebt
Da er nicht richtig zunahm, nahmen meine Hebamme und ich an er sei trinkfaul, daher gab es die Flasche dazu. Nun haben wir aber festgestellt das ich zuwenig Milch produziere. Da ich aber eigentlich voll stillen möchte versuch ich jetzt alles um die Milch in Gang zu bringen. Also trink ich 1 L Stilltee, pump nach dem Stillen ab oder leg ich mehrfach an.
Was habt ihr noch für Tipps?
Wie lange dauert es die Milchprodktion erfolgreich anzuregen?
Lg =dessa82#winke

Beitrag von angeldragon 29.03.11 - 09:25 Uhr

das problem hatte ich auch ich dachte !! ich hätte zu wenig milch hab auch flasche gegeben und abends und meine maus hat dadurch immer wenger an der brust getrunken :-(:-(:-(

hab jeden tag malzbier getrunken (1 flasche)
1 tasse stilltee , hab abgepumpt und so schwer es mir auch gefallen ist die flasche weg gelassen und maus dauernuckeln lassen und nach nun 6 wochen erst hhat sich alles eingespilt keine flasche mehr kein maltbier mehr nur noch stilltee

hab gehört auch bockshornklee samen soll helfen


appumpen auch wen nichts kommt min 10 min

viel erfolg und sei icht traurig wens nicht klappen sollte man kann auch längere zeit mit flasche und brust füttern ;-)

Beitrag von nsd 29.03.11 - 11:29 Uhr

Der haut wirklich rein. Ich hatte am Anfang immer den Stilltee von Alete/Hipp, da ist dieser Bockshornklee nicht drin. Dann habe ich ein Päckchen Stilltee von Wileda bekommen (eine Bekannte hat nicht mehr gestillt) und da ist dieser Samen drin. Der hat bei mir ganz schön reingehauen, hatte aber sowieso genug Milch....

Beitrag von tabi 29.03.11 - 11:06 Uhr

Zunächst Herzlichen Glückwunsch zur Geburt.
Wenn du gerne vollstillen möchtest, ist das wichtigste dass du die Flasche weg lässt.
Leg dich für 2-3 Tage nackt mit deinem Sohnemann ins Bett und leg ihn an, sooft an wie er will. Gerne auch lange an der Brust lassen. Je mehr er saugt desto mehr Milch wird produziert. Keine Schnuller, keinen Tee etc. Einfach nur Mamas Busen und du wirst sehen, deine Milchmenge passt sich innerhalb von 48-72 Stunden an.
Hebammen sind super schwangerschaftsbegleiter und Geburtshelfer, aber was das Stillen betrifft wissen sie oft nicht so viel.
Stilltee solltest du nicht mehr als 3 Tassen am Tag trinken, da das sonst eher das Gegenteil bewirkt. Ansonsten 1 alkoholfreies Weißbier, hilft oft sehr. Aber das wichtigste ist das anlegen.
Und das er korrekt saugt. Deine Brustwarze muss bis zum wiechen Teil des Gaumens in seinem Mund liegen und seine Lippen sollen nach aussen gestülpt sein, beim saugen. Spürst du den MSP bzw tropft es aus der anderen Brust raus?
Meld dich nochmal wenn du noch Hilfe brauchst. Liebe Grüße

Beitrag von sarahjane 29.03.11 - 12:06 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Folgendes kann manchmal helfen, um die Milchmenge komplett auf Babys Bedarf einzustellen:

- das Baby noch häufiger (nicht länger!) an beiden Brüsten anlegen
- nicht mehr als 4 bis 6 Tassen milchfördernden Tee (z. B. Fenchel-, Kümmel-, Anistee) am Tag trinken
- 1 Flasche Malzbier am Tag trinken
- sehr wenig Kohlensäure-, Koffeein- und Teeinhaltiges trinken
- am Tag auf eine Gesamttrinkmenge von 2 bis 3 Litern kommen
- das Kind im selben Zimmer schlafen lassen wie die Eltern (nicht unbedingt im Elternbett, da dies, wenn man nicht zahlreiche Sicherheitshinweise beachtet, das SIDS-Risiko erhöhen kann)
- das Kind oft herumtragen
- evtl. in der Apotheke was Bockshornkleesamenhaltiges besorgen
- wenn Zufüttern nötig ist, dann IMMER erst nach der Fütterung per Brust
- auf 3 bis 5 vollwertige, ausgewogene Mahlzeiten am Tag achten
- viel ausruhen, Stress vermeiden
- eine in Sachen Brusternährung sehr erfahrene Hebamme beim Anlegen beobachten und Hilfestellungen leisten lassen (die meisten Hebammen bilden sich kontinuierlich fort und weiter und sind somit in der Regel sehr gute Berater in Sachen Ernährung mit weiblichen Brüsten)


Alles Gute!

Beitrag von tabi 01.04.11 - 19:42 Uhr

Du bist echt ohne Worte
*die meisten Hebammen bilden sich kontinuierlich fort und weiter und sind somit in der Regel sehr gute Berater in Sachen Ernährung mit weiblichen Brüsten*
ES HEISST S T I L L E N und gibt es auch männliche Brüste????
Stillberaterinnen sind immer noch die Qualifiziertesten, wenn es um das S T I L L E N geht
*das Baby noch häufiger (nicht länger!) an beiden Brüsten anlegen*
je häufiger und länger das Baby gestillt wird, desto mehr Milch wird produziert!!!!

Beitrag von steffi0413 31.03.11 - 01:23 Uhr

Hallo Odessa,

bei gesunden Kindern gibt es eigentlich sowas wie "trinkfaul" nicht. (Trinkschwäche kann schon sein. Ursachen sind zB. Frühchen, Sauerstoffmangel bei der Geburt, Gelbsucht usw.)

"Trinkfaul" deutet in den meisten Fällen daran, dass der Kleine mit falscher Technik an der Brust trinkt, so bekommt nicht genug Milch, ist nichts was seine Interesse wach halten würde.
Ursachen für die falsche Trinktechnik sind zB. Saugverwirrung durch Flasche/Schnuller, nicht korrekt angelegt, nicht genug grosses Stück vom Vorhof im Mund, kurzes Zungenbändchen.

Kann bei Euch von diesen etwas passend sein?

Bei der Milchproduktion regelt die Anfrage das Angebot. Je öfters die Brüste stimuliert werden, desto mehr Milch wird gebildet.
Im Vergleich dazu sind Tees, Kapseln, Globolis nur zweitrangig. Die Einführung von Zufütterung bzw. Flasche kann so leider dazu führen, dass die Milchmenge ziemlich schnell zurückgeht.
Es ist aber noch nichts verloren, man kann korrigieren! :-)

Ich würde mal ein paar Fragen stellen um ein besseres Bild zu haben.

Wieviel Zufütterung bekommt jetzt der Kleine? Akzeptiert er jetzt die Brust? Wenn ja, wie oft legst Du ihn an in 24 Stunden? Immer beidenseitig? Spürst Du beim Stillen den Milchspendereflex? Hörst Du, dass er schluckt?

Hast/hattest Du vielleicht Hormonprobleme (zB. Schilddrüsen)? Sind Deine Brüste rund oder eher „birnenförmig”? Ist Dein Wochenfluss weg/deutlich weniger geworden?
Sind/waren Deine Brüste nicht wund, schmerzhaft?

Wie oft hat er Stuhlgang und wie schaut der aus? Wieviel nasse Windel hat er in 24 Stunden?

Was bedeutet, dass er nicht richtig zunahm?

Zuerst wäre das sehr-sehr wichtig, dass er KEINE Flasche bzw. auch KEINEN Schnuller mehr bekommt (der kann leider auch Saugverwirrung verursachen)!!!!

Die abgepumpte Mumi/Pre kannst Du mit Löffel, Spritze, Fingerfeeder, brusternährungsset oder aus dem Becher anbieten.
http://www.stillgruppe-ml.de/becherfuetterung.htm

Die Zufütterung würde ich aber keinesfalls von heute auf morgen weglassen, nur stufenweise und dabei die Windel sehr streng beobachten!
Zufüttern mit Pre immer erst NACH dem Stillen, wenn er schon mind. 1x beide Brüste getrunken hat (kann man auch mehrmals wechseln) und noch immer unzufrieden ist.

Das wäre sehr-sehr wichtig, dass Du mind. 8-12x in 24 Stunden beidenseitig anlegst.

Vor dem Anlegen kannst Du den Milchspendereflex ein bisschen stimulieren (mit heissem Wasser die Brust waschen oder ein wenig Milch ausstreichen) bzw. ein paar Tropfen Milch auf seine Lippen streichen.

Vor jedem Anlegen kannst Du eine kleine "Zungenübung" machen: stecke Deinen Zeigefinger in seinen Mund, so dass Du die Grenze zwischen weichem und hartem Gaumen erreichst (Achtung! Hände sehr gründlich gewaschen, Nagel sehr kurz geschnitten!!!) - Nagel schaut nach unten – lasse ihn so ein bisschen nuckeln und beobachte was er macht: macht er einen "Hügel/Buckel" hinten mit seiner Zunge? Liegt die Zunge über der unteren Zahnleiste? Die Zunge schmiegt sich um den Finger? Zunge und Unterkiefer bewegen sich rythmisch? Beisst er vielleicht auf den finger? Wenn er einen Buckel macht und/oder die Zunge NICHT über der unteren Zahnleiste liegt, dann drehe den Finger vorsichtig um (Nagel schaut nach oben) und vorsichtig drück die Zunge nach unten und/oder ziehe ein bisschen nach vorne. Lasse ihn so auch eine Weile nuckeln.
Diese Übung hilft die richtige Technik wieder zu finden und kann vor jedem Anlegen gemacht werden bis er noch Probleme hat.

Wenn er beim Trinken zu schnell einschläft, kannst du folgendes versuchen: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Bruswarzenhof zusammen und halte so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss und er fängt wieder an zu schlucken.

Bockshornkleesamen können beim häufigen Anlegen die Milchproduktion unterstützen.

Viel-viel Körpernähe sogar Hautkontakt!

Zusätzliches Abpumpen ist auch Stimulation für die Brust, auch wenn überhaupt nichts kommt (muss aber nicht unbedingt sein, wenn Du oft anlegst)

Ich wünsche Dir viel Geduld und Ausdauer!

Bei weiteren Fragen/Problemen helfe ich sehr gerne!

LG
Steffi