SS-Diabetes: Langzeitwert TOP trotz schlechter Meßwerte bzgl. Essen??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hasengesicht 29.03.11 - 13:35 Uhr

Hallo Ihr Lieben Mitgeplagten.... Kennt das jemand?? Habt Ihr auch so schwankende Werte oder andere Schwierigkeiten? Wie geht Ihr damit um??


Mein Langzeitwert ist 4,9 :-D:-D(lt. Diabetologe #pro) aber die Werte nach dem Essen teils #schock

- manchmal nach dem Essen (1.Std.) niedriger als vor dem Essen (z.B. 111/108) #kratz

- 2 - 3 Std. nach dem Essen teils wieder hoch, obwohl ich nichts mehr gegessen habe (150 - 170)

- Currywurst und Pommes scheine ich besser zu vertragen als Salat und VK-Brot mit Käse und Senf#kratz

Muss seit ca. 4 Wochen messen und seit ca. 3 Insulin spritzen und kann immer noch nicht sagen, was ich nun vertrage und was nicht. Das scheint sich immer irgendwie zu ändern...:-[

Wie macht Ihr das so im Alltag? #danke schonmal für Eure Antworten

Beitrag von silas.mama 29.03.11 - 13:39 Uhr


Hallo,
mir geht es auch so...
Bin mal gespannt, ob Du hier viele Erfahrungswerte bekommst...
Morgen lass ich mir wieder für den Langzeitwert Blut abnehemen, bin mal gespannt... Ansonsten reagiert mein Zucker auch immer total unterschiedlich. Liege mit meinen Werten meist im 100er Bereich, noch brauch ich kein Insulin...

LG und alles Gute, Katrin.

Beitrag von motorradtinchen 29.03.11 - 13:44 Uhr

Hallo Leidensgenossin,

ich spritze auch seit 3 Wochen 4 mal täglich Insulin und auch meine Werte sind noch immer nicht stabil.
Auch mein Langzeitwert war gut (5,1) und ich hab dennoch ähnliche Probleme wie du! Mal klappt es zwei Tage super, dann sind wieder mind. 2 Werte pro Tag zu hoch...
Ich verzichte total auf Weißmehl, Zucker, Süsses und esse auch Obst nur in kleinen Mengen. Kohlenhydrathaltiges wiege ich stets ab und spritze entsprechend.
Naja, ich hoffe die letzten 5 Wochen vergehen schnell- ich zähle schon die Tage...
Wie lange hast du denn noch?

Dir alles Liebe, Tina

Beitrag von hasengesicht 29.03.11 - 14:48 Uhr

Hallo,

bin jetzt bei 23+2, muss also noch ein bisschen... Spritze aber, glaube ich, immer noch recht wenig (Basal: 6-6-0-12, Rapid: 5-7 i.E., je nach Ausgangs BZ). BE´s muss ich bislang noch nicht berechnen, das ist bestimmt kompliziert, oder? Wieviel musst Du denn spritzen und wie geht´s Dir insgesamt so??

Ganz lieben Gruß

Beitrag von connie36 29.03.11 - 13:57 Uhr

hi
das ist normal. auch das manchmal der wert runter geht, und später hochgeht. kommt nämlich aufs essen an. fett zb. verhindert die sofortige zuckeraufnahme ins blut, daher sinkt der wert, da ja offiziell "kein essen "kam. aber nach einer weile kommt es doch noch im blut an, kann stunden dauern, udn dann steigt der wert obwohl du nichts davor gegessen hast.
hatte ich auch oft.
curry wurst und pommes deshalb, weil der wert durch das fett langsamer steigt, aber dafür länger.
und bei brot und käse, gehen die werte sofort ins blut, sind daher also höher nach dem essen.
lg conny mit yann 9 wochen alt, und auch ss diabetis

Beitrag von derhimmelmusswarten 29.03.11 - 13:57 Uhr

Und bei 4,9 hat man Diabetes? Wie sollte der Wert denn da in der Schwangerschaft sein? Sind diese Schwankungen nicht völlig normal? Wenn doch der Langzeitwert, und dieser soll ja wirklich aussagekräftig sein, wunderbar ist, wo liegt dann das Problem?

Beitrag von corry275 29.03.11 - 14:16 Uhr

Langzeitwert darf in der SS nicht als Indikator für ne Diabetes genommen werden, da er nicht aussagekräftig ist. Der HbA1C betrifft die Letzten 6-8 Wochen und gibt den Mittelwert aller auftauchender Werte an (z.B. niedrigster Wert wäre 35 höchster 200, Mittelwert 117,5; HbA1C:6,0 folglich in Ordnung) . Akut überhöhte Werte ab der 20 Woche würden in ihm noch gar nicht auftauchen. Folglich sollen nur die Werte genommen werden die unter dem Belastungstest auftreten.

Ebenso kann ein erhöhter oder erniedrigter Eisenwert, sowie die Hormonumstellung Einfluss auf den HbA1C haben und dieses Verändern. Auch hängt der Wert von dem vorhandnen Hb insgesamt ab.

Hab ich selbst gemerkt. Bis kurz vor der SS hatte ich einen Wert von 4,2 in der SS (vor ca. 4Wochen) einen Wert von 4,6 trotz regelmässigem Unterzuckern.

Beitrag von hasengesicht 29.03.11 - 14:45 Uhr

Hallo,

gute Frage!!!Musste erst auch nur beobachten aber durch eine dicke Erkältung waren die Werte dann so hoch, dass ich lt. Diabetologe ums Insulin nicht rumkomme. Hat er heute auch wieder bestätigt. Evtl. muss ich sogar zum Essen mehr spritzen (jetzt bin ich beim Rapidinsulin bei 5-7 Einheiten, je nach Ausgangswert), Basalinsulin bleibt gleich (6-6-0-12). Ist, glaub ich, noch recht wenig insgesamt. Näheres erfahre ich heute nachmittag.
Muss mich ja schon drauf verlassen, bin ja keine Ärztin...

lg

Beitrag von corry275 29.03.11 - 14:04 Uhr

Hallo,

leider sagt der Langzeitwert in der SS garnichts wirklich aus. Habe derzeit einen Wert von 4,6 der ursprünglich bei 4,2 lag.

Zu deinen Werten: Kenne das Problem mit vorher höher als danach. Habe morgens mit 68 begonnen zwei Scheiben Vollkorntoast mit Nutella und der Wert war nach einer Stunde bei 58. Erklärung: Das Nutella enthält viel Zucker treibt den Wert kurz nach oben (bei mir nach 30 Minuten als Spitze) und sackt dann schlagartig ab, da Vollkornprodukte langsamer vom Körper verarbeitet werden ist das noch nicht umgesetzt, deswegen höherer Wert nach 2 Stunden, da dann der Rest verdaut wird.

Salat (je nach dressing) beeinflusst den BZ-Spiegel gar nicht. An der Stelle kommt es drauf an, welches VK-Brot du isst (kann bis 55% Weizenprodukte enthalten).

Dazu kommt, dass dein Körper ja noch in der Lage ist Insulin zu produzieren, folglich dein Körper auch bei einer Unterzuckerung die Gegenspieler ausschütten kann, die dann den Zucker in die Höhe treiben.
Als Beispiel: Du Unterzuckerst nachts etwa 5h ohne es zu merken (Wert ca. bei 40), dein Körper reagiert darauf und steuert gegen. Daraus können 200er bis 300er Werte nüchtern werden. [Haben wir erst kürzlich in der Klinik erfahren, da meine Mutter nur so komische Werte hat, ohne eigene Insulinproduktion].

Ist ne Verflucht komplizierte Sache mit den Zuckerwerten. Weiß bis heute nur, dass ich auf Weizenprodukte unterzucker und ansonsten bekomm ich auch nix gescheites raus.

LG

Beitrag von hasengesicht 29.03.11 - 14:58 Uhr

uff#schock#schock, das ist ja ziemlich kompliziert....
Du scheinst Dich aber im Thema sehr gut auszukennen -#danke für die vielen Infos. Wann hat man denn bei Dir den Diabetes diagnostiziert und musst Du spritzen?
Ich habe vor der SS 2 Monate Metformin bekommen. Hatte im Rahmen der Kiwu-Behandlung einen OgTT als reine Ausschlussdiagnostik, d.h. es war im Vorfeld nichts auffällig, kein Pco oder erhöhter Zucker im (regelmäßigen) Blutbild. War sozusagen "ein Schuß in´s Blaue". Tja, der OgTT war dann auffällig (bei gutem Langzeitwert). Ich bekam Metformin und wurde #schwanger#huepf

Mit der Ernährung bin ich immer noch beim Austesten (VK-Toast geht gut, VK- Brötchen hingegen garnicht:-[, Obst ist generell BÖSE :-[:-[
Das fehlt mir ziemlich - aber ist ja für´s Kind...

Dir alles Gute und lieben Dank nochmal für Deine Antwort:-D:-D

Beitrag von corry275 29.03.11 - 15:34 Uhr

Hi,

bin selbst nicht Diabetikerin, allerdings meine Mutter und bei mir besteht der Verdacht auf ein Insulinom (gutartiges Insulinproduzierendes Geschwür der Bauchspeicheldrüse), wäre ich nicht schwanger würde ich schon in der Klinik liegen zum Austesten. Hungertest und MRT darf ich in der SS ja nicht machen, also aufgeschoben bis der Kleine da ist und ich abgestillt hab, es sei denn ich kipp vorher mal komplett um.

Da ich mehrfach in der Ss schon Unterzuckert habe musste ich auch zum Diabetologen und meine Mutter kommt sogesehen "gerade" vom Neueinstellen in der Klinik (Nachts schwere Unterzuckerungen und morgens einen mörder Hohen Nüchternwert, dazu verdacht auf Diabetischen Fuß). Deswegen hab ich schon vorwärts und rückwärts alles im Internet durch was zum Thema Diabetes drin ist und vorallem woran mein Langzeitwert liegen könnte (habe vor 10 Jahren mit einem HbA1C von 3,8 angefangen bei normaler Ernährung).

In dem Rahmen hab ich die ganzen Einflussfaktoren dann erst mal nachgelesen.
Da der HbA1C-Wert wiegesagt ein Durchschnittswert ist, kann es natürlich sein, dass du vorher regelmässig über den Tag verteilt mal zu hohe und mal zu niedrige Werte hast, die sich dann ausgleichen, wodurch sich ein normaler Langzeitwert ergibt.

Bei der Ernährung solltest du mit den Brötchen darauf achten was drin ist. Also folglich es gibt VK-Brötchen mit hohem Weizenanteil, der den BZ-Spiegel in die Höhe schiessen lässt (vorallem die Aufback VK-Brötchen sind böse). Nehme mittlerer Weile nur noch Dinkel-Vollkornbrötchen, Roggensauerteigbrot, oder ein anderes Vollkornbrot ohne Weizen (gibts leider nur beim Bäcker und da muss man noch gesondert nachfragen in welchem Brot kein Weizen ist).
Zu Obst: Generell kann man Äpfel oder Birnen in Maßen essen. Heftig sind Bananen oder Weintrauben (10 Weintrauben = 1BE, wenn ich mich recht erinnere) die geben den Fruchtzucker sehr leicht in das Blut ab, weshalb man sie im Falle einer Unterzuckerung essen sollte.
Gemüse kannst du fast alles essen ohne dass es Auswirkungen hat.

Aber du hast dann ja auch ne heftige Zeit hinter dir mit der ganzen vorab Diagnostik. Wobei mich jetzt wundert dass der OGTT im Vorfeld auffällig war trotz normalem HbA1c. Weisst du zufällig die Werte noch?

Zum Metformin hab ich grade folgendes nachgelesen: "Metformin wird seit Jahren erfolgreich bei der Behandlung des Polyzystischen Ovarialsyndroms verwendet, wo es offenbar die krankhaft gesteigerte Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron blockiert. Es eröffnet am Polyzystischen Ovarialsyndrom erkrankten Frauen eine Möglichkeit, dennoch schwanger zu werden. Offiziell ist Metformin allerdings dafür nicht zugelassen, entspricht also einem sogenannten Off-Label-Use, worüber die Patientinnen aufzuklären sind."

D.h. für mich folglich kann es auch sein, dass die Vorab abklärung des OGtt dazu gedient hat um für die KK einen sinnigen Grund für die Gabe des Medikaments zu finden. Aber die Hauptsache ist ja, dass es gewirkt hat.





Beitrag von hasengesicht 29.03.11 - 15:58 Uhr

hallo,

PCO habe ich ja eben nicht, da wäre (ist) die Metforminbehandlung ja schon Standard. Mein Kiwu-Doc wollte aber den OGtt, weil ihm sonst die Ideen ausgegangen sind, warum ich trotz Hormonbehandlung und (wieder mal) unaufälligen Ausgangswerten nicht schwanger wurde... Hat ja geklappt, warum auch immer -hauptsache #schwanger;-)
Die Werte waren ungefähr (80-150-185), bei der Wiederholung in der Schwangerschaft etwas höher (85-153-189).

Werde mal weiter die Ernährung austesten. Auf Vollkorn (ohne Malz) und "vom Bäcker des Vertrauens" achte ich auch schon, Dinkel habe ich heute erstmals gekauft (hmmm, lecker), ging auch vom BZ.

Du hast ja leider noch einiges vor Dir, nach der Entbindung... Dafür wünsche ich Dir schonmal alles Gute #liebdrueck
Musst Du denn gleich nach der Geburt zur Diagnostik oder kannst Du Dich erstmal von der Entbindung erholen??

Beitrag von corry275 29.03.11 - 16:29 Uhr

Hi danke.

erstmal zu deinen Werten. Ist etwas verwunderlich das lediglich der letzte Wert immer zu hoch ist, der Rest deutet nach meinem Diabetologen nichtmal auf ne SS-Diabetes hin, Grenze bei meinem Doc ist 90 und 160.
Vielleicht hat das Medikament lediglich den kleinen Ausschlag gegeben ein Hormon, dass kaum auffällt zu stabilisieren.

Würde nach der SS aber mal schauen lassen woran es mit dem letzten Wert hängt, könnte ne Stoffwechselstörung sein, die mit Diabetes nicht unbedingt was zu tun hat.

Bei mir wird sich das Wohl mit der Entbindung entscheiden. Klapp ich dabei oder kurz danach ab, werd ich wohl gleich zur Diagnostik müssen, weil es dann akut wäre und das Insulinom, sollte es eins sein, sich in der SS maskiert hätte und somit die Werte halbwegs normal gehalten werden.
Hoffe aber darauf, dass ich dann erstmal ein Jahr Ruhe hätte, aber wie gesagt, das entscheidet sich bei der Entbindung.
Nehm vorsorglich Mann und Mutter mit, falls ich in den Keller gehe mit den Werten und werd auch in der Klinik direkt um das vorsorgliche Bereithalten einer Glucoseinfusion für mich bitten.

LG und dir auch gute "Besserung"