Oma und Opa kümmern sich nicht

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von melmystical 29.03.11 - 14:51 Uhr

Hallo! #winke

Mich würde mal eure Meinung interessieren:

Meine Schwiegereltern sind eigentlich ganz nett und liebe Menschen. Sie haben sich auch total über Simons Geburt gefreut. Als er noch ein Baby war, waren wir fast täglich bei ihnen oder sie bei uns. Oma hat mal für eine Stunde aufgepasst, wenn ich beim Friseur war, oder wir mal in Ruhe einkaufen wollten.
Opa hat im Garten einen Sandkasten gebaut, Teich abgedeckt und halt alles kindersicher gemacht. Als Simon 2 Jahre alt war, hat er das erste Mal dort geschlafen. Alles war super.
Dann ging es langsam los. Sie kamen immer weniger zu Besuch. Sie sagten, sie hätten so viel Stress (mussten aus ihrem Haus ausziehen). Aber irgendwann ist der Stress ja auch mal vorbei... #kratz
Dann sollte Simon dort schlafen. Oma rief mittags an und sagte ab, weil sie krank wäre. Den nächsten Termin hat sie dann auch wieder abgesagt. Seitdem hat sie gar nicht mehr gefragt, ob er da schlafen möchte und wenn wir fragen, kommt nur ein "mal gucken".
Sie kommen nun gar nicht mehr zu uns, nur noch an Geburtstagen. Wenn wir sie fragen oder einladen, heißt es immer "Wir haben doch keine Zeit, müssen arbeiten, sind kaputt usw".
Zur Erklärung: Sie wohnung 5 Autominuten entfernt. Mein Schwiegervater arbeitet Vollzeit, ist aber spätestens um 16 Uhr zu Hause.
Meine Schwiegermutter arbeitet drei Mal in der Woche. Der Laden in dem sie arbeitet, liegt ca. 50 Meter von unserem Haus entfernt. Ich kann ihn quasi vom Fenster aus sehen. Spätestens 17 Uhr hat sie Feierabend.
Und dann haben sie keine Zeit?
Die beiden sind total lustlos und faul geworden. Wir haben schon so oft gefragt, ob wir nicht mal was zusammen machen sollen oder haben sie zum Essen eingeladen oder so, aber sie sagen, sie haben keine Zeit oder wären nach der Arbeit so kaputt.

Bis vor kurzem sind wir noch einmal in der Woche dort hingegangen, damit Simon Oma und Opa sieht. Er freut sich natürlich total und Oma und Opa freuen sich dann auch und spielen mit ihm. Wenn wir dann gehen müssen, weint Simon immer und Opa sagt dann meistens: "Ach, Junge, das tut mir ja echt weh, wenn ich dich so weinen seh, ich glaube, der Opa muss dich doch mal öfter besuchen kommen..."
Tja, bei den Worten bleibt es dann leider auch...

Jetzt waren wir schon fast drei Wochen nicht mehr dort, weil wir es einfach nicht einsehen, dass wir uns jedes Mal die Mühe machen, aber wir machen es ja nur für Simon. Inzwischen fragt er schon nach Oma und Opa. :-(

Was würdet ihr tun?
Einfach nicht mehr hinfahren und abwarten, ob sie sich doch mal melden?

Oder weitehrin hinfahren? Ich würde das wirklich nur für Simon tun, aber uns fällt es immer schwerer, weil wir inzwischen die Schn.... voll haben von den ganzen Ausreden und richtig sauer sind. Ich mag mich schon gar nicht mehr mit meiner Schwiegermutter unterhalten, weil sie immer so tut, als wäre alles in Ordnung.

Was meint ihr?

#danke

Gruß

Melanie + Simon (3 Jahre und 2 Monate)

P.S. Es gibt da natürlich noch meine Eltern und darüber bin ich auch froh, die sind ganz anders, aber Simon weiß ja genau, dass er noch eine Oma und einen Opa hat. ;-)

Beitrag von claudia_71 29.03.11 - 14:57 Uhr

Hallo Melanie,

die beiden sind wahrscheinlich an die 60?? Ich kann sehr gut verstehen, dass die beiden ihre Ruhe haben wollen - wir besuchen meine Schwiegereltern nicht mehr jedes WE, weil WIR (sind 39/40Jahre alt) auch mal unsere Ruhe haben wollen ;-) - mit 30 haben wir das auch noch nicht verstanden.

Ich würde deine Schwiegereltern am WE besuchen, vielleicht nur jedes zweite oder so ... und soooo viel Mühe kann das doch auf die kurze Entfernung und mit einem Kind für euch nicht machen!

LG Claudia

Beitrag von judith81 29.03.11 - 15:00 Uhr

Hallo,
ich würde abwarten .............meine Eltern wohnen 2 PKW stunden weg, leider, Schwiegereltenr wohnen im Haus, aber die kümmern sich nicht um unsere Kinder. Johanna (war tägl. mit Oma mal spazieren, seit 1,5 Jahren nun nicht mehr, das Oma Demenz hat)...wir hätten Oma so oft schon mitgenommen - wäre für mich ja einfacher mit Baby u. Kleinkind gewesen, wenn Oma den Kinderwagen geschoben hätte, aber sie hatte auch nie Zeit. Johanna fragte auch sehr oft nach Oma (Opa hat nie was mti ihre gemacht, war anfangs zu klein, dann konnte sie nicht reden, jetzt kann sie alles ....aber es interssiert ihn nicht). Ich ekrlärte Johanna immer, dass Oma krank ist u. sie halt einfach nicht mehr so kann. Oft ging ich mit den Kindern nach unten (wohnen im Haus), aber dann hieß es immer "jetzt muss ich putzen etc." ...seit 6 Mon. gehen wir nicht mehr nach unten,s ie kommen auch nicht ...............dlie Situation ist nicht schön, aber an uns liegt es nicht! Johanna fragt nun gar nicht mehr.
Lg
Judith (3 J. 2 Monate) Jonathan 1 J. 7 Monate.

Beitrag von janimausi 29.03.11 - 15:02 Uhr

Die beiden sind nun mal älter und keine jungen Hüpfer mehr...
Ist es so schwer, einfach hin zu fahren, vor allem wenn dein Sohn und auch deine Schwiedereltern das so schön finden?
Mein Gott, die beiden sind nich mehr die jüngsten und wohl wirklich von Arbeit geschafft und froh, wenn sie ihre Ruhe haben.
Sogar meine Mutter, die mitte 40 ist, ist froh wenn sie am WE ihre Ruhe hat und will uns dann nicht unbedingt besuchen kommen, freut sich aber, wenn wir zu ihr fahren.

Also schluck deinen Stolz runter und fahrt eben hin.

Beitrag von twins 29.03.11 - 15:06 Uhr

HI,
ich frage mich echt, was solche Postings bringen sollen?!
Die Großeltern arbeiten beide....ich würde auch nicht jeden Abend nach der Arbeit irgendwo hingehen "müssen"!

Kann es sein, das ihr vielleicht die Großeltern nervt?!
Was tut ihr denn für Sie? Laßt Sie doch einfach in Ruhe, wenn sie keine Zeit oder gar Lust haben.
Und der Sohnemann kann ja dann ein Bild malen und im Geschäft abgeben, da freut sich die Oma bestimmt.

Nicht jede Großeltern sind nach Feierabend noch so aktiv. Und wenn sie ihr Haus aufgeben mußten ist die Umstellung ja auch nicht einfach, das muss auch erst einmal verkraftet werden. Alte Leute verpflanzt man nicht sooo leicht.

Ich verstehe es nicht, das man immer so viel von den Großeltern fordert!?!?! Ersatzbabysitter, etc. etc. und es geht meistens nicht um die Kinder, die verstehen es gut, wenn die Großeltern keine Zeit haben, sondern um die Erwachsenen, die sich auf dem Schlips getreten fühlen.

Grüße
Lisa

Beitrag von katile 29.03.11 - 15:14 Uhr

hallo,

also ich kann dich im vergleich zu manch anderer meinung total verstehen.ich denke,dir tut vor allem weh,dass sie nicht von sich aus mal auf die idee kommen,ihre enkel zu sehen.ich bin in exakt der selben situation.eltern wohnen 5 min.weg und meine tochter (wird 4) hat noch nicht einmal dort übernachtet!ich bin in auch immer hingefahren,aber mittlerweile hab ich das stark eingeschränkt.was noch schlimmer ist,mein neffe(9) ist fast jedes 2.wochenende dort,in den ferien ein paar tage.schon oft hat meine tochter gefragt ob sie auch mal mit ihm zusammen dort schlafen darf-antwort,ja,das müssen wir mal machen#bla.mittlerweile hat er schon wieder 2x dort geschlafen,es kam nichts!!! es ist traurig und frustrierend.
klar sind sie nicht mehr die jüngsten,aber es ist doch nicht zuviel verlangt,sich ein wenig für seine enkel zu interessieren.mir persönlich gehts überhaupt nicht um freie wochenenden oder ähnliches sondern ich möchte,genau wie du(denke ich) ein wenig eigeninitiative.schon allein dem kind zuliebe,das ja zu den grosseltern will!
lg kati

Beitrag von melmystical 29.03.11 - 15:20 Uhr

Vielleicht sollte ich noch etwas ergänzen:

Meine Schwiegereltern sind beide Anfang 50 und noch recht fit. Bis vor kurzem hatte mein Schwiegervater noch eine große Tierhaltung mit Ziegen, Gänsen, Enten, Hühnern usw.
Sie haben zwei Hunde mit denen sie am Wochenende viel unterwegs sind. Dass ein Hund raus muss kann ich verstehen, aber es kann doch nicht sein, dass sie mit den Hunden drei Stunden laufen können, aber nicht mal fünf Minuten Zeit für ihren Enkel haben?

Sie rufen ja auch noch nicht mal an, um sich nach ihm zu erkundigen!

Letztens war ich mit Simon im Laden. Kommentar von meiner Schwiegermutter war: "Oh, die Oma hat jetzt leider keine Zeit für dich Simon, die Oma darf heute nämlich mal früher nach Hause gehen!"
Sorry, ich kann es einfach nicht nachvollziehen, dass eine Oma nicht mal ein paar Minuten Zeit hat für ihren Enkel, sondern nur schnell nach Hause auf die Couch will.

Mir geht es nicht um einen Babysitter. Ich habe NIE danach gefragt, auch nicht meine eigenen Eltern. Es kam immer von IHNEN, dass sie z.B. gesagt haben: Wenn du mal zum Frisör möchtest, sag Bescheid, dann passen wir auf.

Es ist einfach enttäuschend für Simon, dass wir ihnen immer hinterherlaufen müssen.

Beitrag von ellannajoe 29.03.11 - 15:52 Uhr

Hallo,

ich kann das schon irgendwie verstehen, nicht jeder sieht seinen Lebenssinn im Enkelhüten und betüddeln.

>>>Meine Schwiegereltern sind beide Anfang 50 und noch recht fit. Bis vor kurzem hatte mein Schwiegervater noch eine große Tierhaltung mit Ziegen, Gänsen, Enten, Hühnern usw.
Sie haben zwei Hunde mit denen sie am Wochenende viel unterwegs sind. Dass ein Hund raus muss kann ich verstehen, aber es kann doch nicht sein, dass sie mit den Hunden drei Stunden laufen können, aber nicht mal fünf Minuten Zeit für ihren Enkel haben?<<<

Es gibt schon einen Unterschied zwischen mit Hunden spazieren gehen und ein Kind um sich zu haben. Vielleicht haben sie einfach im Moment dafür keine Energie, warum auch immer. So hart es auch ist, aber hör auf ihnen hinterher zu laufen, vielleicht besinnen sie sich ja noch, wenn nicht musst du es aber akzeptieren.

#winke

Beitrag von windsbraut69 29.03.11 - 16:38 Uhr

"Dass ein Hund raus muss kann ich verstehen, aber es kann doch nicht sein, dass sie mit den Hunden drei Stunden laufen können, aber nicht mal fünf Minuten Zeit für ihren Enkel haben? "

Doch, das kann natürlich sein.
Sie haben eigene Interessen und die Hunde waren IHR Wunsch.
Dass sie nicht mehr Interesse an den Enkeln haben, ist für Euch schade aber das kannst Du ihnen doch nicht verübeln.

Gruß,

W

Beitrag von melmystical 29.03.11 - 15:21 Uhr

Genauso meine ich es! :-)

Beitrag von mani62726 29.03.11 - 15:47 Uhr

Hallo Melanie,

als ich schwanger war, war meine SM total erfreut und konnte es gar nicht mehr abwarten, endlich Oma zu werden- und das wars dann auch schon mit der oma-lichen Fürsorge.

Seitdem sehen wir sie so alle 3 Monate, manchmal auch ein halbes Jahr nicht. Zum Geburtstag hat Maya auch noch nie etwas von ihr bekommen.

Mal auf Maya aufpassen oder gar übernachten lassen ist bei uns gar kein Thema- wie gesagt, sie "kennen" sich ja gar nicht richtig.

Ich hab mich damit abgefunden, Mayas Papa kann gern mit ihr zur Oma fahren, ich ergreife allerdings nicht die Initiative, ich hab langsam keine Lust mehr.

Reg dich nicht drüber auf und sag deinem Sohn, dass Oma und Opa momentan einfach keine Zeit haben, ihr euch aber bald wieder seht.

Oma ist bei uns jederzeit ein gern gesehener Gast- aber wer nicht will, der hat schon!

Liebe Grüße,

Marion mit Maya

Beitrag von grinsekatze85 29.03.11 - 17:19 Uhr

Hallo!

Ich kann dich schon verstehen, das es dich traurig macht, das sie einfach so wenig Interesse zeigen, das dein Sohn quasi keine andere Wahl hat, wenn Oma und Opa absagen. Und einem Kind immer sagen: Nein Oma kann nicht, ist es ja auch wirklich nicht schön. Und du möchtest ja auch schon den Kontakt halten. Aber es ist schwierig wenn jemand das nicht zulässt.

Aber man muss sie ja auch mal verstehen, wenn sie beide noch arbeiten, beide ja auch älter werden und ihre eigenen Kinder schon erwachsen sind. Hat man vielleicht auch nicht mehr so die Kraft und Lust, sich dann mit den Enkelkinder rum zu schlagen.
Ich würde vielleicht das Thema mal wirklich ansprechen und ihnen das sagen, wie ihr da so drüber denkt. Vielleicht sagen sie ja dazu was....

Den Kontakt ganz abbrechen lassen würde ich dann auch nicht, schließlich sind es die Eltern deines Mannes und eben Opa und Oma!

LG
grinse#katze

Beitrag von schlumpfine23 29.03.11 - 17:32 Uhr

Hallo!

Ich habe mich gefragt, ob ihr sie mal darauf angesprochen habt. Es hört sich so an, als hättet ihr eigentlich ein echt enges Vehältnis gehabt und da ist es doch eigentlich normal, mal nachzufragen, wenn die eine Seite auf einmal das Verhalten so ändert..

Wir hatten auch Probleme mit den Eltern meines Mannes - und die leben mit uns zusammen im Haus. Wir haben uns lange "heimlich" geärgert - bis es irgendwann knallte und jeder mal gesagt hat, was Sache ist. Und das hätten wir einfach mal viel früher machen sollen - einfach reden, auch wenn dann ein Streit folgt. Aber den kann man zumindest irgendwie lösen und sich Gedanken machen - besser als nicht zu wissen, was los ist.

Was ihr macht, ist ja lediglich vermuten, was dahinter steckt.. - und da kann man sich auch ganz schön täuschen!

Wenn Du nicht willst, lass es deinen Mann machen - sind schließlich seine Eltern.. das ist dann immer einfacher.

Alles Gute!
schlumpfine#winke

Beitrag von jenny6 29.03.11 - 19:09 Uhr

Hallo!

Also ich kann dich auch verstehen. Wir haben mit der Oma in einem Haus gewohnt (aber getrennte Wohnungen) bis Leonie 3 war.Ihre Oma wurde abgöttisch geliebt.
Nun wohnen wir 2 min Fußweg entfernt von ihr und ich muss leider sagen,dass ihr Interesse auch immer weniger wird.Einerseits kann ich sie verstehen,da sie noch eine fast 18 Jährige zuhause hat (die sich aber eher wie 13 benimmt).Andererseits kann ich sie NICHT verstehen. Denn sie legt wirklich soviel Elan und Engagement in alle möglichen (und auch völlig UNNÖTIGE Dinge) Energie, dass anscheinend nix mehr für uns übrig bleibt. Dazu hat sie sich vom Charakter leider auch sehr verändert. Mich macht es sehr traurig und meine Tochter vermisst auch "ihre alte Oma". :-(

Aber ändern kann ich leider auch nix. denn sie reagiert total schnell beleidigt sobald man seinen Mund aufmacht.

Lg,Jenny

Beitrag von zeitmaschine99 29.03.11 - 20:10 Uhr

Hallo,

ich kann verstehen, dass Du enttäuscht bist über die Schwiegereltern - wenn ich allerdings dein posting so durchlese, habe ich gedacht, ob hinter ihrem geänderten Verhalten vielleicht etwas anderes steckt - vielleicht haben sie Probleme, von denen ihr nichts ahnt und sind damit so beschäftigt, dass ihnen ihr anderes Verhalten selbst nicht so auffällt - könnte ja sein?
Vielleicht solltet ihr wirklich mal zusammen reden.
Alles Gute! Tina