Meine Tochter ist total schlamig (fast 6 Jahre)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kleinerbaer05 29.03.11 - 19:38 Uhr

Hallo!

Ich krieg ne Krise! Meine Tochter ist total schlampig! Sie lässt wo sie geht und steht ihr Klamotten liegen! Da kann es durchaus schon mal vorkommen, dass in ner Ecke zwischen den Stofftiere schmutzige Wäsche liegt :-[

Ich flippe regelmäßig aus, weil ich echt der Meinung bin, dass sie in ihrem Alter in der Lage ist, sich auszuziehen und ihr schmutzige Wäsche in die Wäschetonne zu schmeißen...

Es betrifft nicht nur Klamotten... Auch Spielsachen werden in irgendwelche Ecken geknallt und ihr Kleiderschrank ist dauerhaft offen, weil sie "vergessen" hat die Türen zu schließen #augen

Es ist nicht so, dass sie die Sachen nicht wegräumen könnte... Sie hat Kunststoffkisten von IKEA, die für die Spielsachen sind. Und es geht auch, wenn ich gemeckert habe...

Wie bringe ich ihr bei Ordnung zu halten?
Oder übertreibe ich und alle Kinder sind so?

LG
Kleiner Bär

Beitrag von alpenbaby711 29.03.11 - 19:46 Uhr

Ich denke sie ist zwischen drin im Wissen Sachen müssen ordentlich sein aber gleichzeitig noch nicht so weit alles durchzuführen. Wobei ich sagen würde, wenn sie nicht ihre Wäsche wenigstens auf einem Haufen im Zimmer hat und dann in die Tonne bringt ( stell ihr doch eine ins Zimmer) dann schick sie mal im Schlafanzug in die Schule. Klar wenn keine Klamotten mehr da sind was sollst du auch tun?
Ela

Beitrag von diva-82 29.03.11 - 20:39 Uhr

Hi !!!


Du musst konsequent sein..durchgreifen ist angesagt. Leonie und Louisa sind 5 und 3 Jahre alt und bringen ihre sachen auch schon zur Waschmaschine. wenn das zimmer nicht aufgeräumt wird tja dann kommt halt alles in die tonne .


LG

Beitrag von zahnweh 29.03.11 - 21:04 Uhr

Hallo,

ob sie alt genug dazu ist, weiß ich nicht. Ich kenne zahlreiche, die deutlich älter sind und längst keine Kinder mehr ... ;-)

Bei meiner hilft sehr (und das hab ich als Kind sehr vermisst!) nicht sagen "räum auf" sondern detailliert "stell die Bücher bitte ins Bücherregal", "räum die Bauklötze bitte in die Bauklotztonnen", "WO kommt die Wäsche hin?" (schärferer Ton)...

Bei mir wurde immer nur verlangt, dass ich "aufräumen" soll. ja, bei einem Pulli oder nur der Legokiste ging das noch. Sobald aber ein Pulli, zwei Socken, die Legokiste und ein paar Bücher rumlagen wurde es schon zu viel.

Wo fange ich an? Womit fange ich an? Wo tue ich es hin? Wenn ich den Pulli und die Socken wegräumte ... vergaß ich wieder auf die anderen Sachen (ich wurde zum Essen gerufen, der Termin stand an, "neuer Auftrag" erfolgte, es klingelte an der Türe ... so häuften sich beim nächsten Spielen noch was anderes dazu, bis ich gar nicht mehr durchblickte....

bei meiner 3,5 Jahre hilft daher sehr gut:
- getrennte Systeme: getrennte Zimmer (Bauklötze Kinderzimmer, Duplo Wohnzimmer. Erleichtert das Aufräumen, weil man nicht sortieren muss, das herausziehen beider wird erschwert...

- mit anpacken. noch nehme ich mir ein "System" ich alle Bücher, du alle Bauklötze. Wenn ich aber selbst keine Lust/Zeit habe, nehme ich EIN Buch und sie soll den Rest machen. Das tut ihr irgendwie gut, dass der Anfang gemacht ist.

- Vorbild sein. So kleinere Marotten, wenn in der Eile was liegen bleibt übernimmt meine sehr schnell. Als ich mich selbst durchleuchtet habe und einiges BEWUSSTER erledigt habe, zog sie wieder deutlicher mit.

- Boxen festlegen. Meine hat eine klar erkennbare Duplokiste. Bei der ist sie seeeeeeeeeeeehr pingelig. Bei allem anderen ist es ihr relativ egal. Lieber verteilen als reintun. Ich bin dabei die anderen Kisten auch zu bekleben und festzulegen.

- Wäsche einsammeln. Bevor ich wasche oder wenn Zimmerputzen ansteht, sammle ich alle Wäsche ein. Da ich meine kenne, schaue ich überall nach. Auch zwischen den Stofftieren, Puppen etc.
Oft will meine ihren Puppen ihre Sachen anziehen, klappt dann nicht wie sie es will, wird abgelenkt, vergisst drauf. Oder sie wollte Kaufladen spielen im Bekleidungsgeschäft - womit? klar, mit ihrer Kleidung. Oder die Stofftiere brauchen unbedingt eine Decke, weil es kalt ist. ...

Wie es mit 6 Jahren sein wird weiß ich nicht. Nur, dass ich selbst mit dem alleine mein Zimmer aufräumen noch hoffnungslos überfordert war. Kleinigkeiten wegräumen mit festem Platz ja. Das ganze Zimmer und dann noch die Wäsche, nein.

Vielleicht helfen ja auch erst mal nur einzelne Aufgaben. an festgelegten Tagen in der Woche ist es ihre Aufgabe, alle Wäsche einzusammeln, die in ihrem Zimmer nicht im Schrank ist und dir zu bringen.
Oder sie sammelt alles Spielzeug ein, du die Wäsche...

steigern kann man dann immernoch.

Beitrag von zeitmaschine99 29.03.11 - 22:33 Uhr

Hallo Zahnweh...

danke für diesen Beitrag - fand ich sehr hilfreich, Deine Tips!
Hier bei meinen 5jährigen Söhnen ist es ähnlich, wenn ich mit ihnen ZUSAMMEN aufräume, klappt es eigentlich ganz gut, wenn ich genervt sage "räumt mal auf", geht meine Botschaft ins "Leere", wahrscheinlich sind sie echt noch überfordert mit diesem Satz, aber manchmal sind halt auch wir Eltern nicht immer die Geduldigsten und haben es eilig... ;-)

Manchmal wünschte ich, ich könnte an fast allen Tagen entspannt damit sein.
Dann hätte ich sicher weniger graue Haare... ;-))

Viele Grüsse, speziell an alle aufräumgeplagten Mama's,

Tina

Beitrag von snake10.04 29.03.11 - 23:08 Uhr

Ja. Kinder sind so. Was bei meinen hilft ist immer wieder zusammen aufräumen, weil sie allein einfach überfordert sind. Sie verlieren schnell den Überblick und können auch nicht 3 Dinge hintereinander im Sinn behalten und erledigen. Also hilft nur durchatmen und eins nach dem anderen erledigen. Bewährt hat sich immer wieder, EINE Sache zu spielen und dann erst wegzuräumen, bevor etwas neues herausgeholt wird. Ich erinnere immer wieder mal daran und die ständige Wiederholung ohne zu viel Druck hilft.
Außerdem wirkt der Trick, den schon meine Mama angewendet hat, wahre Wunder: Sachen reduzieren, indem immer wieder im Wechsel Spielzeug, Bücher in den Keller wandern und nach ein paar Wochen/Monaten getauscht plötzlich so neu und interessant sind. Spielen so viel intensiver als mit der "Flut" von Dingen.

Locker bleiben;-)