mietrecht,darf ich bei auszug meine gehwegplatten wieder mitnehmen

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von resiratlos 29.03.11 - 19:42 Uhr

hey ich hätte gern gewusst ob ich im falle meines auszuges(neuer hauseigentümer und platten noch zu alten zeiten gelegt) meine gehwegplatten mitnehmen darf oder sie verbleiben müssen .

Beitrag von kullerkeks87 29.03.11 - 20:30 Uhr

ich weiß es nicht wirklich,
wie war es denn mit dem alten vermieter abgemacht, durftet ihr die platten einfach legen, gabs das abkommen nach auszug alles in den urzustand zurück zu versetzen? hat er ein teil mit bezahlt etc.?

gabs sowas nicht, würd ich sagen kannst es mitnehmen, aber evtl. gartenweg wieder in den urzustand bringen....


einfacher wär es wohl mit dem neuen eigentümer darüber zu verhandeln das er sie dir abkauft ;)

Beitrag von resiratlos 29.03.11 - 22:38 Uhr

so ein abkommen gab es nicht das wir alles im urzustand abgeben müssen und geld hat er auch nicht dazu gegeben.nun war heute mein bruder da wollte die platten gern für seinen garten haben weil ich keine verwendung dafür habe ,da kam der neue eigentümer uns es wäre ja diebstahl usw ,dabei hatte ich die platten damals sogar von meinem bruder bekommen.nun soll er die platten morgen wiede hinlegen meint er bzw auch die polizei die der eigentümer rief als mein bruder weg war ,ich muss die wohnung am donnerstag übergeben

Beitrag von beth22 30.03.11 - 07:54 Uhr

Hallo!

Wie es jetzt genau rechtlich aussieht kann ich dir auch nicht mehr sagen, aber wir hatten das gleiche Problem und in unserem Mietvertrag stand auch drin, das wir alles im Urzustand zu übergeben haben. Wir haben es unserem Vermieter zum Abkauf angeboten, dieser wollte aber nichts bezahlen, sondern lieber alles für umsonst. Wir haben unsere Platten mitgenommen (haben wir damals auch von Bekannten geschenkt bekommen).
Wenn es "hart auf hart" gekommen wäre, hatten wir uns Bilder vom Einzug herausgesucht wo eindeutig zu sehen war wie der "urzustand" war.

Wenn sich unser Vermieter quer gestellt hätte wäre ich zum Anwalt gegangen und der hätte es regeln sollen.

LG
Sandra mit Max, Ben und Lea

Beitrag von ellannajoe 30.03.11 - 09:30 Uhr

Hallo,

natürlich darfst du dein Eigentum mitnehmen. Sollte der Käufer ein Problem haben, soll er sich mit dem Verkäufer in Verbindung setzen, es ist nicht dein Problem, wenn der Verkäufer nicht auf diesen Umstand hingewiesen hat. Wäre ja noch schöner.


#winke

Beitrag von bezzi 30.03.11 - 13:47 Uhr

Ich wäre mir da nicht so sicher...
Wer sich mit Recht ein bisschen auskennt, weiß, dass alle Sachen, die fest mit einem Grundstück verbunden sind (jetzt können wir gerne diekutieren, ob Gehwegplatten das sind oder nicht) rechtlich Teil des Grundstücks werden und damit automatisch dem Grunstückseigentümer gehören.

Wer sich mit Recht nicht so gut auskennt, sollte bei der Beantwortung solcher Fragen lieber ein bisschen zurückhaltender sein...

Beitrag von ellannajoe 30.03.11 - 15:01 Uhr

Danke für die Belehrung, ich habe da widersprüchliche Informationen zu gefunden, wie z.B. hier

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/g1/gartennutzung.htm

zwecks Pflanzen.

Ich bin allerdings auch kein Anwalt. Du darfst mich also gerne anwaltlich beraten. Man lernt ja schließlich nie aus.

Beitrag von bezzi 30.03.11 - 15:54 Uhr

Mir war Deine Aussage

"natürlich darfst du dein Eigentum mitnehmen. .... Wäre ja noch schöner."

nur ein klein wenig zu selbstsicher. Denn SOOO klar ist die Lage nicht. Wie Du ja nun selber schreibst,

"ich habe da widersprüchliche Informationen zu gefunden"

anscheinend zu Recht.


Beitrag von ellannajoe 30.03.11 - 16:33 Uhr

Ich habe nachträglich recherchiert, wie aus meinen Posts hervorgeht und da gibt es wie gesagt widersprüchliche Aussagen zu, jedenfalls zu den Pflanzen.

Natürlich würde ich keine 30 Jahre alte Eiche ausbuddeln;-), aber wir haben unser Pampasgras z.B. aus dem Mietgarten ausgegraben und erstmal in Kübel gepflanzt, um sie mitzunehmen.

Ehrlichgesagt hätte ich nichtmal darüber nachgedacht meine Gehwegplatten, die ich gelegt habe, nicht mitzunehmen und sehe es wie eine Küche, die würde ich auch mitnehmen, oder mich mit dem Vermieter einigen.

Aber ist doch spannend, was es nicht alles für Gesetze bedarf.

#winke

Beitrag von harveypet 30.03.11 - 15:43 Uhr

Haus und Grund sagt dazu: Feste Einbauten gehen nach 7 Jahren in das Eigentum des Vermieters über, verher muß ein wertsteigerungsausgleich gezahlt werden, aber abgesehen davon sind Gehwegplatten sicher nicht einbetoniert sondenr in dein Kiesbett o.Ä. gelegt also lose verlegt und dürfen wie eine Küche etc. natürlich mitgenommen werden.

Beitrag von bezzi 30.03.11 - 16:00 Uhr

Mich stört hier nur das "natürlich". Ich würde es durch ein "möglicherweise" ersetzen, dann passt es.
Denn ob man eine Einbauküche mit Gehwegplatten vergleichen kann, wage ich zu bezweifeln.

Beitrag von harveypet 30.03.11 - 16:02 Uhr

stimmt: Gehwegplatten unterfaßt man mit einem Spaten und hebt sie auf; so ein Küchenabbau kann schon mal 2 Tage dauern.....was ist einfacher????

Beitrag von ellannajoe 30.03.11 - 16:41 Uhr

>>>stimmt: Gehwegplatten unterfaßt man mit einem Spaten und hebt sie auf; so ein Küchenabbau kann schon mal 2 Tage dauern.....was ist einfacher???? <<<

#rofl
Deswegen war es ja für mich aus so klar und war ganz verwundert, denn der Urzustand ist doch relativ schnell wieder herstellbar.

Wie läuft es dann mit Teppichboden den ich einklebe, der geht dann auch in den Besitz des Vermieters über. Ist ja dann verwachsen mit dem Haus, dann bräuchte ich ihn ja nicht rauszureißen, gehört ja schließlich nicht mehr mir.

#winke

Beitrag von harveypet 30.03.11 - 16:44 Uhr

Teppichboden eingeklebt ist einer Diskussion würdig! Da kommt es darauf wa im Vertrag steht. Ursprungszustand herstellen hieße Rausreißen und abschleifen oder ein Nutzungsentschädigung bekommen.

Beitrag von superschatz 30.03.11 - 10:48 Uhr

Hallo,

ich gehe davon aus, dass es genauso wie mit Pflanzen ist. Diese gehen in den Besitz des Vermieters/Eigentümer über, sobald sie eingepflanzt sind und dürfen bei Auszug nicht einfach mitgenommen werden. Daher empfiehlt es sich da, alles in Töpfe einzupflanzen.

Sollte der Vermieter dem allerdings zustimmen, ist der Garten in den Urzustand zu versetzen.

Vielleicht solltet ihr mit dem Eigentümer einfach mal sprechen? Vielleicht ist ihm gar nicht bekannt, dass diese Platten von euch verlegt wurden?

LG
Superschatz

Beitrag von ellannajoe 30.03.11 - 11:35 Uhr

Hallöchen,

>>>ich gehe davon aus, dass es genauso wie mit Pflanzen ist. Diese gehen in den Besitz des Vermieters/Eigentümer über, sobald sie eingepflanzt sind und dürfen bei Auszug nicht einfach mitgenommen werden. Daher empfiehlt es sich da, alles in Töpfe einzupflanzen.<<<

Hast du da vielleicht ein Quelle zu. Das finde ich interessant.

#winke

Beitrag von ellannajoe 30.03.11 - 11:38 Uhr

Hat sich erledigt habs schon gefunden. Fragt sich bloß ob es auch für Gehwegplatten gilt, denn diese verwachsen ja nicht mit dem Boden, sondern werden draufgelegt.

#winke

Beitrag von bezzi 30.03.11 - 14:00 Uhr

Meiner bescheidenen Meinung nach verhält sich das wie folgt:

Wenn die Platten einfach oben auf den Boden draufgelegt wurden, kann man sie auch einfach wieder mitnehmen, genau wie die Fußmatte vor der Haustür.

Sind die Platten aber eingegraben oder gar ordentlich auf Fundament gesetzt, gehören sie definitiv zum Grundstück und damit dem Grunstrückseigentümer. Dann würde ich aber ehrlich gesagt auch gar nicht auf die Idee komme, sie wieder auszugraben und die Mietsache mit Löchern im Boden zurückzugeben.

Vielleicht kannst Du das ja nochmal etwas genauer schildern.,