wer kennt sich mit Schulrecht aus, gern auch nen Lehrer

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 20:16 Uhr

Hallo

wer kann mir einen Rat geben?

Stellt euch vor, euer Kind 13 Jahre ist von seinem Klassenkollektiv in ein 6wöchiges Projekt gekommen, weil die Lehrer nicht mit dem Kind klar kommen. In diesem Projekt wird auch ein IQ Test durchgeführt, nun kommt heute euer Kind nach Hause und erzählt, es sei aus diesem Projekt geflogen und soll morgen zurück in seine normale Klasse. Die Direktorin kam heute in die Gruppe und meinte, dass sie nicht einsieht, dass die Regeln mit Füssen getreten werden und einer muss nun die Gruppe verlassen und es ist XYZ (also euer Kind). Es wird dem Kind nicht erklärt warum.

Ihr als Eltern ruft denn den Klassenlehrer an und wollt nach dem Grund fragen, der Klassenlehrer sagt euch, dass er euch das nicht sagt, sondern für Freitag ein Elterngespräch anberaumt ist, wo ihr denn über den Rauswurf informiert werdet.

Dürfen die knapp 1 Woche warten um euch zu informieren??? Haben die nicht rein rechtlich die Pflicht, euch unverzüglich, telefonisch, oder schriftlich über den rauswurf, bzw den Grund zu informieren?

Seh ich das falsch?

LG Nadine

Beitrag von manavgat 29.03.11 - 20:20 Uhr

Ich verstehe nicht, warum Du Dich am Schulrecht aufhängst. Grundsätzlich ist hier irgendwas (gravierendes?) schiefgelaufen.

Anstatt sich mit den Lehrern/der Schulleitung/Gott und der Welt anzulegen, wäre es in meinen Augen angebracht abzuwarten, was überhaupt passiert ist.

Ich persönlich informiere bei gravierenden Vorfällen auch erst im Gespräch, wenn alle Beteiligten vor Ort sind. Der Grund liegt darin, dass übereifrige Eltern sonst versuchen, die Beteiligten zu manipulieren, einschließlich dem Kind. Wenn man einen Sachverhalt/Konflikt vernünftig klären will, dann ist das kontraproduktiv.

Gruß

Manavgat

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 20:26 Uhr

Hallo

danke für deine schnelle Antwort. Ich habe mich vielleicht auch etwas falsch ausgedrückt, es geht mir nicht ums Schulrecht direkt, sondern eben um die Frist, wo man als Eltern informiert wird, aber warum wird man denn nicht umgehend zum Gespräch gebeten, wenn irgendwas sehr gravierendes vorgefallen ist, das versteh ich nicht, es muss doch auch im Sinne der Lehrer sein, dieses möglichst schnell zu klären. Die Lehrer wissen, dass die Mutter zuhause ist und zu jeder zeit kommen könnte. Denn somit könnte man denn auch nicht versuchen, irgendjemanden zu manipulieren, da ja dafür keine zeit mehr wäre

Ich verstehe nicht, warum geschrieben wird, dass man sich mit dem Lehrer anlegt, man hat doch nur angerufen und ganz nett, oder aufbrausend oder weiß ich was zu werden, nach dem grund gefragt

LG

Beitrag von anyca 29.03.11 - 20:31 Uhr

"Die Lehrer wissen, dass die Mutter zuhause ist und zu jeder zeit kommen könnte. "

Das heißt aber nicht, daß der Lehrer auch zu jeder Zeit kann! Der hat ja auch Unterrichtsvorbereitung / Konferenzen / AG's / familiäre Verpflichtungen.

Beitrag von manavgat 30.03.11 - 12:32 Uhr

wenn ich mehrere Beteiligte an einen Tisch holen will, dann ist eine Woche für die Vorbereitung/den Vorlauf ein völlig normaler Zeitraum. Schließlich müssen alle können.

Gruß

Manavgat

Beitrag von windsbraut69 30.03.11 - 12:39 Uhr

Ja, DU hast vielleicht auf Abruf Zeit aber die Lehrer und wer da noch beteiligt ist, vielleicht nicht.
Ein paar Tage, um einen Termin zu koordinieren, ist nicht außergewöhnlich.

Gruß,

W

Beitrag von anyca 29.03.11 - 20:22 Uhr

Ganz ehrlich - wenn mein Kind sich dermaßen danebenbenehmen würde, daß es erst aus der Klasse und dann aus einem Spezialprojekt fliegt, würde ich den Lehrern nicht mit dem Schulrecht unter der Nase rumwedeln.#nanana

Der Lehrer wird schon wissen, warum er das nicht kurz am Telefon, sondern lieber ausführlich mit den Eltern klären will. Ist doch positiv, daß er sich so viel Zeit nimmt!

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 20:31 Uhr

hääää wer sagt denn, dass das Kind aus der Klasse geflogen ist???? Das ist kein Spezialprojekt, für schwer Erziehbare, oder weiß ich was, sondern der Antrag für dieses Projekt wurde allein von den Eltern gestellt, einzelne Stunden, wie Französisch usw. werden weiterhin normal in der Klasse weitergemacht, das heißt, das Kind ist nur Stundenweise in dem Projekt

LG

Beitrag von anyca 29.03.11 - 20:33 Uhr

So hatte ich den Satz

"ist von seinem Klassenkollektiv in ein 6wöchiges Projekt gekommen, weil die Lehrer nicht mit dem Kind klar kommen"

aufgefaßt.

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 20:39 Uhr

nene, hab ich ja schon erläutert, eben um die zeit bis zum IQ test zu überbrücken, wie gesagt, einzelne Stunden, wie z.B. Französisch, Geschichte usw. macht er ganz normal in seiner "alten" Klasse mit.

Übrigens am Freitag soll auch die Auswertung des IQ Testes kommen, deswegen eigentlich das Elterngespräch am Freitag

LG

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 20:32 Uhr

Er ist in dieses Projekt gekommen, um die Zeit bis zum IQ Test zu überbrücken und nicht, weil er sich daneben benimmt

Beitrag von shorty23 29.03.11 - 20:58 Uhr

Hallo Nadine,

also so wie ich das verstehe, geht dein Kind ja nach wie vor in die Schule oder? Dh er ist aus dem Projekt geflogen nicht aus der Schule oder geht er jetzt nicht in die Schule? Wenn er jetzt anstatt in das Projekt in seine normale Klasse geht, sehe ich keinen Grund, dass du unverzüglich informiert wirst. Außerdem ist Freitag doch schon in 3 Tagen. Wenn er aber aus der Schule gefolgen ist und jetzt auch nicht am normalen Unterricht teilnimmt, dann sieht die Sache anders aus.

Was sagt denn dein Kind zu der ganzen Sache?

LG

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 21:04 Uhr

Hallo

Er geht weiterhin zur Schule, (ist auch nie aus der Schule geflogen, hat noch keine Verweise oder sowas) nun eben nicht mehr ins Projekt ab morgen, sondern wieder ganz normal in seine Klasse.

Er hatte ja heute gefragt, warum er denn gehen soll, dadrauf bekam er keine Antwort (wurde mir auch so von der Lehrerin bestätigt, sie sieht keinen Grund dadrin, ihm zu sagen warum), nur deswegen hatte ich ja angerufen und wollte fragen warum eigentlich.

Also seh ich das grad viel zu eng wohl

LG Nadine

Beitrag von shorty23 29.03.11 - 21:24 Uhr

Hallo Nadine,

also ich verstehe, dass dich das aufregt und du wissen willst, was da los war / ist, aber ich denke es hilft nichts, du musst einfach bis Freitag warten und da er ganz normal nach wie vor in die Schule geht sehe ich auch keinen Grund, dass dich die Schule da unverzüglich anhören muss. Geh am Fr. zu dem Gespräch, hoffentlich wird sich dann alles klären!

Wegen des "warum", du hast geschrieben, dass die Direkorin meinte, die Regeln würden mit Füßen getreten, hat dein Sohn dazu etwas gesagt, hat jemand in seiner Gruppe / er die Regeln nicht befolgt? Kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Direktorin das einfach so sagt, ohne dass irgendwas vorgefallen ist?

LG

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 21:32 Uhr

Hallo Shorty,

ach ich will doch auch kein Engelchen aus ihm machen und ich kann mir schon vorstellen, eine ganze Klasse ( in diesem Projekt jetzt) die nur aus Jungs besteht, das da mal was vorfällt denk ich schon, ich möchte ja der Direktorin auch nix unterstellen, das liegt mir total fern, denn ich war nicht bei, aber KEINER aus der Gruppe weiß, bzw versteht, warum er jetzt die Gruppe verlassen soll. Er weiß ja auch nicht warum, deswegen hatte er ja sofort nachgefragt, warum, aber eben keine Antwort drauf bekommen

LG Nadine, die wohl Freitag abwarten wird.

Eine Möglichkeit hätte ich noch, und zwar die Lehrerin von dem Projekt, mit der ich den Vertrag für diese Zeit gemacht habe, die könnte ich morgen noch fragen, warum, denn sie müsste es ja eigentlich wissen, oder sollte ich es lieber lassen und Freitag abwarten?

Beitrag von kawatina 29.03.11 - 22:07 Uhr

Hallo,

irgenwas wird dein Sohn doch erzählt haben.
Man fliegt ja meist nicht ohne vorherige Ermahnungen raus.

Also sprich mal mit dem Jung und sage ihm auch das er bei wahrheitsgemäßer Schilderung von dir keinen Ärger bekommt.
Ich finde vorab sollte man schon ein paar Informationen haben, damit man nicht plötzlich mit Sachen konfrontiert wird, die später laut Kind ganz anders gelaufen sind.

Somit mal beim Kind hinterfragen, damit du bei eventuellen Vorwürfen gegen deinen Sohn seine Sicht der Dinge vortragen kannst dir dann deine Meinung bildest.
Ich lese das "einer " die Gruppe verlassen mußte, weil Regeln nicht befolgt wurden.
Ich lese nicht heraus das es "derjenige" allein war, der Regeln gebrochen hat.
Ist nur eine Mutmaßung, die ich hier heraus lese....aber es kann ja auch sein, das halt einer dran glauben musste, weil Mehrere nicht mit spielten
und diesen damit Grenzen aufgezeigt werden sollten.
Schätze unschuldig wird er ja wohl nicht sein und eine Ahnung über das Warum sollte er schon haben.;-)

Der Rauswurf wird ja in Kürze begründet und die Zeit solltest du dir auch nehmen, Eltern oder Teilnehmer des Projektes zu befragen, was denn dort gelaufen ist. Vielleicht erfährst du dann mehr und kannst entsprechend reagieren und vor allem argumentieren.



Wie soll denn das Elterngespräch von statten gehen.
Nur mit dem Klassenlehrer oder auch Schulleitung.

Je nach dem was du in Erfahrung gebracht hast, würde ich dir gerade bei schwerwiegenden Gründen (oder die Folgen die es haben kann) zu folgendem raten:

Aus Gründen der Parität für ein ausgewogenes Verhältnis sorgen.
Also wenn du allein da sitzt und sich die andere Partei aus Klassenlehrer und Schulleitung (manchmal gern Schulsozialpädagoge) zusammensetzt, solltest du das Gleichgewicht durch den Vater des Kindes oder einen Zeugen aufrecht erhalten.

Das soll die Lehrer nicht einschüchtern, sondern deine Position stärken.
Es gibt ja auch Eltern, die doch Probleme bei derartigen Gesprächen haben und ein wenig moralische Unterstützung benötigen. Eventuell nicht verkehrt, wenn das jemand aus der Elternpflegschaft /Elternrat ist, wenn du diesem vertraust

Ruhig Blut und soviel Informationen sammeln wie es dir möglich ist.

Wichtig!!!!
Vermeide unbedingt solche Sätze wie: "Mein Sohn ist ja auch kein Engel....aber " -damit hast du direkt verloren

Mein Sohn hat ..... #bla- mein Sohn ist......#bla..schön sachlich bleiben und die Fakten abarbeiten;-)

LG und alles Gute
tina

Beitrag von schneckchen71 29.03.11 - 22:31 Uhr

vielen Dank Tina

Ich kann sehr gut mit meinem Sohn reden, er vertraut mir denk ich alles an, wir reden sehr offen über alles, auch über seine 1 Freundin usw. kam er und frug und erzählte.

Ich denke auch das da garantiert irgendetwas war, wo einige vielleicht was falsch gemacht haben und auch ich verstehe es so, das einer dran glauben muss und das Los wohl auf ihn gefallen ist. Sind aber wie gesagt nur Mutmaßungen, ich weiß bis jetzt rein garnix.

Wer bei dem Gespräch dabei ist, da hab ich keine Ahnung, das werden garantiert die Klassenlehrerin, die Co. Klassenlehrerin ( es gibt in jeder Klasser 2 Klassenlehrer in dieser Schule), dann vielleicht die Lehrerin von dem Projekt (denk ich jetzt mal, denn eigentlich habe ich ja noch den Vertrag mit diesem e.V., also ist eigentlich laut Vertrag sie meine Ansprechpartnerin sozusagen, ja und vielleicht der Psychologe, der ja am 01.04. also am Freitag die Auswertung des IQ Testes bringen wollte.

Mein Sohn ist Klassensprecher, ich bin Elternsprecher, vondaher wüsste ich jetzt nicht, wen ich aus der Klasse an Elternteil noch mitnehmen kann.

Es kann ja nur irgendwas in den letzten Tagen(seit letztem Dienstag gewesen sein) denn letzten Dienstag hatte ich um ein Gespärch gebeten um zu erfragen, wie bei Ihm das Projekt angelaufen ist, da waren sie noch recht zufrieden mit ihm

LG

Beitrag von 3wichtel 06.04.11 - 16:56 Uhr

<<Vermeide unbedingt solche Sätze wie: "Mein Sohn ist ja auch kein Engel....aber " -damit hast du direkt verloren
<<

Nur mal interessehalber: Wieso sollte man o.a. Satz vermeiden? Signalisiert das nicht eher die Bereitschaft der Eltern/ der Mutter, sich auch Kritik anzuhören?

Interessiert mich ehrlich!

Beitrag von erstes-huhn 30.03.11 - 08:24 Uhr

Mit 13 Jahren weiß ein Kind schon, was es falsch gemacht hat uns kann das auch sagen. Vielleicht will er aber nicht.

Und wenn es am Telefon keine Auskünfte gibt, ist es vielleicht nicht ganz so ohne , was gelaufen ist und man möchte mit dir über grundsätzliches reden. Dann ist ein Termin, an dem auch sicherlich mehrere teilnehmen garnicht verkehrt.

Ich denke schon, das sich die Schule da ihm legalen Rahmen bewegt, wenn sie das Gespräch erst in einer Woche anberaum. Etwas anderes wäre es, wenn dein Kind erheblich jünger wäre, aber so?

Beitrag von fraeulein-pueh 01.04.11 - 20:45 Uhr

Von all den anderen Gründen, die bisher genannt wurden und durchaus verständlich sind, ist Schulrecht nicht gleich Schulrecht. Sprich, es kommt auf die Schulart und aufs Bundesland an ;-)