Wird bei Geschwistern immer eins bevorzugt?Negativbsp. bei Freunden...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von meritene 29.03.11 - 21:12 Uhr

Hallo zusammen,

im Juni erwarten wir unser 2. Kind (nach unserem Jungen - 3 Jahre - nun ein Mädchen). Ich mache mir öfter meine Gedanken wie das mit zwei Kindern werden wird, schaffe ich alles, wie wird mein Sohn reagieren usw. usw.
Dabei ist mir schon länger etwas aufgefallen, das in diesem Zusammenhang passt und wozu ich gern Eure Meinung hören möchte.

Wir haben gute Freunde, die bereits zwei Kinder haben. Die Große wird 6, der Kleine wird 3.
Die beiden Kinder sind vom Temperament grundverschieden. Das Mädchen war wohl ein Schreibaby, sehr anstrengend, eher zart, zu dünn, aß schlecht. Der Bursche ist eine reine Frohnatur, sehr robust, "hart im Nehmen".

Die Große wird nahezu immer bevorzugt: wenn es Streit um ein Spielzeug gibt, bekommt IMMER sie es, der Junge muss zurückstecken. Sie ist das, was ich ein "verzogenes" Kind nennen würde: schreit die Eltern an und kommandiert rum, wenn sie etwas haben will. Will immer Recht bekommen, akzeptiert kein nein, bockt rum, führt sich auf wie ein Prinzesschen.

Neulich nahm sie beim Spielen absichtlich den Türstopper von der Tür und knallte die Tür zu, der Kleine hatte seine Finger noch dazwischen. Er weinte wie am Spieß, der Vater hat das Mädchen geschimpft, woraufhin die natürlich heulte. Die Mutter ging dann zu ihr und tröstete sie.

Als der Kleine im Streit mal seine Schwester biss (wohlgemerkt weil sie ihm beim Spielen mal wieder einfach sein Spielzeug wegnahm), hat die Mutter ihn auf den Mund gehauen.

Nur mal als Vergleich um die Verhältnismäßigkeiten darzustellen. Insbesondere die Mutter bevorzugt die Große ständig, ich kann das manchmal schon gar nicht ertragen.

Wenn sie wieder mal von ihrem Bruder gepetzt hat, hab ich neulich schon zu ihr gesagt:" Petzen ist viel schlimmer als das was dein Bruder gemacht hat."

Ich liebe meinen Sohn soo sehr und frage mich, ob das zweite Kind überhaupt in diese Position kommen kann, die das erste Kind hat? Ist man irgendwie immer ungerecht und bevorzugt ein Kind? Oder liegt's bei denen hauptsächlich daran, dass sie so unterschiedliche Charaktere haben?

Was meint Ihr dazu? Wie ist es bei Euch?

Danke,
Meritene

Beitrag von claerchen81 29.03.11 - 21:35 Uhr

Hallo,

ich bin in der glücklichen Lage, nie daran gezweifelt zu haben, dass alle beiden Kinder (übrigens auch Junge und Mädchen mit 3 Jahren unterschied) mehr als genug Platz in meinem Herzen haben. Und genauso ist es: ich liebe beide gleichviel, aber auf andere Weise.
Letztgenanntes bedingt sich aus den unterschiedlichen Bedürfnissen, die ein Säugling und ein Kleinkind haben. Im Grunde muss der Große bewusst zurückstecken, da ein Säugling viel schutzbedürftiger ist. Dafür steckt die Kleine unbewusst zurück, da wir uns nicht uneingeschränkt um sie kümmern können. Für Beobachter sieht das wohl manchmal so aus, als ob wir abwechselnd einen von ihnen bevorzugen - tun wir aber im Grunde nicht.

Den Charakter meiner Kleinen habe ich noch nicht so ganz begriffen, ich glaube, sie ist ausgeglichener, in sich ruhender als der Große, aber beide Kinder sind fröhliche, friedliche Kinder, wir haben dahingehend wirklich Glück. Deine Beschreibung der älteren Tochter passt jedoch auf meine Nichte (Einzelkind). Mit ihr ist es ebenfalls langsam schwierig, ehrlich gesagt mag ich ihren Charakter gar nicht (petzen, lügen, jammern, in den Mittelpunkt drängen). Ich bin mir jedoch sicher, dass es bei ihr nicht ausschließlich an der Erziehung der Eltern liegt, denn ihre Mutter ist wirklich konsequent, ruhig und besonnen mit ihr. Aber in ihrer Familie gibt es einige solch schwieriger Charaktere, daher wird wohl ein Teil ihres "unangenehmen" (sorry, ich muss es so sagen, ich habe sie trotzdem lieb) Verhaltens kommen.

Insofern muss man manchmal schon sehr weit in eine Familie hineinschauen können, um der Realität nah zu kommen. Mit ihrem "schwierigen" Verhalten holt sich die Große ggf. die Aufmerksamkeit, die sie benötigt, um sich geliebt zu fühlen. Der Kleine ist vielleicht einfach mit weniger zufrieden. Das kann sich auch gut noch ändern (ich war ein pflegeleichtes Kind, aber ein sehr anstrengender Teenie!).

Lange Rede, kurzer Sinn: mach dir keine Gedanken. Du wirst ganz automatisch dein zweites Kind ebenso stark lieben, wie dein erstes. Aber vielleicht wird sich das anders ausdrücken, je nachdem, was deine Kinder von dir brauchen.

Gruß, C.

Beitrag von sunflower.1976 29.03.11 - 21:48 Uhr

Hallo!

Meine Söhne sind 2,5 und 5 3/4 Jahre alt. Sie sind charakterlich völlig unterschiedlich. Mein großer Sohn ist (zu) vernünftig, denkt weit voraus, hilft gerne, will alles perfekt machen, ist zurückhaltend aber v.a. im Spiel mit seinem besten Freund sehr übermütig und auch frech. Klar gibt´s immer wieder Auseinandersetzungen wegen irgendwelcher Kleinigkeiten, aber das hält sich alles im Rahmen. Dazu kommt, dass er eine Sprachentwicklungsverzögerung hat. Mittlerweile merkt man davon nicht mehr so viel, aber das war bis vor einigen Monaten ganz anders und er geht auch noch zur Logopädin und zum therapeutischen Reiten. Diese Sprachentwicklungsverzögerung ist (auch) eine Ursache für sein eher schlechtes Selbstwertgefühl.
Mein kleiner Sohn hingegen ist sprachlich sehr weit und "beschwert" sich z.B. bei mir, dass einige Kinder im KiGa nicht mit ihm reden. Er konnte einfach nicht verstehen, dass einige von den Kleinen einfach noch nicht sprechen können. Er ist sehr impulsiv, weiß genau, was er möchte und will das unbedingt durchsetzen.

Ich liebe meine beiden Kinder "gleich", jedes aber auf eine andere Art. Das ist schwer zu beschreiben. Aber ich hoffe, dass ich keines immer wieder bevorzuge. Es gibt mit Sicherheit Situationen und Phasen, in denen einer meiner Söhne bevorzugt wird, aber das wechselt. Hundertprozentige Gerechtigkeit gibt es aus meiner Sicht nicht und ich handel bestimmt auch mal falsch, wenn ich mich in einen Streit meiner Kinder einmische (vermeide ich, aber manchmal geht´s aber nicht anders).

So heftige Unterschiede, wie Du von Deiner Freundin beschreibst, gibt es bei uns nicht. Da tut mir der Junge schon ein bißchen Leid!

LG Silvia

Beitrag von coronacora 29.03.11 - 21:54 Uhr

Hallo,

ich würde von mir bzw. uns behaupten, dass wir keines unserer Kinder bevorzugen. Für beide Kinder gelten die gleichen Regeln und die gleichen Konsequenzen. Wenn es Streit gibt, versuchen wir an die Vernunft unserer Kinder (4 und 2 Jahre alt) zu appelieren. Nimmt das eine Kind dem anderen absichtlich etwas weg, bestehen wir darauf, dass es zurückgegeben wird und freundlich gefragt wird, ob man es haben darf. Keiner darf den anderen hauen, beissen, kratzen, treten usw. Passiert es dennoch gehen wir dazwischen und trennen die Streihähne. Dem anderen darf man nicht wehtun. Punkt.

Ich ermutige meine Kinder selbst eine Lösung zu finden, wenn sie z.B. im selben Augenblick das gleiche Spielzeug haben möchen. Mittlerweile klappt es eigentlich ganz gut, weil die Kleine besser versteht, was ihr Bruder möchte, als noch vor einem halben Jahr.

Eine gute Freundin hat mich vor ein paar Wochen dafür gelobt, dass ich versuche beiden Kindern gleich viel ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken und dass ich beide Kinder gleichberechtigt behandle. Sie erlebt es bei ihrem Bruder und dessen Frau auch anders. Der Große ist sechs Jahre älter als sein Bruder und darf sich Sachen herausnehmen, die einen nur Kopfschütteln lassen.

Ich selbst bin auch Erstgeborene und wurde bei vielem bevorzugt. Meine Schwester musste mehr um die Aufmerksamkeit unserer Eltern kämpfen. Das ist mir aber erst im Erwachsenenalter bzw. erst seit ich Kinder habe aufgefallen. Vielleicht versuche ich auch deswegen mehr darauf zu achten, dass ich möglichst gerecht bleibe.

Liebe Grüße und alles Gute,

cora

Beitrag von lisasimpson 29.03.11 - 21:54 Uhr

Ich glaube daß es ein trugschluß ist, daß man "gleiche liebe" oder gar "Gerechtigkeit" daran messen könnte, wie Eltern sich ihren Kindern gegenüber verhalten

Ich liebe jeden wichtigen menschen in meinem Leben auf eine ganz spezielle weise.
Ich liebe meine vater ganz anders als meine mutter, meinen Bruder anders als meinen mann meinen großen sohn anders als den Kleinen-
Das ist aber keine "liebes- hierarchie"

Und ja- ich reagieren nicht immer gleich auf beide kinder.
Jedes kind ist ein eigene mensch mit eigenem Charakter, eigenen Bedürfnissen, eigenen Eigenheiten er ist geboren worden in eine eignen familie- die sich ihm ganz anders gezeigt hat wie dem geschisterchen vor ihm oder dem geschwisterkind danach. Auf diesen einen Menschen reagiere ich- nicht auf "den bruder" , "den kleinen", "ebenso wie..."

Also- keine sorge; du wirst auch dein zweites Kind unendlich lieben! Aber höchstwahrscheinlich ganz anders als dein erstes

lisasimpson

Beitrag von deoris 30.03.11 - 13:31 Uhr

Eine sehr schöne Antwort #herzlich
LG Ewa

Beitrag von betty38 29.03.11 - 22:09 Uhr

Mmh, ich würde das bei den Bekannten nicht ganz so harsch sehen... kann man meist nicht so beurteilen, ich schildere dir mal unsere Situation:

Wir haben Zwillinge, Junge und Mädchen, fast 2,5 Jahre alt, grundverschieden. Ich liebe beide gleich - ABSOLUT. Trotzdem gibt es manchmal Situationen, da schimpfe ich den Jungen mehr als das Mädchen oder gebe dem Mädchen eher nach... Aber nicht, weil ich sie bevorzuge, sondern weil es die aktuelle Situation so hergibt.

Max ist einerseits auch der ruhigere, zufriedener, zurückhaltendere, aber auch der, der irgendwie mehr anstellt, weniger versteht und in der Entwicklung ein etwas hinter ihr herhinkt, was dazu führt, dass sie vielleicht geschickter mit mir/uns umgeht. Ein Beispiel: wir sind abends im Bad, jeder hat sein Waschbecken und beide planschen was das Zeug hält. Ich möchte nicht, dass zu viel Wasser läuft, zum einen wegen der Verschwendung, zum anderen wegen der "Sauerei"... Ihn schimpfe ich meist mehr und er muss sofort aufhören, während ich es bei ihr eher durchgehen lasse, weil sie sofort weiß, wann bei mir die Geduld zu Ende ist, während er gar nicht auf mich reagiert...

Im Nachhinein wird mir das oft bewusst.

Auch - sie will immer im Vordergrund stehen, er ist zurückhaltender. ich muss mich wirklich anstrengen, um das Verhältnis ausgewogen zu halten, aber manchmal bin ich auch einfach nur bequem und mache das, was am schnellsten wieder zur Ruhe führt, ich gebe ihren Forderungen dann am ehesten nach, weil sie ansonsten zu anstrengend wird, während er in solchen Momenten schneller "aufgibt"...

In einer stillen Stunde überlege ich oft, wie ich es besser machen kann, aber es passiert mir so oft...

Und so ähnlich kann es wohl auch bei den Bekannten sein, gerade weil sie ein Schreikind war...

Es hat gar nichts mit Bevorzugung zu tun, sondern einfach mit mir - als Mensch...


Beitrag von sillysilly 29.03.11 - 22:48 Uhr

Hallo

Nö -

weil mich täglich ein anderes Kind mal nervt #rofl

und so verteilt es sich ganz gut.




aber im Ernst
da mache ich mir überhaupt, ja überhaupt keine Gedanken
ich bevorzuge kein Kind, kein Kind hat Sonderrechte
wer sich nicht an Regeln hält wird geschimpft oder bekommt eine Konsequenz
und alle werden von mir geliebt, umsorgt und durch ihr Leben begleitet.

Zudem lieben sich alle 3 selbst heiß und innig - und sie haben ja eben auch noch sich

Aber vielleicht auch weil ich gar nicht der Typ bin der ein Kind bevorzugt, und da echt auf mich und mein Handeln achte.
Wahrscheinlich auch weil ich auch das auch beruflich mache

Ich habe definitiv kein Lieblingskind - mal streiten wir mit dem einen Kind mehr sind genervt, dann ist das wieder ein anderes Kind.
Und da alle unsere Kinder echt nette Kinder sind haben wir kein Probleme in dieser Richtung


Grüße Silly

Beitrag von josili0208 30.03.11 - 00:19 Uhr

In der Tat ist es schwer, alle genau gleich zu behandeln. Ich habe 3 Kinder zwischen 2 und 11 und meine grosse Tochter würde grundsätzlich immer behaupten, sie wäre benachteiligt. ;-)
"Gleichbehandlung" funktioniert dem Alter entsprechend, wenn man sich Mühe gibt, abwägt, zuhört, nachdenkt... das kann man lernen, aber es ist anstrengend. Stell Dir vor, es ist wie bei einem Schiedsrichter beim Fussball, nur dass ein Spiel 90 Minuten dauert (nach denen der Schiedsrichter total k.o. ist ;-)) und Kinder grosszuziehen bedeutend länger.
Es gibt aber auch die Beziehung der Kinder untereinander und ich finde da muss man sich gar nicht gross einmischen (nur wenn Blut fliesst ;-)), und schon gar nicht Partei ergreifen.
Ich finde immer viel wichtiger, Umarmungen gerecht zu verteilen, und das ist gar nicht so schwer.
100% gleichbehandeln wird man seine Kinder nie, sie sind verschieden und haben viel zu unterschiedliche Bedürfnisse.

lg jo

Beitrag von hoffnung2011 30.03.11 - 04:18 Uhr

Meritene, mein zweites kind ist jetzt ein paae monate alt. Die Beziehung zu ihm ist anderes. Der Weg zu dem kind war anders. Er ist ein Säugling, sie im übelsten Trotzalter. Bevorzuge ich ihn k.a. ich liebe sie beide gleich ?!?!? aber anders.

Es kann sich mit Sicherheit verändern. Mein Mann: ,,ich kann mit ihr mehr anfangen´´..

Dies wird sich mit Sicherheit noch entwickeln.

Wenn ich eins bevorzuge, dann ist es mit Sicherheit nicht absichtlich. ich sagte meinem Vater immer als kind, dass er meinen Bruder bevorzugt...

Ich sehe heute, es war nicht der Fall. Er kam nur mit meinem Bruder besser zurecht, weil er pflegeleichter war.

Es ist glaube ich ein sehr sensibles Thema. ich weiss nicht, ob jemand offen zugibt, dass es eine Bevorzugung der Geschwister gibt.

Beitrag von marion2 30.03.11 - 08:06 Uhr

Hallo,

unterschiedliche Kinder darf man nicht gleich behandeln. Das heißt nicht, dass nicht für alle gleiche Regeln gelten müssen.

Gruß Marion

Beitrag von michi0512 30.03.11 - 08:24 Uhr

Genau so ist der Charakter meiner Kinder. Nur dass bei uns der Junge der Große ist.

Ich versuche sie stets gleich zu behandeln - aber man muss sich tatsächlich dem Charakter des Kindes anpassen. Ja.. mein Großer wurde konsequenter erzogen - bei der Kleinen lass ich wohl öfters mal was durchgehen.

andererseits hat auch er gewisse "Narrenfreiheiten" die bei ihr nicht gehen....

Bevorzugen tu ich keins meiner Kinder. Ich liebe sie beide auf eine absolut besondere Art und Weise. Die kleine weiß wie sie mich um den finger wickelt - es liegt an ihrem Wesen... der Große muss da echt manchmal zurückstecken...

Bevorzugen tue ich wie gesagt kein Kind, aber ich gehe schon auf den Charakter ein und ich glaube, meine Kinder wissen dass sie Beide gleich geliebt werden.

Du wirst es irgendwann selbst spüren wie Du vom Grßen mehr Einsicht verlangst, mehr selbstständigkeit - weil er der Große ist ;-)

Wenn man das aber selbst auch realisiert kann man gut gegensteuern - auch wenns nicht immer perfekt klappt.

glG

Beitrag von twins 30.03.11 - 10:00 Uhr

HI,
bei meiner Schwägerin es es leider ganz extrem. Die große kam als extremes Frühchen zur Welt und die Mama konnte sich dem Kind die ersten Tage überhaupt nicht annähern. dann kam ein paar Jahre später ein Junge und der ist halt ein typischer Bub. Tja aber er wird komplett bevorzugt, während die Große untergeht. Mir schnürt sich immer alles in mir ab, wenn ich die ganze Familie erlebe.....

Wir haben Zwillinge Junge/Mädel aber ich merke auch mal, das es Tage gibt, wo ich mal das eine und dann das andere Kind bevorzuge.....wer darf wann zuerst im Auto vorne sitzen....#schwitz...und kann sein, das Sohnemann öfters dran kommt, weil er sich eher vordrängelt ....:-p

Aber ich versuche schon, das es im Gleichgewicht ist. Aber wenn ein Kind mehr fordert und das andere eher im Hintergrund bleibt, kann es sich auch schnell verschieben, das man die Kinder verschieden betrachtet und behandelt.....

Grüße
Lisa

Beitrag von deoris 30.03.11 - 13:45 Uhr

Hallo
ich habe 3 Söhne ,alle im abstand von ca 3 Jahren.
Ich muss sagen ich behandle oft sie unterschiedlich.Es gab auch bestimmt eine Zeitlang wo ich eins mehr bevorzugt habe als das andere ,mehr unbewusst oder aufgrund bestimmter Situationen.Aber ich musste immer wieder darüber nachdenken und mir dem bewusst werden. Aber ich liebe alle meine Kinder,keinen mehr oder weniger sonder jedes anders,alleine Aufgrund ihrer Charaktere und ihre individuelle Lebensgeschichten.
Allerdings versuche ich immer Gerecht zu sein.

LG Ewa

Beitrag von onetta 31.03.11 - 15:55 Uhr

Hallo Meritene,

ich kann die Frage sehr gut verstehen, da ich in meiner 2. Schwangerschaft die gleiche hatte.

Es ist wirklich so, dass du beide Kinder lieben wirst. Zuerst ist es ein sehr merkwürdiges Gefühl. Ich fand es sehr schwierig von einer Sekunde zur nächste von Säugling auf Kleinkind "umzuschalten". Oh, dass ist schwierig zu erklären, aber ich versuche es: Also ich bin beim wickeln der KLeinen mit küssen und streicheln und allem Pipapo, dann kommt die Große (ist 2 3/4 Jahr älter) und will mir etwas erzählen. Und sie will dann auch Aufmerksamkeit haben. Das dauert aber nicht lange, dann kam man das.

Unsere Große hatte mit fast 3 natürlich schon ein Individualität, ein Säugling natürlich auch, aber noch sehr fein. Das neue Kind muss man erst kennenlernen, das Größe kennt man schon.

Jetzt zur Frage:" Behandle ich meine Kinder unterschiedlich?" das kann ich ganz klar mit "Ja!" beantworten, weil sie auch unterschiedlich sind!

Die Große mochte als Baby nicht alleine einschlafen, ich habe mich also dazu gelegt. Bei der Kleinen habe ich das zuerst auch gemacht, sie mochte das aber gar nicht. Für Bekannte sah es vielleicht so aus, als ob ich beim zweiten keine Lust dazu hatte.

Meine Kleine mag es gar nicht, wenn ich sie in Arm nehme, um sie zu trösten, wenn sie wüten oder zornig ist. Es dauert eine Weile, dann kommt sie zu mir, oder ich frage sie, ob ich sie in Arm nehmen darf. Die Große braucht sofort Körperkontakt.
Für Außenstehende sieht es so aus, dass die Große sofort getröstet wird und die Kleine nicht.

Beide Mädchen sind sehr unterschiedlich und trotzdem finde ich in beiden etwas von mir wieder, das ist ein tolles und eigenartiges Gefühl.

Viele Grüße
Onetta

Beitrag von derhimmelmusswarten 31.03.11 - 19:18 Uhr

Wir bekommen auch unser 2. Kind und ich mache mir um das Thema Gerechtigkeit keine Gedanken. Ich bin ein absolut gerechter Mensch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keins der Kinder bevorzugen werde. Ungerechtigkeit ist so ziemlich das Schlimmste, was ich an anderen Menschen hasse und worüber ich mich aufregen kann. Ich werde sehr viel wert darauf legen, dass es immer gerecht zugeht, jeder das Gleiche bekommt. Ich finde das total schlimm, was du beschrieben hast. Was muss in diesem kleinen Jungen vorgehen.