Keine Krankenversicherung - jetzt KKH

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von salem511 29.03.11 - 21:14 Uhr

Hallo da draussen,

eine Bekannte ist Sonntag ins KKH gekommen. Heute hat sie mir erzählt, sie wäre nicht krankenversichert.#schock

Sie meinte, sie könne sich das nicht leisten. Sie ist geringfügig beschäftigt und bekommt kein Geld vom Amt. Ja, geht denn das? Ist alles irgendwie ziemlich merkwürdig.

Nun frage ich mich: So ein KKH-Aufenthalt ist ja nicht gerade billig. Muss sie das jetzt selbst bezahlen (Was sie definitiv nicht kann, ohne Geld)? Was kann da noch alles auf sie zukommen?

Das ist echt kein Witz, ich kann mir auch nicht erklären, dass sowas tatsächlich möglich ist.

Ihr Ex hat mir bestätigt, dass sie nicht mehr versichert ist, ich wollte es nämlich nicht glauben.

Vielleicht gibt's hier ja jemanden, der sich ein bisschen mit sowas auskennt.

LG
Salem



Beitrag von eymama 29.03.11 - 21:16 Uhr

Jap dann bekommt sie ne schöne dicke Privatrechnung.

Beitrag von kaka86 29.03.11 - 21:18 Uhr

Sie sollte sich mit dem Sozialdienst vom KH in Verbindung setzten!

Die können ihr helfen.
Die wissen, ob und wie sie sich nachversichern kann oder wie sie es am Besten regelt!

Kommt öfter vor als man denkt!

LG
Carina

Beitrag von siem 29.03.11 - 21:18 Uhr

oh, das soll ziemlich oft vorkommen, dass menschen nicht mehr krankenversichertsind. vorallem geringverdiener mit minijob oder auch selbständige. wieso hat sie kein anspruch auf unterstützun vom amt, wenn sie nicht wirklich verdient? da sollte sie sich unbedingt schlau machen.
sie wird wohl irgendwann eine hohe rechnung bekommen, die sie dann nicht bezahlen kann.entweder sie kann es irgendwann abstottern oder bleibt ewig verschuldet. aber so genau kenne ich mich damit zum glück nicht aus.
hoffe sie hat nix schlimmers?!
lg siem

Beitrag von salem511 29.03.11 - 21:25 Uhr

Nein, ist nicht schlimm.

Ich denke schon, dass sie einen Anspruch hat, aber wie ich sie kenne, wird sie sich wohl kaum drum gekümmert haben.

LG
Salem

Beitrag von angel2110 29.03.11 - 21:22 Uhr

Hallo.

Ich arbeite im Krankenhaus, Abteilung Abrechnung.
Und dass jemand nicht versichert ist, gibt es leider viel zu oft.


Allerdings ist das Krankenhaus eigentlich verpflichtet mit ihr einen Antrag auf ALG II auszufüllen und den einzureichen. Mit ein bisschen Glück klappt alles, sie kriegt eine Versicherung und muss nichts zahlen.

Sie kann auch versuchen selbst eine Kasse zu finden, die sie rückwirkend zum 1.3. versichert. Da müsste sie den Beitrag halt nachzahlen.

Wenn alles nicht funktioniert, wird deine Bekannte die Rechnung bekommen. Und ums bezahlen kommt sie nicht drum rum. Unser Krankenhaus (allerdings mit ca. 260 Betten relativ klein) lässt sich manchmal auf Ratenzahlung ein.

LG

Beitrag von juliz85 29.03.11 - 21:24 Uhr

ich denke auch, sie sollte sich schnellstens mit dem sozialamt oder ähnlichem in verbindung setzen. außerdem müsste der vater des kindes jetzt schon unterhaltspflichtig für sie sein (drei monate vor und nach der geburt). der müsste das theoretisch zahlen.

Beitrag von 06-12-2000 29.03.11 - 21:33 Uhr

ähhhhh, das kommt mir irgendwie komisch vor! FAKE???
Seit 2009 oder 2010 muss doch jeder in Deutschland Krankenversichert sein! Ich bin Beihilfeberechtigt und wir hatten extra Bescheid bekommen, dass wir bescheinigen müssen, dass wir den Rest durch Versicherung abgesichert haben.
Und wenn deine Freundin doch geringfügig beschäftigt ist, dann werden auch KK-Beiträge abgeführt und somit ist sie doch Krankenversichert... Ich finds ganz schön Merkwürdig und denke, dass es einfach nur ein FAKE ist!

Gruß
06-12-2000

Beitrag von esha 29.03.11 - 21:58 Uhr

Nein, das gibt es tatsächlich immernoch sehr häufig...auch ich wäre, wenn ich meinen Mann nicht geheiratet hätte nicht versichert...frag nicht nach den Umständen...ich war mein Leben lang privat versichert und eine gesetztliche Kasse muss einen nur dann versichern, wenn man schon einJ ahr in einer gesetzlichen war...und mich weiter privat oder freiwillig gesetztlich versichern konnte ich nicht, ich habe keine 300 Euro...also..KLAR gibt es sowas noch.

Beitrag von salem511 29.03.11 - 22:03 Uhr

Nein, kein Fake. Ich hab echt überlegt, ob ich das wirklich posten soll, weil das ja schon sehr irre ist.

Scheinbar sind Leute ohne Versicherung nicht so selten wie man denkt. Lies Dir mal die anderen Posts durch. Hätte ich auch nicht gedacht.

Wobei ich echt nicht überrascht sein sollte. Meine Bekannte hat schon Sachen gebracht, sowas kann sich nicht mal der schlechteste TV-Sender ausdenken.

LG
Salem



Beitrag von 06-12-2000 29.03.11 - 22:38 Uhr

Aber wenn die doch geringfügig Beschäftigt ist, dann hat sie doch eine Krankenkasse. Es sei denn, sie ist nicht offiziell angemeldet. Ich kenne es, dass die Beiträge zur Knappschaft abgeführt werden (ist bei meiner Nebentätigkeit so) #kratz
Das es sowas überhaupt noch gibt...............

Beitrag von windsbraut69 30.03.11 - 06:40 Uhr

Du bist über einen Minijob NICHT krankenversichert!

Beitrag von 06-12-2000 30.03.11 - 18:53 Uhr

Anscheinend bin ich dann ne Ausnahme!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von windsbraut69 30.03.11 - 06:39 Uhr

"Und wenn deine Freundin doch geringfügig beschäftigt ist, dann werden auch KK-Beiträge abgeführt und somit ist sie doch Krankenversichert... "

Wie kommst Du darauf?

Gruß,

W

Beitrag von 06-12-2000 30.03.11 - 18:56 Uhr

Bei mir steht es auf der Abrechnung....... SV-Brutto/SV-AG-Anteil. Die KK ist auch aufgeführt! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! :-)

Beitrag von 66rosen 29.03.11 - 22:14 Uhr

Das Gleiche ist dieses Jahr in meiner Familie wegen einem Unfall vorgekommen.
Da es seit ca 1,5 Jahren eine Krankenversicherungspflicht gibt, muß sie keine Krankenhauskosten zahlen. Das übernimmt definitiv die Kasse. Sie kommt nicht mehr ums Anmelden drumrum. Und nun der Haken: sie muß einen gewissen Strafbetrag für die letzten nicht bezahlten 1,5 Jahre zahlen. Der lag in meiner Familie wegen höheren privaten Beitragssätzen bei ca 2500 Euro.
Kann niemandem empfehlen an dieser Stelle zu sparen. Man bekommt irgendwann die Rechnung dafür.

Beitrag von blahblah 30.03.11 - 09:30 Uhr

Mir gings auch mal so... nur Minijob nicht verheiratet und keinen Anspruch auf Geld vom Amt weil mein Lebensgefährte Geld verdiente.
So blieb dann nur die "freiwillige Pflichtversicherung" mit monatlich 150 Euro ca. Das konnte ich mir auch nicht leisten und so flog ich dann aus der KK....

Habe lang gebraucht bis die Schulden abbezahlt waren. Gott sei dank musste ich aber nicht ins KKH...

LG und gute Besserung für deine Bekannte.

die#bla

Beitrag von sandrinchen85 30.03.11 - 09:32 Uhr

ich fürchte fast,dass das wirklich geht.
ich hatte mal ne arbeitskollegin(wir beide nur 400 euro basis),die sich die krankenversicherung auch nicht leisten konnte....sie musste gott sei dank nicht zum arzt oder so,sonst hätte sie das auch selber zahlen müssen.
grundsätzlich kann ich mir das auch nur schwer vorstellen wie das funktionieren soll,aber scheint wirklich zu gehen.

aber an stelle deiner freundin(bekannten) würde ich mich schnellstens drum kümmern damit so etwas nicht nochmal passiert.hilft ihr jetzt auch nicht,aber für die zukunft.wenn sie sich das selber wirklich gar nicht leisten kann,dann muss sie sich entweder nen sv-pflichtigen job suchen oder beim amt vorstellig werden.andere lösungen seh ich da nicht.

lg

sandra

Beitrag von kathi.net 30.03.11 - 09:32 Uhr

Sie wird dann bei ihrer letzten KK versichert werden. Die Kasse wird aber die rückwirkenden Beiträge kassieren! Auch kein billiger Spaß :-(

Beitrag von vwpassat 30.03.11 - 09:45 Uhr

Eigentlich dürfte so jemand (wenn es nicht ein akuter Notfall ist) überhaupt nicht behandelt werden.

Ich wundere mich mit jedem Tag mehr, wo manche hier ihre Prioritäten setzen.

Ich kann mir auch schlecht bis gar nicht vorstellen, wie man von einer geringfügigen Beschäftigung (über)leben kann.

Beitrag von angel2110 30.03.11 - 20:52 Uhr


Ich bin mir sicher, dass ein stationärer Aufenthalt tatsächlich notwendig ist.
Denn kein Krankenhaus möchte Gefahr laufen auf seinen Kosten sitzen zu bleiben.
Vorausgesetzt natürlich die wissen dass sie nicht versichert ist.


Beitrag von nele27 30.03.11 - 10:06 Uhr

Klar gibts sowas.

Hier in Hamburg, gibt es ein Ärzteteam, dass ehrenamtlich kostenlose Sprechstunden anbietet.
Und die Leute rennen denen die Bude ein... es sind nicht nur Obdachlose, sondern Leute, die auf den ersten Blick "ganz normal" wirken.

Ich habe das in der Zeitung gelesen mit Fotos und so. Ist also kein Witz.

LG, Nele

Beitrag von manavgat 30.03.11 - 12:40 Uhr

Es gibt leider sehr viele Menschen ohne Krankenversicherung. Dann muss man die Rechnung selbst bezahlen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von redhex 31.03.11 - 07:31 Uhr

Hallo!

Ja, das gibt es leider wirklich...

Kommt demnächst nämlich auch auf mich zu.

Ich lebe derzeit in Trennung, bin also noch verheiratet.
Ab der Scheidung bin ich aber nicht mehr krankenversichert.
Habe bisher auch keine Arbeit gefunden, bin aber auch nicht übers Amt dann versichert, da ich keine Gelder (kein ALG 1, kein ALG 2, kein Wohngeld) erhalte.

Ich kann dann sehen, wie ich von meinem 0 Euro Einkommen, ach halt, ich bekomme Kindergeld für zwei Kinder... , davon dann monatlich rund 145 € an die Krankenkasse berappe...
Weiß zwar noch nicht, wie das gehen soll, aber das interessiert leider nicht :-(

LG redhex

Beitrag von manavgat 31.03.11 - 16:36 Uhr

Bewirb Dich auf Minijobs und wenn Du eine Zusage hast, bitte den AG 401 Euro zu zahlen. Ist für den AG geringfügig billiger und Du bist voll versichert.

Gruß

Manavgat

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