Thema "brechen" Brauche Rat!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von laboe 29.03.11 - 21:20 Uhr

Guten Abend!
Meine Tochter hatte vor Kurzem eine ziemlich heftige "Brech"-Erfahrung. Sie hat wegen eines Virus fast die ganze Nacht überm Eimer verbracht. Die darauffolgenden Tage durfte sie das Ganze nochmals an mir und dann an ihrem Papa rekapitulieren. #augen Sprich: Wir hatten es alle. Und sie hat das natürlich mitbekommen (Geräusche etc)

Nun hat sie im Nachhinein solche Angst davor, wieder erbrechen zu müssen, dass sie schon kaum mehr vernünftig isst. Sie hat momentan eine Angina, so dass wir annahmen, dass der mangelnde Appetit damit zu tun hat. Heute Abend hat sie mir aber unter Tränen erzählt, dass sie solche Angst hat wieder brechen zu müssen, dass sie lieber nicht so viel wie sonst isst. Und wenn sie niemals brechen müsste (also wenn Menschen nicht brechen könnten), dann würde sie ganz normal essen bis sie so richtig satt ist. Ich mache mir Sorgen, ich finde das Ganze schon sehr psychologisch...Also ich schreib jetzt mal bewusst noch nicht, wie ich reagiert habe, sondern würde gerne von euch mal "wertfrei" hören, wie ihr reagieren würdet. Also wie ihr das in Zukunft handhaben würdet mit dem Essen und dem Thema Brechen.

Danke euch sehr.

Laboe, die echt geknickt ist...#schmoll

Beitrag von emma-pauline 29.03.11 - 21:25 Uhr

Kinderpsychologe, wäre wichtig!

Bei solch "Kotz" Sachen geht das ganz schnell das sie eine Neurose entwickeln.
Ich kenne schon 4 Mädchen auch Emmas Klasse die solch eine Kotzneurose haben wegen Magendarm#klatsch

Beitrag von sterni84 29.03.11 - 21:27 Uhr

Hallo!

Also vorneweg - für mich gibt es auch kaum etwas schlimmeres, als brechen zu müssen.

Ich hätte ihr erklärt, dass ich brechen auch nicht so toll finde, aber das man es nunmal manchmal nicht verhindern kann. Aber man nicht von zu viel essen brechen muss, sondern wenn man mal krank wird. Und das es ja nicht jedesmal so schlimm ist, wie bei diesem einen Mal.

Meine Tochter musste übrigens kürzlich auch 1 Mal brechen und seitdem hält sie sich bei jedem Husten die Hand vor den Mund und meint: Ich glaub ich muss brechen!

Ich erkläre ihr dann, dass man nicht gleich brechen muss, nur weil man Husten hat.

Ansonsten würde ich das Ganze wahrscheinlich gar nicht so sehr zum Thema machen.

LG Lena

Beitrag von pollerkermit 29.03.11 - 22:02 Uhr

Die arme Maus, ich kanns verstehen...ich werde auch fast panisch, wenn ich höre, dass MD-Virus irgendwo unterwegs ist. Aber ich kenne ganz vielen, bei denen das ähnlich ist. Erkläre ihr, dass daran die Viren schuld sind, und das das ganze mit ihrem Essverhalten gar nichts zu tun hat........das wird sie verstehen....Das ganze hat übrigens einen Namen und heißt Emetophobie...

LG
Doro

Beitrag von augustiner 29.03.11 - 23:13 Uhr

Hallo,

mein Rat dazu: Ich hätte die Worte deines Kindes wahrscheinlich gar nicht so wirklich wahrgenommen, oder es abgehackt für ok sie hat Angst sich wieder zu übergeben!

Bitte überbewerte das nicht als psychologisch...natürlich könnte es das sein, aber in dem Alter??? Musste sie schon immer sehr viel brechen? Hat sie schlechte Erfahrungen damit? Wenn ja wie schon gesagt gibt es einen Namen dafür, aber ich glaube nicht das dies schon so früh beginnt, wenn ja könnte man sowieso nichts dagegen tun, außer man bewertet dies nicht schon im Kindesalter so über.

Da bist natürlich dann gefragt, es sei denn du hast die selbe Krankheit, dann wirds schwierig... Meine Antwort auf meine Wehwechen lautete immer: bis zur Hochzeit ist alles wieder gut:-p

Übersetzung: Das ist nicht wichtig, lass mich in Ruhe:-(

Hat aber gewirkt, man sollte seinen Kinder immer vermitteln, jeder ist für sich selbst verantwortlich - es klappt (zumindest bei mir)#schwitz

Beitrag von laboe 30.03.11 - 16:48 Uhr

Hmm, ja darüber habe ich auch schon nachgedacht...das nicht so überzubewerten...

Beitrag von supertrullanr1 30.03.11 - 00:21 Uhr

huhu,

puhhh ich erinner mich an eine aehnliche begebenheit....
unser kleinergrosser lief im flughafen ( zwischenstop einer langen reise) ungebremst in eine scheibe. darauf hin musste er sich, kaum dass der flieger auf reisehoehe angekommen war, staendig uebergeben. nach 8 stunden flug und aufenthalt auf besagtem flughafen war er aber auch furchtbar muede. also schlief er immer wieder ein und wurde dann durch spucken wach. :-(
er hatte darauf hin panik ( wochen- ohne uebertreibung) ins bett zu gehen oder zu schlafen. fuer ihn war schlafen gleichzu setzen mit "aua bauch". er war keine 2 jahre alt. mit der zeit wurde es dann wieder besser.

versuche ihr zu erklaeren, dass es nicht das essen war, sondern in ihrem koerper eine erkrankung.

alles gute
s.

Beitrag von spatzl27 30.03.11 - 12:32 Uhr

Oh weh, das versteh ich. Ich bin auch so ein Brechpaniker. Aber für mich. Ich vermittel das meiner Tochter nicht, damit sie sich diese Angst nicht abschaut.

Also wenn meine Tochter Magen-Darm hat und sich übergeben muss, dann bleib ich ruhig nach außen. Rede ruhig mit ihr und streichel sie, wenn sie sich übergibt und erkläre ihr immer wieder, dass ich verstehe, dass das Gefühl unangenehm ist, aber der Bauch will, dass das was ihm weh tut wieder raus muss.
Ich stell ihr immer nen Eimer ans Bett, wenn ich ahne, dass was im Anmarsch ist und das Gefühl hat bis dato nie getäuscht.

Versuch ihr zu erklären, dass es nicht am Essen liegt. (musst ihr ja nichts von verdorbenen Lebensmitteln etc. erzählen, sondern beziehe es auf den Virus, weil ihr es auch hattet).
Mach ihr das Essen wieder schmackhaft und lass sie bewusst kleine Portionen essen. Überreden bringt gar nichts. Wenn sie bei ihren kleinen Portionen merkt, dass ihr Bauch nicht weh tut und sie sich nicht übergeben muss, dann fasst sie wieder Mut und isst sicher wieder normal. Dass sie Angst hat ist vollkommen natürlich.
Wenn sie erstmal wieder Vertrauen zum Essen gefunden hat und Essen nicht mehr mit Brechen verbindet, dann gehts aufwärts. Das dauert sicher noch.. aber wenn Ihr behutsam damit umgeht, dann klappt es.

Kopf hoch und alles Gute!
#liebdrueck

Beitrag von laboe 30.03.11 - 16:46 Uhr

DANKE#liebdrueck

Beitrag von kleiner.stern 30.03.11 - 14:49 Uhr

Ja, das mit dem Erbrechen ist so eine Sache. Es ist nun mal eine sehr sehr unangenehme Erfahrung und die Speiseröhre sollte nun mal auch eine Einbahnstraße sein ... ist sie aber leider nicht immer!

Ich würde meiner Tochter erklären, dass man halt manchmal brechen muss, wenn man krank ist und, dass es einem danach dadurch langsam wieder besser geht. Und dass das mit dem zu viel gegessen gar nichts zu tun hat.

Ich habe in beiden Schwangerschaften jeden Morgen über 20 Wochen lang die Kloschüssel umarmt. In der ersten Schwangerschaft hat mich das nicht so gestört, weil ich da morgens ungestört war. Aber beim zweiten Kind war meine Große ja schon da und oftmals ist sie ins Badezimmer reingeplatz, wenn sie mich gehört hat und hat mir dann den Rücken getäschelt und gesagt (damals fast 2 Jahre alt) "gleich geht´s besser" ... da hat sie mich also eher getröstet. Sie geht auch heute noch mit dem Brechen locker um. Sie meint "was raus muss, dass muss raus" (zitiert dabei ihren Opa). Sie findet Durchfall viel schlimmer .... der geht nämlich auch mal ganz schnell in die Hose und das ist weniger Lustig ... finde ich übrigens auch ...

Das hat Dir jetzt sicherlich nicht wirklich weitergeholfen ... aber vermittle Deiner Tochter einfach, dass Brechen oft was mit krank sein zu tun hat und nichts mit der Menge an Essen.

Lieben Gruß,

Kleiner.Stern

Beitrag von laboe 30.03.11 - 16:44 Uhr

Hallo kleiner Stern,
danke für deine liebe Hilfe!#liebdrueck

Laboe