Montessori Schule Ja oder Nein? Zusage da und nun?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nane75 29.03.11 - 21:36 Uhr

Ich hatte meine Gedanken schon einmal geschildert :

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=6&tid=2830330&pid=17917181

Nun waren wir im Probeunterricht,beim Kennlerntag ect. Es gab 100 Bewerbungen auf 25 Plätze. Ich habe gar nicht damit gerechnet, aber heute haben wir die Zusage erhalten.

Irgendetwas lässt mich zweifeln.
Die Schule kostet 300.-€ mtl.Wir sind Normalverdiener.

Die normale GS ist auch schön und hat einen guten Ruf.
Bitte um Meinungen!

Beitrag von dore1977 29.03.11 - 21:43 Uhr


Hallo,

ich denke erstmal müsst ihr wissen ob ihr hinter dem Montessori Konzept steht und ob es Euch das Geld wert ist.

Das kann Euch leider niemand abnehmen.

Bekommt ihr den den Gastschulantrag durch ? Nicht das ihr nachher ohne Betreuung für Euren Sohn da steht.

LG dore

Beitrag von nane75 29.03.11 - 21:46 Uhr

Der Gastschulantrag ist kein Problem.

Das Konzept hat uns überzeugt. Ich habe Angst, dass er seine Freunde verliert, nachmittags allein ist ect.

Beitrag von dore1977 29.03.11 - 21:51 Uhr


Warum soll er den Nachmittags alleine sein und/oder seine Freunde verlieren ?

Unsre Tochter geht auf eine ganz andre Schule als die Kinder hier in der Siedlung und sie spielen trotzdem zusammen.

Er wird in der neuen Schule auf jeden Fall neue Kinder kennen lernen und auch neue Freundschaften schließen.

LG dore

Beitrag von nica23 29.03.11 - 21:52 Uhr

Hallo,

da kann dir wohl kaum jemand helfen, wir kennen dein Kind ja nicht.
Ich persönlich habe verschiedene Erfahrungen gemacht. Es gibt sicher Kinder, die sehr motiviert sind und konsequent arbeiten. Leider sind die meisten Kinder eben nicht so. Für meinen Sohn wäre es nie in Frage gekommen, der hätte sich nämlich nur Sachen zum Rechnen und Sachkundethemen ausgesucht. Auf Schreiben hat er nämlich keine Lust. Leider kommen viele Kinder damit eben durch, bzw. es wird übersehen, dass sie Aufgaben umgehen.
Aber das sind nur meine Erfahrungen, andere haben andere Meinungen.

Bist du von dem Konzept 100% überzeugt? Aus meiner Sicht nicht, sonst würdest du nicht hier fragen. Glaube, dir geht es nur um den Hort und die Ferienbetreuung. Die Kinder werden übrigens in der ersten Zeit meist vom Hort geholt und gehen eh mit anderen zusammen. Da brauchst du dir keine Sorgen machen.


Nica

Beitrag von ylenja 29.03.11 - 22:45 Uhr

Hallo,

ich habe mir, als mein Sohn in die Schule kam, auch sehr viele Gedanken gemacht. Am liebsten hätte ich ihn in eine Montessori Schule getan.
Unsere GS war nicht gerade beliebt, was viel mit der damaligen Rektorin zu tun hatte.
Ich habe mir das Montessori-Konzept angesehen, und mir überlegt, ob es wohl für mein Kind geeignet wäre.
Er hätte sich mit Sicherheit dort wohl gefühlt. Aber ob er auch gelernt hätte? Schreiben könnte er jetzt bestimmt noch nicht. Er versucht immer, Dinge die ihm nicht gefallen, zu umgehen. Er hätte sich seines rausgesucht, und das wäre es wohl gewesen. Ich habe alles abgewägt, mit meinem Mann besprochen, Meinungen und Erfahrungen angehört usw. Dann kam auch noch dazu, dass alle seine Freunde auf die "normale" Schule kamen.
Mein Sohn kam dann auf die ganz normale Grundschule. Ich für mich habe festgestellt, dass ich vieles bei Montessori sehr gut finde, aber nicht komplett dahinter stehen könnte. Mit manchem hätte ich ein Problem. Jetzt bin ich froh, dass wir uns so entschieden haben.
J. bekam eine tolle Lehrerin. Wir hatten zwischenzeitlich auch "Problemchen", wo ich mir echt dachte, dass Montessori viel besser gewesen wäre. Inzwischen geht es aber richtig aufwärts. Ich wage zu bezweifeln, ob die Probleme, die J. hatte, in der anderen Schule aufgetreten wären - da hätte sie nämlich vermutlich niemand -zumindest so schnell - bemerkt.

Ich denke, dass für viele Kinder Montessori super ist. Wenn das Kind richtig motiviert, wirklich an allem interessiert, diszipliniert und selbständig ist, die Eltern voll dahinterstehen und die Lehrer auch noch prima sind.
Aber es gibt auch Kinder, die eher von anderen motiviert werden müssen, die auch mal einen "Tritt" brauchen und die sich eher nur die Rosinen aussuchen würden. Da ist wohl eine Regelschule besser geeignet. Letzten Endes musst Du Dir Dein Kind, Dich und Deine Familie kritisch ansehen. Stehst Du voll hinter dem Konzept ? Dann geh den Weg.
Machst Du es aber nur, weil es "arbeitstechnisch" besser passt, dann wirst Du mit der Entscheidung auf Dauer wohl nicht zufrieden sein. Zudem ist es auch unfair den anderen Eltern und Kindern gegenüber, die eventuell voll dahinter stehen würden, sich einen Platz erhoffen, und eine Absage bekommen, weil es Dir von den Zeiten eben besser passt.
Wenn Du voll dahinter stehst, dann zahlst Du auch die 300 € gerne, weil es Dir dies wert ist.
Meine Meinung war, dass ich nicht so viel Geld bezahlen muss, nur damit mir eine Lehrerin nur das positive über mein Kind erzählt, und ich über Schwächen - die nun mal jedes Kind hat - überhaupt nicht Bescheid bekomme. Auch könnte ich wohl schwer akzeptieren, dasss mein Kind eventuell auch im 3. Schuljahr noch nicht lesen und schreiben kann.
Aber das ist meine Meinung ;-)

Puh, das ist jetzt eine lange Antwort. Aber vielleicht hilft sie Dir ja weiter.

LG
Ylenja

Beitrag von tammyli 30.03.11 - 09:04 Uhr

Hallo, mich würde mal interessieren woher die Meinung kommt, dass die Kinder sich durchmogeln können. Sie lernen zwar unterschiedlich schnell aber das ist ja normal.

Mein Sohn besucht auch eine Montessori - Grundschule und ich habe von noch niemandem gehört, dass sein Kind in der 3. Klasse nicht lesen oder schreiben kann #schock. Ganz im Gegenteil. Natürlich müssen die Eltern dahinter stehen wie in jeder anderen Schule auch.

Auch werden alle über Stärken und natürlich Schwächen informiert. Was auch sonst?

Beitrag von ylenja 30.03.11 - 17:02 Uhr

Hallo,

ich denke nach wie vor, dass vieles auch mit vom Lehrer abhängt.
In der Montessori Schule bei uns lief / läuft es wohl öfter so ab. Da bekommen die Eltern nur das positive und das negative sehr "geschönt" zu hören. Die Kinder dürfen sich mit dem beschäftigen, was ihnen am besten gefällt. Ist ja in Ordnung, wenn jedes Kind sein eigenes Tempo hat. Aber wenn ein Kind nicht schreiben möchte und dies immer akzeptiert wird, die Eltern dies dann doch irgendwann daheim üben und diese dann Probleme bekommen, weil es eben nicht Montessori-Pädagogik entspricht, dann finde ich es schon etwas merkwürdig.
Ein mir bekanntes Kind kann nach 4 Schuljahren super toll Kopfrechnen, aber keine 5 vernünftige Sätze schreiben. Bei einem anderen mir ebenfalls bekannten Kind wurde erst in der 5. Klasse festgestellt, dass es Legastheniker ist. Das finde ich einfach zu spät. Dabei haben die Eltern die Lehrerin immer wieder darauf angesprochen. Es hieß nur, dass es schon noch wird. Irgendwann kam das große Erwachen #schock.
Wie gesagt (geschrieben): ich bin nicht grundsätzlich gegen Montessori. Aber es muß einfach passen, für Kind und Eltern.

LG
Ylenja

Beitrag von mel1983 29.03.11 - 23:42 Uhr

Hallo,

sind die 300 Euro monatlich inklusive Mittagessen und Zwischen- bzw. Nachschulbetreuung?
Wenn nicht, wäre es mir einfach zu teuer, weil da kommen dann ja noch einmal gut 150 Euro (wäre hier zumindest so) dazu.

Aber das ist ja Ansichtssache, genauso wie das Montessori-Konzept. Ich selbst habe mich vor der Einschulung meiner Tochter auch damit auseinander gesetzt und hätte ihr das ohne Weiteres zugetraut - was das eigenständige Lernen angeht. Aber das viele künstlerisch Angehauchte nicht.

Deswegen habe ich weiter gesucht und bin auf eine Schule gestoßen, deren Konzept mir 100% (!) zusagt.

Es ist eine Privatschule mit viel Gruppenarbeit und nicht ständigem Frontalunterricht. Hierbei kann besser auf die Einzelnen eingegangen werden. Desweiteren ist es eine Ganztagsschule mit Zwischenstundenbetreuung, die keine Aufbewahrung ist. Auch die Nachschulbetreuung ist nicht solche eine Art Aufbewahrung, wie ich sie aus den hiesigen Grundschulen kenne.

Außerdem war die "Muss"-Schule furchtbar (sie ist es noch).

Nun ist das 1. Schuljahr fast rum und ich bin sehr froh über diese Wahl.

Achso, sie kostet inkl. Betreuung (ganztags, Ferien - außer 3 Wochen im Sommer) und Mittagessen ca. 250 Euro.

Zu den Freunden. Die Schule ist weiter weg, was zum Einen natürlich bedeutet, dass meine Tochter ein Taxi-Kind ist und zum Anderen, dass niemand hier aus der Ecke kommt.

Aber sie hat im Kindergarten schon nur 2 wirkliche Freundschaften geschlossen (beide Mädels kamen ein Jahr eher zur Schule), deswegen war das für mich kein Kriterium.

Der Klassenverband jetzt ist super, alle verstehen sich sehr gut. Nachmittagsverabredungen mit Schulkameraden gab es bisher nicht. Finde ich aber nicht verwunderlich, wenn die Schule bis knapp 4 geht. Sie spielen da alle prima gemeinsam und eine handvoll Kinder (nicht aus ihrer Schule) sind auch hier im Haus, mit denen sie die "wenige" Freizeit verbringen kann. (so sie denn will)

Ich wünsche euch alles Gute!
Grüße, M.

Beitrag von 3erclan 30.03.11 - 07:51 Uhr

Guten MOrgen

ich habe meine beiden Kinder vorab auf die Schule angemeldet weil ich merke dass mein kleiner sehr gut auf Montessori anspricht trotz ADHS.Die große ist noch in einer sehr guten Regelschule hat eine tolle Lehrerin bekommen sie macht auch sehr viel mit Montessori.
Sie lernen durch begreifen und selbst erfahren.
Sie haben ganz viele Gruppenarbeiten
Sie haben Forscherbücher wo sie es sichsselber erarbeiten dürfen den Stoff.
Wenn ich es könnte würde ich gerne beide Kinder 2012 auf eine Montessorischule tun weil ich weiß dass es ihnen sehr gut tun würde.
Aber du weißt schon dass es auch in einer Montessorischule am Lehrer liegt wie es läuft.

Meine große hat mit ihren Mädels von der Schule sehr wenige Verabredungen einfach weil jedes Kind Hobbies hat und sich die oft überschneiden.Sie spielt dann meistens hier im Hof mit den Kids.

Macht ihr zuhause schon was in Richtung Montessori???

lg

Beitrag von robingoodfellow 30.03.11 - 08:31 Uhr

Ich würde den Platz sofort nehmen, wir wurden bei unserer abgelehnt weil wir zu weit weg wohnen und ich war ziemlich enttäuscht.

Ich müsst wissen ob ihr euch die Schule über 4 Jahre leisten könnt und ob ihr hinter Montessori steht.

LG

Beitrag von erstes-huhn 30.03.11 - 08:31 Uhr

Montessori hat als Leitsatz: Helfe dem Kind sich selbst zu helfen.

Du solltetst dich fragen, ob dein Kind so lernen muss oder möchte.

Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen.

Mit bedenken würde ich: Wie ist es mit Freunden? Die wohnen von der Schule sicherlich nicht neben an, also immer fahren, bei Besuchen.

Schuweg: zu Fuß, oder auch nur mit dem Auto bringen?

Frag, mal wie schnell was gelernt wird? Wann lesen die Kinder an der Schule etc. Und: wie sieht es mit weiterführenden Schulen aus? Wenn danach, das Gymnasium kommen soll, muß er dann anders lernen, geht das?

Beitrag von nane75 30.03.11 - 08:43 Uhr

Vielen Dank für Eure zahlreichen Gedanken.

WIr stehen hinter dem Konzept und auch unseren Sohn halten wir für sehr Montessori geeignet.
Aber :

Mein Mann war lange arbeitslos, ist noch in der Probezeit.Daher sind 300.-€ mtl.für uns viel Geld. Die Einlage, Anmeldegebühr ect.kommt ja auch noch (ca.2500.-€).Urlaub, anderes AUto ect. wären ersteinmal gestrichen.

Ich benötige Nachmittags und Ferienbetreuung.Da muß! ich dran denken, da wir hier ohne Hilfe sind.Diese kostet zusätzlich.

6 Kinder aus seinem KIGA gehen in die städt.GS, Bekannte Gesichter gäbe es an der Montessori für Ihn nicht.


Mehr aber gibt es nicht, deshalb fällt die Entscheidung schwer.

Beitrag von froehlich 30.03.11 - 09:23 Uhr

Vor genau einem Jahr standen wir vor derselben Entscheidung wie ihr: wir hatten uns für das Waldorf-Konzept interessiert und uns probehalber hier bei einer sehr guten Waldorf-Schule angemeldet. Dasselbe Prozedere wie bei Euch: Schnuppertag durch, Aufnahmegespräch durch, dreimal soviele Anmeldungen wie Plätze - und völlig unerwartet bekamen wir einen Platz! Wir haben auch ewig hin- und herdiskutiert und im Meinungsfindungsprozess auch viel mit Eltern von "Waldorf-Kindern" gesprochen. Auch für uns war das Geld ein Argument - allerdings nicht das entscheidende.
Wir haben uns schlussendlich dann doch gegen Waldorf und für die Regelschule entschieden - unter anderem deswegen, weil wir feststellen mussten, daß wir doch nicht GANZ hinter dem Konzept stehen können, auch wenn wir vieles daran gut finden. Unser Sohn ist jetzt seit knapp einem Jahr in der Regelschule (in Bayern) und sehr glücklich. Er hat allerdings auch eine super Lehrerin! Damit steht und fällt am Anfang alles, egal auf welcher Schule, das wird dir jeder sagen. Hm. Schwierige Entscheidung.
Ich muss sagen, von Montessori habe ich wirklich nur Gutes gehört, wir hätten hinter Montessori wahrscheinlich doch eher stehen können als hinter Waldorf... so auf lange Sicht hin. Aber ihr müsst euch überlegen, ob ihr das über die Jahre stemmen könnt. Es geht ja nicht nur um die ersten 4 Grundschuljahre. Ich muss sagen, wir sind mittlerweile heilfroh, daß uns die Ausgaben für die Schule erspart geblieben sind - auch wenn wir für unsere Kinder alles tun und bei hundertprozentiger Überzeugung das Geld auch gezahlt hätten. Aber wenn das Schulgeld am Ende ein so hohes Opfer fordert, daß es bei euch richtig eng wird, belastet das auch die Familiensituation und ist sicherlich nicht förderlich für eure Stimmung und das Familienklima. Wie gesagt: wir stellen mittlerweile fest, daß Regelschulen nicht einmal halb so schlecht sein müssen wie ihr Ruf manchmal ist - viele alternative Schulkonzepte sind auch in den Regelschulunterricht eingegangen und wenn ihr eine nette Lehrerin habt ist das die halbe Miete. Ich wünsche euch viel Glück bei eurer Entscheidungsfindung. Leider kann euch das niemand abnehmen!!

LG,babs

Beitrag von lisasimpson 30.03.11 - 13:32 Uhr

So wie ich das lese hat eurer entscheidung nichts mit montessori oder nicht montessori zu tun.
Ich persönlich glaube, daß alle kinder von der Idee profitieren, ihre eigenes Lerntempo zu haben, anderen schülern zu helfen und hilfe von diesen zu bekommen, anschauliches und praktisches material zum selbständigen einüben zu haben und bestärkt werden in ihrem können.

Daß Kinder an montessori schulen sich alles aussuchen können und niemals lesen und schreiben lernen ist absoluter käse und wer die "im gleichschritt marsch" mentalität an den grundschulen (die diese leider brauchen, denn eine LehrerIN auf 30 schüler kann mehr nicht leisten) hochhält, der hat sein Kind dan nicher gut vorbereitet um später in der putzfrauenkolonne nicht auszuscheren- kreative lösungen finden, im team zurecht zu kommen, soziale Kompetenzen, Problemlösungskompetenzen- das alles werden kinder an Montessorischulen erheblich besser lernen und dann auch später einsetzen können (aber vielleicht werden sie ein problem haben, wenn sie dann in der putzfrauenkolonne selsbtändig denken)

bei euch stellt sich ja vielmehr die frage
1. könne und wollen wir uns das leiste?
2. bewirkte das eine soziale Isolation vor ort?

Die fragen kann euch hier niemand beantworten.
Ich kenne es von montessori schulen allerdigns auch so, daß das schulgeld nach einkommen gestaffelt erhoben wird- ist das bei euch nicht so?

die frage nach den freundschaften am nachmittag ist für mich der einzige grund, warum ich überlege meine Kinder auf die regelgrundschule im stadteil zu schicken und nicht auf die Montessori-schule mit der sie von anfang an mit dem bus fahren müßten.

Ich persönlich bin ein absoluter Verfechter von Montessori-schulen. Aber: ich würde es nicht machen, wenn ich mir das geld vom "munde absparen" müßte

lisasimpson

Beitrag von mel1983 30.03.11 - 09:32 Uhr

"Montessori hat als Leitsatz: Helfe dem Kind sich selbst zu helfen."

Fast grammatikalisch richtig, aber nur fast.

Beitrag von tammyli 30.03.11 - 09:07 Uhr

Hallo,

300 Euro reines Schulged ohne Essen und Hortbetreuung? Hoho.... Bedenke auch die Materialien und anderen Ausgaben. ;-)

Das Konzept ist sehr gut.


Wie auch immer Ihr entscheidet, es wird richtig sein :-)

Beitrag von leahhh 30.03.11 - 09:22 Uhr

Hallo,
also meine Tochter geht auf eine Montessori Schule. Und ich bin sehr froh darüber. Über manche Antworten hier musste ich schmunzeln. Meine Tochter kann jetzt schon super lesen, auch das Rechnen klappt gut, man sieht richtig, wie sie auf einmal begreift und das ohne Druck. In unserer Schule sind sie mit dem Lernstoff sehr weit, wenn ich die Schulen von befreundeten Kindern anschaue (alle staatlich und unterschiedliche Schulen) , die sind um einiges hinterher.
Also Konzept von Montessori ist gut, allerdings muss die jeweilige Schule das Konzept auch gut umsetzen und es müssen gute Lehrer sein. (Ist bei uns der Fall).
300,-- Euro finde ich sehr viel, wir zahlen nach Einkommen, von 130,-- Euro bis max. 240,-- Euro. Bei uns ist das Schulgeld kein Problem, wir müssen jetzt deshalb auf nichts verzichten. Ich weiß ehrlich nicht, ob ich es gemacht hätte, wenn es mit dem Geld nicht so gut aussehen würde. Erkundige doch mal beim Finanzamt oder einem Lohnsteuerbüro, wieviel ihr im Jahr absetzen könnt bei der Steuer. Man bekommt da schon noch mal was raus. Also wir sind sehr zufrieden mit unserer Schule und ich würde es jederzeit wiedermachen. Meine Tochter kannte auch niemanden, hat sehr schnell Freunde gefunden und hat oft Verabredungen. Oft nehme ich die Kinder nach der Schule mit oder meine Tochter fährt mit Freunden nach Hause und die Kinder werden dann abends geholt. Manche wohnen weiter weg, manche wohnen sehr nahe. Das ist für uns kein Problem.
Alles Gute für die Entscheidung
Gruß Leah
PS. Bei uns ist übrigens die Übertrittsrate aufs Gymnasium mit weitergehendem Erfolg sehr hoch - nur mal so am Rande für manche Antworten hier.
Und unser Lehrer ist sehr streng, da kann sich keiner durchmogeln.

Beitrag von zaubertroll1972 30.03.11 - 09:24 Uhr

Hallo,
wenn mich diese Schule nicht aus irgednwelchen Gründen überzeugen würde ( und das würde sie wahrscheinlich nur wenn wir selber in Richtung Montessori leben würden ) dann wüßte ich nicht warum ich montalich 300 Euro an eine Schule zahlen sollte.
Für mich wäre das gar keine Überlegung.
LG Z.

Beitrag von anja96 30.03.11 - 10:58 Uhr

Hallo,

obwohl wir es uns durchaus leisten könnten, würde ich irgendwie nicht einsehen 300 Euro für eine Schule zu bezahlen - auch wenn das Konzept noch so toll ist.

Da Du schreibst, Eure Grundschule hat einen guten Ruf und ist schön, sehe ich sowieso keinen Grund, überhaupt eine Privatschule in Erwägung zu ziehen. Es sei denn, Ihr lebt Montessori!

Bedenke aber auch, dass die ganzen Privatschulen viel auf Elternarbeit abzielen. Man wird als Eltern richtig eingebunden - ich hätte da keine Zeit dafür.

Außerdem sind die normalen Grundschulen nicht mehr so wie früher, es gibt dort auch viel Gruppenarbeit, es werden Experimente gemacht, es wird viel selbst erarbeitet undundund.....

Dann ist natürlich die Fragen, wie weit die Montessori-Schule weg ist. Wenn Du dann Dein Kind immer hinfahren und abholen musst und die Freunde dann weiter wegwohnen, ist das ganze nochmal schwieriger.

Kurz und gut: Ich würde die Montessori-Schule nicht wählen, obwohl die das Konzept durchaus gut finde.

LG, Anja

Beitrag von litalia 30.03.11 - 11:42 Uhr

mal aus einer einfachen sicht:

dein mann war längere zeit arbeitslos und befindet sich jetzt noch in der probezeit. 300 euro + sämtliche zusatzkosten (betreuung, essen etc) ist für euch viel geld.

wäre ich du, dann käme es für mich NICHT in frage!!!! ich würde nicht am hungertuch nagen nur damit mein kind auf eine teure schule gehen kann ;-) ...aber das ist meine meinung!

eine schule mit so hohen schulgeld käme für mich nur in frage wenn dies aus der "portokasse" bezahlt werden kann. d.h. wenn ich dieses schulgeld auch noch zahlen kann wenn einer von beiden elternteilen arbeitslos wird. wenn ich wegen dem schulgeld nicht auf urlaub oder sonstigen luxus verzichten müsste.

was ist wenn dein mann wieder arbeitslos wird? könnt ihr euch dann noch die schule leisten?

meine meinung: wenn man nicht soo viel kohle hat dann tut es auch eine normale GS, andere kinder sind auch auf eine normale GS gegangen, sind dann aufs gymnasium, haben studiert ...sind gute und gebildete menschen geworden ;-)

Beitrag von foerstergeist 02.04.11 - 07:54 Uhr

Nun, es gibt immer Für und Wider.

Wichtig sind.

a) Wie weit ist die Schule von Eurem Wohnort entfernt - wie kommt es dort hin?

Es heißt immer kurze Beine, kurze Wege, lange Beine, lange Wege und da ist was dran.

b) Viele Grundschulen stellen Ihren Unterricht auch schon um und der reine Frontalunterricht ist oft auch nicht mehr gegeben. So ist es z. B. an unserer Grundschule und die ist gleich um die Ecke

c) Auch wenn es niemand so richtig ausspricht. Aber es gibt bei vielen großen Unternehmen die ungeschriebene Gesetz. Wenn Montesorri, dann keine Einstellung.
Willst Du Deinem Kind jetzt schon diverse Möglichkeiten verbauen.


Ich würde mein Kind erst auf eine klassische Grundschule am Wohnort geben und wenn es wirklich nicht so klappen sollte, dann Gedanken machen.

Nicht zu vergessen, das Geld. Ihr müsst Euch mal Gedanken machen, wie es ist, wenn z. B. ein Verdiener ausfällt. Kann und möchte ich mir dann auch noch die 300 € leisten - ja oder nein. Schlimm wäre es dann, wenn das Kind wegen den Kosten von der Schule runter muß und die Freunde dann vermisst.

LG
A