Ab wann merkt man, dass der Partner einen nicht mehr liebt?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Traurig2011 30.03.11 - 07:18 Uhr

Woran merkt man, dass der Partner einen nicht mehr liebt?

Ich glaube, meiner liebt micht nicht mehr, gibt es aber nicht offen zu. Er sagt immer, es wäre nichts, aber ich spüre, dass er micht nicht mehr so toll findet. Na ja, so toll hat mich eigentlich noch nie wer gefunden, eigentlich liebt mich niemand mehr. #schmoll

Wie finde ich heraus, ob er mich noch liebt?
Was kann ich tun, dass er mich wieder liebt?

Lg

Beitrag von guppy77 30.03.11 - 07:21 Uhr

wenn niemand dich mehr liebt, solltest anfangen dich selber zu lieben.
liebe fängt immer bei selbstliebe an. vielleicht hast du dich selber irgendwie bissle verloren?

du solltest nicht deine energie drauf verschwenden um rauszufinden ob er dich noch liebt, sondern stecke die energie in dich. ist jedenfalls ne vermutung. oder es ist umgekehrt das du dich zu doll mit dir beschäftigst, aber das glaub ich eher nicht denn dann würdest du die frage hier so nicht stellen.

lg

Beitrag von gruene-hexe 30.03.11 - 07:50 Uhr

Schöne Antwort
Ich schließe mich dem an und füge nichts hinzu.

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 08:04 Uhr

ich misch mich mal ein und frage mal wie ihr es denn geschafft habt euch selbst zu lieben? also ich versuch das seit jahren und es klappt nicht. an sich ein toller tipp, nur wenn man es nicht schafft sowas umzusetzten ist er nicht ganz so hilfreich.

Beitrag von yvi1082 30.03.11 - 08:16 Uhr

Bei mir hat ne Therapie geholfen. Allein haette ich das auch irgendwann geschafft, aber das haette Jahre laenger gedauert. Und auch so hat es sehr lang gedauert, bis ich auch nur angefangen habe, mich so richtig zu akzeptieren.

Fuer manche sind die Buecher von Louise Hays ganz hilfreich, mir hats auch ein Stueck geholfen.

Dir viel Glueck und Kraft!! Denn um sich selbst zu lieben, muss man seine ganzen Schwaechen annehmen koennen und das kann unheimlich schmerzhaft sein.

Yvi

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 08:22 Uhr

Die Bücher habe ich und Therapien hatte ich genug. Denke nicht jeder Mensch ist in der Lage sich zu lieben.

Beitrag von serdes 30.03.11 - 08:28 Uhr

Erstmal müsstest du dir die Frage stellen, ob du dich grundsätzlich als ganzer Mensch nicht liebst oder nur gewisse Punkte. (Wie z.Bsp. einzelne Körperteile, einzelne Verhaltensweisen...)

Wenn du dich grundsätzlich nicht liebst, stell dir die Frage nach dem "Wieso?". Gibt es überhaupt nichts, was dir an dir selbst gefällt? Hast du keine Eigenschaften, die liebenswert sind, die du an dir nicht missen möchtest?

Es ist schwierig zu erklären, wie man die Liebe zu sich selbst erschafft. Meine Liebe zu mir war immer da. Ich seh mich an, hör mich reden, bin manchmal alleine mit mir und fühle mich dabei einfach gut.

Natürlich habe ich auch Momente, in denen ich frustriert bin und mit mir selbst nicht zufrieden. Dann versuche ich dem Problem durch Selbstreflektion auf den Grund zu gehen. Daraufhin gelange ich entweder an den Punkt, an dem ich einsehe, dass ich etwas an mir ändern muss, oder ich komme zum Schluss, dass das Problem nicht zu ändern ist und somit einfach zu mir gehört. z.Bsp: Meine klugscheisserische Art, immer meinen zu müssen, ich wisse alles besser. Ich habe erkannt, das dieser Zug an mir nicht veränderbar ist, also akzeptiere ich ihn und mittlerweile möchte ich diese charakterliche Eigenschaft auch nicht mehr missen.

P.S.: Unterstützung für ein liebevolleres, zufriedeneres Selbstbild können auch kleine äussere Einflüsse sein, wie z.Bsp: frische Luft, Sonne, Regen, helle Farben....
Unerlässlich ist aber, dass du dich positiv mit dir selbst beschäftigst.

Eine Therapie oder ein Buch können zwar manchmal helfen, können die Symptomatik aber auch verschlimmern.

Beitrag von ciocia 30.03.11 - 10:35 Uhr

Das denke ich auch! Ich bin auch sehr kritisch mir selbst gegenüber. Ich glaube, alles fängt schon früh in der Kindheit an. Wenn man da zu viel kritisiert wird, zu wenig Lob bekommt, überhaupt zu wenig Aufmerksamkeit von den Eltern, hat man als Erwachsener nicht so leicht. Das merke ich immer wieder. Später gebe ich meistens zu viel und fordere zu wenig und wundere mich, dass Männer irgendwann einfach gehen und nicht mehr kämpfen.

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 12:06 Uhr

Kann gut sein, trifft dann zumindest auf uns wohl einen Teil zu.

Beitrag von seelenspiegel 30.03.11 - 11:18 Uhr

<<<wie ihr es denn geschafft habt euch selbst zu lieben?>>>

* Nicht mehr darauf hören wie andere mich gerne hätte, sondern so zu sein wie man nunmal ist. Wer da nicht mitziehen will oder kann hat Pech gehabt.

* Über eigene Macken lachen lernen. (Ich lache übrigens gerne #rofl)

* Schwächen mit einem Augenzwinkern akzeptieren, und Stärken erkennen und auch ausnutzen.

* Sehen lernen. Das ist gar nicht einfach die Welt wieder so zu sehen wie sie Kinder sehen: An jeder Ecke ist etwas wundersames...zum staunen, lachen, erschrecken, wütend sein. Kleine "Wunder"

* Lerne sich wieder über kleine Dinge freuen zu können. Ein Kompliment von einer Kollegin, ein anderer Autofahrer der einem freundlich zuwinkt und die Vorfahrt überlässt, ein 3 Sekunden Flirt in der Stadt...nur mit Augenkontakt und einem Lächeln, ne´ Scheibe leckere Wurst zum probieren beim Metzger....da gibt es jeden Tag 10.000 Dinge die wir meistens gar nicht mehr wahrnehmen.

* akzeptieren dass es auch Tage gibt, an denen das alles nicht klappt und man sich selbst nicht leiden kann. ;-)

* sich etwas aussuchen was man gerne mal machen würde, die Bedenken und die Angst ignorieren und einfach tun. Man wächst an der Aufgabe, und das Gefühl etwas geschafft zu haben gibt Selbstvertrauen das man auch wiederum nach aussen trägt, und das reflektieren dann wieder andere Menschen zurück. Kling seltsam oder kompliziert, isses´ aber gar nicht.


Es gibt noch 1000 andere Dinge und das würde hier den Rahmen sprengen, aber eigentlich ist es gar nicht so schwer wenn man anfängt zu WOLLEN und sich da aber nicht unter Druck setzt. :-)

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 12:12 Uhr

und wenn man es nicht hinbekommt so zu sein wie man will, trotz vieler versuche und auch echtem wollen und versuchen?

und wenn man solche macken nicht mag? wie soll man z.b. darüber lachen das man an vielem etwas zu meckern hat und diese eigenschaft hasst. (versucht es zu ändern, hat nicht geklappt). ist nur ein beispiel.

leider fallen mir viel mehr negative dinge auf.

egal, wollt der posterin nicht ihren beitrag klauen.

Beitrag von guppy77 30.03.11 - 12:48 Uhr

meinst du damit das du bei anderen zu viel meckerst ??

weil wenn ja, dann scheinen deine erwartungen zu hoch sein. vielleicht erwartest du von anderen was, was sie dir im grunde nicht geben können. darum ist es umso wichtiger sich selbst zu mögen und sich selber glücklich zu machen. denn ein anderer mensch kann einen zwar glück dazu schenken, aber ein anderer kann nicht 100% jemanden glücklich machen.

jeder ist seines glückes eigener schmied.

mein ex ist einer, selbstbewusstsein = 0
er ist kaum ohne andere überlebungsfähig und ist nur glücklich,
wenn andere sich 100 % ins zeug für ihn legen.

lg

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 16:44 Uhr

An anderen und mir. Erwartungen sind zu hoch, aber das bekomme ich auch nicht abgestellt. Ich hab auch von mir erwartet hochschwanger eine gute Prüfung abzulegen, obwohl ich zu der Zeit bereits im Mutterschutz war.

Ich erwarte z.B. das mein Mitbewohner seine versprechen einhält und den Müll mal mit runter nimmt oder sein Badezimmer putz und Zimmer. Wenn sowas dann nicht eingehalten wird und ich am Ende am Putzen bin (weil mir der Zustand der Wohnung peinlich ist), rege ich mich auf. Es sind halt Kleinigkeiten über die ich mecker.

Beitrag von guppy77 30.03.11 - 17:07 Uhr

das ist doof zu hohe erwartungen an sich selbst zu haben, weil dann immer sein kann das du dir selber nicht genug bist und somit nimmst du dich schlechter an. ich nehme mich zb. so wie ich bin. ich kenne meine stärken und meine schwächen. ich kenne meine grenzen und überschreite sie nicht, denn das würde meiner gesundheit doll schaden. von daher ist echt wichtig, zwischendurch entspannung zu haben und nen gang runterzuschalten.

was putzt du wenn er nicht putzt?? sein bad und sein zimmer ?
oder ist es das gemeinsame ?

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 20:38 Uhr

Ich putze sein Bad. Nein, er hat ein eigenes, weil ich unser Wc nicht mit ihm teilen wollte. Er duscht und badet bei uns im Badezimmer. Wenn er sich was in der Küche macht ist die Arbeitsolatte danach nie geputzt, der Toaster voller Krümmel, der Müll falsch weg sortiert, leere Pappkartons von Pizzen stehen rum usw. Eine Person mehr macht halt auch mehr dreck im Hausflur, Küche usw. Es regt mich halt auf das sein Bruder vieles macht obwohl er eine körperliche 50 prozentige Behinderung hat usw. Naja und wenn ich mich dann anfange aufzuregen gehts mit jeder Kleinigkeit innerlich weiter. Am Ende ärger ich mich dann darüber das ich mich über alles ärger und nicht einfach alles mitm lachen oder so sehe.

Beitrag von seelenspiegel 30.03.11 - 13:50 Uhr

<<<wie soll man z.b. darüber lachen das man an vielem etwas zu meckern hat und diese eigenschaft hasst>>>

In dem Fall kommt es wohl dann auf das "wie" an. Grundsätzlich ist es nicht schlimm an vielen Dingen etwas auszusetzen zu haben......zumindest weiss man dann was man will und was nicht.

Es kommt nur darauf an wie man das ganze verpackt da es nicht unweigerlich bedeuten muss, dass man zum "Ätzschlumpf" mutieren muss.....sondern einfach sagt was man zu etwas denkt ohne nachtreten zu müssen wenn jemand schon am Boden liegt.

Und lachen kann man über sowas durchaus, wenn man versucht sich selbst als Aussenstehender zu sehen. Hat manchmal auch den positiven Nebeneffekt, dass man sich etwas zurücknimmt was "bissig und direkt" angeht ;-)

Auch geht es nicht unbedingt darum etwas grundlegend auf einen Schlag zu ändern.....das geht unweigerlich schief weil die Erwartungshaltung an sich selbst zu hoch ist.

<<<egal, wollt der posterin nicht ihren beitrag klauen.>>>

Gutes Beispiel für das was ich gemeint habe.

Die Diskussion der TE "leidet" nicht darunter....wen es nicht interessiert muss das was wir hier "nebenan" schreiben ja nicht lesen. Warum interessiert es Dich also was dann jemand über Dich denken könnte weil Du von der eigentlichen Thematik ein klein wenig abweichst? Jetzt geht es halt im Moment mal um Dich.....schrecklich, ich weiss ;-)

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 16:51 Uhr

Genau das werde ich dann aber, ein "Ätzschlumpf". Schlumpf hört sich dabei noch irgendwie süß an#rofl

Stimmt, wenn ich mich von aussen betrachten würde, würde ich mich bestimmt schlapp lachen über mich. Eine gute Idee. Ich werde mal versuchen in einer solchen Situation an deine Worte zu denken und sie umzusetzen.

Stimmt schon, aber hätte ich dies alles zum Thema machen wollen, hätte ich ein eigenes posting machen können:-) Geht mir gerade vielleicht schon etwas zuviel um mich.

Beitrag von vam-pir-ella 30.03.11 - 15:44 Uhr

WOW!

Das war jetzt richtig schön zum lesen...#pro

Beitrag von chalida1 30.03.11 - 19:22 Uhr

Wenn man glücklich und mit seinem leben zufrieden ist dann liebt man sich auch selbet...... also ich war es nachdem ich meinen Ex rausgeschmissen, meine eigene Wohnung und mein leben alleine im Griff hatte und Ich liebe mich und mein Leben seit dem ;-)
Also störfaktoren loswerden dann geht das ganz von selbst

Beitrag von himmelblau85 30.03.11 - 20:40 Uhr

dann war ich noch nie in meinem leben glücklich und hab wohl immer störfaktoren um mich.

Beitrag von seelenspiegel 30.03.11 - 10:58 Uhr

Liebe ist ein subjektives Gefühl aus einer Mischung von Verlangen nach einem anderen Menschen und Geborgen fühlen wollen.....ganz grob umrissen.

Fehlt eines davon ist der wurm drin, und sich da raus zu graben ist verdammt schwer.

<<<Wie finde ich heraus, ob er mich noch liebt? >>>

Wie ist die Gesamtsituation? Hat er momentan Schwierigkeiten in irgendeiner Form....Beruf, Freunde, Gesundheit etc?

Sowas versteckt die Liebe. Nicht dass sie weg wäre, aber derjenige der den Kopf voller Sorgen hat, kann Zuneigungsbekundungen meistens nicht ausleben/zeigen. Sowas wird dann bedenklich, wenn sich der Partner wie in Deinem Fall ungeliebt und zurückgesetzt fühlt und darunter auch leidet.

Da hilft nur reden reden reden.


<<<Na ja, so toll hat mich eigentlich noch nie wer gefunden, eigentlich liebt mich niemand mehr.>>>

Na Mahlzeit....wenn Du diese Einstellung auch für andere widersspiegelst, musst Du Dich nicht wundern.

Wer auf andere positiv wirkt, bekommt dies oftmals dankend zurück.

Arbeite mal an Dir selbst und versuche wieder kleine Dinge zu finden über die Du Dich wirklich freuen kannst, dann kommen die großen erfahrungsgemäß von ganz alleine.


Redet ihr eigentlich miteinander? Ich meine so richtig....nicht nur belangloses Zeug. Hört ihr Euch gegenseitig zu? Achtest Du noch darauf was er macht und umgekehrt?