Kaiserschnitt-ja oder nein?

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von derhimmelmusswarten 30.03.11 - 14:29 Uhr

Nun bin ich in der 34. Woche. Da es bei der ersten Geburt Probleme gab (Kind blieb stecken, Saugglocke, 10 Tage Intensivstation für sie, 7 Tage Krankenhausaufenthalt für mich), hätte mein Freund sowieso am Liebsten, ich würde einen Kaiserschnitt machen lassen... Aber das kann man ja auch leicht vorschlagen, wenn man selbst nicht den Bauch aufgeschnitten kriegt. Wie würdet ihr nach einer solchen 1. Geburt entscheiden?

Meine Tochter kam bei 40+0 mit 3340g. Ich hatte einen immensen Dammschnitt, konnte wochenlang kaum laufen und sitzen, starke Schmerzen und für sie sah es halt nicht so gut aus anfangs (Blut gespuckt, Lungenentzündung, sie war blau, röchelte). Gott sei Dank konnten die Ärzte dank Kinderintensivstation sofort helfen.

Kaiserschnitt ja oder nein. Das ist hier die Frage... Wie entscheidet man das? Ist Kaiserschnitt in diesem Fall sicherer als wieder eine normale Geburt zu versuchen?

Beitrag von stefannette 30.03.11 - 14:38 Uhr

Hm,ist die Frage, warum blieb sie stecken? Ist Dein Becken doch etwas schmaler, dann würde ich vielleicht an einem KS überlegen.
Lag die Kleine nur doof, dann wird es diesmal vielleicht gut und schnell gehen....
WAs sagen denn Arzt und/oder Hebamme. Ich würde die mal nach ihrer Meinung fragen.
Ich wünsche Dir eine gute Lösung und eine tolle GEburt,egal wie Du dich entscheidest!
LG Annette mit 5 Kids

Beitrag von scura 30.03.11 - 15:28 Uhr

Hallo,

ich hatte einen Kaiserschnitt,wegen Geburtsstillstandes nach 18 Stunden. Vorher wurde die Geburt eingeleitet und ich hatte drei tage Wehen.
Nach dem Kaiserschnitt hatte ich furchtbare Gedanken, nach dem Motto: Wenn ich 100 Jahre früher gelebt hätte, dann wären ich und mein Kind tot. Ich habe es nicht hinbekommen, normal zu gebären.

Jetzt, mit Abstand betrachtet, würde ich bei einer zweiten Geburt doch sofort wieder einen Kaiserschnitt machen lassen. Es war doch recht unkompliziert. Ich war nach kurzer Zeit wieder fit. Hatte keine Probleme mit Beckenboden, Dammriss oder Inkontinenz etwa. Die Narbe ist quasi unsichtbar.
Mir scheint als wäre eine Normalgeburt mit Nachteilen behaftet.

Ich weiß, das ist meine persönliche Meinung und viele hier würden mich angreifen. Aber es ist nun mal so!

Beitrag von itsmyday 30.03.11 - 15:41 Uhr

#pro

Ich würde das mal so unterschreiben! #cool
Mit dem Unterschied, dass ich auch eine Spontangeburt zum Vergleich habe....:-p

Räume aber auch ein, dass es sich hier nur um meine ganz subjektiven Erfahrungen handelt.....da gibt es echt soviele Meinungen wie Mütter. #schwitz

Für mich war der KS eine wahnsinnige Offenbarung: ich würde nie mehr anders gebären wollen. #winke

Beitrag von zwei-erdmaennchen 30.03.11 - 15:48 Uhr

#pro

Was habe ich mich bei der ersten Geburt abgekämpft und im Endeffekt habe ich mir und meiner Tochter durch die vaginale Geburt unendlich viel kaputt gemacht.

Bei der zweiten Geburt habe ich es trotzdem wieder vaginal versucht - nicht zuletzt weil mich alle zugeschwallt haben, dass das ja sooo toll und der KS soooo schlimm ist. Na ja und blöderweise war ich in der SS für solches Gequatsche sehr empfänglich #klatsch.

Dann kam es Gott sei Dank zum Geburtsstillstand was den sekundären KS bedeutete und der war sooooooo schön im Vergleich zu der vaginalen Geburt.

Ich würde auch nie wieder einen "normalen" Entbindungsversuch eingehen - bin ja nicht verrückt :-p

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von maxiri 30.03.11 - 17:24 Uhr

Hi du!

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du: die erste Geburt war sehr heftig und hatte und HAT für meine Tochter Konsequenzen. Mit Sicherheit lässt sich heute nicht mehr sagen, ob ihre Schwierigkeiten durch die Geburt verursacht sind, oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch.

Nun ist es beim zweiten Kind immer möglich, dass alles anders läuft. Wer weiß, vielleicht wäre es diesmal ganz einfach und unkompliziert?

Bei uns ist die Angst aber zu groß. Ich habe mich deshalb für den geplanten KS entschieden. Sicher ist sicher.

Ich weiß, dass jetzt einige am liebsten gleich die Nachteile aufzählen, z.B. Anpassungsschwierigkeiten der Kinder, etc. ABER ich habe in den letzten Jahren genug mitgemacht um guten Gewissens die Entscheidung für den KS treffen zu können.

Letztenendes würde ich dir raten dich mit den Ärzten zu beraten und ganz in Ruhe in dich zugehen.

LG und alles Gute


Maxiri

Beitrag von widowwadman 30.03.11 - 18:35 Uhr

Ich wuerd mich in deinem Fall ganz klar fuer nen KS entscheiden. Allerdings hatte ich selbst einen ungeplanten KS, der sehr gut verlaufen ist und habe mich schon fuer einen weiteren entschieden.

Sicherer fuer dein Kind ist ein geplanter KS auf jeden Fall, und wochenlang nicht sitzen koennen ist fuer dich auch weniger ein Risiko.

Beitrag von amaia 30.03.11 - 19:45 Uhr

Ich habe keine Spontangeburt zum Vergleich. Ich habe mich beim ersten Kind und jetzt auch beim 2. Kind für einen KS entschieden. Der Grund: Ich wollte nicht sowas erleben wie Du. Klar, es muß nicht so kommen. Doch leider hört man immer wieder von solchen Fällen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Komplikationen häufiger sind als diese schnellen problemlosen Geburten. Kann aber auch nur ein falscher Eindruck sein. Ich hatte in den ganzen Krabbelrunden oft das Gefühl, dass eine die andere mit ihrem Horrorerlebnis übertrumpfen wollte.

Egal, also jede Geburt an sich ist anders. Von der ersten kann man jetzt nicht auf die zweite schließen.
Ich gehe aber davon aus, dass Du Dir solche Sorgen machen würdest bei einer zweiten Spontangeburt, dass vielleicht sowas wie eine "Blockade" entstehen könnte.
Deswegen würde ICH an Deiner Stelle einen geplanten KS machen.

Der ist auch wirklich nicht schlimm, wenn man sich mental vorher gut drauf vorbereitet. Ganz ehrlich: Vom Prinzip her weiß man was kommt. Klar, man muß die ganze Risikoaufklärung unterschreiben und klar: Da wird einem Angst und Bange. Allerdings finde ich sollte man die Frauen die spontan entbinden möchten auch mal richtig aufklären was alles passieren kann. Das wird i.d.R. nicht gemacht.

Die Mehrheit der Mediziner sagt: Das Beste ist eine unkomplizierte Spontangeburt ohne Schnitt und Riss, ohne Eingreifen durch Medikamente usw. Doch wer kann einem das garantieren? Das ist eine Laune der Natur. Danach folgt der geplante KS vor Wehenbeginn. (OK, da gibt es jetzt wieder andere Meinungen usw. kommt immer drauf an wen man fragt.)

Es ist wirklich nicht schlimm sich den Bauch aufschneiden zu lassen. Ich habe ich dazu zum 2. entschlossen und in wenigen Tagen ist es soweit. Klar, danach ist man erstmal außer Betrieb gesetzt. Es tut verdammt weh. Aber wie Du bereits erfahren hast. Ein Dammschnitt muß auch nicht besser sein.

Viel Glück
Amaia

Beitrag von seikon 30.03.11 - 19:54 Uhr

Ich würde in erster Linie nicht fragen, ob KS oder spontan, sondern würde erstmal schauen, wieso es bei der ersten Geburt zu den Komplikationen gekommen ist.
Der Kopf spielt dabei eine große Rolle. Ist man vom Kopf her nicht frei, dann kommt es oft zu Komplikationen. Denn ein Riese war deine Große ja nun nicht.

Ich würde mit meinem Frauenarzt und der Hebamme mal die erste Geburt aufarbeiten und genau durchgehen. Generell sind keine zwei Geburten gleich.
Eine Freundin z.B. hatte eine erste Horrorgeburt. Dammschnitt, Saugglocke, zwei Ärzte und eine Hebamme die sich ihr auf den Bauch geworfen haben. Großer Blutverlust und Ohnmacht während der Geburt.

Ihre Ärztin, Hebamme und ich haben sie dann bekräftigt, es spontan zu versuchen. Habe ihr geraten sich mit Hypnobirthing vorzubereiten. Und sie hatte eine super zweite Geburt. Hatte eine PDA, keine Schmerzen und hat das Kind mehr oder weniger heraus gelacht.

Ich persönlich würde es spontan versuchen. Aber ich könnte es auch verstehen, wenn du einen KS möchtest.

Beitrag von sacht736 30.03.11 - 20:35 Uhr

Hallo ,

also bei meiner 1. geburt war es genau so wie du ... allerdings kam mein Sohn 2 Wochen später und war nen Brummer :)
Hatte Monate Lang diesesn Druck nach unten als wenn alles raus fällt ..... usw. .... Probleme ohne Ende !

Ich habe mich damals bei meinen 2. Kind für den KS entschieden und das war auch für mich persönlich die bessere Geburt. Zumal bei mir nicht klar war ob das nächste Kind durch mein Becken passen würde ect. ....

Das 3. Kind kam auch per KS und das 4. Kind auch :-)

Allerdings auch wenn ich den KS bis jetzt schöner fand als meine natürliche geburt bereue ich die Entscheidung von damals irgendwie ...... man fragt sich schon öfter obs damals doch normal geklappt hätte usw. ... Auch hätte ich gerne mehr wie 4 Kinder gehabt ! Aber durch die KS wars das nun mit Kinder bekommen ... ich darf nun keine mehr haben oder sollte zumindest keinen 4. KS noch haben.

Ich würde es mir an deiner Stelle gut überlegen !

Liebe Grüße

Beitrag von minnie85 31.03.11 - 13:19 Uhr

Die Frage ist, warum kam sie nicht?! Warum hatte sie die Symptome, kamen die wirklich von der Geburt? Es gibt nämlich auch viele andere Gründe, dass es Kindern nach der Geburt, auch nach KS, schlecht geht (dazu zählen zB MAS, Sepsis etc).

Ich würde die Geburt nochmal mit einer Hebamme durchsprechen, um zu schauen, woran es gelegen haben könnte und dann entscheiden.

Beitrag von tragemama0709 31.03.11 - 13:19 Uhr

Hallo,

wichtig wäre zu wissen wie die Geburt war.

Hattest du eine PDA, hattest du irgendwelche Maßnahmen wie Wehentropf?

Musstes du lange auf dem Rücken liegen.

Wenn ich von deinem Geburtserlebnis lese, würde ich spontan sagen du hattest eine PDA, hast fast nur auf dem Rücken gelegen und hattest einen Wehentropf.

Wenn das so war, sollte das vermieden werden.

Beitrag von teschenny 04.04.11 - 22:02 Uhr

In erster Linie zählt dein Wunsch und dein wohl fühlen.

Wovor hast du weniger Angst? Jede Geburt ist anders. Jedoch habe ich mich direkt beim ersten Kind aus genau vor der Angst was dir widerfahren ist, für einen WKS entschieden.

Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten, dass der KS toll war. Klar hat man danach Schmerzen, aber ich fand die recht gut auszuhalten. Man sollte sich trotz allem der Risiken bewusst sein, aber auch der der spontan Geburt, wobei du ja schon einige davon leider erlebt hast.

Ein geplanter KS ist übrigens nicht gefährlicher als eine spontan Geburt. Früher war ein KS noch etwas gefährliches, was wirklich nur in der Not durchgeführt werden sollte. Aber heute sind die Risiken genauso niedrig wie bei der spontan Geburt. Fürs Kind sind die schwerwiegenden Risiken niedriger.
Denn das was deinem Kind widerfahren ist, kann bei einem gepl. KS nicht passieren.

Ich würde dir einen KS empfehlen, aber auch nur weil ich eine sehr gute Einstellung dazu habe. Am Ende muss du es selbst entscheiden.

Beitrag von sarahjane 05.04.11 - 11:00 Uhr

Bei Deiner Vorgeschichte wäre ein KS sicher ratsamer. Dank PDA kannst Du diesen bei vollem Bewusstsein miterleben.