Kindergarten dreht das rad rückwärts

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von stringersmum 30.03.11 - 14:59 Uhr

Hi,

ich bin grade etwas frustriert.

Der Kindergarten meiner beiden Großen hat seit 2 Monaten eine neue Leiterin. Nach und nach scheint sich alles in Luft aufzulösen, was ich an diesem Kindergarten so geschätzt habe. :-(

Bisher wurde jedes Kind individuell angenommen und angeleitet. Jede Initiative wurde, wenn es nur irgend ging, positiv aufgenommen.
Als meine Tochter mit einem Kalender voller Hundertwasserbilder ankam wurde sie unterstützt, selbst ein "Hundertwasserbild" mit viel Gold und Bunt zu produzieren. Ganz nebenbei haben alle anderen Kinder auch etwas über Hundertwasser gelernt.
Ein anderes Kind hat leidenschaftlich tiefe Löcher in den Sandkasten gegraben. Also haben alle geguckt, welche Schichten unter der Erde zutage kommen, ob man eine Höhle bauen kann oder das ganze einstürzt, usw. usf.
Das Spiel der Kinder wurde mit großem Respekt behandelt. Entsprechend durfte jedes Kind essen, wenn es hungrig war und mit seinem Spiel fertig. Und ich weiß sicher, dass nie ein Kind einsam alleine sein Brot mümmeln musste. Der Esstisch war ein Kommunikationspunkt, an dem in keinen Gruppen immer wieder tolle Gespräche entstanden.
Uns Eltern gegenüber hat sich die alte Leiterin auch als Anwältin der Kinder verstanden. Sie hat z.B. so bekloppte Ideen wie "ich nehme ein Eimerchen voll Sand mit nach Hause, dann haben wir mehr Sand und können ganz toll spielen" #augen verteidigt. Manchmal nervig, aber ich fands charmant. ;-)

Als ich heute Morgen 15 Minuten vor Ende der Bringzeit ankomme, herrscht gähnende Leere auf dem Flur. Ganz nebenbei erfahre ich, dass jetzt der Morgenkreis (fiel früher öfter mal aus, weil die Kinder sich schon ins Spiel gestürzt hatten) eine viertel Stunde bevor alle Kinder da sind, stattfindet.
Heute Mittag beim Abholen habe ich kurz angesprochen, dass ich mir wünschen würde, dass über solche Veränderungen ein/ zwei Tage vorher via Zettel an der Tür informiert wird, damit man eine Chance hat, seine Kinder rechtzeitig zu bringen. Die Leiterin meint "Ja, ja, wir haben das halt mal so mit den Kindern besprochen, dass wir das so machen, einen Zettel machen wir dann schon noch... " und schaut an mir vorbei. Sie hätte auch "Leck mich" sagen können, die Botschaft wäre die gleiche gewesen. #aerger
Danach krieg ich dann noch (auch wieder nur zufällig) mit, dass es ab sofort Frühstück für alle zu einer festen Zeit gibt.
Überflüssig zu sagen, dass es seit zwei Monaten nur noch kleine Löcher im Sandkasten gibt, keine Kleingebinde Sand mehr abtransportiert werden dürfen und ich noch nichts über meine Kinder erzählt bekommen habe, woraus ich schließen könnte, dass sie irgendwann mal wahrgenommen worden wären (außer sie haben sich daneben benommen, versteht sich).

Das ist nicht der Kindergarten, für den ich mich vor eineinhalb Jahren sehr bewußt entschieden habe. :-(

LG Helga

Beitrag von kruemlschen 30.03.11 - 15:06 Uhr

Hi,

ich würde das ganz offen ansprechen mittels Elterngespräch.

Gruß K.

Beitrag von josili0208 30.03.11 - 15:27 Uhr

Was sagen denn Deine Kinder? Gehen sie noch gern hin?
Vielleicht erwartest Du einfach ein bisschen zuviel? #kratz Für mich sind das jetzt ehrlich gesagt absolute Kleinigkeiten, soviel hänge ich mich in den Kindergartenablauf meiner Kinder lange nicht rein. Ehrlich gesagt weiss ich nicht mal genau, was die den ganzen Tag machen, ausser mein Sohn erzählt es oder es ist eine angekündigte Aktion über die die Eltern informiert werden oder sonstwie einbezogen werden. Solange meine Kinder gern gehen, finde ich es ehrlich gesagt Angelegenheit des Kindergartens, was sie mit den Kindern veranstaltet. Wenn mir das nicht passt, kann ich mein Kind ja rausnehmen.
(Wenn mir als Kiga-Leitung ein Elternteil bei der Elternversammlung vorwerfen würde, die Löcher im Sandkasten wären nicht mehr tief genug, würde ich mir ziemlich verschaukelt vorkommen...)
lg jo

Beitrag von josili0208 30.03.11 - 15:28 Uhr

Boa 3x ehrlich gesagt! #schock#hicks

Beitrag von tohabi 30.03.11 - 16:01 Uhr

Hallo,

mir geht es im Moment nicht anders. Wir haben seit 3 Monaten eine neue Leitung, und was soll ich sagen aus einem tollen KIGA ist eine Aufbewahrungsstätte geworden.

Ich denke mal, dass wir von der alten Leitung etwas verwöhnt worden sind.

Es ist immer schade, wenn aus einem guten KIGA ein schlechter Kiga wird.

Mit unserer neuen Leitung lässt sich nicht so gut reden. Anscheinend ist diese total überfordert.

Einfach nicht die Hoffnung aufgeben!!!!

#winke

Beitrag von linchen-2007 30.03.11 - 16:52 Uhr

Ihr habt doch sicher einen Elternbeirat im Kiga! Wende dich doch an den, die sind verpflichtet deinen Belangen nachzugehen.
Eine feste morgenrunde finde ich sehr wertvoll, aber die muss stattfinden wenn alle Kinder da sind. Bei uns gibt es auch feste Essenszeiten, aber die sind mehr wie " Gleitzeit" gemacht von 8.00 Uhr bis 10.30, und um 12 Uhr für alle gemeinsam Mittagessen.
Die Kinder sollten trotzdem weiter individuell gefördert werden.
Sprich mal mit anderen Eltern ob sie die gleichen Veränderungen wahrnehmen, und geht zum Elternbeirat!

Viel Glück linchen-2007

Beitrag von twins 30.03.11 - 17:05 Uhr

Hi,
das ist DEINE Ansicht aber wie schaut die der anderen Eltern aus!
Es gibt vielleicht Kinder, die bei dem offenen "Essenskonzept" verloren gegangen sind. Auch nicht toll für Kinder, die einfach das regelmäßige Essen benötigen.

Naja, Sand mit nehmen ist sicherlich nicht schlecht, nur unser Sohn würde dann wohl jeden Tag einen Eimer mitnehmen und die ein oder anderen Kinder auch....Ab und zu muss man vielleicht einen Riegel davor schieben, denn richtig guter Sand kostet auch eine Menge...nicht der Obi Sand#schein

Das mit dem Morgenkreis ist blöde, der sollte dann stattfinden, wenn alle Kinder da sind. Bei uns ist es immer um 8.30 Uhr.
Aber kann ja auch sein, das es ein Testlauf war um zu schauen, wie die Kinder das finden, bevor sie jetzt alles ändern. Mütter können sich aufregen, das etwas geändert worden ist oder etwas , was gar nicht verändert ist.....

Naja, eine neue Leitung wird beäugt ohne Ende. Vielleicht sollte man ein bißchen Zeit lassen, anstatt gleich loszuschießen. Vielleicht hat es sogar gut Gründe#nanana

Wir bekommen auch eine neue Leitung (war in Mutterschaftsurlaub) und alle Eltern freuen sich, weil die sooo toll war. ich fand die alte schon 1A, so das die neue auch bei mir wohl einen Vergleich standhalten muss;-) egal was sie neu einführt.

Grüße
Lisa

Beitrag von juniorette 30.03.11 - 17:29 Uhr

Hallo,

das mit dem Morgenkreis ändern, ohne vorher Bescheid zu sagen, finde ich auch nicht okay, aber alles andere sind für mich Lapalien.

Auf einen Eimer Sand aus dem Kindergarten sind wir nicht angewiesen, wir kaufen uns unseren Spielsand schon selbst.

Durch die verschiedenen Erdschichten buddeln kann ich mit meinem Kind auch außerhalb des Kindergartens.

Frühstück zu einer festen Zeit finde ich besser als frühstücken, wann man will, und ich kann mir vorstellen, dass auch andere Mütter das so sehen.

"und ich noch nichts über meine Kinder erzählt bekommen habe, woraus ich schließen könnte, dass sie irgendwann mal wahrgenommen worden wären (außer sie haben sich daneben benommen, versteht sich). "

Unsere Kindergartenleiterin erzählt auch nicht jeden Tag allen Eltern, was ihr bei jedem einzelnen Kind aufgefallen ist, das machen bei uns die Erzieherinnen (wenn es sich ergibt und es ergibt sich nun mal nicht jeden Tag was).
Da du nur schreibst die Leitung hat sich geändert, gehe ich davon aus, dass die Erzieherinnen die alten sind.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was manche für ein Drama aus der Kindergartenzeit ihrer Kinder machen #kratz
Solange mein Sohn gerne in den Kindergarten geht und nichts Gravierendes vorfällt, sehe ich keinen Grund an unserem Kindergarten zu zweifeln. Auch in unserem Kindergarten hat sich (unter alter Leitung) einiges geändert, so ist der Lauf des Lebens.

LG,
J.

Beitrag von itsmyday 30.03.11 - 18:40 Uhr

Hi Helga!

Hmm.....wir haben umzugsbedingt schon drei Kindergärten durch und ich muss Dir sagen, dass Du Dich über Lappalien ärgerst. #cool

Eine neue Leitung bringt natürlich auch neue Ideen ein, die ich zum Teil auch sinnvoll finde....z.B. die gemeinsame Essenszeit. Ohne die würde mein Kind niemals irgendwas essen. #augen

Gib der neuen Chefin eine Chance.....#pro

LG Itsy

Beitrag von twins 30.03.11 - 20:44 Uhr

nur 3?!?!:-p wir haben beim Junior in 3 Jahren 8 Erzieher durch....und er hat jetzt noch 1,5 Jahren vor sich....

Mal schauen, ob wir es noch erhöhen können#zitter
Grüße
Lisa

Beitrag von doreensch 30.03.11 - 19:57 Uhr

Bei uns wird die Tür zum Morgenkreis abgeschlossen das ist dann eine Zeit in der man mit den Kindern vor der Tür warten muss damit der Morgenkreis nicht gestört werden kann.

Der hat aber auch eine - allen bekannte - feste Zeit von wann bis wann der ist

Ich möchte gern feste Essenzeiten für alle gemeinsam haben

Beitrag von isaolemerle 30.03.11 - 20:06 Uhr

Hallo,
im Gegensatz zu den meisten anderen hier kann ich dich verstehen - deine Beispiele mögen wie Lappalien aussehen, sind aber Anzeichen dafür, auf welcher Basis die Leitung arbeitet, mit welchem Bild von Kindern.
Ob sie eher in ein Schema gepresst werden oder kreativ sein dürfen und individuell wahrgenommen werden. Und genau das macht auch für mich einen guten Kindergarten aus.

Leider habe ich da auch keinen Tipp für dich - wenn es die einzelnen Erzieherinnen wären, könnte man was machen, aber ich fürchte, gerade eine neue Leitung lässt sich nicht gern reinreden. Am ehesten wahrscheinlich noch in einer konzertierten Aktion über den Elternrat... was sagen denn eigentlich die anderen Eltern dazu?
LG Isa

Beitrag von flesh 30.03.11 - 21:02 Uhr

Kinder brauchen feste Rituale, feste (Essens-)zeiten, einen immer wiederkehrenden Rhytmus auf den sie sich verlassen können.

Bevor Kinder in die Schule kommen WOLLEN SIE NICHTs lernen! Auch nicht über die verschiedenen Erdschichten und schon garnicht über Hundertwasser! #schock Sie wollen spielen!

Wie sich das für mich anhört ist der Kiga auf dem richtigen Weg.


LG, Tanja

Beitrag von isaolemerle 30.03.11 - 21:13 Uhr

Quatsch.

Normale Kinder sind schon vor der Schule unglaublich neugierig und wollen ihre Welt erforschen.

Ob das nun Erdschichten sind oder Hundertwasser - also meine Kinder könnte man mit beidem faszinieren.

Und zum Thema Essenszeiten: ob es nun Punkt 9.30 für alle sein muss oder zwischen 8.30 und 10 Uhr für kleine Gruppen - ich wüsste, was mir lieber wäre.
Manche Kinder frühstücken um 6.30, andere um kurz vor neun - warum sollen sie alle gleichzeitig wieder Hunger haben?

Beitrag von fine2000 30.03.11 - 22:34 Uhr

Sorry, aber so einen Quatsch hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Sie WOLLEN NICHTS LERNEN??? Gerade in diesem Alter "saugen" Kinder alles auf. Ob Erdschichten, Hundertwasser oder was auch immer. Es gibt kaum Themen, die Kinder uninteressant finden. Und auch kaum Themen, von denen man sie fernhalten sollte. Das fällt für Dich vielleicht nicht unter lernen, aber es geht um weit mehr als mit Bausteinen oder Puppen spielen. Und es ist geradezu tragisch, wenn man dieses Interesse nicht nutzt!

Bei meinem Sohn in der Kitagruppe werden z.B. im Moment Experimente gemacht. Wie und warum gefriert Wasser? Wie entstehen Eiskristalle? u.s.w. Außerdem gibt es mehrfach wöchentlich ein Quiz. Weil die KINDER es so wollen. Die Kinder sind so wissbegierig, stellen Fragen und bringen Ihr Wissen ein. Im Gegensatz zu so manchem Erwachsenen wissen diese 5jährigen bereits, dass die Erde sich um die Sonne dreht (und nicht andersrum) oder wer unser Land regiert.

Ich befürchte, dass diese Lernbereitsschaft in der Schule verloren geht, weil dann nur noch stupide auswendig gelernt wird. DAS hat für mich dann viel weniger mit lernen zu tun...

fine

Beitrag von jabberwock 30.03.11 - 23:30 Uhr

>>> Bevor Kinder in die Schule kommen WOLLEN SIE NICHTs lernen! Auch nicht über die verschiedenen Erdschichten und schon garnicht über Hundertwasser! Sie wollen spielen! <<<


Kinder wollen nichts lernen? Diese Aussage auch noch groß geschrieben?

Hallo? Größeren Schwachsinn hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

Beitrag von juniorette 31.03.11 - 07:51 Uhr

"Bevor Kinder in die Schule kommen WOLLEN SIE NICHTs lernen! Auch nicht über die verschiedenen Erdschichten und schon garnicht über Hundertwasser! Sie wollen spielen! "

So ein Schwachsinn!
So viel, wie mein Sohn bisher mit allergrößter Freude (!) im Kindergarten gelernt hat, wird er sein ganzes Leben nicht mehr lernen - zumindest nicht mit der kindlichen Freude, die er bisher beim Lernen neuer Sachen oder Erfahren von neuem Wissen gehabt hat.

Sollten deine Kinder nicht VOR der Schulzeit lernen, zu sprechen, sich selbständig anzuziehen, alleine auf Toilette zu gehen, ordentlich mit Besteck zu essen, schöne zu Bilder malen (dass man erkennen kann, was gemalt wurde), etc.? Das fällt auch alles in den Bereich LERNEN!

Mein Sohn konnte mit 2 Jahren alle Planeten uinseres Sonnensystems anhand eines Bildes benennen (lesen konnte er definitiv nicht #cool) und es hat ihm damals Riesenspaß gemacht, sich mit der Thematik "Weltraum", die ihm Kindergarten besprochen wurde, auch zu Hause mit mir zu besprechen.
Natürlich hat er die Planeten inzwischen vergessen. Im normalen Alltag werden diese nun mal nicht oft thematisiert und in dem "Speicher" meines Kindes ist viel neues Wissen gelandet. Einiges wird er wieder vergessen, ein paar Sachen wird er sein Leben lang behalten.

Du hast laut VK ein 3jähriges Kind. Wenn dein Kind keinerlei Interesse daran hat, etwas Neues zu lernen (es muss ja nicht gleich Hundertwasser sein, aber zum Beispiel die Frage "Mama, warum regnet es?"), finde ich das mehr als bedenklich und ich würde vom Kinderarzt abklären lassen, ob dein Kind gesund ist.
Normal ist so ein Mangel an Wissbegier, gerade in dem "Warum?"-Alter, nicht - wie du auch an den Reaktionen anderer User erkennen kannst.

J.

Beitrag von ma-lu 30.03.11 - 21:54 Uhr

Hallo,

klar - das mit dem Morgenkreis ist irgendwie blöd und eine zeitliche Änderung sollte offengelegt werden. Allerdings: früher ist der Morgenkreis ja öfter ausgefallen, jetzt hast Du ihn einmal verpasst und schimpfst so arg darüber? Ist doch besser, Du kannst Deine Kinder jetzt immer pünktlich bringen und der Morgenkreis findet auch TATSÄCHLICH statt. Und fällt eben NICHT aus, weil die Kinder sich schon mitten im Spiel befinden und nicht mehr rausgerissen werden sollen.

Die Geschichte mit dem Aufgreifen von Kinderinteressen kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Das ist doch keine Aufgabe der Kiga-Leitung, Deinem Kind Hundertwasser nahezubringen oder mit ihm Löcher in den Sand zu graben. Nein, das machen die Erzieherinnen - und meistens wissen Leitungen über solche Projekte nicht mal Bescheid, und wenn, dann halt, weil die Erzieherinnen ihr das im Team erzählen; nicht, weil die Leitung solche Dinge plant und durchführt.

Frühstück für alle zu einer bestimmten Zeit kann ich nur als positiv bewerten. Dieses "ich esse, wann ich will" überfordert sehr viele Kinder, die dann gar nichts essen oder trinken. Außerdem ist es für Erzieher bei freien Essenszeiten schwierig, einen Überblick darüber zu haben, wer schon gefrühstückt hat oder nicht - und Kinder, die nicht von selbst kommen, gehen dann schon mal unter. Übrigens entscheiden Leitungen solche Änderungen nicht alleine, sondern normalerweise entscheidet das Team da mit. Ebenso bei der Geschichte mit dem Morgenkreis. Ist nämlich äußerst unbefriedigend, wenn man als Erzieherin einen Morgenkreis durchführen möchte, das aber immer schiefläuft, weil man die Kinder nicht mehr aus dem Spiel zu reißen vermag. Viel besser, wenn der Kreis zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet und als wirklicher Start in den Tag verstanden wird.

LG
Ma-Lu (beruflich sehr kitaerfahren;-))

Beitrag von stringersmum 30.03.11 - 22:32 Uhr

Vielen Dank an Alle für die Rückmeldungen!

Ich versuche auf einige Aspekte, die ihr angesprochen habt, zu antworten:

Der Kindergarten ist ein kleiner Dorfkindergarten mit paarundzwanzig Kindern, also eingruppig. Die Leiterin ist in der Gruppe und direkt für die Kinder zuständig.

Meine Kinder sind so gestrickt, dass sie zu jedem Erwachsenen, dem ich sie anvertraue, offen und freundlich sind. Ich habe sie meine Unzufriedenheit nicht spüren lassen und sie gehen nach wie vor gerne in den Kindergarten. Das kann aber nicht das einzig Kriterium sein, um zu entscheiden, ob ein Kindergarten für die Kinder förderlich ist oder nicht. Meine Kinder würden auch gerne den Vormittag vor einem flimmernden Bildschirm verbringen, förderlich wäre das aber ganz bestimmt nicht. ;-)

Mag sein, dass ich hohe Erwartungen habe und es in anderen Kindergärten ganz andere Probleme gibt. Vermutlich bin ich auch etwas träge und finde Veränderungen unbequem. Mir hat der spezielle Charme der alten Leitung eben gefallen.
Aber ich bin halbwegs reflektiert und habe mich ganz bewusst bemüht, den besonderen Charme der neuen Leiterin zu entdecken seit sie da ist. Aber auch schon bevor ich mich angefangen habe zu ärgern, war da nix, was ich als Gewinn für die Kinder empfinden konnte. #schmoll

Ich will mich nicht an den einzelnen Beispielen festbeißen und ganz bestimmt will ich keine Buddellochgrößennorm zur Qualitätssicherung von Kindergärten einführen. Ich habe sie benannt um die Grundhaltung, mit der in diesem Kindergarten bisher gearbeitet wurde, zu verdeutlichen. Um diese Grundhaltung geht es mir, nicht um Detailfragen des einzelnen Kindergartentages. Wie der Alltag dann gestaltet wird ist sicher flexibel.
Welche Grundhaltung die neue Leiterin hat, kann ich nur erahnen. Sie kommuniziert bisher weder was sie im einzelnen vor hat, noch was sie grundsätzlich will.

Ich bin sicher, dass ich nicht die einzige Mutter bin, die unzufrieden ist. Für morgen ist ein Elternstammtisch zusammengetrommelt, in der Einladung war ein kryptischer Hinweis auf den "Umganston". Nur was hilft es, wenn viele (alle sind es ja nie) finden, dass es nicht gut läuft. Ich bin mir sicher, dass das ganze Thema letztendlich an der Person und nicht an einem Konzept, über das man ja diskutieren könnte, liegt. Heist das in letzter Konsequenz, dass man dann gegen diese Leiterin vorgehen müsste??? Oder sich eben mit den Gegebenheiten abfinden? Bzw. selber gehen?
Alles nicht schön. :-(

LG Helga

P.S. Über feste Essenszeiten kann man wunderbar streiten, mach ich jetzt aber nicht. :-p

P.P.S. "Bevor Kinder in die Schule kommen WOLLEN SIE NICHTs lernen!"
Dazu fällt mir echt nix mehr ein #schock

Beitrag von marion2 31.03.11 - 09:27 Uhr

Hallo,

für die Kinder ist es sicher besser, wenn sie in RUHE am Frühstückstisch sitzen und essen.

Kleingebinde an Sand kosten auf Dauer eine Menge Geld.

Jede neue Kitaleiterin verändert das Konzept ein wenig.

Gruß Marion