Frage zu Wehen und Oeffnung des Muttermundes

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von sizzy 30.03.11 - 15:47 Uhr

Hallo,
mich wuerde mal interessieren, wie weit der Muttermund im Normalfall durchschnittlich geoeffnet ist, wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen.

Ich werde in den Niederlanden entbinden und hier ist es ueblich, dass erstmal die Hebamme kommt, wenn man alle 5 Minuten die Wehen hat. Ins Krankenhaus gehts erst dann, wenn der Muttermund 6 cm geoeffnet ist #schock

Mir erscheint das viel zu spaet und zu riskant und ich wuerde gerne eure Erfahrungen dazu hoeren, bevor ich dies naechstes Mal mit meiner Hebamme diskutiere.

Vielen Dank schonmal fuer eure Antworten!

LG, Sizzy, 30.SSW #winke

Beitrag von irish.cream 30.03.11 - 16:33 Uhr

Das ist von Frau zu Frau und Geburt zu Geburt unterschiedlich

Bei meinem Sohn hatte ich knapp 60 min. lang Wehen im 5-10 Minuten-Takt (vorher GAR NIX!) und der Muttermund war 6 cm geöffnet..
15 Minuten (!!!) später 10cm!


Jetzt bei meiner Tochter hatte ich in der 35.ssw einen Fehlalarm:
Wehen lt. CTG alle 2 -3 Minuten über 2 Tage hinweg: Muttermund NUR fingerdurchlässig


Ist das Krankenhaus denn weit entfernt? Also habt ihr längere Fahrtzeit?

Beitrag von sizzy 30.03.11 - 16:46 Uhr

Nein, das Krankenhaus ist nicht weit entfernt. Allerdings habe ich Angst, dass Komplikationen auftreten, waehrend ich noch zuhause bin. Dann muesste ich erst ins Krankenhaus und muesste dann eventuell noch warten, bis ein Gynaekologe da ist (nachts ist kein Gynaekologe im Haus, der wird nur im Notfall dazugerufen).
Was die Sterblichkeitsrate von Saeuglingen waehrend und kurz nach der Geburt betrifft, schneiden die Niederlande leider ganz schlecht ab (nach neuesten Studien Platz 3 von 27).

Beitrag von kaetzchen79 30.03.11 - 16:49 Uhr

kein arzt in der nacht? #schock die wissen schon, dass die meisten babys nachts geboren werden, oder!? ich bin fassungslos.... #zitter

Beitrag von sizzy 30.03.11 - 16:55 Uhr

Ja, hier ists nicht ueblich, dass bei einer normalen Geburt ein Arzt dabei ist. Ohne Komplikationen ist nur die Hebamme da und im Falle von Komplikationen kann man nur hoffen, dass der Arzt nicht zu weit weg wohnt und sich schnell auf den Weg macht!
Genau deshalb mach ich mir ja Sorgen und will zumindest selbst rechtzeitig im Krankenhaus sein!

Beitrag von kaetzchen79 30.03.11 - 16:48 Uhr

kann mich anschließen. ist verschieden.

ich hatte alle 2 minuten wehen und mumu war grad 2cm auf.

hast du es denn weit ins krankenhaus?

lg kätzchen+malin, drei wochen alt #schrei

Beitrag von sweetdreams85 30.03.11 - 16:50 Uhr

Hi,

Das ist unterschiedlich.

Hatte bei meiner Tochter alle 2 min wehen... und der MuMu war 1-2 cm erst geöffnet.

Bei meiner 2.ten Tochter hatte ich 2 starke wehen im abstand von 7 min ... und im Kreissaal war der MuMu schon 8 cm offen.

Habe vor 18 Tage entbunden und da hatte ich wehen im abstand von 2-3 min und der MuMu war bei 7 cm.

also total unterschiedlich !!!!

lg Sweet

Beitrag von josili0208 30.03.11 - 16:52 Uhr

Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Ich hatte bei allen 3 Kindern wirkliche echte fiese Wehen bis hin zu jede Minute und bei allen 3 Kindern hat sich mein Muttermund gar nicht geöffnet, bzw. bei den ersten 2 Kindern erst mit viel nachhelfen auf max. 3cm nach vielen vielen Stunden. Gleichzeitig kam einmal eine Frau ins Kh die zuhause die Wehen ausgehalten hatte und die kam bereits mit 9cm an (sie konnte noch super aufrecht in den Kreissaal marschieren ;-)), kurze Zeit später war das Kind rausgeflutscht.
Sowas kann man überhaupt nicht planen. Warte erstmal ab.
lg jo

Beitrag von matsel 30.03.11 - 20:18 Uhr

hallo,
ich dachte in nl bekommen alle ohne med. indikation ihr kinder zu hause!?:-p

mumu ist von frau zu frau unterschiedlich, auch obs die 1. oder weitere geburt ist.
um wehen zu verarbeiten brauchst du kein kh oder arzt und wenn die hebi dann da ist, wird sie sicher entscheiden, wann es an der zeit ist ins kh aufzubrechen.
lg

Beitrag von inajk 01.04.11 - 14:54 Uhr

Nope. Alle ohne medizinische Indikation duerfen frei entscheiden was sie wollen. Und davon entscheiden sich ca. 30% fuer eine HG.

LG
Ina

Beitrag von lacamerounaise 30.03.11 - 22:38 Uhr

Hallo Sizzy,

Aaalso ich kann dir eines sagen: Ich habe vor dreieinhalb Wochen in Den Haag meine Tochter zur Welt gebracht und alles lief super. Auch Ärztetechnisch.

Übrigens scheint du was wegen der Ärzte falsch verstanden zu haben... zumindest da wo ich mich erkundigt habe wegen Hausgeburt und so hieß es, dass man halt nicht besser/schlechter betreut wird als im Krankenhaus, weil die Zeit die man mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus braucht ist der Arzt auch da. Und ca die Zeit braucht er auch, wenn man im Krankenhaus entbindet.

Ansonsten kann ich dir nur kurz von mir berichten:
Wir hatten eine Hausgebrut geplant und alles lief auch super und schnell. 5h Hebi angerufen weil mein Gefühl mir sagte, dass ich sie jetzt brauche. Sie hat mich atmen hören (wichtig selber anzurufen, daran machen sie nämlich ua die Dringlichkeit fest, glaub mir, die haben das drauf!). 6h Muttermund bei 6cm 7h bei 7cm, 8h bei 8cm und um 9h dann der Schreck, Hebi guckt und sagt 7-8cm. Naja, da es dann nicht weiter ging sind wir dann sogar in unserem eigenen Auto mit diesem Befund und Wehen jede Minute für ne Minute ins Krankenhaus gefahren. Die Fahrt war nicht meine angenehmste, das gebe ich zu, aber ich habe es überstanden. Dort angekommen hatte die Hebi schon einen Rollstuhl organisiert und wir wurden sofort in Empfang genommen. Auf der Entbindungsstation wussten auch schon alle Bescheid, dass da gleich eine schreiende Furie angefahren kommen würde und wir sind sofort in den Kreissaal gekommen. Betreuung war echt super! Also eine Krankenschwester ist die ganze Zeit bei uns geblieben, und das obwohl sowohl mein Mann als auch meine Mutter bei mir waren. Es war die ganze Zeit jemand bei uns. Meistens sogar 2-3 Leute.
Als dann die "ganz heisse Phase" begonnen hat war auch schon eine Gyn (oder zwei?) da und zig Schwestern aber niemand stand nur herum, alle haben mitgeholfen, auf eine liebe nette Art. Als dann die Herztöne von meiner kleinen Maus runter gingen war auch in null Komma nichts eine Kinderärztin da, die sich sogar trotz Stressiger Situation die Mühe gemacht hat mich auf deutsch anzusprechen!! Sonst lief alles auf Englisch, was auch kein Problem ist, aber es war trotzdem echt eine nette Geste. Naja Saugglocke, Dammschnitt etc war weniger schön, aber das liegt nicht an den Niederlanden sondern daran, dass die Nabelschnur leicht abgeklemmt war.
Nach der Geburt durfte ich meinen Schatz über eine Stunde erst mal einfach so auf dem Arm halten. Während dessen hat die Gyn uns erst die Nachgeburt gezeigt und auf Wunsch auch echt super erklärt was was ist und wie das genau mit dem Baby und mir verbunden war. Dann hat sie mich ganz sorgfältig genäht. Das sage nicht nur ich, sonder auch meine "Kraamverzorgste" die echt beeindruckt war. (naja gut, ich weiss, das hängt echt vom Arzt ab...) Danach erst habe ich meinen Sonnenschein kurz abgegeben zum wiegen etc. Und als alles soweit erledigt war was erledigt werden musste konnten wir einfach im gleichen raum bleiben. Das Bett wurde neu bezogen und eine Schwester kam rein mit den obligatorischen Zwibackartigen Dingern "Beschuit" oder so mit Muisjes (wie auch immer sich das schreibt). Und wir durften echt schnell wieder nach Hause, da alle Werte einfach top waren.

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Es war mein erstes Kind also habe ich keinen Vergleich, aber meine Mutter die die ganze Zeit dabei war meinte, dass sie es definitif leichter hatte mit dem Gebären (drei Kinder hat sie... und war schon bei zig Entbindungen dabei). Der Punkt ist aber, ich habe das überhaupt nicht so empfunden trotz allem was war. Alle haben mir die ganze Zeit das Gefühl gegeben, dass ich das kann und sind einfach da gewesen...

Ich weiss nicht, ob diese Art von Erfahrungsbericht dir deine Angst ein wenig nehmen konnte. Wenn du fragen hast schreib mich gerne an auch über VK! Wo in den Niederlanden bist du denn? Jedenfalls viel Erfolg dir und ich wünsche dir, dass du ein mindestens genau so schönes Geburtserlebnis haben kannst hier wie ich :-)

LaCamerounaise, die entgegen der Gerüchte sogar in den Niederlanden Schmerzmittel bekommen hat

Beitrag von mamafant 30.03.11 - 23:47 Uhr

Hallo,

das kann man doch so pauschal gar nicht sagen.
Bei meiner letzten Geburt hatte ich in der Eröffnungsphase Wehenabstände von 10 bis 15 Minuten. Trotz der großen Abstände hat die Geburt von der ersten bis zur letzten Wehe gerade mal 2 Stunden gedauert #cool
Bei der vorletzten Geburt hatte ich 1 Stunde lang Wehen ohne Pause, dann war der Kleine da

LG

Beitrag von inajk 01.04.11 - 15:07 Uhr

Hi Sizzy,
in deiner VK steht dass es deine erste Geburt ist? Dann mach dich mal locker, da hast du nach 6 cm meist noch mehr Zeit als dir lieb ist :-)

Und leg dich mal nicht zu sehr mit deiner Hebi an - niederlaendische Hebis wissen echt wovon sie reden :-)

Es gibt uebrigens einen guten Grund fuer diese Regel. Wenn man zu frueh ins KH geht, wirkt die Aufregung von raus und ins Auto und ins KH und untersucht werden gerne als Wehenstopp (Adrenalin ist ein Wehenhemmer). Ich habe das in meinem Freundeskreis schon so oft gehoert: Frueh ins KH (denn man will ja alles richtig machen und setzt auf Sicherheit). Da hoeren die Wehen auf. Spazierengehen, Wehen fangen wieder an. Zurueck ins KH, Wehen hoeren auf. Und sowas endet dann gerne in mehrtaegigen Wehen, erschoepfter Mutter und KS. Schade eigentlich.

Wenn man dagegen die Geburt in der vertrauten Umgebung zu Hause richtig gut in Gang kommmen laesst, bringt der Gang ins KH sie nicht so leicht aus dem Takt. Uebrigens entscheiden sich viele Gebaerende mittendrin doch noch fuer eine HG, weil sie merken wie angenehm und entspannt das zu Hause laeuft, und dass sie eigentlich keinen Bock auf KH haben :-)

Wenn du noch Info, Zuspruch oder Trost brauchst, kannst du mich gerne ueber VK kontaktieren.

LG
Ina (auch NL)