Darf der Lohn, nach der Übernahme einer Firma aus der Insolvenz gekürz

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Beitrag von curlysue1 30.03.11 - 16:10 Uhr

Hallo,

schwierige Frage, die Firma in der mein Mann arbeitet, ist seit Oktober insolvent, jetzt ist anscheinend bald ein Käufer gefunden, und die Gerüchte gehen rum, wenn wer gekauft hat, muß jeder 35% seines Lohnes hergeben #schwitz

Ist das rechtens?

Können nach Übernahme andere Schichten eingeführt werden? z.B. Nachtschicht (18 Schichtmodell)?

LG

Beitrag von schmerle123 30.03.11 - 18:13 Uhr

Hallo,

also ob das mit den 35% rechtens ist, kann ich dir leider nicht sagen. Aber ich habe mal in einer Klinik gearbeitet, die insolvent war. es kam ein neuer käufer und die löhne wurden gekürzt. somit konnte aber jeder seinen arbeitsplatz behalten und es kamen keine kündigungen!!

lg melle

Beitrag von curlysue1 30.03.11 - 19:17 Uhr

Lieber keinen Arbeitsplatz, als soviel abzüge, ALGI sind doch auch 65% oder?

LG

Beitrag von schmerle123 30.03.11 - 19:33 Uhr

Überdenke nochmal deine Aussage! Dem kann ich ganz und garnicht zustimmen - aber man gut, jeder hat dazu seine eigene Meinung!

Beitrag von curlysue1 30.03.11 - 19:44 Uhr

Mein Mann hat eine neue Stelle, die er aber noch nicht zugesagt hat aus Loyalität der alten Kollegen gegenüber, so wird er wohl gleich wechseln!

Beitrag von rosaundblau 31.03.11 - 09:28 Uhr

die er aber noch nicht zugesagt hat aus Loyalität der alten Kollegen gegenüber,

Von Loyalität allein kann man aber nicht leben! Seine Kollegen zahlen doch nicht sein Gehalt.

Grundsätzlich bin ich sehr für Loyalität, aber in diesem Fall finde ich es recht dumm.
Ebenso wie die Aussage mit der Arbeitslosigkeit.

Zu Deiner Frage:

Als die Bayer AG Teilbereiche zu Lanxess gemacht hat ging es den Mitarbeitern dieser Bereiche nicht anders. Vertragsänderung unten rechts unterschreiben oder ab zum Arbeitsamt.

Genau so lief es als die AGFA Gevaert AG zur AGFA Foto wurde.

Es wird noch weitere Beispiele geben, aber zu den genannten kann ich mit Sicherheit sagen wie es war. Freunde, Bekannte und Familie waren betroffen.

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 09:47 Uhr

Ohje, na dann.

Die neue Stelle ist auch mit finanziellen Einbußen verbunden, allerdings könnten wir dann auf unseren Zweitwagen komplett verzichten.

Bis jetzt zahlt das Unternhemen noch die Löhne aus dem erwirtschafteten Gewinn und wegen der boomenden KFZ Branche, sogar alle Überstunden, das Geld nehmen wir noch mit und wenn die Änderungen fix anstehen, dann kann er immer noch wechseln, der andere Job läuft ja nicht davon.

Zur größten Not, gibt es immer noch die Möglichkeit ein paar Monate anders zu überbrücken, schließlich ist das eine Versicherungsleistung.

LG

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 09:59 Uhr

Was hat es denn mit Loyalität den Kollegen gegenüber zu tun, einen der gefährdeten Arbeitsplätze zu blockieren?

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 10:23 Uhr

Welcher gefährdete Arbeitsplatz?

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 11:49 Uhr

Der in der insolventen Firma.

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 11:52 Uhr

Dort sind keine Arbeitsplätze gefährdet, im Gegenteil es wird eingestellt, sie fahren fette Gewinne ein, also erschließt sich mir eine Gehaltskürzung von 35% nicht.

Würde die Firma Minus machen, könnte man sagen O.K. wir verzichten auf einen Teil des Lohnes, aber die Firma die die Insolvente kaufen darf :-p, sollte froh sein, eine Firma zu bekommen die solche Gewinne einfährt.

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 13:29 Uhr

Ja klar, wegen der fetten Gewinne auch die Insolvenz.

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 14:04 Uhr

Das ist das Problem, der Finanzinvestor ( Heuschrecke, wenn Dir das was sagt) hat der gutlaufenden Firma alles entzogen, keine Investitionen usw. getätigt.

Mein Mann hat gerade angerufen, es gibt so schnell keine Änderung, lt. Betriebsversammlung sollen doch noch alle Geduld haben, die Entscheidung kann noch bis zu 3 Monaten dauern, die Insolvenz geht weiter!!!!!!!! :-[:-[

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 09:58 Uhr

Ja, für max. 12 Monate!

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 10:25 Uhr

Da würden 3 reichen ;-) nichtmal das wird eintreten, da Facharbeiter in diesem Bereich ganz arg gesucht werden, die jetztige Firma hat sogar in der Insolvenz neue Mitarbeiter eingestellt, was sehr sehr selten vorkommt.

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 11:49 Uhr

Die Insolvenz scheint mir nicht ganz koscher aber warum sprichst Du überhaupt von ALGI, wenn er nahtlos wechseln könnte?

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 11:54 Uhr

Imponderabilien

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 13:31 Uhr

Ah ja.
Könnte ja eine Katastrophe wie in Japan seine ganze Branche kurzfristig auslöschen.

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 14:06 Uhr

;-):-p was ist schon 100% sicher

Aber wo Du es ansprichst so schlimm es für Japan auch ist, es bedeutet ein enormer Auftragszuwachs für die Firma in der mein Mann arbeitet, weil sie Teile übernehmen werden, die sonst in Japan gefertigt werden.

Beitrag von sassi31 30.03.11 - 18:27 Uhr

Hallo,

da das bei einer sehr großen und sehr bekannten Firma aus meinem Heimatort gerade genauso abläuft, denke ich durchaus, dass das in Ordnung ist. Diese Firma steht im Blick der Öffentlichkeit und es wäre sicher bereits thematisiert worden, wenn das Vorgehen nicht rechtens wäre.

Ich finde das grundsätzlich ok. Immernoch besser, als arbeitslos zu werden. Und einen neuen Job kann ich mir dann in Ruhe suchen.

Gruß
Sassi

Beitrag von manavgat 31.03.11 - 16:33 Uhr

schwierige Frage, die Firma in der mein Mann arbeitet, ist seit Oktober insolvent, jetzt ist anscheinend bald ein Käufer gefunden, und die Gerüchte gehen rum, wenn wer gekauft hat, muß jeder 35% seines Lohnes hergeben

Der AG kann es mit einer Änderungskündigung versuchen, aber die Belegschaft muss das nicht mitmachen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von curlysue1 31.03.11 - 17:14 Uhr

Heute war Betriebsversammlung, die Übernahme dauert noch ein Monat und die Prüfungen vom Kartellamt, wahrscheinlich noch 2 Monate.

Danach soll ein Verzicht von 35% Lohn, Weihnachts/Urlaubsgeld, 40 Stunden Woche ohne Lohnausgleich und 3 Schicht sind im Gespräch.

Allerdings drohten sie die Jahre davor auch schon mit Weih+Url Geld Verzicht und 40 Stunden Woche doch es kam nie was.

Wir müssen halt weiter warten #zitter