KV: Geiz ist geil oder wie man sich für's ganze Leben ruinieren kann..

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von vwpassat 30.03.11 - 16:28 Uhr

In Anlehnung an die vielen Threads der letzten Tage und Wochen zum Thema Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) frage ich mich gerade ernsthaft, ob sich überhaupt jemand vor einer solchen Entscheidung (die mitunter das komplette Leben bzw. mind. bis die Kinder erwachsen sind) ernsthafte Gedanken macht.

Da wird sich einerseits im "Internet und Einkaufen" über 0,50 € angeblich zuviel gezahlte Versandkosten aufgeregt, beim Shoppen der letzte € herausgefeilscht, aber bei dieser wichtigen Entscheidung, die mitunter 6stellig zu Buche schlagen wird, versagen viele.

Sehr wichtig in dem Zusammenhang ist auch das Thema, ob es Sinn macht, zu heiraten.

Beitrag von anna031977 30.03.11 - 16:59 Uhr

Wie Du richtig sagst:
bei der KV muss man vorher nachdenken und das können viele nicht

Sie schreien lieber hinterher, so wie auch bei 50 Cent Porto und suchen die Schuld noch bei anderen, den Verkäufern, Versicherern, Arbeitgebern, Mitmenschen

Grüße von Anna, die vorher nachgedacht hat und ihren Sturz vom Pferd deshalb gerade in einem Einbettzimmer im Krankenhaus dank Zusatzversicherung auskuriert...

Beitrag von kathi.net 30.03.11 - 17:09 Uhr

Na da gibt es mindestens! zwei unterschiedliche Typen:

1. Diejenigen, die der allgemeinen Mathematik nicht mächtig sind (oder zu sein scheinen)

2. Der Typus, der sich ( auch wenn er mathematisch bewandert ist) die Dinge schönrechnet und dabei von Werbung, Maklern und Vermittlern unterstützt wird.

BTW: Beide Typen passen übrigens auch gut auf diejenigen, die unbedingt die jetzt die "eigenen vier Wände" brauchen......

Beitrag von hilli2 30.03.11 - 19:14 Uhr

Hallo!

Was meinst du mit "die unbedingt die jetzt die "eigenen vier Wände" brauchen...... "?

DANKE!

Beitrag von vwpassat 30.03.11 - 19:41 Uhr

Ist doch ganz einfach.

Alle, die der Meinung sind, Ihrem Vermieter nicht länger "das Geld in den Rachen" werfen zu müssen und sich auf Biegen und Brechen Eigentum kaufen, was ihnen im Worstcase nie gehören wird.

Dann halt lieber der Bank 150-300K schenken, gelle..................

Beitrag von kathi.net 31.03.11 - 09:08 Uhr

Hallo,

damit meine ich z.Bsp. diese "Rechenkünstler", bei denen es in der Vergangenheit nicht zum Sparen gereicht hat und die dann aber unbedingt eine Vollfinanzierung von der Bank möchten.

Da werden hier manchmal Anfragen gestellt, da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Beitrag von anna031977 30.03.11 - 19:31 Uhr

und dann heulend vor dem Bankberater sitzen, wenn Ihnen die Raten für Haus, siebenunzwanzig handys, 5 geleaste Autos und und und über den Kopf wachsen und dann das Geld für Lebensmittel nicht mehr reicht...obwohl sie sich doch wirklich soooo einschränken...und überhaupt der Bankberater Schuld hat...

Beitrag von werner1 30.03.11 - 17:13 Uhr

Hallo vwpassat,

#aber bei dieser wichtigen Entscheidung, die mitunter 6stellig zu Buche schlagen wird, versagen viele#

nein, nicht viele, sondern immer die gleichen.
Wer wirklich 49.500 Euro im Jahr hat, kann auch die rund 100 Euro pro Kind ausgeben.
Der grosse Rest, die "Scheinstelbständigen", die bereits bei der Berechnung der Umsatzsteuererklärung versagen, ist damit natürlich hoffnungslos überfordert.

Für einen Mann macht es überhaupt keinen Sinn, zu heiraten.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von fred_kotelett 30.03.11 - 17:24 Uhr

Obwohl ich ja selten mit dir einer Meinung bin kann ich dir hier nur zustimmen.

Anscheinend begreifen wirklich viele die Tragweite solch einer Entscheidung nicht, Ich habe auch in meinem Kollegenkreis etliche, die sich irgendwann einmal privat versichert haben und jetzt nach Hochzeit und Kindern nur noch am jammern sind.

VG Fred (freiwillig gesetzlich und das bleibt auch so)

Beitrag von catmumyy 30.03.11 - 18:20 Uhr

Ich finde man sollte nie urteilen ohne die Hindergründe zu kennen und vorallem vorsichtig sein mit in Schubladen stecken!!Ich für meinen Teil weiß nun warum ich solche Foren gerne meide und werde es auch weiterhin wenn möglichst tun.Es gibt auch Menschen die sich Ihre Entscheidungen nicht "schönreden"müssen,da Sie mit Ihnen vollkommen glücklich sind!!!
Sorry vwpassat, aber die Meisten hier möchten einen Rat und keine Belehrung!Wünsche Euch allen nen schönen Abend!Grüßle catmumyy

Beitrag von vwpassat 30.03.11 - 18:29 Uhr

Getroffene Hunde bellen.

Oder wie soll man Deinen Kommentar jetzt einordnen?

Wenn Du mit Deiner/Eurer Entscheidung so glücklich bist, warum fragst Du dann hier

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=28&tid=3089931

nach Unterstützung?

Sorry, aber da stimmt was gewaltig nicht!


Mein Thread ist auch keine Belehrung, sondern eher eine Anregung zum Nachdenken. Leider unterschreiben die meisten alles gutgläubig und informieren sich erst, wenn es zu spät ist.


Ein guter Bekannter von mir will sich ab übernächsten Monat bei XY privat krankenversichern. Seine Rahmenbedingungen stimmen, wenn ich mir aber die Erfahrungen der bei XY Versicherten bei Ciao und in anderen Communities anschaue, dann tut er mir jetzt schon leid. Aber was solls, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Beitrag von catmumyy 30.03.11 - 18:44 Uhr

Ja dann bin ich nun ein betroffener Hund...schließlich hast du es ja auch so gemeint,oder nicht?;-)

Ich meinte nur du sollst aufpassen alle in eine Schublade zu stecken(und auch deine Nachredner)denn was bei dem Einen Zutrifft kann bei dem nächsten sehr unpassend sein!

Ich bin mit meiner Entscheidung auch nach wie vor glücklich und wenn du meine Antwort zu meinem Beitrag auch gelesen hast,dann weißt du,dass es eher informativ fahr...schließlich8wie ich schon sagte)leistet mein Mann auch einiges(viel zu viel:-p)und da kann man ja wohl mal fragen,oder etwa nicht?

Ich wollte nun auch nicht dich angreifen,sondern auch dir einen Denkanstoß geben!!Du magst in vielerlei Hinsicht recht haben,jedoch manchem auch unrecht tun!Ich hoffe du verstehst nun was ich meine!?

Beitrag von moeriee 30.03.11 - 19:10 Uhr

"Mein Thread ist auch keine Belehrung, sondern eher eine Anregung zum Nachdenken."

Für die, die jetzt schon in der PKV sind und es bereuen ist es eh zu spät und die, die unbedingt privat versichert sein wollen, egal um welchen Preis, die werde das sowieso ignorieren. Ist leider so!


"Seine Rahmenbedingungen stimmen, wenn ich mir aber die Erfahrungen der bei XY Versicherten bei Ciao und in anderen Communities anschaue, dann tut er mir jetzt schon leid."

Das Problem ist: Zu welcher PKV will er denn wechseln? Als bei mir der Wechsel anstand, habe ich sämtliche in Frage kommenden Versicherungsgesellschaften bei Ciao gesucht und eigentlich bei keiner waren durchweg alle Rezensionen positiv. Ich habe die Bewertungen zu den GK Vnoch nicht gelesen, aber ich vermute, dass wenn ich bei Ciao nach AOK, BKK, TK und wie sie alle heißen, suchen würde, dann wäre das Bild dasselbe. Es gibt schlichtweg immer Menschen, die mit den Leistungen ihrer (ehemaligen) KV unzufrieden sind.

Aber grundsätzlich gebe ich dir Recht! Ich bin ja nun Beamtin auf Widerruf und das Gehalt meines Mannes liegt deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze. Trotz allem sind wir beide noch in der GKV. Mein Mann ist freiwillig versichert und ich war seit meiner Geburt in der GKV und wurde erst im Mutterschutz verbeamtet. Daher konnte ich beitragsfrei weiterversichert werden. Ich hatte auch nie Grund zur Klage, denn meine KV hat alle Kosten anstandslos übernommen, die bisher so angefallen sind. Ob es nun kleinere Behandlungen waren oder auch mein Krankenhausaufenthalt, der 2 Monate dauerte. Den Rest habe ich über zwei Zusatzversicherungen abgesichert, die mich gerade einmal 40€ im Monat kosten. Sollte ich einmal Beamtin auf Lebenszeit werden, so werden wir als Familie dann komplett in die PKV wechseln, da mein(e) Kind(er) und ich ja beihilfeberechtigt sind. Bis dahin haben wir beide, mein Mann und ich, eine Anwartschaft abgeschlossen, die sowohl das Alter, als auch den Gesundheitszustand "sichert".

Beitrag von hilli2 30.03.11 - 19:16 Uhr

Hallo??

Gibt es nichts anderes zu tun, als weitere Threads eines kritikers zu suchen und hier aufzutischen?

Für sowas hätte ich gar keine Zeit!

Beitrag von vwpassat 30.03.11 - 19:34 Uhr

Da gab es nichts zu suchen.

Der Thread war (weil es nun in den letzten Tagen häufiger vorkam) die Vorlage bzw. der Anstoss.

Beitrag von hilli2 30.03.11 - 19:41 Uhr

Ach so!

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 10:24 Uhr

Witzig.
Der Thread war ja noch nicht soo alt, als Passat postete UND er hatte sich in dem Thread auch geäußert.
Da muß man schon Alzheimer haben um ihn zwischendurch zu vergessen, oder?

Beitrag von windsbraut69 31.03.11 - 10:22 Uhr

Du bist glücklich mit Euren (finanziellen) Entscheidungen und fragst aber anch Unterstützung?

Beitrag von demy 30.03.11 - 19:33 Uhr

Hallo,
ich denke, dass sich ein Großteil der PKV versicherten die Versicherung schönquatschen.

Viele die ich kenne sind eher aus Prestigegründen in der PKV und erzählen mir, was für ein, meinen Augen oft unnützer Quatsch, an Behandlungen doch immer bezahlt wird.

Da wird dann grade so die Beitragsbemessungsgrenze überschritten und man lässt sich gleich von den Versicherungsvertretern einlullen.

Ich finde die Beitragsbemessungsgrenze jetzt nicht sooo hoch, dass sich davon eine PKV lohnen würde wenn man nicht ewig Single bleiben möchte.
Von den Beiträgen im Alter ganz zu schweigen.
Ja ich weiß das es eine Altersrückstellung gibt, die reicht aber oft nicht um die Beiträge so niedrig zu halten.

Wie ich schon in einem anderen Beitrag schrieb.
PKV lohnt sich nur für Beamte (wegen dem Beihilfeanteil), ewige Single/Einzelgänger und Leute die mindestens 30k über der Beitragsbemessungsgrenze sind.
Die können sich Prestige nämlich erst wirklich leisten.

Gruß
Demy

Beitrag von kati543 30.03.11 - 21:10 Uhr

Weißt du vwpassat,
manchmal macht man im Leben einen Fehler. Manche Fehler kosten einen richtig viel Geld. So auch dieser Fehler. Aber naja, man verdient das Geld ja auch, oder? Mein Mann ist vor unserer Ehe in die PKV gewechselt. Irgendwann haben wir geheiratet und 2 Kinder bekommen. Zu allem Unglück sind die Beiden auch noch schwerbehindert. Da mein Mann genug verdient und wir uns das leisten konnten, bin ich seit der SS mit dem Großen zu Hause geblieben - und musste natürlich die KV selber zahlen. Da die PKV preiswerter war als die GKV, bin ich auch gewechselt. Wir haben letzten Dezember über 1000€ MONATLICH an Krankenversicherungsbeiträgen für unsere Familie gezahlt. Dazu kommt natürlich noch 1200€ JÄHRLICH Selbstbeteiligung. Über die Diskussionen von 10€ Praxis- oder Rezeptgebühr können wir nur müde lächeln. Und trotz allem zahlen wir monatlich weniger Geld in die PKV ein, als wir (bar) herausbekommen (wir bekommen Leistungen der Pfegekasse).
Ob es Sinn mach zu Heiraten...mal sehen. Ich habe nicht aus finanziellen Gründen geheiratet. Meine Kinder wären wahrscheinlich nie geboren wurden, wenn ich nicht verheiratet gewesen wäre. Also denke ich schon, es war sinnvoll zu heiraten.

Beitrag von vwpassat 30.03.11 - 22:15 Uhr

Auch wenn es Dich/Euch indirekt ja auch betrifft.

Bei Euch scheint der Verdienst zu stimmen und ich hab Dich hier nie jammern hören. Das ist schon ein Unterschied.

Beitrag von miau2 31.03.11 - 09:08 Uhr

In Anlehnung an einen Thread weiter über mir:

es gibt auch noch einen dritten Typ Menschen.

Nämlich diejenigen, die schlicht und einfach mal einen Fehler machen. Die einmal nicht ihr komplettes Leben im Voraus planen und überdenken.

Irgendwie findet sich da jeder drin (außer bestimmte User hier im Forum ;-)).

Nur: die meisten Fehler lassen sich korrigieren. Selbst die falsche Berufswahl lässt sich korrigieren wenn man wirklich will, der falsche Lebenspartner, die falsche Wohnung sowieso. Die einen Fehler mit mehr Aufwand, die anderen mit weniger.

Und dann gibt es Menschen, die auch nicht anders sind als alle anderen und einen FEHLER machen. EINMAL im Leben, teilweise mit Anfang oder Mitte 20, nicht ihr ganzes Leben im Voraus planen.

Und schwupps, sind sie privat versichert und haben damit zeitlebens das Recht verspielt, sich über den hohen Kostenschwanz, den das nach sich ziehen kann zu beschweren, weil sonst jeder sofort mit dem erhobenen Zeigefinger kommt und sagt: "du bist doch selbst schuld, hättest es ja wissen können, was beschwerst du dich...".

"Versagen" tut jeder im Leben bisweilen bei seinen Entscheidungen. Nur wenige Entscheidungen sind so unmöglich zu korrigieren wie diese ein.

Aber DAS sind dann diejenigen, über deren Fehlentscheidung man noch so wunderbar herziehen darf.

Darauf hinweisen - gerne. Aber auch mal überlegen, dass kaum jemand perfekt ist, wie gesagt, einige User hier im Forum mal ausgenommen.

Auch grußlos,
Miau2

Beitrag von fuxx 31.03.11 - 10:05 Uhr

#pro

Fehler sind dazu da gemacht zu werden. Nur daraus kann man lernen.Der Eintritt in die PKV ist leider ein Fehler aus dem man zwar lernen kann, den man jedoch nicht einfach beheben kann.

Wenn ich männlich und Mitte 20 wäre, hätte ich mich damals bestimmt auch umgehend in der PKV versichern lassen: geringere Beiträge und bessere Leistungen.
Wer weiss schon, wass die Zukunft bringt? Der damals Mittzwanziger kann mit 30 auch an Krebs erkranken und freut sich dann über die besseren Behandlungsmöglichkeiten.

Was die Zukunft bringt, kann leider niemand voraussagen. Nachher ist man immer schlauer.

Beitrag von anarchie 31.03.11 - 09:50 Uhr

Ich finde diese Einteilung ziemlich anmassend.

Menschen sind Menschen und machen deshalb auch Fehler - einige kommen einen halt teuer zu stehen.

Wir haben das Glück beihilfeberechtigt zu sein, so halten sich die Kosten für die PKV trotz 4 Kindern und einigen Zusatzsachen im Rahmen.
Wäre das nicht so gewesen, hätte ich damals nicht gekündigt, sondern wäre nur in Elternzeit gegangen, dann wären die kinder über mich versichert gewesen.

Und heiraten sollte keine Frage des Geldes sein - zumindest ist es nicht sinnlos, weil es vielleicht Kosten mit sich bringt.


gruß

melanie