Frage an euch Früchenmamas

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von munin 30.03.11 - 18:36 Uhr

Hallo
Ich bin jetzt 26+0. Hatte schon in der 3 SSW vorzeitige Wehen mit Gebärmutterhalsverkürzung und lag 5 Tage im Krankenhaus. Durch viel liegen und schonen hat sich der Gebärmutterhals wieder verlängert. Heute morgen hatte ich dann wieder Wehen.War dann beim Arzt. Gebärmutterhals ist wieder verkürzt auf 2,7 cm und mein ph Wert ist erhöht durch eine Infektion, muß jetzt Arilin Zäpfchen nehmen.
Habe jetzt totale Angst das mein Krümelchen zu früh kommt.
Meine Tochter ist in der 37SSW gekommen nach einem Blasensprung.Zwar auch etwas zu früh aber kein richtiges Frühchen vor allem da sie keinerlei Anpassungsschwierigkeiten hatte.
Hatt jemand von euch ähnliche Erfahrungen und wie lange hat es euer Bauchzwerg bei euch ausgehalte?
LG munin

Beitrag von belala 30.03.11 - 20:28 Uhr

Hallo,

ich habe in der 24+3 Ssw auf normalen Wege mein Kind geboren.
3 Wochen zuvor erhielt ich die Diagnose der Gmh Verkürzung auf bereits 6mm mit Trichterbildung und Fruchtblasenvorfall.

In der darauffolgenden Ss war mein Gmh stets zwischen 2-3cm lang und damit waren meine FÄ und ich sehr zufrieden.
allerdings hatte ich zu keiner Zeit, auch nicht während meiner "Frühchenschwangerschaft" eine Infektion.

LG,belala

Beitrag von arkangel 31.03.11 - 11:06 Uhr

Unser Krümel war ein absolutes Wunschkind und ich habe demnach auch verlfixt früh 4+5 gemerkt das ich schwanger bin und positiv getestet.
Kurz danach kamen die ersten Schmierblutungen, bei denen ich mir noch nichts dachte, ausser das etwas vielleicht nicht in Ordnung sein könnte und das Baby nicht bleibt. Natur eben.
Aber dem war nicht so.

Hab Gelbkörperzeugs bekommen aber die Schmierblutungen hörten nicht auf. Als ich froh war die 13 geschafft zu haben, ging ich auf Toilette und hatte beim Wischen massig Blut am Papier. Sofort ins KH. Blutung vorbei und Baby am zappeln und Herztöne i.O.

so ging ich dann wieder zu meiner FÄ. Mittlerweile alle zwei Tage. Dann kam der Verdacht auf Vorzeitige Plazentaablösung, ich sollte in Kh fahren um das dort mit besseren US-Geräten abklären zu lassen. Wieder alles i. O.

Was ich hatte wusste man nicht. Verdacht auf Zwilling der abgestorben war und der Körper versucht es loszuwerden. Laut KH.
Meine FÄ (die Beste) hatte immer Verdacht auf eine Plazentaspange.

Jedenfalls nach noch zwei hastigen Fahrten ins KH wegen Blutung, 7 Wochen Krankschreibung, gestrichenem Urlaub und ganz viel Liegen und schonen, war ich mit meinem Mann einkaufen. Umstandslatzhose. Eine Zeit wo alles gut war.

Abends hatte ich ein für mich leichtes ziehen im Bauch. Mein Mann sagte, wir fahren morgen zu Sicherheit noch mal ins KH.
Da wurde es auf einmal feucht, ich stand auf und meinte das wir wohl heute fahren würden. Auf Toilette war ich dann "erleichter" das es doch nicht die Fruchtblase war sondern wieder Blut.
Mittlerweile waren wir in der 22+2.
Blutung, Wehen und Tokolyse. wann immer ein Toko in Ordnung war, kam ich von dem Trop ab und 24 Std später, ging ich wieder los. Blutung + Wehen. Wobei mir das ja umgekehrt aufgedichtet wurde von den lieben Ärzten.
Untersucht wurde ich auch nicht, da man nicht rummanipulieren wollte.


Was im KH ablief, übrigens ein Perinatalzentrum, die es besser wissen sollten, sprengt hier den Rahmen.

Nach vier Wochen dort habe ich das KH auf eigene Verantwortung verlassen und bin in ein anderes Perinatalzentrum.
Das hat nicht nur mein Leben sondern auch das von meinem Sohn gerettet. Dort wurde auch endlich mal eine Diagnose gestellt.
Zweigeteilte Plazenta. Also ungefähr das was meine FÄ vermutet hatte... nichts mit Zwilling.
Zudem war mein GMH schon nicht mehr vorhanden. Von wegen die Wehen lösen nichts aus (altes KH).
Ausserdem wurde mir immer gesagt, wenn ich über die 30 Woche komme könnte ich spontan entbinden und die OÄ dort, sah mich mit grossen Augen an, als könnte sie jetzt nicht glauben was ich da gesagt habe, und meinte nur: "Die Nabelschnur liegt vor. einen Blasensprung wollen wir nicht, dann ist ihr Kind tot!"

das war 26+6. . Ich bekam wieder mal Tokolyse. Blutkonserven wurden bereitgestellt, da mein Eisen im Keller war und jederzeit etwas hätte passieren können. Na wenigstens ging es dem Kleinen gut.
27+2 ging dann nichts mehr. Blutpakete kamen aus mir raus und bei der Untersuchung war mein innerer MuMu 6cm auf. Die OÄ sagte, wir versuchen es noch eine Stunde rauszuzögern, da ja jede Min im Mutterleib wichtig ist fürs Kind aber sobald die Wehen anfangen, Kaiserschnitt.

15 Min später lag ich im OP und um 17 h war mein kleiner Brocken auf der Welt und hat auch zum Glück geschrieen..... :-)

Ok das war jetzt wohl mehr als Du wissen wolltest. :-( Sorry, musste mir das mal runterschreiben. Jetzt ist mein Kleiner übrigens 2 1/2 Jahre alt.

Es gab da ein Buch das hat mir sehr geholfen, da ich die Heileweltschwangerschaftsbücher nur noch verflucht habe. Titel war "Frühchen brauchen liebe" das hat mich echt gut vorbereitet. und die Tatsache das ich wusste das mein Kind auch leben will. denn er konnte nichts dafür und wollte auch nicht raus aus dem Bauch...

Wenn Du noch fragen hast, schreib mir gerne...

ich hoffe ich konnte Dir helfen. ich kann Deine Angst sehr gut nachvollziehen.

Ganz liebe Grüsse und eine feste Umarmung.

Arkangel

Beitrag von munin 31.03.11 - 16:11 Uhr

danke für deine Antwort.
Das was du durchmachen mußtes ist ja richtig schlimm, dagegen geht es mir richtig "gut". Ich hoffe deinem Kleinen geht es jetzt gut.
Das schlimmste ist wirklich die Angst. Man hatt ja viel Zeit zum Nachdenken und fast den ganzen Tag kreisen die Gedanken um das
Baby und eine mögliche Frügeburt. Außerdemhabe ich auch noch Mitleid mt meinem Mann der nun den ganzen Haushalt schmeißen muß und sich um unseren beiden Kindern kümmern muß. ein weiteres Problem ist das wir hier in der Nähe kein Perinatalzentrum haben.
Das Buch " Frühchen brauchen Liebe" befaßt sich das auch mit der Zeit vor der Geburt.
Habe auch schon nach Büchern geguckt die sich nicht nur um eine Problemlose Schwangerschaft befassen, die habe ich zu Hause.
LG
munin

Beitrag von esha 01.04.11 - 09:32 Uhr

huhu,
ich hatte seit der 15 Woche GBH-Verkürzung und dann ab der 20 Wochen Wehen...Jonathan ist dann bei 35+3 geboren, nach einem Wehenhemmmartyrium.
LG