JA, Unterhaltsfestsetzung, Muss ich das so hinnehmen?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von gaensebluemchen86 30.03.11 - 18:47 Uhr

Hallo,

ich hatte heute ein nettes Telefonat mit der Dame von der Beistandsschaft. Mein Ex ist nun nach 2 Monaten doch bereit die Vaterschaft endlich mal anzuerkennen und das mit dem Unterhalt zu regeln.
Leider gab es mit ihm ja schon mehrfach Probleme, weil er mich bedroht und beleidigt hatte, was ich auch angezeigt habe.
Die Dame fragte mich dann, schon zum 2 Mal, ob wir nicht einen gemeinsamen Termin machen können, damit es nur eine Urkunde gebe. Ich habe ihr dann die Umstände erklärt und gemeint, dass ich nicht zu einem gemeinsamen Termin kommen werde. Sie meinte dann ok und dass sie versuchen würde den Mindestunterhalt festzusetzen, den wäre er wohl bereit zu zahlen. Ich fragte dann, ob das nicht nach dem Einkommen berechnet wird. Sie meinte, sie hätte nur seinen englischen Arbeitsvertrag hier, den sie nicht lesen kann, nicht weiß ob brutto oder netto Einkommen geregelt ist, den Umrechnungskurs und Steuern kennt sie eh nicht. Dann fragte ich, ob man das nicht von ihm einfordern würde? Sie dann, ich könnte ja wohl froh sein, wenn ich überhaupt was bekommen würde, man kann in England nicht pfänden und sie hält den Unterhalt für angemessen... Das kann ja jetzt wohl nicht den Interessen meiner Tochter dienen und ich finde diese Aussage nicht befiredigend, weil er definitiv mehr zahlen müsste als das Minimum und das Geld steht der Kleinen zu. Was kann ich denn in so einem Fall machen. Beschwerde an die Leitung des Amtes, Anwalt? Habt ihr sowas schon mal erlebt?
DIe Krönung ist ja auch noch, das sie meinte, dass ich in Sachen Umgang, den er ja jetzt auch einfordern möchte, aktiv werden müsste, weil es nach dem Wohnort des Kindes geht. Tschuldigung, aber wer hat sich denn so verhalten zbd beleidigt und bedroht. Ich bin der Meinung, wenn er ernsthaftes Interesse an seiner Tochter hat, dann muss er sich auch bemühen, dass wir einen geeigneten Weg finden...
Danke schon mal für eure Ratschläge

Beitrag von dk-mel 30.03.11 - 20:11 Uhr

ich glaube, da solltest du schleunigst einen anwalt befragen.

wenn sie recht hat (kann ja wirklich sein) und man nicht in england pfänden etc. kann, sollte man einen weg finden, dass er überhaupt etwas zahlt. aber meist kann ein anwalt da mehr rausholen bzw. kennt noch andere wege über die botschaft oder so, um das geld, was einem wikrlich zusteht zu bekommen.

zum umgang kann ich dir nichts sagen, generell finde ich nämlich auch, sollten beide aufeinander zugehen. aber du sagst ja, es sind ein paar sachen vorgefallen, also halte ich mich da mal raus...

Beitrag von silbermond65 30.03.11 - 20:28 Uhr

Sie meinte, sie hätte nur seinen englischen Arbeitsvertrag hier, den sie nicht lesen kann, nicht weiß ob brutto oder netto Einkommen geregelt ist, den Umrechnungskurs und Steuern kennt sie eh nicht.

DAS ist ja wohl nicht dein Problem

Sie dann, ich könnte ja wohl froh sein, wenn ich überhaupt was bekommen würde, man kann in England nicht pfänden und sie hält den Unterhalt für angemessen..

Ich weiß nicht ,wie das mit dem Pfänden ist ,aber nur weil Madam kein Englisch kann ,sollst du bzw. deine Tochter froh sein überhaupt was zu bekommen?
Typisch JA sag ich da nur.Vergiss den dämlichen Verein und nimm dir einen Anwalt.

Beitrag von -janna- 30.03.11 - 22:08 Uhr

Ich kann mich den andern nur anschließen, such dir einen Anwalt und lass dich anständig beraten. Dem JA ist in der Regel alles egal, die sind froh, wenn die Väter wenigstens den Mindestunterhalt zahlen und das JA keinen Unterhaltsvorschuss leisten muss.

Beitrag von manyatta 31.03.11 - 08:38 Uhr

Hi!

Zum Anwalt würde ich ehrlich gesagt nicht gleich rennen. Der erste Schritt sollte zur Teamleiterin oder jemanden anderes aus dem Jugenamt sein, bei dem man auch eine Beschwerde einreichen kann.
Dort trägst du dein Problem vor und derjenige wird sich dann dahinterhaken, auch was die Sachbearbeiterin betrifft.
Das wäre für mich zumindest der erste Schritt, bevor es gleich zum Anwalt geht. Denn der kostet natürlich auch Geld.

Und was liegt näher, als ein Problem mit einer Bearbeiterin vom Jungendamt mit einem ihrer Vorgesetzten zu klären oder aber auch einer anderen Bearbeiterin? Zumindest hinterfragen kann man.

LG

Beitrag von a11ure 31.03.11 - 09:32 Uhr

Kann mich den Vorschreibern da nur anschließen.

Nimm Dir einen Anwalt - vielleicht kann auch der Verband binantionaler Beziehungen helfen.

Wieder mal löst die Verpflichtung zum Unterhalt ein Umgangsbegehren seitens des KV aus. Mit Eurer Vorgeschichte solltest Du u.U. erst mal einen begleiteten Umgang anstreben. Aber was den Umgang an sich betrifft, mußt Du nicht aktiv werden - Du darfst Dich nur nicht dagegen sperren.

Ich mache das mit dem JA nur noch schriftlich - bitte die Dame also um eine schriftliche Stellungnahme - da bewegt sich dann oft auch noch was.

Viel Glück.

Beitrag von schnuki28 01.04.11 - 06:06 Uhr

kenn ich!!!!!mein ex verdient 5000euro im monat und zahlt nur den min. unterhalt!!!!die dame vom juamt zu mir SIE KÖNNEN FROH SEIN das sie was kriegen und mir solle es doch egal sein da es ja sowieso auf hartz 4 angerechnet würde... grrrrrrrrrrr

Beitrag von gaensebluemchen86 01.04.11 - 15:46 Uhr

Hast du diese "Auskunft" dann so hingenommen? Oder konntest du dich irgendwie beschweren? Ich frage mich halt, was man da am besten machen kann. Immerhin soll die Beistandschaft doch das Interesse des Kindes vertreten und da ist es mir auch egal, ob ich froh sein kann überhaupt was zu bekommen, wenn man sich nicht mal die Mühe macht, den Unterhaltsanspruch richtig auszurechnen und festzusetzen. Finde solche Aussagen auch krass. Würden die Bearbeiter auch freiwillig auf 50 EUR im Monat für ihr Kind verzichten, weil das so angemessen ist oder eh auf Hartz 4 angerechnet wird?!
Habe beschlossen mich da jetzt noch mal rechtlich von Pro Familia beraten zu lassen und dann weitere Schritte zu unternehmen. So eine "Bearbeitung" werde ich jedenfalls nicht so hinnehmen!

Beitrag von manavgat 01.04.11 - 16:18 Uhr

Das Jugendamt ist - was den Umgang anbelangt - nicht weisungsbefugt. Du kannst die Dame ignorieren.

Was den Unterhalt anbelangt: Du kannst die Beistandschaft kündigen und eine Anwältin beauftragen, die Du aber selbst bezahlen musst. Ob das Sinn ergibt, weiß ich nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von gaensebluemchen86 13.04.11 - 08:10 Uhr

Hallo,

ich wollte mal berichten. Ich habe mich beim JA beschwert, dass man den Unterhalt so frei festsetzen wollte ohne zumindest zu versuchen, den KV nach seinem Einkommen zu fragen.
Daraufhin wurde er nun gestern gebeten doch seine Gehaltsnachweise zu erbringen. Ist ja auch erst 3 Wochen her, dass er die falschen Sachen eingereicht hat...
Die ProFamilia Beratung hat allerdings ergeben, dass in unserem Fall wohl der Mindestunterhalt rauskommen wird, wenn der KV weiter blockiert. Denn Klagen im Ausland sind zu teuer und auch nicht unbedingt erfolgsgekrönt.
Muss das jetzt wohl so akzeptieren, obwohl mich am meisten dabei aufregt, wie der KV immer noch (nicht) zu seiner Tochter steht :(
Muss mir ja immer noch anhören ich beute ihn aus und bringe ihn um eine Eigentumswohnung... Das der Mindestunterhalt, wenn ja wohl gerade das Nötigste abdeckt und dabei kein 3wöchiger Luxusurlaub für mich drin ist, dass ist für ihn einfach nicht einzusehen.
Hoffe, dass eure Ex Männer alle in Deutschland leben, da hat man zumindest da nicht so ein Gerenne, denn die deutsche Staatsbürgerschaft scheint nicht zu genügen, um Dinge in Gang zu bringen :(