Verzweifelung Äußere Wendung oder geplanter Kaiserschnitt?????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tatjanay 31.03.11 - 09:39 Uhr

Halli hallo!
Ja, also ich war gestern im Krankenhaus zum Geburtsplanungsgespräch!
Dort wurde folgendes gesagt:
Bin jetzt in der 35 Woche und bis Ende nächster Woche habe ich noch Zeit. Das Kind ist sehr aktiv, alles ok und es ist noch genug Fruchtwasser da, so dass es sich selber drehen kann. Nabelschnur ist auch gut durch blutet. Die Ärztin und meine Hebamme sagen, dass wenn sich das Kind nicht dreht, ich das Kind dort im Krankenhaus drehen lassen soll. Ich weiß momentan gar nicht mehr, was ich machen soll. Ich kann mich nicht entscheiden und ich habe das Gefühl meine Zeit rennt davon.
Ich müsste dann einen Tag in die Klinik. Dann wird die Drehung vorgenommen. Es kann aber auch gut sein, dass sich das Kind wieder zurück dreht und dann ist eh Kaiserschnitt angesagt. Oder es kann passieren, dass ich durch die Drehung von Außen nen Blasensprung bekomme, sich die Herztöne vom Kind verschlechtern oder der Mutterkuchen verletzt wird. Dann heißt es sofort in den OP. Aber Risiken gibt es ja immer.
Ich denke mir nur, ist ja alles gut und schön. Klar, ich hätte auch eine normale Geburt. Aber die Kleine lag bis jetzt erst zwei mal mit dem Kopf unten und das auch nicht lange. Und ich frage mich immer, warum das so ist. Da von der Natur aus, dass Kind sich ja ganz normal dreht. Jedoch denke ich mir, dass es vielleicht einen Grund hat, warum das Kind mit dem Kopf so bleibt. Aber das ist ein hin und her und ich glaube, dass mir da keiner helfen kann. Habe gestern Abend beim Geburtsvorbereitunskurs die Hebamme noch mal gefragt, und die sagte, dass sich das Kind auch wieder zurück drehen kann. Das schlimmeres passiert ist, davon hat sie noch nix gehört, aber sie denkt auch, dass es nen Grund haben könnte, warum das Kind so bleibt.
Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll. Ich warte jetzt bis dienstag ab dann muss ich wieder zum Frauenarzt. Mal sehen. Und wenn dann keine Drehung is rufe ich meine Hebamme an, die soll dann übernächste Woche kommen und noch mal gucken und dann muss ich mich wohl entscheiden. Entweder Äußere Drehung oder Kaiserschnitt.
Aber meine Gefühle drehen momentan am Rad. Ich denkt nur nach und genießen kann ich momentan nix. Hoffe das geht bald vorbei und das Kind dreht sich noch von alleine. Ansonsten keine Ahnung..........

Hast jemand Erfahrungen oder eine Idee?

Bin total verunsichert und weiß nix mehr(((( *heul*

Beitrag von netti000 31.03.11 - 09:49 Uhr

Aber wieso gleich Kaiserschnitt? Man kann doch auch ganz normal mit BEL entbinden.

Beitrag von tatjanay 31.03.11 - 09:52 Uhr

Nein, die machen das nicht. Da man da richtig viel Erfahrung für braucht, und oft endet eine normale Geburt mit Kaiserschnnitt.

Beitrag von chris1179 31.03.11 - 09:56 Uhr

Hallo,

gibt es bei Euch kein alternatives KKH, das Entbindungen aus BEL vornimmt?

Es ist wie SL eine ganz normale Entbindungslage....schade, dass sich das heutzutage keiner mehr zutraut.

lg Christina + Annalena (33+1)

Beitrag von marysa1705 31.03.11 - 10:05 Uhr

Stimme Dir vollkommen zu! #pro

Beitrag von co.co21 31.03.11 - 10:41 Uhr

Mir wurde immer gesagt, dass man beim ersten Kind automatisch nen KS machen würde, weil die BEL-Entbindung zu riskant wäre, weil man noch nicht einschätzen kann, ob das Verhältnis Kind/Becken passt.
Klingt zwar logisch, habe aber letztens auch nen beitrag gesehen, wo Einfach ein MRT gemacht wurde und da wurde das genau vermessen...und dann konnte man sehen ob es passt.

Ich würde es beim ersten King glaub ich von der Größe abhängig machen...jetzt beim zweiten bin ich da total entspannt, weis ja dass es passt ;-)

Leider ist es aber tatsächlich so, dass viele Kliniken das Risiko nicht eingehen wollen, zudem verdient man an nem KS ja mehr (ok, das ist jetzt meine persönlich Meinung dazu)

LG SImone

Beitrag von chris1179 31.03.11 - 09:54 Uhr

Hallo,

es gibt in der Tat Gründe, warum ein Baby sich nicht mit dem Kopf nach unten dreht, z. B. eine zu kurze Nabelschnur.

Aber viele Babys liegen vermutlich auch einfach so in BEL ohne dass es dafür nen wirklichen Grund gibt.

Unsere lag in der 30. SSW laut Ultraschall noch in BEL und ich hab keine Ahnung, ob sie sich zwischenzeitlich gedreht hat.

Wir planen eine Hausgeburt, deshalb hängt viel davon ab, wie die Kleine letzten Endes liegt.

Ein Kaiserschnitt wäre für mich die allerletzte Konsequenz, ich habe mich vorsichtshalber in einem KKH (in das ich ja eigentlich gar nicht gehen will) erkundigt und die entbinden auch aus BEL spontan. Im Notfall wird dann halt ein KS gemacht, wenn es gar nicht anders geht.

Bei uns im KKH finden die äußeren Wendungen aber wohl in der 38. SSW statt und ich werde es definitiv machen lassen, sollten andere Maßnahmen nichts bringen.

Man wird ja ne Weile dort behalten, die Herztöne des Kindes werden überprüft usw....also bevor ich nen KS machen lassen, versuchen wir die äußere Wendung.

Lg Christina + Annalena (33+1)

Beitrag von wuschel2010 31.03.11 - 09:56 Uhr

Hallo,

kann Dir nun aus meiner Erfahrung raten KEINE äußere Wendung zu machen. Wurde mir abgeraten und ich hab mich glücklicherweise auch daran orientiert.

Mein Schatz hatte damals die Nabelschnur 2 mal um den Hals!! #zitter irgendeinen Grund wird es geben, dass Dein Baby verkehrt herum liegt. Würde nichts riskieren - dann lieber in den sauren Apfel beißen und einen KS vorziehen.

So schlimm ist das auch nicht. Dank Spinalanästhesie bekommst ja alles mit :-) habe es bei meiner 2.auch normal versucht (Ende war aber ein Geburststillstand) weswegen ich nun meinen 3.KS bekomme.
Gibt schlimmeres, Hauptsache Mama und Baby sind gesund!

LG und alles Gute!
Tanja

Beitrag von dawny80 31.03.11 - 09:56 Uhr

schwierige situation in der du grad bist... ich wüsste auch nicht wirklich wie ich mich entscheiden würde, da ich auch riesige angst vor nem kaiserschnitt hätte...
ich kann dir nu von meiner freundin berichten, der es ähnlich erging wie dir...
sie hatte sich damals für die äußerliche wendung entschieden...
und....
sie hat gesagt NIE WIEDER!!!
es waren wohl höllische schmerzen... u hinterher hatte sie ein wahnsinniges schlechtes gewissen ihrer klienen gegenüber...
noch dazu hat es nichts gebracht... die kleine schnipste immer wieder zurück in BEL...so dass sie um den kaiserschnitt nicht drumherum kam....
und nach ihrem beicht würde ich glaube auch zum geplanten KS tendieren... zumal ich auch denke, dass es viell einen grund hat, warum sie nicht mit dem köpfchen im becken liegt...
wirklich schwierig...
und ich hoffe, egal wie, dass alles gut wird bei dir u du deinen kleine bald in den armen hälst und rundum glücklich bist !!!

#klee
lg dawny

Beitrag von kleine82 31.03.11 - 10:19 Uhr

mir geht es genauso wie dir, nur dass ich "erst" in der 34.woche bin. versuche auch schon alles mögliche, um das kind von allein in die SL zu bringen (ind. brücke, taschenlampe, spieluhr). aber es lag noch nie anders als in BEL und von daher hab ich wenig hoffnung.
ich werd in drei wochen bei 35+6 die äußere drehung in hannover probieren, werde dann auch für 48h stationär aufgenommen. mein erstes kind lag ganz normal in SL, es kann also bei mir nicht irgendwie an beckenproblemen etc. liegen, sagen die ärzte. baby2 hat jetzt schon einen riesenkopf (KU von 32,5cm) und sie sagen, es sei fürs baby einfach bequemer so, denn ein magen macht eher platz als das knöcherne becken. die risiken sind mir auch bewusst und sind vor allem die, die du aufzählst. vielleicht hast du ja auch schon diesen standard-aufklärungsbogen bkeommen. nabelschnur um den hals/sonstwo umwickelt ist z.b. heut kein risiko, das können sie ja durch die doppler-untersuchung ausschließen. in der tat ist es oft zufall, dass die kinder in BEL liegen bleiben.
ich frag mich auch oft, ob es egoistisch ist, dass ich einen kaiserschnitt umgehen möchte und dafür ein frühchen evtl in kauf nehmen, falls es zu einem notkaiserschnitt kommt. aber 35+6 find ich persönlich für mich in ordnung. evtl. bin ich sowieso 3-4 tage weiter. wir möchten gerne noch ein drittes kind und da möchte ich die risiken einer kaiserschnittgeburt ungern eingehen.
eine normale BEL-geburt ist bei mir voraussichtlich aufgrund des großen kopfes des kindes (sprengt die 100er-perzentile) nicht möglich. der erste war auch klein und leicht, aber hatte für seine größe und gewicht einen riesenkopf (wobei es effektiv "nur" 35cm waren), ist anscheinend vererbt ;) nur dieser wird sicher größer, ist auch jetzt schon viel weiter als baby1.
was mich immer nur wundert, ist, dass in dem aufklärungsbogen steht, die äußere wendung sei nicht schmerzvoll für die mutter, aber hier klagen immer alle über höllische schmerzen. ich kann mir vorstellen, dass es sehr unangenehm ist, aber so schmerzvoll?! na, ich werd ja sehen.
die wahrscheinlichkeit für eine gelungene drehung liegt laut arzt bei 50:50, die rückdrehquote ist mit 5% aber vergleichsweise gering und nicht so häufig wie man es hier vermuten könnte.
wenn du magst, können wir uns ja weiter austauschen.

Beitrag von marjatta 31.03.11 - 10:27 Uhr

Außer der äußeren Wendung gibt es noch andere Alternativ medizinische Verfahren, z.B. homöopathische Globuli, für die würde ich allerdings eine erfahrene Heilpraktikerin oder entsprechend geschulte Hebamme aufsuchen (gehört hab ich von Pulsatilla).

Ansonsten gibt es noch gymnastische Übungen und den sogn. Taschenlampentrick. Aber wenn alles nichts hilft. Ich meine, eine äußere Wendung ist doch immer noch in Ordnung. Wenn die in der 38.SSW gemacht wird, ist es doch auch kein Problem, wenn das Kind dann sehr schnell im Anschluss kommt, oder?

Und eine Entbindung in BEL - dafür gibt es spezialisierte KH und das würde ich auch in Anspruch nehmen. Für mich ist ein KS immer nur eine Notlösung. Klar, BEL bei einer Erstgeburt werden nicht gerne gemacht. Bei Zweitschwangeren sieht das schon etwas anders aus, wie man so hört.

WÜnsche Dir, dass sich der Krümel noch von selbst dreht.

Gruß
marjatta

Beitrag von rosen37 31.03.11 - 10:40 Uhr

ich wußte garnicht, daß es so was gibt !!??
Meine erste GEburt war auch ein geplanter Kaiserschnitt. Genau deswegen, weil die Kleine sich nicht gedreht hat ! Meine FA hat direkt gesagt " Sie können sich auf einen KS einstellen" ! Mit Drehen oder so, hat sie schon garnicht erwähnt . Wird dann wohl seine Gründe gehabt haben #augen

LG

Beitrag von unser-wunschkind 31.03.11 - 11:17 Uhr

Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen!!!
Ich habe zwar noch viel mehr Zeit (bin gerade 28.SSW) aber meine Kleine liegt auch BEL - da kommen die Gedanken "was wäre wenn?" automatisch!

Ich kann dir ganz klar sagen, was ich dann machen würde: Definitiv KS!

Das hat vor allem 2 Gründe: Zum einen hätte ich - wie du ja auch - viel zu große Angst davor, dass es einen Grund dafür gibt, WARUM sie so liegt. Ein Eingreifen wäre mir da zu kritisch!

Zum anderen hatte ich bei meinem Sohn einen KS (normaler Geburtsbeginn, dann abfallende Herztöne, KS und dabei die feststellung, dass spoantan gar nicht gegangen wäre wg Nabelschnurvorfall). Ich kann zum KS nur sagen, dass es wirklich nicht schlimm war! Bin schon nach 3 tagen heim und dank der Schmerzmittel nach dem KS waren auch die Schmerzen erträglich. Einzige wirkliche Einschränkung war, dass wenn der Kleine geschrien hat ich halt die ersten 2-3 tage ewig brauchte um aufzustehn und ihn hochzunehmen.... da wir aber im KH ein Familienzimmer hatten, war auch das nicht schlimm, denn mein mann ist immer gesprungen ;-)

Und wenn mein FA mir sagt, dass ein geplanter KS bei dieser SS für mich sogar die risikoärmste Geburtsvariante wäre, dann sind die Risiken bzgl. "Ist doch eine OP" #bla usw. heutzutage offenbar wirklich derart gering, dass man KS nicht verteufeln sollte! (meine Meinung!) Ein Wunsch-KS ganz ohne medizinische Indikation (BEL, Geburtsangst, und so weiter....) wäre auch nix für mich, aber bei einer BEL wäre es keine Frage!

Ich habe eine Bekannte, die ist Sonderschullehrerin und sagte mal, dass sie immer wieder erschrocken ist, wie viele ihrer Schützlinge spontangeburten bei BEL waren, wo dann was schief ging #schock Sicher muss das nicht - aber nach DER Aussage wäre spontan bei BEL für MICH KEINE Variante!

Alles Gute für dich und:

Auch ein KS ist eine Geburt und wir sollten heute froh sein, dass es diese medizinischen Mittel gibt! mein Sohn wäre ohne diese Möglichkeit sonst nie gesund geboren!!!

Kopf hoch! #liebdrueck

unser-wunschkind mit #babyJonte (23 Monate) an der Hand und #eiMaila (28.SSW) inside

Beitrag von luana22 31.03.11 - 11:46 Uhr

Also für mich käme eine äussere Wendung auch nicht in Frage.
Ich denke mir auch das die kleinen einen Grund haben werden warum sie sich nicht drehen wollen.
Bei meiner Freundin war es vor kurzem auch der Fall. Sie hat dann einen Kaiserschnitt bekommen und die kleine hatte die Nabelschnur so um den Hals das sie sich wohl nicht drehen konnte.
Deswegen kann ich nur sagen, äussere Wendung bei mir niemals...

Aber am Ende mußt du das natürlich selbst entscheiden.

Ich drück die Dauemn das sie sich vielleicht doch noch dreht.

Lg
Lu (38ssw)