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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von seluna 31.03.11 - 10:19 Uhr

komische aber für mich wichtige Frage..

Wenn ein Patient im KH verstirbt,was passiert dann mit den Schläuchen
(z.b Bülau Drainage) die zum Zeitpunkt des Todes am/im Körper waren?

Müssen die "grundsätzlich" entfernt werden, bevor der Leichnam dem Bestatter übergeben wird?

Oder bleibt das alles am Patienten und er wird so beerdigt?

Lg Seluna


Beitrag von muckel1204 31.03.11 - 10:23 Uhr

Es wird eigentlich alles entfernt, was nicht an den Patienten gehört.

LG

Beitrag von seluna 31.03.11 - 10:39 Uhr

Hallo,
kannst du mir auch sagen ob es "Pflicht" ist, alles zu entfernen was nicht an den Patienten gehört?

Mir wurde gesagt, es wäre Pflicht, aber es wird nicht gemacht weil es nciht von der KK bezahlt wird.

Genau das würde mich interessieren.

Beitrag von elofant 31.03.11 - 10:42 Uhr

Naja, ob Pflicht oder nicht.

Ich finde es eine ethische Frage - dem Bestatter gegenüber. Ok, der hat sicher schon viel gesehen...
Aber dennoch finde ich es abschreckend, wenn zu dem Toten auch noch die Drainagen rum baumeln.

Und Kostenfrage o. nicht. Die Drainagen zu ziehen ist doch im Todesfall kein großer Akt mehr, oder?

Beitrag von seluna 31.03.11 - 10:58 Uhr

das sehe ich auch so, ist aber nicht passiert.
Mein Vater wurde mit der Bülau Drainage beerdigt, ich finde das unmöglich.

Der Gerichtsmediziner (er wurde exhumiert) meinte die Entfernung wäre Pflicht durch das Pflegepersonal gewesen.

Sicher bringt jetzt auch nichts mehr, aber ich wüsste einfach gerne ob das so richtig ist.

Da bringt man Kleidung zur Beerdigung, macht alles schön und am Körper hängt noch alles dran.... :-(

Beitrag von mansojo 31.03.11 - 11:20 Uhr

hallo,

es wird alles entfernt




ausnahme wenn der patient durch die polizei beschlagnahmt wird

beerdigt wird der mensch dennoch ohne drainagen,schläuche usw.


gruß

Beitrag von seluna 31.03.11 - 14:27 Uhr

hmm. beschlagnahmt.

Die todesursache war unklar, die Kripo hat aber von einer Obduktion abgesehen und den Leichnam freigegeben.

Wegen einem Rechtstreits gab es nun eine Exhumierung und in dem Obduktionsbericht steht ganz klar, das der Drainageschlauch noch vorhanden und mit der Haut vernäht war.
sogar das Pflaster klebt noch.

Scheinbar ist das also wirklich nicht ganz normal...
Ich verstehe auch den Bestatteter nicht, der hätte das doch auch entfernen können oder müssen.

Beitrag von maxundjan 31.03.11 - 14:33 Uhr

Jemand der den Beruf des Bestatters nicht gelernt hat, darf keine Sachen entfernen die mit der Haut verbunden sind. Dazu braucht es dann einen geprüften Bestatter und das ist nunmal nicht jeder.

Bei uns wird das immer im KKH oder der Rechtsmedizin gemacht.


Grüße,
Sandra

Beitrag von joshimaus 31.03.11 - 12:06 Uhr

Hallo,

bei uns wird vom Pflegepersonal, sämliche Zugänge, Dranagen und Katether entfernt. Alles andere würde ich gar nicht vertretbar finden.

Liebe Grüße SIlke

Beitrag von seluna 31.03.11 - 14:27 Uhr

Danke...

Beitrag von schnecke07 31.03.11 - 23:07 Uhr

...
wie kommst Du darauf?

es wird alles entfernt,sofern keine forensischen Einwände vorliegen...........


VG