Konfirmation des Patenkindes

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von ungeheuerlich 31.03.11 - 10:21 Uhr

Hallo,

denmächst wird das Patenkindes meines Mannes konfirmiert.

Mein Mann ist schon vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten und kann steht auch nicht mehr hinter der Kirche. Die Einstellung hat sich halt einfach geändert.
Nun haben wir selbst 2 Kinder, die wir auch weder getauft haben noch zu sonst irgendwas "zwingen/übereden" wollen. Sie sollen später selbst entscheiden.
Gut, trotzdem ist er ja nun weiterhin Patenonkel. Damals hat er die Patenschaft aus Glaubensgründen übernommen, also kein Geschenkeonkel oder dergleichen.
Die Eltern des Kinder sind auch nicht wirklich gläubig, den Schulgottesdienst von unserem ältesten haben sie gekonnt ausgelassen und sind lieber zu einer anderen Verantstaltung, kamen dann später nur zum Essen.
Großartiger Kontakt besteht auch keiner.
Nun steht bald die Konfirmation an und wir sind unsicher wie wir nun reagieren sollen.
Wie gesagt, hinter dem Glauben steht mein Mann nicht mehr. Wäre es dann nicht verlogen zur Kirche zu gehen?
Soll er trotzdem gehen o. lieber ein klärendes Gespräch zwischen Mutter, Pate und ihm führen?
Was soll man ihm zu diesem Anlass geben? Geld möchten wir keins geben, der Glaube soll im Vordergrund stehen, dachte eher an etwas was zum Anlass passt mit einer persönlichen Widmung oder so. Mir kam auch schon der Geschenkbaum in den Sinn, a la: möge Dein Glaube immer weiter wachsen und stark werden wie ein Baum. Oder so ähnlich.

Was denkt ihr darüber?

LG

Kerstin

Beitrag von frotteemonster 31.03.11 - 12:14 Uhr

Wenn er/ihr eingeladen seid, hingehen. Selbstverständlich auch in die Kirche.
Des Patenkinds wegen.

Ich wäre gekränkt gewesen, wenn meine nicht anwesend gewesen wäre.

Und ich würde es unproblematisch lösen und ein Geldgeschenk wählen, Betrag nach eurem ermessen.

lg frotteemosnter, deren Patenkind in zwei Jahren konfirmiert.



Beitrag von blumenschein09 31.03.11 - 12:32 Uhr

Hinter dem Glaube steht dein Mann nicht mehr, aber der Glaube soll im Vordergrund stehen?
HÄ?

Also eine Konfirmation ist dafür da, das sich der Konfirmant selber dafür entscheidet sein Leben nach Christlichem Glauben zu leben. Da haben weder seine Eltern, noch ihr beide Anteil dran.
Für die Kirche ist dieses Kind in dem Alter mündig genug das selbst zu entscheiden.
Wer wann bei wem nicht oder nur halb hingegangen ist, finde ich völlig zweitrangig. Der Konfirmant hat euch eingeladen also auch hingehen.

Schenken würde ich Geld. Kinder in dem Alter möchten immer Geld. Und Konfirmiert wird man nur einmal also soll das Kind auch ordentlich Kohle zusammenbekommen.
Meistens werden davon Wünsche erfüllt die man sich sonst niemals erfüllen kann.

Gruß

Beitrag von wind_sonne_wellen 31.03.11 - 13:06 Uhr

Hallo,

damals hat dein Mann das Patenamt aus Glaubensgründen angenommen, aber heute steht er nicht mehr hinter der Kirche. Da hat sich ja krass etwas geändert!

Daher verstehe ich nicht, warum beim Geschenk der Glaube im Vordergrund stehen soll. Das widerspricht sich in meinen Augen.

Ich würde an dem Tag einfach mal die Zähne zusammenbeißen und mit in die Kirche und zur Feier gehen.
Die Patentante meiner Tochter hat weder auf die Einladung zur Konfirmation reagiert noch wenigstens eine Karte geschickt und das hat meiner Tochter schon etwas wehgetan. (nicht wegen des Geschenks, da hat sie genug von bekommen..)

Außerdem würde ich Geld in einen Umschlag packen und gut ist.
Was soll der Quatsch mit dem Geschenkbaum und dem wachsenden Glauben, wenn weder ihr, noch die Familie des Patenkindes offensichtlich wirklich dahinter steht? Das fände ich total lächerlich. Glaub mir... mit so einem Geschenk ist man noch Jahre später der Anlass für Witze.;-)

LG Petra

Beitrag von ungeheuerlich 31.03.11 - 14:15 Uhr

Hallo Petra,

in Deinem Fall ist das echt schon dreist. Da wäre ich auch sauer gewesen.
Bitter vor allem für das Kind.

Naja, bei ihm wird es halt erwartet daß er sich konfimieren läßt, mit Glauben hat das da leider sehr sehr wenig zu tun. Sondern das macht man halt so. Leben sehr ländlich. Würde einen Riesenkrach geben.
So war das schon damals bei meinem Mann. Ebenso mit der Patenschaft, man hat es von ihm erwartet, hätte wahrscheinlich die ganze Familie zerschlagen hätte er abgelehnt. Er hats ja auch gerne gemacht, aber eben nur im christlichen Sinne obwohl er da schon nicht mehr sicher war, ob das wirklich der richtige Glaube ist. Ist ja jetzt auch wurscht.

Geld hat er mehr als genug, ich nenne die Familie jetzt einfach mal "reich", daher spielt Geld dort keine Rolle. Er kann sich alles kaufen was er will.

Darum möchten wir halt kein Geldgeschenk machen, sondern eher etwas was zum Anlass passt.
Echt, mit dem Geschenkbaum findest Du blöd? Geld bringt dieser ja irgendwann auch, aber es soll ja eher um den Symbolwert gehen und darum daß wir an ihn denken.
http://www.forestfinance.de/index.php?id=37
Hmmmmm #kratz
Hättest Du sonst eine Idee, außer Geld?

LG

Kerstin

Beitrag von greeneyes 31.03.11 - 21:37 Uhr

Also ich finde das mit dem Geschenkebaum klasse und würde das auch so machen, wenn er sich eh schon alles kaufen kann! So habt ihr euer Geld wenigstens sinnvoll ausgegeben und ein Geschenk wo man noch nach Jahren sich daran erinnert!

Lg

Beitrag von wind_sonne_wellen 01.04.11 - 06:55 Uhr

Hallo!

wenn er sich schon alles kaufen kann ist die Idee mit dem Baum doch gar nicht so schlecht, habe ihn ja jetzt auf dem Bild gesehen.

Ansonsten fände ich eine gute Armbanduhr schön. Ich habe damals von meiner Oma eine zur Konfirmation bekommen und die habe ich immernoch.
Das ist eine schöne Erinnerung.

LG Petra

Beitrag von anyca 01.04.11 - 11:36 Uhr

Falls es Dich oder Deinen Mann beruhigt - offiziell erlischt mit der Konfirmation die Patenschaft. Insofern ist es nicht verlogen, wenn Dein Mann hingeht - er selber muß ja dort keine religiösen Versprechen mehr ablegen.

Geht hin, feiert mit, niemand zwingt Euch zum Mitbeten.

Beitrag von ansahe 01.04.11 - 20:00 Uhr

Hallo,

unsere Tochter wird jetzt im Mai auch konfirmiert.

Es ist die Feier unserer Tochter und die Gäste kommen natürlich wegen ihr. Da die Konfirmation naturgemäß in der Kirche stattfindet, kommen ihre Gäste selbstverständlich mit in die Kirche. Sie hat in dem Moment sehr wohl etwas mit der Kirche zu tun, ob das ihre Gäste auch teilen bzw. etwas mit der Kirche zu tun haben ist da doch gar nicht wichtig, um die Gäste geht es doch nicht.

So sehe ich das ganze und hätte daher für solche Überlegungen, die ihr habt, wenig Verständnis :-p

Wenn ihr dem Patenkind eine Freude machen wollt, schenkt Geld!!! Auch wenn sich das immer irgendwie falsch anfühlt, das ist bei den Jugendlichen wirklich der Wunsch Nr. 1.

LG, Anja

Beitrag von scotland 06.04.11 - 22:56 Uhr

Hallo,

ich würde auf jeden Fall mit in die Kirche gehen, gerade als Patenonkel. Der Zeitpunkt ist für theologische Diskussionen nicht richtig. Meine Tochter hat auch Teile der Familie zur Kommunion eingeladen, die aus der Kirche ausgetreten sind - die kommen aber auch alle in die Kirche, nur zum Essen kommen wäre ja doof.

Man geht ja auch bei einer Hochzeit in die Kirche und taucht nicht erst zum Essen auf, wenn man einem anderen Glauben angehört.
GLG
Scotland

Beitrag von teufelchendani 17.04.11 - 10:23 Uhr

also ich denke, dass ihr keinen bock habt und kein geld ausgeben wollt!

denn, dein mann hat das amt des paten übernommen und das endet mit der konfirmation! denn sonst hätte er sich ja auch löschen lassen können lange bevor!

ich denke, dass ihr dem kind gegenüber so viel anstand besitzen solltet und die einladung anzunehmen. den tag gibt es nur einmal und schließlich endet damit auch ein jahr voller vorberitungen.

ob ihr nicht hinter dem glauben steht interessiert niemanden, denn es geht um den konfirmanten. und das mit dem baum passt gar nicht zu eurer einstellung!

Beitrag von mamasky 19.04.11 - 11:13 Uhr

Offen mit Menschen zu reden ist eigentlich immer besser.
So könnt ihr über euere Einstellung zur Kirche darstellen und ausmachen ob ihr jetzt reingeht oder nicht.

Und nach einem Geschenkwunsch könnt ihr auch gleich fragen Geld ist immer passend oder wenn es um Glauben gehen soll, vielleicht ein Schmuckstück.
www.Mokoschmoments.de hat sehr individuelle Anhänger die Glauben und Liebe symbolisieren sollen (Herz und Kreuz in einem). Habe ich geschenkt bekommen. Sieht schlichter aus als nur ein Kreuz.