Phimose OP

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von malkasten 31.03.11 - 11:21 Uhr

Hallo,

mein 5 jähriger Sohn hat seit der Geburt eine Phimose. Bisher gab es nie Probleme, keine Entzündung oder schmerzen. Nun haben wir den KIA gewechselt und dieser hat uns eine Cortisoncreme verschrieben. Das Ergebnis ist recht gut, aber die Vorhaut ist nur 1/3 über die Eichel zurückziehbar( vorher konnte man die Eichel noch gar nicht sehen, so zu war das)
Am Freitag gehen wir noch einmmal zu KIA zur Kontrolle, aber ich denke um eine OP werden wir über kurz oder lang nicht rumkommen und ich überlege, diese im Sommer durchführen zu lassen.
Nun meine Frage:
Wie ist es hinterher? Gibt es große Schmerzen?
Mein kleiner ist leider seeeeehr wehleidig ( typisch männliche Gene ;-) ) .
Brennt die Wunde beim urinieren?
Wie lange dauert der Wundschmerz?
Gibt es Schmerzmittel?

Bei der Mandel Op hatte ich mir auch zu viele Gedanken gemacht und er hat abends schon wieder Brot gegessen. Allerdings war er da noch jünger ;-)
Wie sind eure Erfahrungen- speziell bei etwas "älteren" Kindern?

Danke.

LG

Beitrag von floeppchen 31.03.11 - 11:39 Uhr

hallo,

wir mussten leider diese op letzten herbst durchziehen, ich hätte echt gerne darauf verzichtet, aber die vorhaut war so dicht und dazu noch vernarbt, da half alles nicht.

die op ansich verlief echt super, unser sohn war der einzige der im aufwachraum nicht geweint oder geschrien hat. für zu hause bekommst du dann eine wundsalbe mit und auch schmerzzäpfchen, haben wir aber garnicht solange gebraucht. das erstemal pipi machen war wohl sehr schmerzhaft für unseren sohn, aber irgendwie ja auch logisch. ab dem zweiten tag durfte er sitzbäder mit kamille machen und wir haben ihm ermutigt in der wanne pipi zu machen, da war es nicht so schmerzhaft. bei dem salbenverbandwechsel haben wir ganz viiiiiiiiiiiiiel albe draufgemacht, damit sich der verband dann auch leicht löst.

ich hoffe ich konnte dir etwas helfen
nicole

Beitrag von scrapie 31.03.11 - 12:25 Uhr

Huhu,

wenn ich die Wahl hätte... ich würds nicht nochmal machen. Mein Sohn war schon trocken und wollte danach wieder Windeln haben. Das Wechseln der Verbände war ein Kampf, den ich alleine kaum hingekriegt habe (wusste nie, dass Kinder so viel Kraft haben)... bei den Sitzbädern haben selbst die Brasilianer noch die Schreie gehört...

aber leider war die OP laut 2 Ärzten unumgänglich... heute bezweifel ich es...

aber nach der Narkose gings ihm gut und nach ca 1 Woche war das schlimmste überstanden. Seinen Penis darf ich heute noch immer nicht berühren und es hat mehrere Monate gedauert, bis er sich sorglos in die Wanne gesetzt hat ohne Angst zu haben, dass es wieder wehtut.

Aber dein Sohn ist ja schon älter, ihm kann man das alles schon erklären.

Lg

Beitrag von meli35 31.03.11 - 12:57 Uhr

Hallöchen,
mein Sohn mußte es letztes Jahr auch über sich ergehen lassen.
Ich hatte auch zielmliche bedenken,aber er hat es sehr gut weggesteckt.
Er hatte keine schmerzen beim Pipi machen und sonst war er auch total cool :-D
Ich war ganz erstaunt,wir haben aber auch all das gemacht was der Arzt gesagt hat.Viel cremen,baden u.s.w

Manchmal macht man sich doch zuviel Gedanken.
Wünsche Euch alles Gute

Lg Meli

Beitrag von sabrinimaus 31.03.11 - 13:16 Uhr

Hallo,

mein Bruder hatte vor vielen Jahren eine Phimose-OP. Leider kann ich mich nicht mehr gut genug daran erinner.

Aber ich würde dir abreten, dass im Sommer machen zu lassen, wenns es heiß ist und alle anderen Kinder zum Baden etc. gehen....

LG Sabrina

Beitrag von miau2 31.03.11 - 13:18 Uhr

Hi,
Erfahrungen mit älteren Kindern kann ich nicht bieten, noch nicht, uns steht vermutlich noch eine OP bevor.

Unser Großer musste mit 1,5 wegen Hypospadie operiert werden. Gegend ist die gleiche, Ursache und m.W. nach auch Umfang etwas anders.

Im Aufwachraum war er putzmunter und schmerzfrei. Unsere Klinik war sehr darauf bedacht, besonders kleine Patienten schmerzfrei zu halten. Für die ersten Stunden wurde daher noch unter der Vollnarkose eine lokale Betäubung gelegt, die auch wunderbar geholfen hat.

Danach gabs bei Bedarf Schmerzmittel, es war das bis heute einzige Mal im Leben von unserem Großen, dass er sowohl Paracetamol als auch Ibuprofen im Wechsel bekommen hat (am ersten Tag, die erste Nacht hat er tief und fest geschlafen, ab dem nächsten Tag war fast nichts mehr nötig).

Er hatte gar keinen festen Verband, sondern eine locker angelegte Mullauflage. Darüber halt die Windel, bei größeren Kindern wäre es wohl eine Einlage im Slip gewesen.

Pipi-Machen hat überhaupt nicht (erkennbar) weh getan. Auch das wechseln der Windeln und Mulleinlage usw. war problemlos. Das was ihn am meisten gestört hat war die i.v. Gabe des ABs - das hat wohl gebrannt, als der Zugang am zweiten Tag "zu" war wurde kein neuer gelegt, sondern ein orales gegeben. Und es gab ja einen kleinen Ausgleich für unsere kleine Wasserratte: Sitzbäder (mit Kamillenlösung) - baden auf ärztliche Anordnung ;-).

Alles in allem war die OP viel leichter als wir es uns vorgestellt haben. Er kam am Tag 3 putzmunter nach Hause, schmerzfrei ohne Schmerzmittel. Geheilt ist alles super, nur muss vermutlich noch mal etwas gemacht werden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von 20101982 31.03.11 - 15:02 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 4 Jahre und wir haben jetzt vor 10 Tagen eine Phimose-op durchführen lassen (Teilbeschneidung).
Aber Kinder sind nicht alle gleich von daher kann man schlecht sagen wie es verläuft.
Bei uns ist es nicht so toll.
Die ersten 3 Tage bekamm er einen Schmerzsaft, ob es so schmerzhaft ist weiß ich nicht da er eher angst hatte das es weh tun könnte hat er von vorneherein schon immmer gejammert. Am 3. Tag konnte er auch ohne jammern pippi machen.
Weh tut es ihm nicht mehr so aber es verheilt leider nicht so wie wir uns das vorgestell hatten :-(

LG

drücke fest die Daumen das alles gut verläuft wenns soweit ist

Beitrag von schnuffel0101 31.03.11 - 16:40 Uhr

Wir hatten die OP letzten Oktober, da war Fabian fast 5. Bei ihm gab es leider Wundheilungsstörungen. Es ging soweit, dass er AB nehmen musste. Das ist aber Gott sei Dank nicht der Regelfall. Selbst der Arzt wusste es nicht mehr, woher das gekommen ist.
Das Urinieren brennt wohl nicht, wie Fabian immer sagte. Er ist auch von der wehleidigen Sorte.

Beitrag von etwas 01.04.11 - 16:04 Uhr

Dein Sohn ist gerade mal 5, da darf die Vorhaut noch eng und/oder verklebt sein, ohne dass das ein krankhafter Zustand wäre - im Gegenteil, das ist in diesem Alter sogar noch eine Schutzfunktion.

Ich könnte mich immer wieder aufregen wenn ich hier lese, in welch teilweise extrem jungem Alter da an den Vorhäuten rumgefuhrwerkt wird, als müsste das alles schon funktionieren wie beim Erwachsenen.

Du sagst selbst, es gab und gibt keine Probleme - wieso bitte fuhrwerkt man an etwas, was keine Probleme macht, herum? Ich verstehe nicht wieso da immer noch der gesunde Menschenverstand so außer Gefecht ist und wenn der Herr Doktor es sagt, wie wild daran herum gemacht wird...

Nochmal: Die Vorhaut DARF und SOLL im Kindesalter eng und/oder verklebt sein. Dieser Zustand darf sich sogar BIS ZUR PUBERTÄT so halten, ohne dass da jemand vorher eingreifen müsste.
Die Verklebungen und Verengungen lösen sich fast immer von selbst bis dahin und wenn nicht, besorgen die Jungs mit ihrer "Spielerei", die sie in der Pubertät entdecken, den Rest...
Und falls das noch nicht reicht, kann man DANN immer noch überlegen, etwas zu machen (wie du es ja jetzt schon getan hast, mit der Salbe). Aber eben ERST DANN und nicht in so jungem Alter.

Also, lehn' dich entspannt zurück und lass' die Vorhaut von deinem Sohn ganz gehen. Er wird es dir danken.
Und vergiss' den Gedanken an eine OP ganz schnell wieder. Wenn diese überhaupt jemals nötig wird, so hat dein Sohn dafür wirklich noch JAHRE Zeit. JETZT ist es einfach nur unnötig, mit Kanonen auf Spatzen geschossen und u. U. völlig überflüssig. Was wirst du froh sein, es bleiben gelassen zu haben, wenn sich die jetzige "Problematik" (die ja gar keine ist) in ein paar Jahren ganz von selbst erledigt...
Und wenn nicht, kann man - wie gesagt - DANN immer noch was machen (nicht gleich OP, sondern eben dehnen). Umgekehrt ist's schwieriger...



Viele Grüße

Beitrag von malkasten 01.04.11 - 19:42 Uhr

Hallo

die Phimose war bei Magnus sehr stark ausgeprägt, es war noch nich einmal eine Stecknadelkopf große Öffnung da.. Beim Pipimachen blähte sich der Penis manchmal auf- tat aber nie weh.
Ich war auch immer der Meinung abwarten ( sonst wäre er ja schon längst beschnitten), schneiden kann man immer noch. Nur mein KInderarzt wollte immer gleich operieren.
Durch unseren Umzug haben wir nun einen neuen Kinderarzt, der uns bei der letzten U Untersuchung die Salbe verschrieb. Er vertritt die selbe Meinung wie Du und ich, riet mir aber aufgrund der sehr starken verengung zu der Cortisontherapie.
Gestern waren wir wg einem schweren Infekt beim Kinderarzt und ich bat ihm sich mal nebenbei die Phimose anzuschauen. Er war positiv überrascht, dass es doch schon einiges gebracht hatte und nun warten wir ab. "Sein" Kinderchirurg operiert nicht vor 8 oder 9 Jahren oder nur dann, wenn es wirklich NOTWENDIG ist.
Wir warten nun ab und wenn wir ab und an beim Doc sind, schaut er auch mal drauf ;-)
Magnus soll ab und an mal in der Badewanne drann "spielen". Durch das warme Wasser dehnt sich die Vorhaut leichter.

LG

Beitrag von etwas 01.04.11 - 20:24 Uhr

Nochmal Hallo zurück,

na, da waren eure Kinderärzte ja immerhin schonmal sehr fortschrittlich #pro
Die meisten wetzen ja wirklich direkt das Messer oder machen's noch schlimmer, indem sie den Jungs an der Vorhaut herum reißen wie blöd.

Auch schön zu lesen (hoffentlich auch mal die anderen), dass die Salbe auch bei einer derart starken Verengung wirkt. Ich predige es hier ja immer wieder, aber es hört ja niemand. Immer wieder wird von Ärzteseite behauptet, die Salbenbehandlung helfe bei Verengungen nicht. Totaler Quatsch - aber man kämpft gebetsmühlenartig gegen diese Falschinformation an.

Allerdings darf es sich in dem Alter, in dem dein Sohn noch ist, aufblähen und knalle-eng sein, das ist kein Thema, solange es ihm nicht weh tut und er nicht drücken muss bis was raus kommt. Solange alles seinen normalen Gang geht, darf dieser Zustand - wie gesagt - bis vor die Pubertät hin anhalten, ohne dass da jemand was machen muss - weder mit Salbe, noch gar mit OP.
Freilich, das sieht mitunter sehr krass aus wenn die Vorhaut wirkt als wäre sie zu gewachsen und sich der Penis jedes Mal erstmal aufbläht - aber solange das alles schmerzfrei abläuft, ist das nicht schlimm.
Man hat sogar mal eine Untersuchung angestellt, ob dieses Aufblähen irgendwelche Auswirkungen auf die Blase und/oder die Nieren hat oder die Jungs in der "Geschwindigkeit" benachteiligt sind. Die Antwort lautet NEIN! Bei den Jungs mit sich aufblähender Vorhaut war alles ganz genau so wie bei den Jungs mit "normaler".
Kann das übrigens aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn bestätigen - und der hatte es wirklich heftig (konnte nur ganz langsam pinkeln, nur 'n ganz dünnen Strahl - hat ihm aber in seinen nun 17 Lebensjahren auch nichts getan).

Es kann gut sein dass sich die Vorhaut bei deinem Sohn wieder zusammen zieht - das ist dann der sichere Beweis, dass sein Körper noch nicht bereit dafür ist.
Die natürliche Weitung und Ablösung der Vorhaut ist ein hormonell gesteuerter Prozess, der erst mit der Vorpubertät (also erst im Späten Grundschulalter) überhaupt einsetzt (weswegen es schon deswegen totaler Quatsch ist, da vorher dran herum zu manipulieren). Wenn der Körper bis dahin noch nicht so weit ist und die Vorhaut vorher mit Hilfsmitteln schon geöffnet wird, zieht sie sich in den meisten Fällen wieder zu, was viele dann als Misserfolg der Dehnung interpretieren und die Jungs doch schweren Herzens beschneiden lassen - und dabei außer acht lassen, dass eben der Körper nur einfach noch nicht so weit ist.
Vergleiche das mit einer Rosenknospe, die man auch nicht vor ihrer Blütezeit gewaltsam öffnet. Tut man's doch, geht sie entweder kaputt oder schließt sich wieder.

Also - lasst die Vorhaut am besten erst einmal ganz in Ruhe. Kein übermäßiges bzw. "verpflichtendes" Spielen im Badewasser, keine Salbenbehandlungen etc. etc. - erstmal gar nichts machen. Wie gesagt, kann gut sein dass sie wieder zu geht. Und irgendwann wird sie dann von selbst aufgehen bzw. Sohnemann wird mit seiner eigenen Spielerei nachhelfen. Das genügt dann völlig.


Grüße