Schimpfen mit anderem Kind

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bipi2203 31.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo!

Ich muss jetzt mal meinen Frust loswerden. :-[

Ich bin mit meinem 5 jährigen Sohn öfter am Spielplatz. Es gibt da einen anderen Jungen in seinem Alter (geht auch mit meinem Kind in den Kiga) der mein Kind ständig ärgert. Er wirft ihn z.B. zu Boden und legt sich dann auf ihn drauf, reißt ihm seine Kappe vom Kopf oder sticht ihm mit Stöcken halb ein Auge aus. Mein Kind ist eher ein Ruhiger und wehrt sich da kaum.

Gestern bin ich dann leider ausgezuckt weil die Mutter des anderen Jungen nie etwas sagt. So hab ich dann mal mit dem anderen Jungen geschrieen. Als ich dann leider ein zweitens mal eingreifen musste weil er mein Kind mit einem Stock ins Gesicht geschlagen hat, ist dann die Mutter des anderen ausgetickt.

Sie hat mich beschimpft weil ich mit ihrem Kind geschrieen hab und gemeint ich soll mein Kind unter eine Glaskuppel stellen.

Verhalte ich mich wirklich wie eine Glucke??#kratz

Es ist mir schon klar dass Jungs etwas wilder sind, aber wenn mein Kind ständig den kürzeren zieht finde ich halt auch nicht richtig. Außerdem erziehe ich mein Kind so, dass Gewalt keine Lösung ist. Das andere Kind ist eher wild und auch (so finde ich) total verzogen.

Was meint ihr zu dieser Geschichte??

lg, bipi2203

Beitrag von sabrina1980 31.03.11 - 13:40 Uhr

#sonne

in diesem Fall hätte ich mit den Jungen auch geschimpft...oder noch vielmehr mit der Mutter...ob sie ihren Jungen nichtmal zurückpfeifen kann.

lg
Sabirna

Beitrag von lunacy 31.03.11 - 13:45 Uhr

Musstest Du denn gleich mit dem anderen Jungen schreien? #gruebel

Da hätte ich als Mutter des anderen Jungen auch was gesagt.

Du hättest meinem Sohn aber gerne erklären dürfen, dass er das bitte nicht machen soll, weil es deinem Sohn weh tut.




Aber ich hätte meinen Sohn vorher schon selbst darauf hingewiesen, dass er sowas mit einem anderen Kind, das sich noch dazu nicht wehrt, nicht machen soll ;-)

Beitrag von juniorette 31.03.11 - 13:52 Uhr

"Musstest Du denn gleich mit dem anderen Jungen schreien?"

Ja, musste sie. Die andere Mutter hatte offensichtlich lang genug Zeit, in einem normalen Tonfall mit ihrem Kind zu reden.

Wenn andere Mütter zu dumm, faul und unfähig sind, ihre Kinder auf deren Fehlverhalten hinzuweisen (gerne in einem normalen Tonfall :-p), nehme ich mir das Recht heraus, dieses Kind pädagogisch völlig wertlos zur Sau zu machen :-)

LG,
J.

Beitrag von mamavonyannick 31.03.11 - 16:41 Uhr

Sie hätte auch die Mutter anschreien können. Schließlich war sie auch auf die sauer:-p

Beitrag von juniorette 31.03.11 - 17:28 Uhr

Die blöde Kuh war ja erst zur Stelle, als die TE sich ihr Prinzilein zur Brust genommen hat #augen

Ansonsten gebe ich dir völlig Recht :-)

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 12:54 Uhr

"Ja, musste sie. Die andere Mutter hatte offensichtlich lang genug Zeit, in einem normalen Tonfall mit ihrem Kind zu reden.

Wenn andere Mütter zu dumm, faul und unfähig sind, ihre Kinder auf deren Fehlverhalten hinzuweisen (gerne in einem normalen Tonfall ), nehme ich mir das Recht heraus, dieses Kind pädagogisch völlig wertlos zur Sau zu machen "

Das Kind kann aber doch nichts für die Versäumnisse seiner Mutter #kratz.

LG

Beitrag von ellannajoe 01.04.11 - 13:03 Uhr

>>>Das Kind kann aber doch nichts für die Versäumnisse seiner Mutter.<<<

Tja aber das Kind ist doch viel einfacher anzuschreien, als die Mutter.

Beitrag von juniorette 01.04.11 - 13:10 Uhr

Quatsch.

Wenn ein Erwachsener grundlos mein Kind körperlich attackiert, würde ich den Erwachsenen genauso anbrüllen. Mit Leichtigkeit.

Beitrag von ellannajoe 01.04.11 - 13:32 Uhr

Ich bin ja mit meinem eigenen Kind nicht unbedingt zimperlich und manchmal explodiere ich auch gewaltig, aber noch nie hatte ich einen Grund ein fremdes Kind anzuschreien.

Jeder erzieht ja mit anderen Maßstäben, der eine greift sofort ein und ein anderer schaut zu, wie dass die Kinder untereinander regeln. Ich glaub ich würde irgendwie versuchen zu vermitteln, damit ein gemeinsames Spiel noch möglich ist.

Mein Stiefvater hat immer gesagt: Wer schreit, hört auf zu denken.

#winke

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 19:08 Uhr

Aber es handelt sich ja hier nicht um einen Erwachsenen, sondern um ein Kindergartenkind.
Würde ein Erwachsener mein Kind körperlich attackieren, dann kann er mit mehr als nur mit einem Schrei rechnen.

Beitrag von juniorette 01.04.11 - 13:08 Uhr

"Das Kind kann aber doch nichts für die Versäumnisse seiner Mutter "

Das Anschreien des Kindes hat die Mutter ja offensichtlich viel härter getroffen als das Kind - also hat es ja den Richtigen getroffen :-)

Und mal ehrlich:
auch wenn die Mutter nicht eingegriffen hat, wissen Kinder in dem Alter, dass Gewalt gegen andere (gerade gegen körperlich Unterlegene) nicht okay ist - vom Kindergarten, Freunden, Großeltern, zur Not auch aus dem Fernsehen (wenn wir mal annehmen, dass die unfähige Mutter ihr Kind gerne vor dem Fernseher parkt), usw.

Komm mir also nicht mit dem Argument "das Kind wusste doch nicht, dass es was falsch gemacht hat".

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 19:13 Uhr

"Komm mir also nicht mit dem Argument "das Kind wusste doch nicht, dass es was falsch gemacht hat"."

Hab ich nie behauptet.
Natürlich sollte sich ein Kind in dem Alter nicht so verhalten.
Und natürlich ist es völlig legitim, ihm auch klar mitzuteilen, dass er sich nicht so verhalten darf, wenn die Mutter das versäumt.
Es ging lediglich darum, dass das Kind nichts für das Verhalten seiner Mutter kann.

Beitrag von juniorette 01.04.11 - 20:06 Uhr

"Es ging lediglich darum, dass das Kind nichts für das Verhalten seiner Mutter kann. "

Und ein Erwachsener, der als Kind jahrelang von seinen Eltern missbraucht wurde und deswegen selber Kinder missbraucht, kann ja auch nichts für das Verhalten seiner Eltern und darf deswegen nie bestraft werden, oder wie? #kratz

Natürlich weiß ich, dass bei diesem Verhalten des Kindes UND der Mutter der Fehler hauptsächlich bei der Mutter zu suchen ist, d.h. aber nicht, dass man das Kind nicht spüren lassen darf, dass es sich falsch verhalten macht. Und wenn schon die Mutter nicht eingreift, ist man als Geschädigter (oder Mutter des Geschädigten) ja geradezu dazu verpflichtet, dem Kind Grenzen zu setzen - ansonsten braucht man sich nicht zu beklagen, dass das Kind mit seinem Verhalten fröhlich weiter macht.

Und mit Müttern wie die des verzogenen Rotzblags zu reden, macht aus meiner eigenen Erfahrung überhaupt keinen Sinn (solche Mütter wollen keine Kritik hören), man kann nur hoffen, dass das Kind aus den Reaktionen auf sein Verhalten nachhaltig was lernt und sich nicht mehr an dem "du bist immer im Recht und machst nie was falsch" seiner Mutter orientiert.

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 20:48 Uhr

Nein, nein, das hast du falsch verstanden.
Ich bin natürlich der Meinung, dass das Kind sehr wohl eine gewisse Verantwortung für sein Verhalten trägt und dass man dem Kind klar machen muss, dass es sich falsch verhält, wenn die Mutter das versäumt.
Aber darum ging es nicht.

"Ja, musste sie. Die andere Mutter hatte offensichtlich lang genug Zeit, in einem normalen Tonfall mit ihrem Kind zu reden.

Wenn andere Mütter zu dumm, faul und unfähig sind, ihre Kinder auf deren Fehlverhalten hinzuweisen (gerne in einem normalen Tonfall ), nehme ich mir das Recht heraus, dieses Kind pädagogisch völlig wertlos zur Sau zu machen "

DAS meine ich und da bin ich eben nicht deiner Meinung, dass das Kind zur Sau gemacht werden sollte, weil seine Mutter Zeit genug hatte, einzugreifen. DAFÜR kann das Kind nichts, für sein eigenes Verhalten in gewissem Maße schon.





Beitrag von simone_2403 31.03.11 - 13:48 Uhr

Hallo

Wenn die Mutter zu dämlich ist ihrem Sprössling beizubringen das man mit Stöcken nicht auf andere Lebewesen eindrischt,kann das Kind am wenigsten dazu.

Ich hätt der Mutter gehörig den marsch geblasen,nicht dem Kind.

Es gibt wohl immer noch Mütter die hamse mit der Brotkruste aus dem Wald gelockt,diese Mutter scheint eine davon zu sein.

Gruß

Beitrag von mamavonyannick 31.03.11 - 13:49 Uhr

Schimpfen ja - anschreien nein.

vg, m.

Beitrag von juniorette 31.03.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

ich hätte auf jeden Fall auch eingegriffen und hoffentlich (!) die Courage gehabt, der anderen Mutter zu sagen, dass ihr verzogenes Mistblag sich von meinem Sohn fernhalten soll.

Tip:
bevor sich bei dir Wut anstaut und du explodierst, weil dein Sohn immer wieder von demselben Kind attackiert wird, stell dich doch einfach zu den Kindern und sag mit leiser, aber gefährlich scharfer Stimme dem anderen Kind, dass es was erleben kann, wenn es nicht damit aufhört.
Ist wesentlich eindrucksvoller als laut zu werden :-p

Lass dir nicht einreden, du wärst DESWEGEN eine Glucke. Wenn sich mein Kind aus welchen Gründen auch immer nicht wehren kann, greife ich ein.

Trotz allem finde ich es wichtig, dass du deinem Kind beibringst, sich zu wehren. Übe zu Hause vergleichbare Situationen mit ihm (natürlich, OHNE dass ihr euch gegenseitig weh tut).
Mein Sohn war in meiner Gegenwart noch nie gewalttätig gegen andere Kinder (der Kindergarten hat mir dasselbe gerade erst bestätigt), aber ich hab mit ihm geübt laut "Lass das!!!!!!!" zu rufen bzw. zu schreien.
Die Anwendung dieser Übung konnte ich in unserem letzten Urlaub verfolgen und ich war beeindruckt, dass ein "Lass das!" ausreicht.

ICH war nämlich ein Hau- und Kratz- und Beißkind #hicks (aber nie grundlos #schein)

LG,
J.

Beitrag von thyme 31.03.11 - 14:05 Uhr

Schreien ist keine akzeptable Komunikationsform, auch nicht im Umgang mit Kindern. Weder mit den eigenen noch fremden. Du hättest vielleicht die Mutter darauf hinweisen können, wenn sie denn schon da war, oder aber in ruhigem Tonfall das Kind zurecht weisen.

LG thyme

Beitrag von marion2 31.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo,

ich erzieh grad den Nachbarsbengel, der die parkenden Autos als Pfosten fürs Fußballspiel geeignet hält.

Seine Mutter ist auch desinteressiert und sitzt ganz stolz (der Schießkünste wegen) daneben.

Du hast ganz gut reagiert. Nächstes Mal sag ihm, er soll sich von deinem Kind fernhalten oder sich benehmen.

Gruß Marion

Beitrag von meringue 31.03.11 - 15:05 Uhr

Mein Jähzorn will mich auch oft zum Schreien verleiten, aber ich habe gemerkt: Wer schreit, verliert!

Dass du geschrien hast, kam der anderen Mutter wahrscheinlich gerade recht. Da musste sie nicht auf ihren Sohn erzieherisch einwirken (wohl auch eine von denen, die Angst vor ihren eigenen Kindern haben...), sondern konnte liebende Löwenmutter spielen.

Mein Mittel der Wahl ist Liebenswürdigkeit und Spott durch die Blume. "Schau mal, der arme Junge hat noch gar nicht gelernt, wie man ... spielt. Komm, wir zeigen ihm das jetzt." Oder ähnlich. Man kann auch hochliebenswürdig die Mutter ansprechen und nach den Problemen mit dem Jungen fragen.#kuss

Das ist so peinlich für andere Mütter, wenn man sich um ihre Kinder mitkümmert, dass sie sich entweder verziehen oder selbst aktiv werden müssen.

Leider geht das nur bei kleinen Kindern, seufz! Du solltest ihm wirklich beizeiten beibringen, sich zu wehren. In der Schule wird er ihm oder Konsorten wiederbegegnen-ohne dich .

Beitrag von derhimmelmusswarten 31.03.11 - 19:11 Uhr

Ich hätte diesen Bälger wahrscheinlich längst am Schlawittchen gepackt. Ich finde solche Mütter unmöglich, die tatenlos zusehen, wie ihre Kinder andere drangsalierne. Ich bin so froh, dass wir auf dem Land wohnen und ich mich nicht auf Spielplätzen mit solchen Gestalten rum ärgern muss.

Beitrag von alpenbaby711 31.03.11 - 20:09 Uhr

Sicherlich muß man sein Kind nicht unter eine Glaskuppe stellen wenn aber der Junge ständig einen Freibrief kriegt lernt er auch keine Grenzen. Den Rotzlöffel hätte ich nach solchen Vorkommnissen auch mal richtig zusammen gefaltet wenn die Mutter schon so ne Versagerin ist.
Ela

Beitrag von liz 31.03.11 - 21:18 Uhr

Hallo!

Hättest du mein Kind angeschrien hätt ich dich auch zusammengefaltet. Ich finde es unmöglich wenn andere Leute mein Kind anschreien. Man kann doch wohl normal kommunizieren.

Bei uns am Spielplatz sind auch immer wieder Kinder dabei die anderen wehtun und meiner nimmt sich da nicht aus. Wenn ich es grad sehe dann weise ich das andere Kind darauf hin dass ich es nicht möchte und dass man niemandem weh tut bla bla bla. Auch wenn Eltern in der Nähe sind. Oft bekommt man selber auch nicht mit wenn das eigene Kind grad jemandem zb Sand auf den Kopf schüttet.

Mit dem Fremden Kind reden und es zurechtweisen, ja. Es anschreien, nein. Sowas geht gar nicht. Und wenn der Junge das öfter macht, würde ich auch die Mutter diesbezüglich ansprechen, ob sie nicht mal was sagen will.

lg liz

Beitrag von jenx 31.03.11 - 21:19 Uhr

Jep! Sehe ich genauso!

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