Das leidige Thema Zähne putzen :-(

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von millamaus 31.03.11 - 13:48 Uhr

Hallo,

so dumm es sich bestimmt für viele anhört, ich bin gerade wieder fix und alle. Es kann doch einfach nicht sein, das sich unsere Tochter so etrem gegen eine Zahnbürste wehrt. Wir putzen ihr ab dem 1. Zahn die Zähne, hatte zwischendurch bessere Zeiten, aber die letzten Monate sind wieder der reine Nervenkrieg. Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll.
Sie wird im Juli 3 jahre, weiß nun mitlerweile auch wie wichtig das Zähne putzen ist. Sie sieht es jeden Tag bei uns, aber weigert sich trotzdem strikt. Nun haben wir vor 1,5 Wochen eine elektrische zahnbürste gekauft, die sie diese 1,5 Wochen toll fand und sofort den Mund aufriss. Nun ist das wieder langweile und alles geht von vorne los. Sie weiß ganz genau wie es läuft wenn es nicht klappt, aber das ist ist offensichtlich egal. Entweder lasse ich sie einen Moment alleine drüber nachdenken und verlasse den Raum, biete ihr an alleine zu putzen (wo sie noch gar keine Lust drauf hat), oder biete ihr an das wir parallel putzen, das ich Lieder dabei singe, das wir hinterher keine Geschichte mehr leden weil es zu spät wird, oder das sie keine Süßigkeiten mehr bekommt, weil die Zähne dann kaputt gehen.
Wir haben alles alles mögliche durch. Heute morgen habe ich gesagt, sie soll so lange auf dem badstuhl sitzen bleiben bis die Zähne geputzt sind..sie saß ca. 20 Minuten ohne das es sie gestört hat. Irgendwann ging es dann. So und nun gerade vor dem Mittagsschlaf ein riesen Theater: es wurden wieder die Hände vors gesicht gehalten, der kopf weggedreht usw...!ich konnte mich nicht mehr halten und wurde laut(was mir hinterher auch leid tut, aber irgendwann kann ich nicht mehr). Sie rieb sich die Augen weil sie müde wahr und auch schlafen wollte!gut, umso mehr doch ein Grund die Zähne schnell zu putzen erklärte ich ihr dann in Ruhe. Nein, Fehlanzeige. Dann habe ich sie einfach so ins bett geschickt und gesagt wir müssen es dann nachher machen.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. Konsequenz, wie z.b. nach 2 mal sagen festhalten haben wir natürlich auch schon durch. Mir tut es aber einfach selber leid sie so festzuhalten und gewaltig sdie zahnbürste in den Mund zu bringen. ich möchte einfach nur, dass sie selber versteht das es nicht schlimm ist, schnell geht und sein muss...

Lg

Beitrag von simone_2403 31.03.11 - 13:52 Uhr

Hallo

Du thematisierst das viel zu sehr und ehrlich...Kinder die sich vor Müdigkeit schon die Augen reiben,mit denen ist sowieso nicht zu handeln.

Grundsätzlich gilt bei uns,bei der Zahnpflege gibt es keine Diskussionen ,Punkt.Was ich allerdings rauslese...vor dem Mittagsschlaf...wie oft putzt du ihr denn die Zähne?

Wir putzen 2 mal täglich,völlig aureichend.Morgens nach dem aufstehen und Abend nach dem Abendbrot.

Gruß

Beitrag von millamaus 31.03.11 - 14:00 Uhr

Hallo,

3m mal täglich werden ihr die Zähne geüutzt! Gut, keine Diskussionen heißt für dich: Kind festhalten und machen??und das jeden Tag mit Druck und zwang?
auch nicht wirklich sinnvoll, oder?

Lg

Beitrag von ellannajoe 31.03.11 - 14:15 Uhr

Hallo,

>>>Gut, keine Diskussionen heißt für dich: Kind festhalten und machen??und das jeden Tag mit Druck und zwang?
auch nicht wirklich sinnvoll, oder? <<<<

Ob sinnvoll oder nicht, bei uns hat es am Anfang nur so geklappt und wenn er dazu noch geschrien hat, umso besser hatte er wenigstens den Mund auf. Wir haben allerdings am Anfang nur 1x am Abend und erst später dann 2x Morgens und Abends geputzt. 3 Mal hätte ich definitiv nicht durchgehalten.

Wir haben es nicht disskutiert, es wurde gemacht und fertig. Mein Kind ist so dickköpfig, der würde 5 Tage auf der Toilette sitzen bleiben. #cool

Zur Beruhigung jetzt ist er 5 und auf einmal hat es klick gemacht. Heute geht er freiwillig Zähneputzen und niemand würde glauben, dass er jemals dazu gezungen werden musste.

#winke

Beitrag von simone_2403 31.03.11 - 14:35 Uhr

Es geht hier nicht um sinnvoll oder pädagogisch wertvoll,es geht darum das es Dinge im Leben gibt die gemacht werden müssen und DA gehört für mich die Zahnpflege eindeutig dazu.

Ich würde im Interesse deines Kindes das Zähneputzen auf Morgens und Abends beschränken,dann aber wird definitiv geputzt,egal wie.

lg

Beitrag von mamavonyannick 31.03.11 - 14:03 Uhr

Hallo,

wir putzen auch nur 2x täglich.

vg, m.

Beitrag von reneliane 31.03.11 - 14:24 Uhr

Hallo Millamaus,

diese Phase hatten wir auch.:-p Inzwischen klappt es aber ganz gut. Wir haben uns Geschichten ausgedacht:
Bsp.: 1. Die Zahnbürste hat Hunger und sucht jetzt die ganzen Krümel im Mund ( du weißt ja was deine tochter gegessen hat)
2. Die Zahnbürste ist Taxifahrer, holt oben Mama ab, unten Papa - oh nein Oma versteckt sich gerade hinterm Busch......

Versuch es mal mit der Variante, so nimmst du den streß raus. Vielleicht hat deine Tochter dann auch Ideen, was die Zahnbürste alles sein kann:)
Gruß reneliane

Beitrag von yamie 02.04.11 - 14:49 Uhr

hey,

der tip mit dem krümel im mund suchen... klingt gut! bei uns gehts zwar, aber auch unsere versucht gern mal ums zähneputzen rumzukommen.

danke dafür!


lg
yamie

Beitrag von dominiksmami 31.03.11 - 14:53 Uhr

Huhu,

zweimal täglich reicht...normalerweise gerade bei Kindern.

Hier bekommen die Kinder es sogar so vom Zahnarzt beigebracht " zweimal zwei Minuten".

Ansonsten ist das Zähneputzen etwas worüber nicht lange diskutiert werden sollte, denn es ist schlicht und ergreifend Lebensnotwendig ( zumindest wenn man gesund leben möchte).

Da ist auch festhalten schonmal legitim.

Aber je ruhiger und selbstverständlicher damit umgegangen wird, desto schnell wird es auch Normalität, denke ich.

lg

Andrea

Beitrag von olivia76 31.03.11 - 17:46 Uhr

Hallo!

Jaaaaaa, das nervt echt gewaltig!
Bei uns klappt es auch immermal phasenweise richtig gut, dann wieder garnicht und wir halten ihn fest und putzen. Ich singe dabei ein Lied, bei dem verschiedene Textpassagen von ihm ausgesucht werden können (es geht dabei um Essen), vielleicht gibt ihm das ja das Gefühl, dass er in dieser Situation auch eine Entscheidung trifft. Das macht es ihm dann leichter zu akzeptieren, dass ICH die Entscheidung getroffen habe, DASS die Zähne geputzt werden.
Ich hab auch schon dieverses ausprobiert und festgestellt, dass wir mit einer klaren Ansage besser fahren. Erst putze ich, solange bis das Lied um ist (wenn er den Mund zu kneift mach ich Pause und sing erst weiter, wenn ich auch weiter putzen kann-darüber muss er meist lachen), dann er.

Zugegebenermaßern hab ich ihm auch schon hin und wieder mit Karius und Baktus gedroht, und mir sei es ja egal, aber an seiner Stelle würd ich schon putzen, sonst sind morgen lauter Löcher in den Zähnen..... Das wirkt auch tatsächlich, macht ihm aber glaub ich auch wirklich Angst, deshalb lass ich das jetzt .

Eine Zeitlang habe wir auch Karius und Baktus gejagt, das hat damals auch echt gut geklappt.

Ich glaub, das ist einfach so eine Sache, die man akzeptieren muss: das wird phasenweise gut klappen, dann wieder garnicht. Am besten garnicht groß drüber nachdenken, einfach machen...

Viel Erfolg,
Olivia

Beitrag von nane29 02.04.11 - 20:57 Uhr

Hi,

mein Mann hat meiner Tochter mal ein Bild von Gammelzähnen gezeigt #schock - seit dem verlangt sie sogar, dass wir putzen.

Ich bin im Nachhinein nicht sicher, ob das nicht zu krass ist. Denn sie hatte 1x kurz danach sogar einen Alptraum über gammelige Zähne, da hatte ich dann ein megaschlechtes Gewissen.#schwitz

Sie hat aber irgendwie kapiert, dass sich im Mund Bakterien sammeln, die die Zähne angreifen und kaputt machen, wenn man nicht putzt und dass das zu Zahnschmerzen und Unannehmlichkeiten führt, die man leicht vermeiden kann.

Was ich nie machen würde, ist Horrorgeschichten vom Zahnarzt erzählen.
Denn irgendwann müssen sie sowieso hin und dann doch besser ohne große Angst.

Lg Jana