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Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von laydee 31.03.11 - 15:01 Uhr

Hallo zusammen!
Ich habe schon im Kleinkind Forum gepostet, sorry für´s Crossposting, aber ich denke es ist hier besser aufgehoben.

Ich fühle mich gerade sooo schlecht weil ich meinen so vorm Schlafengehen so doll angeschrien haben.... Ich könnte heulen.

Er ist jetzt fast 3 Jahre alt, ein sehr pfiffiger kleiner Junge, der von jedem schon Älter eingeschätzt wird, da er sehr gut spricht und schon ziemlich groß ist
. MAnchmal ist das natürlich schwierig für ihn, weil die Leute dann ja auch ne´gewisse erwartungshaltung ihm gegenüber haben, die er als 2 Jähriger einfach noch nicht erfüllen kann, und in meinen Augen auch nicht muss.

Er ist sehr Willensstark und ein Freigeist, sehr kreativ und macht alles was er macht mit sehr viel Herzblut.
Klappen die Dinge nicht so wie er es sich vorstellt, dann ist der Tag echt gelaufen... er wird so maulig und nörgelt nur noch rum. Er hört kein Stück mehr im Augenblick und macht was er will. Gegen alles geht er an und muss das letzte Wort haben.
Ich kann ihn mit nichts ablenken, er lässt sich nichts mehr vormachen.
Schimpfe ich mit ihm, oft weiß ich mir keinen anderen RAt als das, sagt er :"psssst Mama, nicht so laut reden." Er hört gar nicht zu, überhaupt nicht, das treibt mich in den Wahnsinn..
Ich weiß überhaupt nicht mehr wie ich an ihn rankommen soll.

Abend haben wir seid ein paar TAgen ein Riesentheater... mehrere Stunden... er WILL nicht schlafen. Trotz allen Ritualen, essen, spielen, lesen, kuscheln dabei erzählen um den Tag zu verarbeiten, singen und ins BEtt. Er will nicht. Er sagt: Ich rufe dann ganz laut, ich will nicht schlafen. Ich brauche nicht schlafen.
Und das zieht er durch, sehr ausdauernd 2 Std lang. Erst wenn mein MAnn oder ich mit ihm wirklich schimpfen und er weinen muss, lässt er sich nach nochmaligem kuscheln auf das schlafen ein...
Genau das selbe Spiel ist Mittags. Er ist müde, nicht mehr zu gebrauchen, schläft auch 2 Std mittags, aber erst nach riesem Theater.

Tja und heute hab ich einfach keine nerven mehr gehabt... ich hab ihn so angeschrien... es tut mir so leid...ich bin raus und musste so heulen.. er tut mir so leid...
Er schläft jetzt, aber um was für einen Preis?

Ich würd gerne Wissen wie ich aus dieser Situation, immer wieder schimpfen zu müssen, zu schreien, rauskomme.
Denn eins habe ich schon gelernt: Es bringt nichts!!!

Hat jemand von euch schon von "Wege aus der Schreifalle" gehört? Wäre das etwas für mich?

Ich wäre dankbar für ein paar Tipps!

LG

Beitrag von mamavonyannick 31.03.11 - 16:50 Uhr

Hallo,

vielmehr solltest du überlegen, wie du aus der situation mit ihm erstmal stundenlang zu diskutieren, raus kommst. Wenn du merkst, dass es nicht geht, warum wirst du dann nicht gleich eindeutiger in deinen Aussagen und zeigst ihm auch die Konsequenzen auf.

Vorher solltest du aber auch prüfen, ob dein Sohn auch abneds oder mittags müse ist. Meiner hat mittags in dem Alter gar nicht mehr geschlafen, vllt hilft das, damit er abends schneller zur Ruhe kommt.

Im übrigen finde ich die Aussagen er ist "willensstark" und ein "Feingeist" immer sehr "witzig", denn komischerweise beschreiben alle Mamas mit "solchen Kindern" ähnliche Situationen wie du. Das Kind hört nicht zu, es wird ihm alles stundenlang erklärt und zum Schluss doch geschimpft. Sicher muss man auf Kinder eingehen, aber nicht alles muss mit einem 3 Jährigen ausdiskutiert werden und schon gar nicht 2 Stunden.;-)

Was übrigens bei uns hilft, wenn mein Sohn mir offensichtlich nicht zuhört und damit vermutlich nicht das machen wird, was ich "verlange": Ich lasse ihn nochmal wiederholen, was ich gerade gesagt habe. Das klappt ganz gut und er verinnerlicht, was ich gerade von ihm wollte (z.B. dass er sich schon mal Jacke und Schuhe anzieht, während ich das Auto aus der Garage hole und wir dann gleich los fahren können)

vg, m.

Beitrag von ellannajoe 31.03.11 - 17:45 Uhr

Hallo,

mach dich bloß nicht fertig. Ich hab hier auch so einen Dickschädel sitzen und wenn mir der Kragen platzt dann wackelt hier die Hütte. #cool Er ist nicht aus Zucker und kann das verkraften.

Als erstes würde ich mal nach den Schlafenszeiten deines Kindes schauen. 2 h Mittagsschlaf für einen 3 jährigen und dann vielleicht zu früh ins Bett, können schon ausschlaggebend für eure Probleme sein.

Meiner hat den Mittagsschlaf mit 2 Jahren abgeschafft und ist dann Abends zwischen 19.00 - 20.00 Uhr problemlos eingeschlafen, war dann aber auch richtig knülle. Ist er mir im Auto auch nur für 15 minuten eingeschlafen, dann war er bis 22.00 Uhr hellwach und an Schlaf nicht zu denken.

Ich glaub 2 h Mittagsschlaf und er wäre bis Mitternacht wach gewesen.

Und denk immer daran: Es ist alles nur ne Phase. Pass die Zeiten an, dann klappt es bestimmt.

#winke

Beitrag von lisasimpson 02.04.11 - 23:29 Uhr

ich denke, die methode, die bei "wege au der schreifalle" aufgezeigt wird ist grundsätzlich eine sehr sinnvolle.

Aber ich denke, daß das nicht euer problem lösen wird.
Ich denke irgend etwas hat sich verändert- ob beim kind, bei dir, in der familiären Situation und nun fällt ihm der Übergang zum schlafen einfach schwer.

Was könntet ihr machen, damit das besser gelingt?
was würde er sich wünschen?
wenn du ihn fragst, was er brüchte, damit das mit dem schlöafen gehen wieder richtig gut klappt- was antwortet er?
versucht gemeinsam eine lösung zu finden (er darf noch alleine bücehr anschauen, cd hören, du legst dich dazu, er darf noch spielen, du singt ihm ein lied- keine ahnung...)

lisasimpson