Was für eine Woche (Vorsicht lang)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von steffken80 31.03.11 - 17:39 Uhr

Hallo,

man ist das eine Woche.

Am Sonntag bekam ich urplötzlich starke Zahnschmerzen, an einen Zahn bei dem ich vor 3 Monaten eine Wurzelbehandlung hatte. War seit dem nichts zu merken und auf einmal riesige Schmerzen. Wie aus dem nichts. Hab mich dann bis Montag früh mit Paracetamol über Wasser gehalten, was nicht wirklich geholfen hat. Da ich ANgstpazentin bin, wollte ich nur zu meinen Zahnarzt (ist auf ANgstpazenten spezialiesiert). Ich komm da an und er sieht erstmal nix. Also wieder mal Röntgen (musste er bei dem Zahn vor drei Monaten schon, weil nichts zu finden war).

Er kam dann mit dem Röntgenbild wieder und sagte mir er kann mir zwei Sachen anbieten. Einmal: den Zahn ohne Beteubung aufbohren um zu gucken ob es vielleicht besser wird, was er aber nicht denkt. Wollte ich auf keinen Fall, weil ich schon beim leichten Zähneputzen das Heulen vor Schmerzen bekommen habe. Oder er zieht den Zahn, wo er denkt das sei besser, weil er nicht wirklich glaubt das das Erste hilft.

Ich natürlich das riesen Heulen bekommen, mein schöner Zahn (der Zahn nach dem Eckzahn). Ich hatte so angst, dass ich dann so assi aussehen könnte. Immerhin kann man den Zahn ja beim Lachen oder wenn ich den Mund mal weiter aufmache sehen.

Half ja alles nix, Zahn musste raus. War nichts dran zu machen. Bekam eine Beteubung und die wirkte nicht richtig weil schon so vereitert. Hab mich dann dabei immer mehr reingesteigert und hab die ganze Zeit bitterlich geweint, weil ich meinen Zahn behalten wollte und die Schmerzen kamen zusätzlich dazu. Mein Zahnarzt musste mehrmals eine Pause machen, dass ich mich wieder beruhigen konnte. In der Zwischenzeit liess er auch meinen Mann auf Arbeit anrufen, dass er mich abholt. Aufeinmal knackte es und der Zahn war aus, aber es fehlte ein Stück. Die Wurzel war abgebrochen. Die hat er dann auch noch rausgepoppelt. Er nähte alles zusammen und ich dürfte mich ins Wartezimmer setzen.

Mein Mann kam dann auch ziemlich schnell und war total in Panik. Nahm mich gleich in den Arm und ich fing gleich wieder an zu heulen. Er versprach mit auch gleich, dass ich so schnell wie möglich einen schönen neuen Zahn bekomme.

Draussen am Empfang wartete auch schon mein Zahnarzt auf uns und erklärte meinen Mann auch noch mal alles genau. Mein Mann fragte auch gleich was man wegen dem fehlenden Zahn machen könnte. Tja, er macht erst was, wenn ich nicht mehr schwanger bin und dann kostet uns das 2000 Euro. Da wissen wir ja schon mal, auf was wir die nächsten Monate sparen können.

Mein Mann brachte mich dann nach Hause und irgendwann schlief ich dann auch ein. Als ich dann wieder zu mir kam, war mein ganzes Gesicht und das ganze Kopfkissen voller Blut. Was für ein Anblick. Hab mich dann mit Paracetamol durch den rechstlichen Tag und die Nacht geschleppt und hab kaum noch Erinnerung dran.

Das war der Montag. Dienstag hing ich den ganzen Tag, völlig fertig mit meinen Kühlpad auf der Couch ab und bekam dann gegen Nachmittag immer wieder Pieksen oder auch so Stiche am Muttermund. Rief dann nach ner Weile meine Hebamme an, die sagte ich soll noch mal Magnesium nehmen und wenns nicht besser wird zur Kontrolle in die Medizinische Hochschule zur Überprüfung fahren. Wurde natürlich nicht besser und bin dann los gefahren.

Mach dem ich dann auf diesen riesigen Gelände endlich die Frauenklinik und den Kreisssaal gefunden habe, wurde dann gleich ein CTG gemacht. War ohne Befund, keine Wehen (CTG zeigte bei meiner Großen aber damals auch erst Wehen an, als ich Presswehen hatte), aber sehr schön aktives Baby.

Danach meine wunderschönen, seit Wochen orangefarbenen Urin abgegeben (obwohl ich sehr viel trinke).
Und dann zu Ärztin rein, die erstmal nachguckte, Abstrich machte und Ultraschal.
Muttermund ist sieht gut aus. Abstrich eigentlich auch okay, kein Fruchtwasseraustritt, aber dadurch das ich seit einigen Tagen sehr verstärkt sehr flüssigen Ausfluss habe der Verdacht, dass ich einen Pilz habe, unter dem Mikroskop jedoch nicht nachweisbar. Muss jetzt 6 Tage Zäpfchen nehmen und danach noch mal welche zum Wiederaufbau.

Aber der Gebärmutterhals ist von 5,0 cm auf 3,6 cm verkürzt und hat eine Trichterbildung. Ist wohl nicht Behandlungs- aber Kontrollbedürftig und ich soll mich in den nächsten Tagen bei meinen FA vorstellen.

Hab auch gleich noch ein paar Daten bekommen. Meine Püppi hat zwei wundersschöne Schamlippen (war immer nie genau zu sehen, wurde nur immer nichts gesehen, was auf einen Jungen hinweist) und ist 37,5 cm groß und wiegt 1444 g.

Als ich wieder raus kam aus dem KH machte ich mein Handy wieder an und hatte gleich mehrere Anrufe und SMS von meinen Mann drauf, der panisch um eine Info pflehte (ist bei meiner Tochter zu Hause geblieben). Hm, hätte ich ihm vielleicht vorher sagen sollen, dass son CTG wenigstens 30 min dauert. Hab mit soviel Aufregung seinerseits gar nicht gerechnet. Dem Erzeuger meiner damaligen Tochter war damals immer alles so gleichgültig und uninteressiert.
Tja, wieder einen Grund mehr warum ich meinen jetztigen Mann geheiratet habe.

Seit Mittwoch kann ich mich kaum noch bewegen, hab immer das Gefühl ich brech gleich in der Mitte durch und kann die Beine kaum noch heben. Hab auch seit gestern Abend Druchfall und stechen tut es auch immer noch ab und zu. Irgendwie ist untenrum auch alles angeschwollen. Dazu kommt noch, dass es mir kreislaufmässig nicht wirklich gut geht. Fühl mich total verpeielt und schwitze immer zu.

Irgendwie hab ich das Gefühl die Püppi mag jetzt schon raus, aber sie muss doch noch nen bisschen bei mir drin bleiben.

Heut war ich noch mal beim Zahnarzt, weil ich immer noch Schmerzen an der Kauleiste habe. Irgendwie auf Wangenhöhe, aber mein ZA meinte, dass nicht zu sehen ist und er der Meinung ist, es liegt an den Beteubungsstritzen.

So, jetzt hab ich mich erstmal ausgejammert.

Morgen hab ich dann meinen ersten Termin bei meiner Hebamme und werde dann auch gleich mal bei meinen FA reinschauen.

Für alles die es bis hier unten mit lesen geschafft haben, möchte ich danken und vielleicht geht es ja jemanden ähnlich und kann mir mut machen.

LG Steffi oder auch von meinen Mann liebevoll Ohnezahn genannt wird





Beitrag von maja0310 31.03.11 - 17:50 Uhr

Ohje du Ärmste!
Fühl dich mal gaaaanz doll #liebdrueck!
Mach dir keinen Kopf, das wird alles gut gehen! Und das mit dem Zahn sieht man bestimmt gar nicht! :-)
Hey wer so einen tollen Mann hat, eine süsse Tochter und bald noch ein süsses Mädchen...der kann doch noch ein bisschen ohne Zahn auskommen! ;-)

Liebe Grüße und alles Gute deiner Familie und dir Ohnezahn ;-)
und natürlich für die Geburt und deine weitere Zahnbehandlung!

Beitrag von jana1609 31.03.11 - 17:54 Uhr

auwei... das klingt ja nicht so schön!

Kann dich total verstehen, das war ja echt ne Horrorwoche!

Aber jetzt hast du ja das gröbste hinter dir, und das mit dem Zahn wird auch wieder!
Außerdem sind Schwangere von Natur aus schön und strahlen von innen, so dass das mit dem Zahn gar nicht auffallen wird :-)

Und die Zeit wird total schnell vergehen, bis du total erstaunt sein wirst, dass sie schon rum ist und du dein Baby und nen neuen Zahn hast!
Na wenn das mal nix is ;-)

Wünsch dir alles Gute!!!!!!

Liebe Grüße,
Jana und Krümi 16.SSW

Beitrag von steffken80 31.03.11 - 20:07 Uhr

Danke für euren lieben Worte.

LG Steffken