Ich stell mich mal vor

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von thama 31.03.11 - 20:24 Uhr

Hallo,

ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und finde es hier wirklich recht Intressant.

Nun wollte ich mich einmal Vorstellen.

Ich bin 25 und habe 2 Kinder. Der "Große" wird bald 6 und der "Kleine" ist knapp 3,5.

Bei meinem Kleinen wird das Asperger-Syndrom vermutet.

Zuerst hatten wir verdacht auf stille Epileptische Anfälle, was er nun nicht hat.

Dann dachte man das er eventuell nicht richtig hören kann, da der Innendruck in den Ohren nicht ganz ok war. Nur wie genau nicht ok konnte uns nicht gesagt werden. Es wurde dann vermutet das er eine Wasseransammlung hinterm Trommelfeld hat. Doch musste er die Polypen entfernt haben und da haben sie auch gleich das Trommelfeld geöffnet und wollten gegebennenfalls Röhrchen legen,dies war allerdings gar nicht nötig.

Er kann noch nicht richtig Sprechen und Motorisch ist er auch zurück. Wir haben nun mit der Frühförderung begonnen, gehen zum Logopäden und zur Krankengymnastik. Was er allerdings sehr gut kann ist rechnen und er kennt das ganze Alphabet in schrift.

Er darf so wie es jetzt aussieht wohl ab dem Sommer in den Kindergarten, da wir einen I-Platz bekommen werden. Klar könnte ich ihn auch in ein Regelkindergarten schicken. Nur möchte ich das nicht da ich weiß das er da untergehen würde.


Ob er nun wirklich das Asperger-Syndrom hat weiß ich nicht. Ich hoffe das bald eine Diagnose feststeht. Nicht das ich nicht gut damit Leben kann wie er ist, sondern eher damit ich weiß ob er nicht doch was anderes hat, was man eventuell "beheben" kann (ich weiß klingt etwas blöd).


Vllt kennt hier ja jemand den Ablauf etwas, bis man eine Diagnose hat. Oder kann Stellen nennen wo man recht schnell eine Diagnose bekommt. Ein Termin im Kinderzentrum in Pelzerhaken steht bei uns auch noch aus.


Schöne Grüße Marie

PS.: Kennt ihr die Geschichte "Willkommen in Holland" von Emily Perl Kingley (die ist echt toll)????


Beitrag von kati543 31.03.11 - 22:19 Uhr

Hallo Marie,
mein Großer hatte den Verdacht auf Asperger. Der hat sich aber letztendlich nicht bestätigt. Autismus - schnell - früh - Asperger sind so Wörter, die in einem Satz zusammen nicht vorkommen sollten ;-)
Zwar ist es möglich Autismus früh festzustellen, aber Asperger Autismus kann man erst relativ spät mit ca. 4 Jahren feststellen. Die Fragebogen sind alle erst ab 4 Jahre ausgelegt. Und selbst da kannst du die Hälfte der Fragen nicht beantworten, da der Bogen eben so aufgebaut ist, dass immer gefragt wird, wie war das, als das Kind 4 war und wie ist es jetzt. Das Ergebnis wird dadurch eben einfach verfälscht.
Der Test wird von der KJP gemacht - nur die dürfen die Diagnose "Autismus" in Deutschland überhaupt stellen. Die Tests werden manchmal auch von anderen Kinderpsychologen gemacht und falls dann die notwendigen Cut-Off-Werte erreicht werden, schicken die einen dann weiter an die KJP. Der Test bestand bei uns aus 3 Teilen. Einen bekam die Erzieher des Kiga, einen die Eltern und einen haben die Psychologen eben an 3 Tagen an jeweils 1 Stunde mit meinem Sohn - ohne uns - gemacht.
Diese Tests werden häufig auch stationär gemacht. Sie müssen unbedingt gründlich sein. Ein falsches Ergebnis - egal ob falsch positiv oder falsch negativ - versaut deinem Sohn dann das gesamte Leben. Und eine richtige Diagnose zu stellen, ist sehr schwer. Nur mit der richtigen Diagnose hat dein Sohn dann Anspruch auf entsprechende Therapien.

Beitrag von moni66 01.04.11 - 07:22 Uhr

Hallo
ich kann meiner Vorrednerin nur zustimmen, diese Diagnose zu stellen ist verdammt schwer
Wir haben eine Odysee von Ärtzen hinter uns, sie hätte damals sogar in einen Krankenhauskindergarten gehen sollen die auf Autismus spezialisiert sind und wir sollten sie aus ihrem gewohnten Kindergarten rausreissen.
Ich bin froh, dass wir uns damals dagegen entschieden haben.
Mittlerweile ist es so, sie ist fast 8, und sie hat keine Autismus. Sie ist schon verzögert geht aber in die Regelschule, Sie war sprachverzögert und hat Rolando Epilepsie.
Also wie gesagt, mit Autismus ist es schwer eine Diagnose zu machen
Alles Gute
Moni

Beitrag von geralundelias 02.04.11 - 00:17 Uhr

Hallo,

Elias ist 8 Jahre alt, vor einem halben Jahr stand die Diagnose 'Asperger-Syndrom' fest.
Ein bisschen 'anders' war er immer, im Alter von 5 Jahren nahmen die Auffälligkeiten zu. Als er 6 1/2 J. alt war, kam der Verdacht auf Asperger auf, mit 7 1/2 Jahren stand die Diagnose.
Bei Fragen kannst du mich gerne über die VK anschreiben!
LG