Frustriert .... ich wollte doch nur wissen wie es den Kids geht OT

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von das kindermädchen 31.03.11 - 21:25 Uhr

Hallo,

könnt ihr mir mal sagen, ob ich da zu viel erwarte? Ich musste mein Studium selbst finanzieren und bin dann über eine Anzeige gestolpert, dass eine ziemlich reiche Familie ein Teilzeit Kindermädchen sucht - bei freier Kost und Logie. Da habe ich mich gemeldet und bin genommen worden. Ich zog also bei der Familie in ein Zimmer auf dem Dachboden (total gemütlich) und sittete also fleißig darauf los.

Ich muss sagen, dass ich eigentlich nur Studenten kannte und gerade in den Semesterferien viel viel mehr geholfen habe, als meine Absprache so war (z.B. mal mit allen drei Kindern einen Tag in den Zoo gefahren). Ich hatte keine richtige Familie, meine Kommilitonen waren alle in den Semesterferien weg und ich habe das Familienleben genossen. Dafür habe ich kein Geld bekommen, ich wollte auch keins, hab mich irgendwie als Familienmitglied gefühlt. Ich habe auch sehr oft Freitag und Samstagabend aufgepasst, auch wenn ich selbst eigentlich was vorhatte (selbst Schuld, ich weiß schon).

Als ich nach vier Jahren in den "Endzügen" lag, lag auch die Ehe meiner Arbeitgeber in den Endzügen und die Frau ist ziemlich abrupt mit den Kindern ausgezogen und war weg. Der Mann hat mir angeboten, noch da zu wohnen, bis mein Studium fertig war (waren wenige Wochen). Wo seine Frau ist - darüber hat er nie ein Wort verloren.

Ich bin dann ausgezogen, aber mir lag schwer im Magen, dass ich mich damals nicht mal von den Kindern, die sehr klein waren (als ich einzog z.T. noch nicht geboren), verabschieden konnte und ich hab mir viele Gedanken gemacht.

Jetzt, nach 25 Jahren, habe ich den Mann im Internet gefunden und ihn angerufen. Er war nett, meinte, dass er zu seiner Frau keinen Kontakt mehr habe, aber es den Kinder gut ginge, und hat mir die Adresse seiner Frau und der Kinder gegeben.

Ich habe einen Brief hingeschickt, mit der Bitte, dass ich einfach höre, was die Kinder nun machen. Und ich habe nichts gehört. Ich habe noch einmal angerufen, da war dann die Haushälterin dran und sagte, sie richtet es aus. Das ist nun über ein Jahr her und es ist klar, dass sich niemand mehr melden wird. Ich bin ehrlich ziemlich enttäuscht - nicht von den Kindern, aber von meiner ehemaligen "Chefin". Ich wollte echt nur ein kurzes "Hallo".

Hab ich zu viel erwartet?

Beitrag von masolu 31.03.11 - 21:31 Uhr

Hm, also ich muss sagen ich finde dein Interesse und deine Nachfrage sehr sehr nett. Und ich finde auch, dass eine Antwort nichts gewesen wäre womit sie sich einen Zacken aus der Krone gebrochen hätte. Ein Brief, ein kurzes Telefonat, eine E-mail oder was auch immer hätte drin sein können finde ich. Immerhin hast du ja keine Erwartungen an sie gestellt (keine Besuche oder sowas).

Beitrag von das kindermädchen 31.03.11 - 21:40 Uhr

Ja, das denke ich auch. All die Zeit, die ich praktisch einfach so investiert habe (ich mag nichts aufrechnen, aber ich habe heute selbst drei Kinder und so eine Studentin, die mir einfach so kostenlos mal einen freien Tag schenkt, ich würde sie knutschen) und dann hat meine Chefin (mit der ich mich auch echt gut verstanden habe) nicht mal 10 Minuten Zeit, mir eine kurze Nachricht zu schicken (hatte extra meine Telefonnummer, Email und Adresse drauf geschrieben). Ich habe es auch so in den Brief geschrieben, dass mir eine kurze Nachricht reicht, einfach, dass ich weiß, was aus ihnen wurde.

Beitrag von :-) 31.03.11 - 22:16 Uhr

.....ich hoffe Du verstehst mich jetzt nicht falsch, es soll keine Unterstellung sein!!!!

Könnte es sein das die Dame Dir die Schuld oder ein Mitschuld am Scheitern ihrer Ehe gibt??
Manche haben da wirklich eine rege Phantasie. Aber nach der Reaktion was Sie zeigt und gezeigt hat. Auch das Du nach ihrem Auszug noch dort geblieben bist, könnte ja in ihren Augen die Bestätigung sein.

Wie gesagt, ich will nix unterstellen.

Beitrag von von hinten durch die Schu 31.03.11 - 23:17 Uhr

lter ins Knie

"Manche haben da wirklich eine rege Phantasie."

Lauf mal zum nächsten Spiegel und schau rein, dann siehste eine.

Beitrag von das kindermädchen 01.04.11 - 14:34 Uhr

Hallo,

nein, ich hatte während des Studiums einen festen Freund. Der Herr des Hauses bastelte an seiner Karriere an der Uni und war eh kaum daheim.War er daheim, habe ich mich immer dezent zurückgezogen, weil die ja sowieso so wenig Familienzeit hatten. Ich fand ihn auch latent arrogant.

Beitrag von juniorette 01.04.11 - 17:37 Uhr

Hallo,

"Ich bin ehrlich ziemlich enttäuscht - nicht von den Kindern, aber von meiner ehemaligen "Chefin". Ich wollte echt nur ein kurzes "Hallo". "

die "Kinder" sind nach 25 Jahren keine "Kinder" mehr, sondern schon lange volljährig (um die 25 Jahre alt laut deiner Aussage).

Insofern wird deine ehemalige Chefin es ihren erwachsenen Kindern überlassen haben, ob sie sich bei dir melden oder nicht. Insofern solltest du sehr wohl eher von den "Kindern" enttäuscht sein.

Ich hätte als deine ehemalige Chefin nach 25 Jahren auch kein Interesse an neuerlichen Kontakt mit meinem ehemaligen Kindermädchen und die Kinder werden sich wohl kaum an dich erinnern.
Vielleicht erinnerst du deine Ex-Chefin auch an eine schmerzliche Zeit in ihrem Leben.
Deswegen verstehe ich deine Erwartungshaltung nicht so ganz.

"Hab ich zu viel erwartet? "

Aus meiner Sicht: ja.

LG,
J.