Absicherung Gartenteich?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von exot 31.03.11 - 21:34 Uhr

Hallo,

in unserem Garten befindet sich ein (kleiner) Teich. Der Teil des Gartens, den unser Mieter für sich beansprucht.
Wir haben ihn (mehrfach) darauf angesprochen, daß er (bitte) den Teich absichern soll.
Tz, das Verhältnis ist leider nicht das beste .....
Vorhin durften wir uns "lustige" Scherze über Weidezaun und Stacheldraht als Begrenzung anhören. Naja, nicht jeder hat den gleichen Humor.
Wie sieht es rein sachlich, rechtlich aus? Jeder Besitzer ist dafür verantwortlich, daß sein Teich ausreichend abgesichert ist. Aber: was heißt dies in Zahlen (zB Zaunhöhe und Materialstärke).
Ich fürchte nämlich, daß er in vier Wochen einen 50 cm Billig-Kaninchendraht um das Teicharreal zieht.

VG exot

Beitrag von mamavonyannick 31.03.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

könnt ihr denn nicht selbst einen Zaun ziehen?

vg, m.

Beitrag von exot 31.03.11 - 23:11 Uhr

Habe ich auch schon überlegt ... wobei wir eher für "zuschütten" sind. Sicher ist sicher.

VG exot

Beitrag von mamavonyannick 31.03.11 - 23:28 Uhr

Habt ihr den Teich angelegt oder die Mieter? Bei letzterem ist "zuschütten" vllt nicht so angebracht;-)

Beitrag von bezzi 01.04.11 - 13:22 Uhr

Vielleicht erzählst Du ja noch ein bisschen über die Hintergründe.
Wem gehört das Haus, wie viele Parteien wohen dort, seid ihr Eigentümer des genamten Hauses, nur der Wohnung oder seid ihr Mieter, was steht im Mietvertrag zum Thema Gartennutzung, wer hat den Teich angelegt ?

Im Allgemeinen muss der Teichbesitzer seinen Teich wirkungsvoll absichern. Ein 1 m hoher Zaun sollte genügen.
Wenn das nur ein kleiner Teich ist, reicht es wahrscheinlich aus, ein Metallgitter darüber oder knapp unter die Wasseroberfläche zu legen.

Beitrag von exot 01.04.11 - 15:02 Uhr

Zu den Hintergründen:

Wir sind Eigentümer des Hauses.
Drei weitere Mietparteien wohnen mit drin. Zwei davon nutzen ebenfalls den Garten, sprich: haben sich jeweils ca 1/3 vom Garten abgetrennt (die einen optisch durch Bepflanzung) die anderen durch Zäune. In den Mietverträgen, die uns schriftlich vorliegen, wird der Garten nicht erwähnt - es handelt sich somit um eine "Gartenduldung". Außerdem haben wir im Kaufvertrag mit drinstehen, daß es keinerlei mündliche Nebenabreden gibt.
Der Mieter mit dem Teich hat jedoch einen mündlich geschlossenen Mietvertrag - und er ist felsenfest überzeugt, daß ihm der Garten zusteht. Leider lebt der Mann, der mit ihm diesen Vertrag geschlossen hat, nicht mehr.
Wir haben gut 10 Jahre nach einem geeigneten Haus mit großem Grundstück gesucht. Platz für die Kinder (4) und die Tiere. Für Letztere ist ein großer Stall, sowie ein Auslauf geplant.
Unser Vorschlag war, daß wir die Gartenduldung nicht komplett aufheben, sondern daß der eine Mieter "Ausgleichsfläche" an anderer Stelle auf dem Grundstück bekommt. An diesem Vorschlag war er jedoch nicht interessiert. Wir werden abwechselnd als "Schweine", "arrogant", usw betitelt - im Beisein unserer Kinder.
Ach ja, besagter Mieter ist selber Eigentümer (Vermieter) mehrerer anderer Wohnungen ...
Den Teich (der beim Bau des Stalles eh weichen muß, da er zu dicht dran liegt) hat er auch angeblich gar nicht dorthin gesetzt, der "war schon immer da" (Zitat).

Das eigendliche Problem ist die Veränderung, die mit dem Verkauf des Hauses dort Einzug hält. Der vorige Besitzer lebte in den neuen Bundesländern und war froh, wenn er pünktlich seine Miete bekam, die Mieter ihn jedoch ansonsten in Ruhe ließen.
Die Mieter haben es sichtlich genossen eine gewisse Narrenfreiheit zu haben. Sie haben den Garten eigenständig unter sich aufgeteilt (und zwischenzeitlich auch Land an Nachbarn verpachtet), untereinander gemauschelt, ... es lief.
Jetzt kommt jedoch plötzlich ein neuer Eigentümer und der zieht auch noch mit ein! Ein Eigentümer, den man schon von Kindesbeinen an kennt, der sich jedoch nicht wie ein kleines Kind einschüchtern und lenken läßt.

Mit einer Mietspartei verstehen wir uns prima, das Verhältnis zur zweiten ist distanziert (höflich-reserviert), nur der Dritte droht und beschimpft uns.
Er würde sich bereits auf einen langen Rechtsstreit mit uns freuen, versprach er mir gestern noch. Jegliche Argumentation geht bei ihm fehl (da er sie nicht versteht), man bekommt nur ein Augen-Verdrehen und ein Schnauben, sowie den Kommentar: "Mit Ihnen rede ich doch gar nicht."
Sorry, wie soll man mit solch einem Menschen umgehen?!

Ihr seht, die Einhaltung seiner Verkehrssicherungspflicht (sprich: Absicherung des Teiches) ist nur die Spitze des Eisberges.
Derzeit jedoch unser primäres Problem, denn selbstverständlich geht die Sicherheit unserer Kinder vor.

VG exot

Beitrag von bezzi 01.04.11 - 15:17 Uhr

Der Garten gehört Euch. Ich würde nicht lange fackeln und den Teich zuschütten. Ich habt ja einen berechtigten Grund dafür.
Wenn der Mieter deswegen Ärger macht, würde ich ihm schriftlich die weitere Nutzung des Gartens komplett verbieten.

Wenn er Euch beleidigt könnte das gegebenenfall sogar ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Das würde ich dann durch einen Anwalt prüfen lassen. Solche Mieter braucht kein Mansch.

Beitrag von exot 01.04.11 - 15:42 Uhr

Danke - tut gut, verstanden zu werden :-).