Links oder Rechtshänder....sie is unentschlossen...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von anita_kids 31.03.11 - 21:40 Uhr

Hallo,

ich war heut mit meiner dritten Tochter zur Einschulungsuntersuchung....ich selber habe gar kein Problem gesehen, sie ist sprachlich sehr gut gerüstet, rechnet auch *durch zwei Vorschulgeschwister* schon kleinere Aufgaben - ich sehe sie also fit für die Schule....
Nun war die Untersuchung so gegen 17 Uhr, die Reserven waren also schon etwas aufgebraucht für den Tag und sie war bei einer Aufgabe etwas unkonzentriert, hat beim zweiten Anlauf aber immer die richtige Lösung gefunden.....ABER nun hat die Ärztin bemängelt, dass sie so unentschlossen ist, was ihre Händigkeit angeht....mir ist das immer aufgefallen, aber ich habe mir nie Gedanken drum gemacht, sie wechselt halt mitten im Essen und Malen die Hand, sie macht es eben, wie sie es für besser empfindet - heut bei der Untersuchung hat sie jeweils drei Symbole nachmalen sollen - das eine sah mit rechts echt miserabel aus, dafür mit links war es deutlich erkennbar...ich seh jetzt hier kein Problem, die Ärztin meine auch nur, dass dies für die Sitzordnung schwer wäre. Aber wenn das das einzige Problem wäre, sehe ich den Sinn an der von ihr erwähnten Ergotherapie nicht.
Vielleicht sind hier noch paar Mamas von so unentschlossenen und können mir sagen, welche Probleme das unentschlossene noch mitsich bringen könnte...

#danke und LG anita

Beitrag von martina75 31.03.11 - 22:48 Uhr

Hallo,
unser Sohn ist jetzt im 1. Schuljahr. Anfang letzen Jahres machten mich seine Erzieherinnen im KiGa darauf aufmerksam, daß er sich, was die Rechts- bzw. Linkshändigkeit betrifft, noch nicht gefestigt hat und daß wir das mit dem Kinderarzt besprechen sollten. Die Erzieherinnen haben uns direkt zur Ergo geraten. Die Symptome waren ähnlich wie bei Eurer Tochter, z.B. beim malen die Hand wechseln (oder sogar mit beiden Händen gleichzeitig malen). Der Kinderarzt hat uns dann nach längerem hin und her die Ergo verschrieben. Dort ist unser Sohn bis zum Schulanfang, fast 7 Monate lang, zweimal die Woche hingegangen und schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, daß "links" seine Seite war. Es wurden Übungen gemacht, um die Linkshändigkeit zu festigen.
Wir haben uns aber auch keine Gedanken gemacht, welche Probleme es geben könnte, wenn er nicht zur Ergo gehen würde und wir ihn so schreiben/malen ließen, wie er wollte. Für uns war klar, daß es anscheinend ein kleines Problem gibt, welches gelöst werden muß, bevor er in die Schule kommt.
Die Ergo hat ihm wirklich gut getan, er ist totalgerne hingegangen. Die Therapeutin ist auch bei der Therapie auf seine Hobbies und Interessen eingegangen.
Hol Dir doch vielleicht mal eine zweite Meinung von Eurem Kinderarzt bzw. spreche mit den Erzieherinnen im KiGa. Ich denke, die können auch in etwa einschätzen, ob eine Ergo Deiner Tochter gut tun würde.
LG,
Martina75

Beitrag von ayshe 01.04.11 - 08:02 Uhr

Vllt sollte nur daran denken, daß es auch Beidhänder gibt.

Beitrag von anita_kids 01.04.11 - 20:49 Uhr

Ist vllt für diese Ärztin keine Option?#schein

Beitrag von marion2 01.04.11 - 08:05 Uhr

Hallo,

wahrscheinlich ist, dass deine Tochter Linkshänderin ist, die auch mit rechts arbeiten kann.

Probleme? Welches Problem sollte sich ergeben, wenn ein Kind mit beiden Händen schreiben kann?

Gruß Marion

Beitrag von anita_kids 01.04.11 - 20:48 Uhr

Hallo,

ja frag mich nicht, ich sehe ja auch keine darin, solange sie sich selber nicht irgendwie damit behindern würde, sie kommt bestens damit klar und somit habe ich es nie als Problem gesehen.
Die Ärztin konnte ja nun auch nur die Sitzordnung als Probem angeben, welches ich recht dürftig sehe.
Ich soll das ja nun mit meiner KInderärztin besprechen, was ich auch tun werde in einem ausgiebigen Gespräch.

LG Anita

Beitrag von njeri 01.04.11 - 09:03 Uhr

Unser Sohn war auch sehr lang unentschlossen.
Im Kiga war es anfangs nie eindeutig erkennbar ob nun rechts oder links, deshalb wurde er dann ein Jahr vor Einschulung getestet. Ergebnis: eindeutig Linkshänder. Ich hatte das eh vermutet...
Ein paar Monate später war das dann schon wieder nicht mehr so klar, weil er plötzlich anfing hartnäckig alles (nicht nur schreiben/ malen, auch werfen usw) mit rechts zu machen. Im KiGa waren alle sprachlos, der Kinderarzt meinte, das werde sich schon noch finden und auch ein befreundeter Ergo sagte, außer erneut zu testen, könne man nichts machen.
Also haben wir nichts getan, außer abgewartet.
Bei der Schuluntersucheng absolvierte er alle Test krakelig mit rechts, ich tippte dennoch immernoch auf links.
Letztendlich, als ich bei der Einschulung ausfüllen sollte ob rechts- oder linkshändig, machte ich ein großes Fragezeichen. Die Lehrerin, die mit mir den Papierkram erledigte, reagierte mit Unverständnis und war entsetzt.
In den Wochen bis zum ersten Schultag änderte sich nichts weiter, niemand konnte mit Sicherheit sagen, ob Sohni nun rechts oder links wäre. In den ersten Wochen in der Schule schrieb er alles mit rechts, aber man sah einfach, wie sehr er sich quälte und das Ergebnis war entsprechend. Trotzdem blieb er stur bei rechts. Zum Glück hatten wir eine sehr verständnisvolle Lehrerin, die ihn ,nach einen Gespräch, einfach probieren ließ. Und siehe da, nach etwa 6 Wochen Schule sprang er plötzlich auf links um:-D und das Schriftbild änderte sich sofort.
Seitdem ist unser Sohni (jetzt 4. Klasse )eindeutig ein Linker (auch nicht beidhändig). Er ist ein schneller Schreiber, seine Schrift ist nicht besonders schön, aber gut lesbar. Probleme gab es mit seiner anfänglichen Unentschlossenheit überhaupt keine mehr.

Beitrag von maupe 01.04.11 - 10:29 Uhr

Hi,

hatten auch zu Schulanfang einen sehr aktiven Beidhänder, der sich nicht entscheiden konnte.

Untersuchungen ergaben beim KiA keinen großen Unterschied, im ersten Schuljahr entwickelte sich als Schreibhand dann die linke heraus. Er ist jedoch mit der rechten nicht ungeübt. Wir haben also keine speziellen Linkshänderartikel angeschafft.

Ergo war nie im Gespräch, jeder riet es halt einfach ab zu warten. Wüsste jetzt nicht, was es hätte nutzen können.

LG maupe

Beitrag von anita_kids 01.04.11 - 20:43 Uhr

Hallo,

ich finde eine Therapie auch total übertrieben, da sie ja keine Probleme damit hat, sie wechselt halt, wie sie es wohl einfach in dem Moment für richtig empfindet. Ich habe anfangs noch scherzhaft gemeint, ist doch vorteilhaft, falls sie sich mal den Arm brechen sollte ;) aber die Ärztin scheint da wohl anderer Meinung zu sein. Ich soll das ganze nun mit meiner Kinderärztin besprechen, was ich auch tun werde.

LG Anita

Beitrag von manavgat 01.04.11 - 15:47 Uhr

Ich bin beidhändig und habe keine Probleme.

Gruß

Manavgat

Beitrag von hamone 01.04.11 - 19:37 Uhr

Hallo!

Aus meiner Erfahrung als Lehrerin kann ich sagen, dass sich die Lateralität - also die Rechts- oder Linkshändigkeit - oftmals erst ausbilden muss.
Viele meiner Erstklässer wechselten die Hand bis ca. Weihnachten. Irgendwann hatten sie es jedoch heraußen und nun weiß jedes Kind, mit welcher Hand es lieber arbeitet - ganz ohne Therapie.

Ab einem gewissen Alter würde ich natürlich auch eine Therapeutin um Rat fragen. Im Moment denke ich jedoch, hat deine Tochter noch fast ein halbes Jahr Zeit, bis die Schule beginnt.

Und die Zeit regelt so einiges, die soll man wohl nicht unterschätzen! #sonne

Ich wünsche euch eine schöne Zeit und im Herbst einen tollen Schulstart!!

Beitrag von anita_kids 01.04.11 - 20:39 Uhr

Hallo und danke für deine Antwort :)

Schön, dass man auch direkt eine Lehrerin erwischt, ich habe mir wirklich nie Gedanken drum gemacht, sie kommt ja bestens klar, sie ist weder verwirrt, wie sie es nun machen soll oder irgendwas...sie kümmert sich halt. Ich fand die Idee mit Therapie auch total übertrieben *vom jetzigen Stand aus betrachtet, dass das nun nicht noch die ganzen Grundschuljahre so gehen kann, ist mir schon klar*, eben weil sie als einzigen Grund die Sitzordnung angab. Ich soll das ganze ja nun mit meiner Kinderärztin besprechen, was ich auch tun werde.

LG Anita

Beitrag von hamone 03.04.11 - 15:05 Uhr

ja genau! es ist sicher gut, sich eine weitere meinung einzuholen, ohne sich jedoch vielleicht unnötig stressen zu lassen!

das einzige, was bei einem schüler zu einem problem wurde, dass die eltern (relativ unüberlegt) sgaten: "naja, rechts ist da, wo du schreibst!". der bub weiß bis jetzt nicht, wo rechts und links ist... da wärs gut, dem kind andere mekrhilfen anzubieten (muttermale, narben, ...). nur so ein kleiner tipp am rande!

ich wünsche dir und deiner tochter einen wunderschönen frühlingstag!!