Paukenerguss beidseitig, Polypen, Mandeln

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kendisi 31.03.11 - 22:12 Uhr

Hallo Urbia-Gemeinde,

bin beim googlen bezüglich Paukenerguss auf dieses Forum hier gestossen, wo schon viel über den Paukenerguss bei Kindern geschrieben wurde. Es ist zwar "schön" von anderen Geschichten zu lesen, aber die eigene ist dann eben doch immer eine etwas andere :)

Deswegen möchte ich euch mal meine erzählen.

Mein Sohn, gerade 4 geworden, dürfte seit ein paar Monaten (oder vielleicht auch schon länger?) beidseitig einen Paukenerguss haben. Polypen die den Eingang zur Röhre blockieren und riesengroße Mandeln.
Der erste HNO zu dem ich ging, nachdem die Kinderärztin eben den Erguss festgestellt hat, hat mich sofort Blätter zur OP unterschreiben lassen. Was ich auch tat, und eben auch schon einen Termin ausgemacht (in einem Monat wäre OP) - ich war bei dem Arztbesuch völlig überwältigt an Infomenge die ich erhalten habe. Also dass er eben nicht durch die Nase atmen kann und deswegen nie in den Tiefschlaf fällt, seine Liebe zur Extrawurst und "weichen" Sachen von den Mandeln und der Atmung abhängig ist, usw.
Für mich klang das alles so plausibel, dass ich dachte: Super, endlich kann ihm geholfen werden. (es sollten in der OP Paukenröhrchen eingesetzt werden und die Polypen entfernt)
(die Untersuchung bei ihm war eine nicht mal 1-minütige Endoskopie der Nase, Ohren, Mund...)

Jetzt ist es so, dass ich noch einen anderen HNO besucht habe - die meint: alles nicht gaaaanz sooo schlimm, da das Sekret (oder was das schon ist) relativ dünnflüssig bei ihm ist und die Chancen sehr gut stehen, dass sich das ohne OP lösen lässt. Mandeln sind wirklich sehr groß, aber die würde man sowieso jetzt noch nicht operieren. Sie hat einen Hörtest gemacht und mein Sohn dürfte keine Probleme haben (was mich sehr überrascht hat, da ich annahm dass er Probleme mit dem Hören hat; oft "hä?", "was?", "wie bitte?" und ich finde er in der Sprachentwicklung sehr langsam voranschreitet) - aber wie gesagt, Hörtest kein Problem.
Sie hat uns den Nasenballon aufgeschrieben, Globuli (kann ich nicht ganz lesen weil ein Sticker draufklebt: ***rium Iodatum D4), Nasenspray Rhinodoron und Lymphomyosot Tropfen. Alles 3x täglich über 4 Wochen, dann wieder Kontrolle ob es was geholfen hat.

Ich hab das jetzt mal angefangen, aber ich weiß nicht was ich denken soll.
Einerseits bin ich froh, dass er nicht operiert werden muss. Andererseits denke ich mir, mit der OP wäre es "schnell gegessen", und er wäre "erlöst".
Aber wie soll ich mir das vorstellen? Also die Behandlung mit den Mitteln? Kommt das dann nicht wieder? Ich meine, Polypen verschwinden doch nicht einfach so oder? Und der Erguss kann auch wieder kommen. Wann und wieso kommt der eigentlich (wieder)?
Ich glaube auch, dass er den Erguss schon länger hat - weil er generell spät mit dem reden dran war, das sehr undeutlich - immer noch -, usw. - sogesehen würde ich eher zur OP tendieren. ABER der Hörtest war ohne Befund - bis 50db gibt es keine Probleme.
Andererseits ist durch das 4 Wochen warten auch nicht viel verloren, aber ich weiß nicht...

Mir schwirren so viele Fragen durch den Kopf, ich kann die jetzt gar nicht alle formulieren...

Bitte gebt mir Input. Ich bin mit der Entscheidung - die mir sowieso keiner abnehmen soll/kann - ein wenig überfordert... #gruebel

Vielen Dank!

Beitrag von saya82 31.03.11 - 22:27 Uhr

Hallo!

Mein Sohn hat Probleme seit er 3,5 Jahre alt ist.
Wir konnten ihm bis letzten April immer mit Medikamenten helfen, es kam aber immer und immer wieder.
Bei ihm war aber auch das Hörvermögen stark eingeschränkt.
Im April 2010 war die Op und nächste Woche muss er wieder operiert werden.
Das letzte mal wurden die Polypen wohl nicht komplett abgeschabt.
Wenn auch nur ein kleiner Rest zurück bleibt, wachsen sie nach.
Wir haben die Op nur machen lassen weil er sonst in der Schule nicht mitkommt. Und so ist es auch jetzt wieder.
Meine Kleine ist 3 und hat auch Polypen, aber sie müssen nicht raus, da sie gut hört.
Die Mandeln möchte unser HNO auf keinen Fall verkleinern. Davon rät er aber sowieso fast immer ab.
Wenn du die OP machen lässt, informiere dich noch mal über die Art wie es gemacht wird. "Blind" schneiden ist nicht gut, das Zäpfchen im Rachen muss zur Seite gehoben werden.
Aber ich würde dir raten es auf jeden Fall erst mit den Medis zu versuchen und vll sogar den Sommer abzuwarten. Bei vielen Kindern wird es dann besser.
Ausserdem finde ich einen Arzt der beim ersten Besuch schon einen OP Termin ausmacht nicht gut. Halt dich lieber an die zweite Ärztin.
Bei vielen Kindern lohnt sich auch ein Allergie Test.
Meine Freundin hat bei ihren 2 Kindern alle Milchprodukte weggelassen und die beiden sind wieder gesund.
Bei meinem Sohn habe ich manchmal das Gefühl, dass es durch Stress schlimmer wird.

Alles Gute und LG

Beitrag von saya82 31.03.11 - 22:28 Uhr

wenn du noch Fragen hast kannst du mir ruhig eine Nachricht schicken. ich schaue hier nämlich nicht so oft rein.
:-)

Beitrag von kendisi 31.03.11 - 23:02 Uhr

Danke für den Hinweis wegen dem "blind" schneiden, da werde ich nachfragen wenn es soweit kommt.

Milchprodukte: Das hat mich die letzte HNO Ärztin gefragt - ob er viele Milchprodukte zu sich nimmt. Tut er eigentlich nicht. Wo ist da der Zusammenhang?

Beitrag von saya82 01.04.11 - 07:36 Uhr

Milchprodukte "verschleimen" den Körper.
Ausserdem vertragen die meisten Menschen ja keine Kuhmilch, oft auch ohne klare Anzeichen.
Ein Versuch wäre es doch wert. 14 Tage alles weglassen. Aber wirklich alles. Hat auch schon so manchem bei Neurodermitis und anderen Dingen geholfen.
LG

Beitrag von suesse198422 31.03.11 - 22:54 Uhr

hallo

mein sohn hatte mit knapp 3 jahren die erste op

hatten vorher auch 4 wochen die medis bekommen und die sollte er nehmen was er auch immer gemacht hat ohne probleme aber nach den 4 wochen war es noch immer nicht besser und so wurde die erste op gemacht mandeln raus polypen raus und jeweil nur ein schnitt in beide ohren damit das wasser besser ablaufen kann

aber leider hat er wieder auf beiden seiten einen paukenerguss bekommen so das er wieder 4 wochen die medis nehmen musste auch da ist es nicht besser geworden

und dann kam die 2te op und da hat er die paukenrörchen bekommen und seit dem ist es viel viel besser bei ihm geworden seine sprache ist besser geworden und er fragt nicht mehr nach jedem satz was mama was hast du gesagt ich kann in einem anderen raum sitzen und er ist 2 räume weiter und ihn normal etwas fragen oder jemanden etwas über ihm sagen und er hört es trotzdem

also ich bereue es nicht das gemacht zu haben es hat einem eine menge an rennereien erspaart ich würde es wieder tun wenn es nochmal auftreten sollte bei ihm

müssen nun im april wieder hin zur kontrolle ob die rörchen schon raus gefallen sind oder ob sie doch wieder raus geholt werden müssen aber das müssen wir in kauf nehmen dann wenn sie nicht von alleine raus fallen

ich muss dir aber sagen sobald er rörchen bekommen hat darf er nicht tiefer als 1 meter tauchen und darf nicht so viel wasser in die ohren bekommen aber das sollte man schaffen denke ich mal

wenn du noch fragen hast dann schreib mich einfach an hoffe ich konnte etwas helfen

Beitrag von kendisi 31.03.11 - 23:05 Uhr

Die Sache ist die dass ich von Homöopathie eigentlich nicht viel halte *bittenichtsteinigen* und deswegen würde ich ja auch fast eher zur OP tendieren, aber andererseits - wenn ich meinem Kind vielleicht eine OP ersparen kann, würde ich das schon gerne tun.

Ich frage mich halt nur wie der Hörtest so gut ausfallen kann wenn ich das Gefühl habe dass er NICHT gut hört und eben in der Sprachentwicklung mMn nachhängt.

Wie lange hat dein Sohn jetzt die Röhrchen drinnen? Wie lange hat es gedauert bis du Fortschritte bemerkt hast?

Das mit dem Wasser hat mit der eine HNO erklärt, also insofern dass "normales" Wasser (ohne Seifen- oder Shampoozusätze) keine Probleme darstellt, erst der Zusatz macht es möglich dass es in das Ohr eindringt, was eben auf alle Fälle zu vermeiden ist.

Beitrag von suesse198422 31.03.11 - 23:13 Uhr

mein sohn hat die rörchen seit letztes jahr im juli und die verbesserrung bei ihm habe ich knapp 2 monate später festgestellt da er eindeutig besser hören und sprechen konnte

am anfang konnte er spielen nicht sagen da sagte er immer bielen und dann nach dem er die rörchen bekommen hat hat er dann spielen gesagt aber genau so wie man das auch schreibt so hat er es gesagt nicht mit sch nur mit s

ich habe auch immer gesagt blos keine op aber es war eindeutig das beste was ich machen konnte und würde es immer wieder tun