Seit das Baby da ist wird es immer komplizierter :-(

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von durcheinanderdurcheinande 31.03.11 - 22:26 Uhr

Hallo!

Ich habe vor nem Monat entbunden und seitdem ist nichts mehr wie es war. Mein Baby ist teilweise ziemlich anstrengend und ich schlafe kaum noch. Daher bin ich ziemlich gereizt und mein Mann bekommt auch einiges davon ab. Auch er ist inzwischen nur noch gereizt durch Stress in der Arbeit und meinen Launen. Da er Schicht arbeitet kann er mich nur teilweise unterstützen mit dem Baby.

Kennt ihr sowas? Wird es wieder besser? Im Moment spür ich gar keine Liebe mehr bin nur noch am Ende durch den Schlafentzug :-( :-( hab schon voll das schlechte Gewissen weil ich mein Baby gar nicht richtig lieben kann :-( es schlaucht mich einfach alles so arg :-(

Habt ihr Rat für mich? Wird es irgendwann wieder ruhiger?

Danke

Grüsse

Beitrag von jimmytheguitar 31.03.11 - 22:40 Uhr

Ich denke schon das es besser wird, zumindest mit dem Schlafen. Die Kinder lernen irgendwann besser durchzuschlafen. Nur wann kann man nicht vorher sagen.
Hast du denn noch weitere Familie oder gute Freunde um dich herum die dich evtl. etwas unterstützen können? Z.B. in dem sie dein Baby mal für ein paar Stunden nehmen (auch am Tag) und du die Zeit für dich nutzen kannst?
Außerdem würde ich mit deinem Mann sprechen, falls ihr das noch nicht getan habt. Sage ihm das du dich überfordert fühlst. Ihr werdet mit Sicherheit Wege finden euren Alltag entspannter anzugehen. So etwas muß sich auch ersteinmal einpendeln.
Vielleicht hast du auch eine Wochenbettdepression (wenn du schon sagts du liebst dein Kind nicht). Das ist kein Grund sich zu schämen, das betrifft sehr viele Frauen, besprich deine Sorgen/Ängste etc. ruhig mal mit deinem Haus-/Frauenarzt oder auch mit deiner Nachsorgehebamme falls du eine hattest.

LG und alles Gute

Beitrag von gh1954 31.03.11 - 22:46 Uhr

>>>Wird es irgendwann wieder ruhiger?<<<

Ja, wird es. Spätestens wenn dein Kind fürs Studium wegzieht. :-)

>>>Kennt ihr sowas?<<<

Ich denke, dass kennt jede Mutter in unterschiedlichen Abstufungen. Ihr müsst euch erst mal alle aneinander und an die Situation gewöhnen.
In ein paar Monaten wird es besser.

Macht nur nicht den Fehler wie viele andere Paare, euch jetzt anzukeifen oder den anderen als "schuldig" anzusehen. Manche Beziehungen überleben das erste Jahr mit Kind nicht.

Vergessen: Herzlichen Glückwunsch zum Baby.#blume




Beitrag von doz301 01.04.11 - 01:29 Uhr

Hallo,

erstmal herzlichen Glueckwunsch zum Nachwuchs und lass dich mal #liebdrueck

Ja, die erste Zeit ist extrem anstrengend. War bei uns genauso. Und ja, es wird auch wieder anders. Vielleicht helfen dir die flogenden Gedanken:

- Es dauert ca. 6 Wochen, bis sich ein Rhythmus bei deinem Kind eingestellt hat und bis es auch mit dem Stillen gut klappt. Das hat biologische Gruende. Durch diese "Durststrecke" muss JEDE/ JEDER durch.
Buchtip: http://www.amazon.de/Gesunder-Schlaf-gl%C3%BCckliches-Marc-Weissbluth/dp/3407857195/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1301612349&sr=1-1 Da du vor einem Monat entbunden hast, hast du es schon fast geschafft :-) Die Kleinen werden dann wacher und bekommen auch mehr von der Umgebung mit.
- Gib deinem Kind einen Rhythmus vor bzw. lege dir einen Tagesablauf fest, damit auch du Ruhepausen hast (ich weiss wovon ich spreche, denn unsere Kleine hat maximal 2x 30 min geschlafen tagsueber- das hat MIR nicht gereicht und ich ging echt am Stock!). Buchtip: http://www.amazon.de/Babyfl%C3%BCsterer-Tracy-Hogg/dp/3576114874/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1301612457&sr=1-1 Ich hab die Vorschlaege in dem Buch zwar nicht zu 100% umgesetzt, aber einige Ideen davon.
- Babies sind immer anstrengend, da man sie ja nicht mal 2 Minuten ablegen kann, um selbst mal zur Toilette zu gehen. Heissen Tee/ Kaffe trinken? Vergiss es ;-)
- Schlafmangel macht auch den allerliebsten und ausgeglichensten Menschen zum Noergler. Das ist normal. Da kannst du nur versuchen, das Kind deinem Mann in die Hand zu druecken und dich fuer ne Stunde hinzulegen. Schlafmangel war fuer mich echt der Killer!
- Alles ist nur eine Phase- so wie die Schwangerschaft eine Phase ist oder die Geburt oder Tag und Nacht. Alles faengt irgendwann mal an und: hoert auch irgendwann mal auf. Bis dahin muss man halt "nur" die Nerven bewahren.
- Merke: Leben heisst Veraenderung. Die ersten 6 Wochen sind schrecklich, nach 12 Wochen drehst du am Rad und danach wird es langsam besser. Und dann werden die Kleinen richtig niedlich #verliebt
- Und ja, mit der Geburt eines Kindes ist nichts mehr, wie es war. Darauf muss man sich einlassen.
- Organisiere dir so viel Hilfe wie moeglich. Familie und Freunde fallen einem natuerlich zuerst ein. Nicht zum Babysitten, sondern zum Essen kochen. Wenn wir es uns leisten koennten, haetten wir noch eine Putzfrau. Was ich sagen will: guck, welche Hilfe du brauchst und ueberlege, wer dir diese Hilfe geben kann. Wenn Geld weniger eine Rolle spielt, kann man sich Hilfe auch einkaufen.
- Triff andere Muetter- glaub mir, JEDE kann davon berichten, was du erlebst. Geteiltes Leid ist halbes Leid...
- Ein Tragetuch kann helfen, koerperliche Naehe zu schaffen und trotzdem beide Haende halbwegs freizuhaben.

Ich war mit unserer Kleinen auch auf mich allein gestellt, weil unsere Familien 2 Flugstunden entfernt wohnen. Die ersten 9 Wochen ihres Lebens hat sie auf meinen Armen verbracht und das Gebruell war RIESIG, wenn ich es wagte, sie fuer eine Minute mal abzulegen. Ich hab dann die Notbremse gezogen: Mein bester Ratschlag ist, den Tag zu strukturieren (was nicht bedeutet, einen strengen Zeitplan zu haben). Dann musst du nicht andauernt nachdenken, was als Naechstes zu tun ist. Das nimmt dir auch schon ein wenig den Stress und dein Kind lernt, diesen Rhythmus zu leben (z.B. vormittags spazieren gehen, ein Abendritual, z.B. das Kind baden).

Du schaffst das, wie es alle schaffen: irgendwie. Denn irgendwie geht es immer weiter.

Alles Gute fuer dich und euch, doz

Beitrag von sandra7.12.75 01.04.11 - 09:32 Uhr

Hallo

Klar kenne ich das.Mache das gerade selber zum 5.Mal mit und ich meine sogar das es bei jedem Kind schlimmer wurde.

Man ist müde,kommt kaum zum essen.Der Mann geht arbeiten,kann in Rúhe essen und und und.

Ich glaube aber auch das es wieder besser wird.

Nur positiv denken.

lg Sandra mit Mäusen

Beitrag von unicorn1984 01.04.11 - 13:56 Uhr

Ich hab bei Baby Nr. 1 4 Monate gebraucht um mich nicht nur als Mama sondern wieder als Frau zu fühlen obwohl ich einiges an Unterstützung haben. Also ja die Zeiten werden wieder besser werden :D

Auch deinen Launen und seine.