laesst ihr gegen Windpocken Impfen ?

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Beitrag von stella711 31.03.11 - 23:24 Uhr

Wenn ja warum und wenn nein warum nicht :)

Beitrag von taewaka 01.04.11 - 00:13 Uhr

nein.
keine ahnung irgendwann impft man vermutlich gegen lassen, da alles mögliche komplikationen nach sich ziehen kann, zumindest theoretisch.

windpocken ist in der regel keine schwer verlaufende krankheit, daher gibt es für mich keinen grund gegen sie zu impfen.

ich hatte windpocken mit 20 ... das war schon heftiger und ziemlich anstrengend, aber es war zu überstehen, zwei kleine narben sind geblieben und ich hatte 70 (!) pocken alleine auf der stirn.

meine kinder hatten die windpocken mit fünf jahren und drei jahren ... beides mal überhaupt kein problem, sie hatten noch nicht mal einen starken juckreiz ... allerdings hatte ich vier wochen kinder in quarantäne, da das erste kind die pocken 14 tage hatte, dann zwei tage pause und dann das zweite kind 14 tage ... aber mir war es möglich sie zu betreuen, anderenfalls ist man möglicherweise gezwungen zu impfen, da man eine betreuung der kranken kinder nicht gewährleisten kann. (meine kinder waren allerdings nicht "krank", es ging ihnen gut, sie waren lediglich infektiös und daher in quarantäne, damit sich nicht andere menschen unfreiwillig anstecken)

lg

Beitrag von 2008-04 01.04.11 - 01:47 Uhr

nein, warum auch?
Ist ne normal kindrkrankheit.

Beitrag von neroli83 01.04.11 - 09:24 Uhr

Auch "normale Kinderkrankheiten" können zu ernsthaften bis tödlichen Komplikationen führen. Und die sind in jedem Fall häufiger, als Impfschäden.

Daher lasse ich meine Süße auch gegen Kinderkrankheiten impfen. Ich hab meine Schwester mit Windpocken angesteckt, als sie noch kein Jahr alt war. Das war eine Qual für sie und meine Mama war heilfroh, als es überstanden war....

Meine SchwieMa leidet darunter: http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_Zoster
als Spätfolge einer Windpockeninfektion.

Beitrag von qrupa 01.04.11 - 07:47 Uhr

Nein, lassen wir nciht. Zum einen hält der Impfschutz nur sehr kurz und die meisten Kinder bekommen sie trotzdem zum anderen ist das Risiko für Komplikationen bei Kindern extrem gering.

Beitrag von kati24la 01.04.11 - 08:45 Uhr

Hallo!

Ja ich lasse auch gegen Windpocken impfen, ich muss das meinem Kind nicht antun, außerdem kann es hässliche Narben hinterlassen.

Muss aber dazu sagen, das mein kleiner und auch der große die Impfungen ohne Probleme vertragen haben.

LG
Kati mit Maxim 8 Monate und Cedric 8 Jahre

Beitrag von miau2 01.04.11 - 10:14 Uhr

Hi,
wir haben impfen lassen, aus zwei verschiedenen Gründen.

Allerdings haben meine auch jeweils zwei Impfungen bekommen, MIT Auffrischung ist das Risiko, sie trotzdem zu bekommen wohl deutlich geringer - die hohe Quote "Impfversager" stammt aus den Zeiten, wo es nur einmal geimpft wurde - und das ist noch gar nicht so lange her.

Beim Großen war der Grund Neurodermitisverdacht. Das ist eine Indikation für die Impfung. Mein KiA hatte noch keinen einzigen Fall lebensgefährlicher oder auch nur wirklich ernsthafter Komplikationen durch Windpocken in seiner langen Laufbahn (anders als bei Masern, da ist das gar nicht so selten). Mit einer Ausnahme (ok, lebensgefährlich ist auch das nicht): bei Kindern mit Neurodermitis besteht die Gefahr schwerster Schübe, wenn die Kinder die Windpocken bekommen. Und DAS ist etwas, was er gar nicht mal so selten hat - daher unterstützt er die Impfempfehlung für Varizellen bei Kindern, die daran erkrankt sind oder wo wie bei unserem Großen der Verdacht besteht. Und das ist eigentlich etwas, was ich einem Kleinkind nicht zumuten wollte.

Bestätigt wurde mir diese aussage noch von einer anderen Kinderärztin, die die Mutter eines KiGa-Kumpels ist - und definitiv keinen cent an der Impfung unserer Kinder verdient ;-). Der Verdacht hat sich übrigens bis heute nicht bestätigt, und die Impfung wurde wie alle Impfungen problemlos vertragen.

Bei unserem Kleinen hatte das ganze vor allem einen praktischen Grund: er ist seit er gute 1,5 ist ein Krippenkind (höheres Ansteckungsrisiko, in dem halben Jahr, das er jetzt in der Krippe ist hatten wir dort bereits eine Runde Windpocken). Und ich bin auf Jobsuche. Mein mann kann nicht einfach mal eben kind-krank-freinehmen. Selbst unbezahlt (privat versichert, da gibts kein Geld von der Kasse) kann er nicht mal eben Urlaub nehmen wie er will. Und ich mit einem hoffentlich irgendwann gefundenen neuen Job würde das auch gerne soweit es geht vermeiden.

Und wenn ich dann zumindest für die nächsten Jahre einen Schutz gegen eine Krankheit geben kann, die durchaus auch mal 2 Wochen zu Hause bedeuten kann - dann war DAS ein Grund für mich, das auch zu tun.

Ist halt blöd, wenn das ein Impfgrund ist, aber mangels netter Verwandtschaft in der Nähe, die immer springt wenn ich schreie war es für uns durchaus ein Argument.

Auch unser Kleiner hat die Impfung natürlich mit Auffrischung bekommen, und auch er hat sie wie alle Impfungen problemlos vertragen.

Könnte ich mir beliebig viele Kind-krank-Tage leisten (oder hätte die entsprechend springende Verwandtschaft...), und hätte bei unserem Großen nicht der Verdacht bestanden wären die beiden nur bei Bedarf (also wenn sie nicht vorher daran erkrankt wären) vor der Grundschule oder spätestens der weiterführenden Schule geimpft worden.

Ich sehe nicht pauschal Kinderkrankheiten als harmlos an, aber bei den Windpocken hätte ich schon darauf gebaut, dass mein KiA nicht 20 Jahre lang ohne einen einzelnen wirklich komplizierten Fall praktiziert (Ausnahme: Neurodermitis) und wir dann genau der erst sein sollen.

Viele Grüße
miau2