Warum sind manche Ärzte so?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von trecetissima 01.04.11 - 06:41 Uhr

Hallo,

sorry, aber ich muss einfach mal meinen Frust loswerden...

Kurz zu meiner Vorgeschichte. Hatte 2005 in meiner 1. SS eine Gestose und habe deswegen in der 35. SSW einen Kaiserschnitt gehabt, weil die Kleine nicht mehr anständig versorgt war. Der Bluthochdruck und die Wassereinlagerungen hatte ich aber auch schon bereits ab der 24. SSW rum...war also absehbar, dass das alles nicht ewig gut geht. Muss dazu sagen, dass ich damals noch 50 kg mehr auf den Rippen hatte und das sicherlich ungünstig für die SS war. Habe zu dieser Zeit bereits Medis gegen Bluthochdruck etc. einnehmen müssen.

Bei der jetzigen SS habe ich "nur" SS-Diabetes, der aber gut eingestellt ist. Der Blutdruck ist eher zu niedrig und Wassereinlagerungen habe ich gleich null. Verläuft ansonsten alles wunderbar, das Kind war bisher immer voll zeitgerecht entwickelt. Meine FÄ meinte sogar mal zu mir, dass es schön wäre, wenn alle Kinder sich so nach der Norm entwickeln würden. Sie schickt mich alle 2 Wochen zum Doppler-US ins Krankenhaus, wo ich vom Chefarzt persönlich geschallt werde. Auch er ist mit meinen Werten immer top zufrieden. Doppler-Werte sind bisher immer unauffällig gewesen und Entwicklung des Kindes - genauso wie bei meiner FÄ - zeitgerecht.

So, nun war ich gestern beim Termin zum Geburtsplanungsgespräch im KH. Man sagte mir ja schon im Vorfeld, dass aufgrund des SS-Diabetes auf jeden Fall am ET eingeleitet wird. Wie ich mitbekommen habe, macht man das heute standardmäßig eigentlich nicht mehr, aber in dem KH ist es wohl leider so...fand ich schonmal blöd. Aber gut...das Gespräch mit der Hebamme war dahingehend eher entspannend, weil sie meinte, dass ich zwar am ET stationär aufgenommen werde, aber man auch dann noch 2 Tage mit der Einleitung warten könne, wenn es dem Kind im Mutterleib gut ginge. Das müsse man alles sehen, wenn es soweit wäre. Danach musste ich zur Oberärztin und die war mir von Anfang an nicht sonderlich sympathisch. Das Gespräch war sowas von ätzend!!!!

Sie machte zuerst mal einen Doppler-US. Interessant war, dass ihre Vermessungen komplett andere Ergebnisse geliefert haben...das Kind hat auf einmal einen zu kleinen Kopf, dafür aber einen recht großen Bauchumfang (was ja alles so schön ins Bild bei SS-Diabetes passt!!!). Bisher war das bei jeder Messung - egal ob bei meiner FÄ oder dem Chefarzt im KH - genau umgekehrt. Die Fruchwassermenge laut der Oberärztin plötzlich im unteren Grenzbereich...hatte ich bisher auch noch nicht gehört, die anderen Ärzte waren mit der Menge immer sehr zufrieden. Naja und dann beim Doppler meinte sie, dass an dem einen Gefäß wieder ein erhöhter Widerstand wäre, wie 2005 auch. Seltsam, dass das der Chefarzt bisher noch nicht festgestellt hat...sie hat mich dann gefragt, ob ich wirklich keine Wassereinlagerungen hätte (sorry, dafür muss man mich nur anschauen...und da sind definitiv keine!). Sie meinte, dass ich halt auf jeden Fall ein erhöhtes Risiko hätte, noch einmal eine Gestose zu bekommen und der Bluthochdruck + die Wassereinlagerungen natürlich in den nächsten Wochen noch kommen könnten. Vor einer Woche hatte der Chefarzt übrigens ein geschätztes Gewicht von 1900 g ermittelt, bei der Ärztin gestern waren es dann schon 2500 g. Ich weiß nicht, ob ein Kind wirklich 600 g zulegen kann in dieser kurzen Zeit!!!

Zum Thema spontan entbinden meinte sie, dass wir das natürlich versuchen können, aber es 1000 Gründe geben könne, dass die Geburt dann doch in einem KS endet.

Es war wahrscheinlich dumm von mir, dass ich nicht darauf hingewiesen habe, dass ich alle 2 Wochen beim Chefarzt zum Doppler-US bin und bei ihm die Werte vollkommen anders bzw. in Ordnung sind. Aber ich war so neben der Spur, dass ich kaum etwas zu all dem sagen konnte.

Fakt ist, dass ich zunächst dachte...Tussi, du kannst mir viel erzählen...sie es aber nun doch geschafft hat, mich zu verunsichern. Habe deswegen die letzte Nacht schlecht geschlafen, weil ich plötzlich doch Angst habe, dass irgendwas passiert, der Blutdruck auf einmal in die Höhe schießt, das Kind unterversorgt ist...was auch immer. Bin halt immer noch ein bissel traumatisiert von der ersten SS.

Sorry für das viiiiele Blabla, aber es musste mal raus. Hatte übrigens 2005 schon das Gefühl, dass diese Ärztinnen auf der Entbindungsstation es mögen, den Schwangeren Angst zu machen und sie zu verunsichern. Keine Ahnung, woran das liegt...:-(

Vielen Dank fürs Zuhören, falls es jemand bis hierher geschafft hat. #danke

LG,
Trecetissima

Beitrag von widowwadman 01.04.11 - 08:59 Uhr

Glaubst du die machen das um dich zu aergern, oder kann es einfach sein, dass sich deine Werte tatsaechlich leider zum schlechteren veraendert haben?

Und dass du es spontan versuchen kannst, ist doch toll - dass es aus x Gruenden eventuell nicht klappt, ist doch auch nur ne Tatsachenfeststellung, niemand kann dir versprechen dass du auf jeden Fall spontan entbinden kannst, aber das kann man keiner Frau versprechen

Beitrag von sivima 01.04.11 - 09:04 Uhr

#liebdrueck mal ganz ehrlich?

Lass dich nicht verrückt machen.

Ich habe auch ssdiabetes und mal ist das Fruchtwasser zuviel,nach dem Doppler plötzlich nicht mehr ( 2 wochen später).

Mal ist der Bauchumfang zu gross 2 wochen später plötzlich nicht mehr dafür aber das Köpfchen zu gross.

Ne also ich höre da nicht mehr drauf jeder Arzt sagt was anderes.

Lass dir bloss nicht einreden das eingeleitet werden muss (ausser im Notfall natürlich).

Freu dich auf euer Baby und lass die labern.;)

Mich wollte der Krankenhausarzt dann auch noch anders einstellen als mein Diabetologe.

Ne also ich bin mittlerweile echt entspannt was das alles angeht.

Beitrag von juli.ane 01.04.11 - 09:07 Uhr

lass dich nicht ärgern, die hatte wohl einfach nen schlechten Tag.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass 2 Ärzte, die dich alle 2 Wochen sehen, dir etwas verheimlichen würden bzw. etwas besorgniserregendes übersehen würden ...
Ich hätte genauso reagiert wie du, hätte der Oberärztin gesagt dass der Chefarzt das so und so sieht ... aber wahrscheinlich hast du sie damit gereizt :-D

mach dich nicht verrückt und warte nochmal auf einen Termin bei deinen beiden anderen Ärzten, es wird schon gut gehen!!! #liebdrueck

Beitrag von delidazo87 01.04.11 - 10:00 Uhr

Bei meiner ersten Schwangerschaft wurde ich auch total verrückt gemacht weil jeder Arzt was anderes sagte.Nachdem ich mit vorzeitigen Wehen ins Krankenhaus kam wurde auch ein doppler gemacht ,das Fruchtwasser soll zu wenig gewesen sein aber zwei stunden vorher war noch genug da , der Brustkorb war auch auf einmal zu klein war vorher auch ok und dan schaute die Assestenzärztin mich und sagte : " In zwei Wochen wird ihr Baby wohl Tod sein" Ich total geheult und hatte richtig doll angst das mein Baby irgendwas hat und dan ist meine Hebamme aufgestanden und hat die Ärztin rausgeschikt und sie erstmal zur Sau gemacht ob sie ihre zulassung im Lotto gewonnen hat und wurde auf der ganzen Station gehört dadurch kam der Chefarzt und wollte wissen was los ist ,dann hat er mich noch mal untersucht und meinte es ist alles OK und brauche mir keine sorgen machen die Ärztin hat sich bei mir entschuldigt und war weg.Nach dem Tag habe ich nur noch auf meine Hebamme gehört ich hatte kein vertrauen mehr in die ärzte. Falls du dir unsicher bist las es noch mal kontrollieren von einem Arzt oder einer Hebamme der du vertraust ständige angst und zweifel sind für dich nicht gut und auch nicht fürs Baby

Ich weiß das ist schwer aber mach dich nicht fertig genieße die restliche Schwangerschaft und freu dich auf die geburt und dein Baby

Liebe Grüße und eine schöne Geburt

Denise

Beitrag von trecetissima 01.04.11 - 13:42 Uhr

Danke für die lieben Antworten...vielleicht lass ich mich wirklich zu schnell verrückt machen und sollte eher auf mein Bauchgefühl sowie auf die Meinung der anderen Ärzte vertrauen, die mich bisher in dieser SS betreut haben! #danke