ADHS-sohn geht bei Unsicherheit sofort in die Offensive

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von elister 01.04.11 - 10:45 Uhr

Hallo Miteinander,

unser sohn ist 9,5 Jahre und besucht die 3. Klasse der Grundschule.
Aber nun zu meinen "Problemchen", die im Moment eher ausgewachsene Probleme darstellen. Unser Sohn ist ein typisches ADHS-Kind.
Die richtigen Auffälligkeiten begannen mit dem Schuleintritt und nach einem Jahr haben wir Ihn testen lassen.
Mit den Verhaltensauffälligkeiten können wir innerfamiliär (d.h. wir als Eltern und er) gut umgehen. Klare Regeln und Grenzen helfen dabei.
Leider gibt es oftmals Probleme in Schule und Hort.#schmoll
Im Unterrichts ist es oftmals das dazwischen reden, herausplatzen der Antorten und die Unkonzentration.
Aber seine größten Probleme entstehen durch folgendes Verhalten:
Wenn er sich ungerecht behandelt fühlt oder sauer ist und eine Lehrerin, Erzieherin oder Freunde ihn anmahnen, fühlt er sich sofort zurückgesetzt und ungeliebt und fängt an diese Personen äußerst zu beleidigen. Er denkt nicht nach und die Beleidigungen sind z.B. "ich hasse Sie" oder völlig an den Haaren herbeigezogene Sachen. Er verfällt dann in kleinstkindliche Verhaltensweisen.
Wenn sich alles wieder beruhigt hat, leidet er wahnsinnig, weil ihm das alles sehr leid tut und er verachtet sich dann selbst wie blöd er doch ist.
Seine Horterzieherin hat die letzte Entschuldigung nicht angenommen.
Wie können wir unterstützen mitwirken, dass er diese Verhaltensweise ablegt.
Und welche Maßnahmen würdet Ihr ergreifen, wenn es wieder zu so einem Wutausbruch kommt, Bestrafung?
Ich leide unter diesen Vorfällen immernoch sehr. Und manchmal könnt ich mich verstecken zb. wenn ich auf andere Eltern oder Lehrer treffe.

Liebe Grüße

Beitrag von louis2005 01.04.11 - 12:22 Uhr

Hallo,

an Deiner Stelle würde ich mir Unterstützung holen. Ich würde mich z.B. i.S. Verhaltenstherapie o.ä. beraten lassen. Auch gibt es sog. Elterntrainings, wo Ihr als Eltern lernt, Euch in bestimmten Situationen "richtig" zu verhalten. Liebe Grüße :-)

Beitrag von munirah 01.04.11 - 21:57 Uhr

Macht dein Sohn irgendwelche Therapien?

In der Ergotherapie z.B. gibt es ein spezielles Programm, das auch die Eltern und sogar Lehrer miteinbezieht, und sehr hilfreich ist, wenn alle Beteiligten zur Mitarbeit bereit sind!