Soll ich sie (1 3/4 J.) aus dem KiGa nehmen oder ist Verhalten normal?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von schmusimaus81 01.04.11 - 11:34 Uhr

Hallo,

ich bin gerade ein wenig ratlos, was ich mit meiner kleinen Tochter machen soll. Sie ist seit November 2010 in der Kinderkrippe im KiGa meiner großen Tochter für ca. 3-4 Stunden täglich. Geplant war es eigentlich nicht, dass ich sie mit knapp 1 1/2 schon abgebe, aber wir haben im Januar 2011 nochmal (ungeplant) Nachwuchs bekommen und ich brauchte einfach morgens eine kleine Auszeit mit unserem Zwerg und war froh, dass sie da einen Platz bekommen hat. Familie hab ich hier keine in der Nähe. Ich bin praktisch die ganze Zeit allein mit allen Kindern, wenn mein Mann arbeiten ist.

Die Krippe hat 2 Erzieherinnen und derzeit 8 Kinder. Eine von den Erzieherinnen (schon älter) war bis letztem Sommer die Erzieherin meiner Großen. Sie kommt supergut mit allen Kindern aus und lenkt sie auch toll ab, wenn manche Kinder morgens der Mama nachweinen. Die andere Erzieherin fand ich noch nie so toll und konnte es gar nicht verstehen, dass sie zur Kleinkindgruppe als Erzieherin ausgewählt wurde. Von ihr höre ich ständig, dass meine kleine Tochter so anstrengend wäre und ständig weint und dass die Erzieherinnen ständig hinter ihr her sein müssen, weil sie überall rumklettert. Und dass sie zum Frühstück nichts isst (dafür hat sie dann Riesenhunger wenn ich sie abhole). Wenn ich dann aber sehe, wie die Erzieherinnen die Kinder "beschäftigen", dann wundert mich auch nichts. Sie sitzen sich auf ihren Drehstühlen die Hintern breit (sorry) und basteln irgendwas oder trinken Kaffee. Und die Kinder spielen bzw. rennen im Raum rum. Ab und zu haben sie auch mal Kinder auf ihrem Schoss und schauen ein Buch an. Aber dass sie mal mit den Kindern zusammen was spielen, hab ich noch nie gesehen. Letztens haben sie sogar im Garten draußen auf ihren Drehstühlen gesessen (also doch schon angewachsen :-[ ). Ich dachte ich seh nicht recht. So selten wie die rausgehen und dann hocken die draußen auf den Drehstühlen. Den ganzen Winter über waren sie nicht 1x draußen mit den Kindern. Und dann muss ich mir anhören lassen, dass meine Tochter so anstrengend wäre.

Klar, meine Tochter hats auch momentan nicht leicht. Sie ist selber noch klein und muss mich mit ihrem kleinen Bruder teilen. Die Große mit ihren 6 Jahren ist da schon recht selbständig und braucht mich weniger. Aber wenn meine Kleine daheim ist (z.B. am Wochenende oder wenn sie erkältet ist), dann verhält sie sich auch ganz normal. Da gibts so gut wie keine Eifersucht aufs Brüderchen. Sie spielt ganz toll und oft auch allein daheim. Sie ist superlieb und weint selten. Deswegen bin ich ernsthaft am Überlegen, ob ich sie aus dem Kindergarten nehmen soll. Aber die andere Seite ist, ich hätte Angst, dass ich das momentan noch nicht schaffe mit 2 kleinen Kindern daheim. Vormittags schläft der Kleine momentan fast die ganze Zeit und ich leg mich nochmal mit hin. Die Nächte sind schließlich anstrengend genug. Und meine kleine Tochter macht, obwohl sie erst 1 3/4 Jahre alt ist, seit etwa 2 Wochen keinen Mittagschlaf mehr. Also würde mir tagsüber überhaupt keine Zeit mehr bleiben mich mal auszuruhen, wenn sie auch noch daheim wäre. Wenn sie sieht, dass ich mich hinlege, findet sie das nicht toll. Und ich möchte natürlich auch nicht vor lauter Müdigkeit ständig an den Kindern rumnörgeln. Andererseits hab ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn meine Tochter im KiGa ständig heult. Nach 5 Monaten sollte sie sich doch mal eingewöhnt haben und sich wohlfühlen oder? Oder liegt es an den Erzieherinnen, dass sie sich dort nicht wohlfühlt?

Nach den Sommerferien kommt sie dann auf jeden Fall in einen anderen Kindergarten. Dann ändert sich ohnehin Vieles für sie. Sie wäre in eine andere (größere) Gruppe gekommen und ihre große Schwester wäre dann nicht mehr im KiGa, weil sie in die Schule kommt. Der neue KiGa ist neben der Schule ihrer Schwester und alle Mamas, die ihre Kinder dort im KiGa haben, sind total begeistert.

Was meint ihr? Würde es ihr schaden, wenn ich sie weiter weinend im KiGa lasse in der Hoffnung, dass es sich bessert, oder sollte ich sie rausnehmen, wenn sie sich daheim wirklich wohler fühlt und ich da durch muss, mit 2 kleinen Kindern daheim auszukommen? Besser wirds ja "irgendwann".

LG
maeuschen1996

Beitrag von sako2000 01.04.11 - 11:57 Uhr

hallo,

wenn du das gefuehl hast, dass es deiner tochter nicht gut tut, sie weint und ungluecklich ist, dann nimm sie lieber raus.
du hast dann ein besseres gefuehl und sie natuerlich auch. auch, wenn es mehr stress bedeutet, aber auch das wird sich einspielen.

und HERZLICHEN GLUECKWUNSCH zum nachwuchs!!
lg, claudia

Beitrag von evegirl 01.04.11 - 12:14 Uhr

All das kenne ich zu gut hab hier auch schon gepostet allerdings weint mein kleiner nicht, er ist das schlimmste Kind was die haben so ein schlimmes hatten die ja noch nie, sitzen auch nur in der Ecke, Kinder sind auf sich gestellt, draßen waren die das letzte mal letztes Jahr wo der Sommer vorbei war (traurig), kein gemeinsames Spielen, tanzen oder sonst was, beider Erzieher gehen raus zum Rauchen alle Kinder sind allein eine frechheit die härte was das mein Sohn sehr oft ne volle Windel hatte und sehr wund war das er auch mal Blutete jetzt geht es zum Glück er ist immer sauber aber das geht in meinen Augen einfach nicht daher kämpfe ich um ein neuen Platz ist echt nicht einfach. Wechsel wenn es möglich ist oder nimm dein Kind nach Haus. DU hast es dir ausgesucht Mami zu sein du wusstest was auf dich zu kommt versuch Abends eher ins Bett zu gehen geh viel Raus mit den Kinder auf den Spielplatz wenn die ausgetobt sind schlafen sie Nachts auch gut.
Viel Glück wird schon,

Beitrag von schmusimaus81 01.04.11 - 12:43 Uhr

Oje, das ist bei euch ja echt noch viel schlimmer als bei uns. Wenn die Erzieherinnen zum Rauchen rausgehen und die Kinder allein lassen würden, dann würde ich denen aber was husten.

Zum Glück haben wir hier 5 Kindergärten im Ort (aber nur einen für Kinder unter 2 Jahren) und dürfen frei wählen. Der KiGa, wo meine 2 jetzt sind, ist halt am Nahesten an unserer Wohnung. Ich brauche etwa 8 Minuten zu Fuß, wenn ich zügig laufe.

Klar, ICH hab mir ausgesucht Kinder zu haben. Geplant war, dass meine kleine Tochter mit 2 Jahren in den anderen KiGa geht und ich 3 Monate später wieder stundenweise arbeite. Die Kinderplanung war da eigentlich schon abgeschlossen. Das mit dem 3. Kind war nicht geplant und deswegen die Kinderkrippe nur eine Notlösung. Wenn ich Familie hier in der Nähe hätte, die mir meine Kinder tagsüber mal abnehmen könnten, hätte ich das sicher nicht gemacht.

Beitrag von evegirl 01.04.11 - 12:47 Uhr

Versuch mit den Erziehern zu reden oder nehm das Kind mit nach Haus. Denke mit 2 Kinder kriegst du das schon hin klar ist es auch mal anstrengend weil die noch so klein sind aber das wird wieder und wenn dein Mann da ist kannst du dich dann ja kurz hinlegen das macht er sicherlich gern.

Beitrag von olivia2008 01.04.11 - 13:19 Uhr

Meine Tochter ist seit 1,5 Monaten im KiGa. Die erste Woche fand sie so toll, dass sie gar nicht mehr nach Hause wollte :-) Doch nach und nach verschlechterte sich das Bild. Der Abschied fiel schwer, sie musste uns quasi weinend aus den Armen genommen werden. Nach kurzer Trauer spielte sie fröhlich mit, doch nach einiger Zeit ging das Geschrei wieder los. Sie weinte, rief laut Erzieherin ständig nach mir, war teilnahmslos.

So konnte es nicht weitergehen. Das wichtigste ist, dass mein Kind glücklich ist. Und das war sie nicht. Doch einfach so aufgeben wollten wir trotzdem nicht.

Nun haben wir eine perfekte Zwischenlösung gefunden: Wir legen sie vormittags nochmal hin (wenn KiGa zu hat, braucht sie das nicht). Sie schläft zwar nicht, döst und erzählt aber etwa 1-2 Std. Anschließend gehen wir in den KiGa und alles läuft prima. Wir lassen sie also nur über Mittag da, für 2-3 Std. So nach und nach verlängern wir die Zeit. Die Aufenthaltsdauer im KiGa richten wir also nach unserer Tochter.

Dennoch finde auch ich die Betreuung irgendwie mangelhaft. Kinder spielen alleine, das Thema Windeln wechseln wird nicht so ernst genommen und wenn es ums Essen geht, sind die Erzieher anscheinend zu faul, eine Banane zu schälen (eine von mir geschälte Banane wird aufgegessen, ungeschält wandert sie zurück nach Hause).

Aber es gibt keine Alternativen. Und da meine Tochter glücklich zu sein scheint (auch heute wollte sie lieber weiter schaukeln, statt nach Hause zu kommen), werden wir es in dem Rhytmus beibehalten.

Vielleicht wäre es ja auch was für dich?
Vielleicht sind 3-4 Std. einfach zu lange und du probierst es mal mit 2 Std. aus? Sprich außerdem mit den Erziehern, da muss man manchmal ganz schön bohren. Kann sich dein Kind in die Gruppe integrieren, wie verhält es sich usw.

Ich denke, verzichten muss man nicht, aber es ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

lg und alles Gute nachträglich zur Geburt #baby

Beitrag von elistra 01.04.11 - 13:28 Uhr

also wenn sie sich so unwohl im kiga fühlt, würde ich sie auch wieder nach hause holen.

wenn sie eh erst im november hinkam und im januar das baby geboren wurde, kommt sie sich ja vielleicht auch abgeschoben vor, das ist ja schon recht knapp beieinander.

du wirst das schon schaffen mit 2 kindern zu hause, jetzt kommt ja bald der sommer, da kann man oft rausgehen und dann ist es auch nicht so anstrengend *G*.

oder guck ob du ne nette babysitterin findest, die dir die mittlere zwischendurch mal abnimmt und mit ihr was nettes unternimmt. oder die sich um das baby kümmert, damit du zeit für die mittlere hat.

Beitrag von fbl772 01.04.11 - 14:29 Uhr

Hallo,

davon ganz abgesehen, dass ihr keine guten Erzieher habt ... Die Kleine ist grad in einem Alter, da realisiert sie so viele neue Sachen und dann auch noch ein Geschwisterchen etc. ...

Wir sind seit Theo 6 Monate alt war in einer ganz tollen Krippe mit ganz tollen Erziehern, die alles mit den Kleinen machen. Und mein Kleiner ist ein absolutes Krippenkind - er liebt das unendlich :-) Und trotzdem gab es zwischendurch immer mal Zeiten, wo es Tränen beim Abschied gab - gerade so im Alter um 1,5 Jahre rum. Sie weint nicht weil die Erzieher "doof" sind, sondern vermisst dich.

Meinst du sicher, dass du dich um sie in der Zeit genauso kümmern kannst oder muss sie nicht trotzdem immerzu Rücksicht auf das Baby nehmen (von deinen Nerven mal abgesehen)? Das kannst nur du entscheiden.

VG
B

Beitrag von schmusimaus81 01.04.11 - 19:22 Uhr

Danke für eure Antworten. Aber so richtig entscheiden kann ich mich auch noch nicht. Ich habe vorhin mit meiner Oma darüber gesprochen, die früher auch Kindergärtnerin war, und sie meinte, dass es Kinder gibt, die nicht mit bestimmten Erzieherinnen "harmonieren".

Es ist ja auch nicht so, dass ich sie zum Kindergarten zwingen muss. Wenn ich morgens sage: Komm, wir gehen in den Kindergarten !!! Dann springt sie daheim rum und schreit JAAAAAAA und holt dann gleich Jacke und Schuhe und ihre Tasche. Also sie möchte ja hin. Ich muss ja ohnehin jeden Tag in den KiGa laufen, weil meine Große auch dort hin geht und dann läuft sie schon freiwillig zu ihrer Gruppe. Aber wenn ich sie dann ausgezogen habe und sie rein soll, dann fängt das Geschrei an.

Der KiGa geht auch nur bis 13.00 Uhr. Meine Große muss an manchen Tagen wegen Vorschule bereits 8.15 bzw. 8.30 Uhr dort sein und ich kann die Kleine da nicht allein daheim lassen. Also muss sie auch zeitig aufstehen und natürlich gleich mit in den KiGa. Schlafen tut meine Tochter im KiGa nicht, obwohl Betten da sind. Es schlafen nur 2 Kleine dort. Die anderen spielen solange.

Ich werd mir die nächsten Tage nochmal Gedanken machen. Spätestens wenn mein Sohn vormittags nicht mehr schläft, ist es dann eigentlich egal, ob ich die Kleine vielleicht doch daheim lasse. Dann komme ich sowieso nicht mehr zum Ausruhen und "muss da durch".

LG
maeuschen1996