Solls ichs meiner Oma sagen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von seepferdchen83 01.04.11 - 11:53 Uhr

Ich bin schwanger in der 14 woche. Bisher weiss es noch niemand da ich letztes Jahr eine Fehlgeburt hatte und riesen Angst habe, dass wieder etwas passiert. Langsam sieht man es, hab einen grossen Blähbauch :)

Meine Oma geht es sehr schlecht. Seit 5 Wochen bricht sie nur noch. Die Ärzte haben bis jetzt nichts gefunden sie vermuten Darmkrebs, sehen es aber nicht richtig da sie ihr zu viel Kontrastmittel bei den Untersuchungen gegeben haben. Das muss erst raus, geht aber icht da sie weder essen noch trinken darf........
Ich weiss nicht, ob ich ihr sagen soll, dass ich schwanger bin, einerseits schöpft sie dann vielleicht wieder neuen Mut, andererseits verzweifelt sie vielleicht noch mehr da sie weiss, dass sie es warscheinlich nicht mehr miterleben wird.
Sie möchte nach Hause möchte keine Untersuchungen mehr sie wird jeden Tag "geplagt" es führt zu keinem Ergebnis und sie ist so schwach da sie ja seit 5 Wochen nix mehr gegessen hat, sie möchte einfach nur noch sterben :(
Was würdet ihr tun?

Beitrag von sunnylove87 01.04.11 - 11:58 Uhr

Hallo,

kann deine Situation gut verstehen, hatte das selbe Problem mit meinem Opa, habe es ihm gesagt und er hat neuen Mut geschöpft.

Die Oma meines Freundes hat damals mit Brustkrebs fast im Sterben gelegen und ihre Tochter (die Tante meines Freundes) erwartete ein Kind, als sie dies hörte wollte sie alle untersuchungen machen um das mitzuerleben, die kleine ist heute 7 Jahre alt und der Oma gehts super....!!! Ich würde es ihr sagen, fals sie doch sterben sollte dann wenigstens mit dem schönen Gedanken, dass du Nachwuchs bekommst!

Alles Gute #liebdrueck

Liebe Grüße,
Sandra + BabyBoy Ben inside 22. Ssw

Beitrag von pamela1977 01.04.11 - 12:32 Uhr

Sag es ihr!!!!!!!!!!!!!

Als wir erfuhren, dass ich mit unserem ersten Kind schwanger bin, war meine Schwiegermutter sehr krank. Es ging schon acht Wochen so und sie mußte zur Kurzzeitpflege ins Pflegeheim.
Dort wollte sie nicht bleiben und sollte in eine geschlossene Abteilung verlegt werden. Dort ist sie leider nie angekommen, auf dem Weg dort hin ist sie verstorben. Zu diesem Zeitpunkt wußten wir von der Schwagnerschaft gerade mal 5 Tage.

Wir hatten keine Zeit es ihr noch zu sagen, dass sie zum ersten Mal Oma wird....... das macht uns heute noch sehr traurig.

Wünsche dir trotzdem eine schöne Schwangerschaft!

Liebe Grüße
Pamela

Beitrag von osiris3105 01.04.11 - 11:59 Uhr

Sag es Ihr! es gibt nichts schöneres für Omas als Uroma zu werden, entweder holt sie sich daraus neue Kraft,oder sie geht mit einem Lächeln auf den Lippen und hat oben im Himmel direkt eine Aufgabe, nähmlich auf euch zwei aufzupassen!

Alles Gute und viel Kraft!
Simone

Die auch nach 10 Jahren noch ihre Oma vermisst!

Beitrag von sabstar 01.04.11 - 12:00 Uhr


Sags ihr!

Meine geliebte Mum ist am 03.02.2010 an Leberkrebs verstorben und uns allen fehlt sie sehr! Ich werde nie vergessen wie sie vor ihrem Tod im Bett lag, geweint hat und sagte: "aber ich will doch noch meine Enkel miterleben..."
Sie war erst 57.
Ich bin heute in der 10 SSW, habe es aber meiner Oma in der 8 SSW erzählt und sie ist mir unter Freudentränen in die Arme gefallen. Sie sagte nur: "das ist die wunderbarste Nachricht die du mir machen konntest! Ich wünschte deine Mutter könnte es miterleben..." und wir haben bestimmt 30 Minuten in den Armen des anderen geweint....

Beitrag von die-brunsis 01.04.11 - 12:01 Uhr

Ach Mensch, das hört sich ja gar nicht gut an.

ich glaube, ich würde es ihr sagen.

mein opa ist nun schon seit vielen jahren alleine, hat auch krebs und hat auch einfach keine lust mehr. er hat immer wieder gesagt, ich halt nur noch durch bis zur konfirmation der jungs (meine cousins) und dann lass ich mich nicht mehr behandeln.

meine eltern haben mich damals darum gebeten, es ihm zu sagen, denn es war wieder ein ansporn für ihn, weiter zu machen, so auf die art: bis mein urenkel da ist!

Bis jetzt ist alles gut bei ihm und nun ist urenkel nr. 2 unterwegs.

frag doch mal deine eltern, ob sie meinen, es würde deiner oma "guttun" wenn sie es scho weiß, oder ob es sie eher traurig macht. verstehts du, was ich meine?

bei meinem opa hat es geholfen

liebe grüße und alles gute für dich und deine oma

Beitrag von zuckerpups 01.04.11 - 12:01 Uhr

Ich würde es ihr sagen. In passender Stimmung etc.

Wir waren überrascht, wie hier die ganze (gesunde) Familie reagiert hat, daß neues Leben entsteht... einer meinte auch: Endlich mal was Positives, man trifft sich jetzt viel öfter, es ist mehr und besserer Kontakt als je zuvor. Auch wenn keiner eine echte Hilfe ist.. hehe.. alle sind total positiv , was Babies und Schwangerschaft angeht.

Deswegen glaube ich, es wird Deiner Oma Aufwind geben. Mir selbst wäre es auch lieber, ich wüßte, daß die nächste Generation "vor der Tür steht", wenn ich bereit bin zu gehen als daß ich davon keine Ahnung hätte.

Beitrag von wartemama 01.04.11 - 12:01 Uhr

Das ist ja eine furchtbare Situation. :-(

Ich würde es ihr wohl nicht sagen - ich hätte zuviel Angst, daß ihr dann mit aller Kraft bewußt wird, daß sie Ihren Ur-Enkel mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr kennenlernen wird.

Alles Gute! #blume

LG wartemama

Beitrag von mira24 01.04.11 - 12:04 Uhr

Ich würde es ihr auch sagen. Vielleicht schöpft sie neuen Mut und Kraft. Und wenn doch nicht hat sie immer noch eine wundervolle Nachricht, an die sie denken kann.

Beitrag von svenjag87 01.04.11 - 12:11 Uhr

In der selben Situation habe ich vor nicht allzu langer Zeit auch gesteckt. Aber ich musste nicht lange darüber nachdenken, sondern habe es ihr gesagt. Ihr ging es furchtbar schlecht und sie war dadurch auch sehr depressiv und wollte nur noch sterben. Zusätzlich noch Alzheimer und und und. Als ich es ihr gesagt habe, hat sie sich total gefreut und konnte es kaum erwaten das Babylein zu sehen. Wenn wir sie besucht haben schien sie auch immer sehr klare Momente dann gehabt zu haben und es war richtig schön. Sie war seitdem immer mehr am lachen und war nicht mehr nur andauernt am weinen dass sie sterben will. Sie lebt nun immer noch und freut sich jedes Mal tierisch wenn ich mit der Kleinen vorbei komme.
Damals hat sie auch nichts mehr gegessen und nichts mehr getrunken..weil sie einfach nciht mehr wollte. Nun ist sie schon 87jahre alt und erlebt vielleicht bald noch das Zweite Ur-enkelchen. ;-)

Beitrag von mai75 01.04.11 - 12:24 Uhr

Wir haben lange auf unsere SS warten müssen und mein Vater, der unbedingt Opa werden möchte, hat sehr darunter gelitten, dass die freudige Nachricht viele Jahre ausblieb. Dann bekam er Krebs und es ging im zwischenzeitlich so schlecht, dass wir mit allem rechnen mussten. In der Phase fing er an sich aufzugeben, weshalb ich ihm sagte er solle kämpfen, denn schließlich würden Mama, mein Bruder und ich ihn brauchen. Seine Antwort war damals: "das Einzige, wozu ich gebraucht werden will, ist mein Enkelkind aus dem Kindergarten abzuholen!"....
für mich ein harter Schlag ins Gesicht, denn damals dachte ich, ich würde gar nicht schwanger werden können, sagen konnte ich ihm das aber natürlich nicht sondern habe ihm zu verstehen gegeben, dass ich alles versuchen werde um seinen (und auch unseren!) Wunsch zu erfüllen - er dafür aber kämpfen muss. Sicher ist das nicht der Grund, weshalb er es geschafft hat, aber mein Signal, dass wir alles menschenmgliche versuchen werden, hat ihm schon Kraft gegeben, glaube ich. Heute geht es ihm wieder recht gut - er ist schon total aufgeregt, weil es bei mir ja nun bald los gehen wird und er dann endlich Opa wird.

Ich an Deiner Stelle würde es ihr sagen. Ich glaube die Chance, dass sie sich freut und Hoffnung schöpft ist größer als die Gefahr, dass sie das noch mehr deprimiert.
Es ist doch toll, wenn sie von ihrer Krankheit abgelenkt wird und an etwas positives denken kann.

Vielleicht findet sich ja ein ruhiger Moment in dem Ihr alleine seid. Stell Dich drauf ein, dass sie vielleicht verhalten reagiert - aber ich bin mir sicher, sie wird sich freuen !!!

Wünsche Dir alles, alles Gute !!!