Helden oder Lebensmüde Vollidioten

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Beitrag von emma-pauline 01.04.11 - 12:06 Uhr

http://web.de/magazine/nachrichten/erdbeben/12494224-wir-werden-sterben.html

Ich finde DAS SIND HELDEN#schock
Ich selber hätte es nicht gebacht, mir wäre MEIN Leben dann doch zu wichtig gewesen.

Wie seht ihr das?

Beitrag von kawatina 01.04.11 - 12:20 Uhr

Hallo,

merken die Leute auch noch, das elendiges krepieren nichts heldenhaftes an sich hat.

Immerhin gibt es irgendwann eine nette Gedenktafel und womöglich eine Feierlichkeit, die an den heldenhaften Einsatz erinnert.
Selbstredend an jedem Jahrestag großes Bohei mit Fahnenschwenken und Co.

Tja...ansonsten....habe ich nicht den Eindruck, das in Japan der Kopf weiß, was der Hintern macht
Gerechterweise sollte man die Tepco-Bosse mal 48 Stunden an die vorderste Front zum Aufräumen schicken

Beitrag von tussi_ag 01.04.11 - 12:27 Uhr

Natürlich sind das Helden!!!
Was denn sonst?In diesem Zusammenhang von lebensmüden Vollidioten zu sprechen ist eine Frechheit.
Hast Du Dich auch nur mal einen Moment mit der Japanischen Mentalität auseinandergesetzt?

Glaubst Du allen Ernstes jeder dieser 50 Leute ist FREIWILLIG dort?

In den Medien wurde teilweise darüber berichtet das die Arbeiter dieses Gelände nicht verlassen durften.
Frei nach dem Motto:Die verrecken sowieso ,also sollen sie so lange sie noch können was für die Gemeinschaft tun.

Deine liebenswerte Einstellung das Dein Leben Dir wichtiger ist teilen in Japan viele Politiker mit Dir.
Die wagen sich bis heute nicht in die Gegend von Fukushima.

Beitrag von ellannajoe 01.04.11 - 16:56 Uhr

Hallo,

es sind nicht nur 50, sondern soweit ich mich jetzt gerade erinnere an die 300 Leute, von 600 habe ich auch schon gelesen.

Es hat nichts mit der Mentalität zu tun, ich kann mich gut daran erinnern, dass 11/09 Feuerwehrleute auch noch in den 2. Tower stürmten um zu helfen, als der 1. schon eingestürzt war. Manche Menschen sind ware Helden und wachsen über sich hinaus.

Gerade Menschen die solche Berufe wählen, sind schon was besonderes.

Die TE hat einige Kinder (soweit meine Erinnerung mich nicht trügt), Mütter nehmen ihre Kinder und retten ihren Arsch. Hat wohl eher mit der Evolution zu tun, statt mit der Einstellung.

my2cents (TEPCO :-[)

Beitrag von ostsonne 01.04.11 - 12:35 Uhr

Ich weiß es nicht, weder noch wahrscheinlich.

Ich denke zwar, wenn sich jemand entscheidet, so einen Arbeitsplatz zu wählen, dann muß er auch mal einen Gedanken daran verschwendet haben: "Was wäre wenn". So, und jetzt ist es passiert, da kann ich als dortiger Mitarbeiter nicht einfach sagen: "Ich geh jetzt, das geht mich nichts mehr an." Es klingt doof, aber das ist ihr Job.

Beitrag von lena1309 01.04.11 - 12:41 Uhr

Hallo,

ich finde sie sind keine Helden.
Sie sind Angestellte der Firma, die diese AKWs betreibt und sie machen jetzt ihren Job.
Nicht gerade eine schöne Aussicht, an Krebs oder der Strahlenkrankheit zu sterben, aber wenn ich in einem hoch aktiven Erdbebengebiet in einem AKW arbeite, ist eben eine gewisse Wahrscheinlichkeit da, dass das nicht gut gehen kann, auch wenn es jetzt eine Verkettung vieler Umstände war.

Für die Familien tut es mir wirklich leid, aber meine Welt dreht sich weiter.

LG
M.

Beitrag von -0815- 01.04.11 - 12:51 Uhr

Irgendwer muss es ja machen?


Also was sind sie?

Beitrag von ayshe 01.04.11 - 13:10 Uhr

Man muß das mit den augen und der Einstellung eines Japaners sehen und nicht deutsch.


http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=11&id=3071828

Beitrag von donaldine1 01.04.11 - 13:17 Uhr

Hallo,

ich frage mich, ob die wirklich alle freiwillig da sind. #kratz

Ansonsten denke ich, daß es wohl auch ganz unterschiedliche Gründe haben wird, wenn jemand es dann freiwillig tut. Es gibt sicher welche, die ein so hohes Pflichtgefühl haben. Vielleicht gibt es auch welche, die ohnehin gerade keine Perspektive in ihrem Leben sehen oder auch welche, die sich davon später Vorteile erhoffen, sollten sie das Ganze überleben.

LG

donaldine1

Beitrag von sarahg0709 01.04.11 - 14:36 Uhr

Eigentlich sind es ja mehr als 50. Da gibt es noch die unzähligen Feuerwehrleute, die "freiwillig" die Reaktoren mit Wasser besprenkeln.

Lebensmüde, vielleicht. Aber eigentlich machen sie nur ihren Job. Dumm ist nur, dass die Betreibergesellschaft im Vorfeld so geschlampt hat, dass es überhaupt so weit kommen musste.


LG

Beitrag von not-for-sale 01.04.11 - 15:28 Uhr

Diese Menschen opfern sich - ob freiwillig oder nicht sei erst einmal dahingestellt.
Ohne diese Menschen hätte es wahrscheinlich bereits eine oder mehrere Kernschmelzen gegeben. Ohne diese Menschen wäre Japan vermutlich gerade dabei, den Großraum Tokio (~ 35 Mio. Menschen) zu evakuieren.

Wie du das nennen willst, weiß ich nicht. Ich weiß, wie ICH sie nenne. Tapfere Menschen, die einen höheren Sinn in ihrem Handeln sehen, als ihr eigenes Leben. Nämlich die Leben vieler Mio. anderer Menschen.

Beitrag von ellannajoe 01.04.11 - 17:07 Uhr

Sorry,

aber die Kernschmelze ist bereits in vollem Gange. Es wurde ja bereits Plutonium im Erdreich gefunden. Das Grundwasser ist verstrahlt. Sie flicken an allen Ecken und Enden, jetzt fragt sich bloß noch, wie groß der Radius der jahrzehntelangen Verstrahlungen sein wird.

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quelle welt online

17.38 Uhr: Das Grundwasser nahe dem beschädigten Kernkraftwerk Fukushima 1 ist nach Angaben der Betreiberfirma Tepco stark verstrahlt. Bei Reaktorblock 1 wurden 10 000-fach erhöhte Werte von Jod-131 im Wasser entdeckt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Es gibt Lecks, durch die strahlendes Wasser aus der Anlage tritt.

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Der Großraum Tokio wird nicht evakuiert, selbst wenn die Menschen wie die Fliegen umkippen, dann ist es halt ne Grippe. Außerdem ist es gar nicht möglich 35 Mio Menschen zu evakuieren.

Die Regierung weigert sich sogar mehr als 30 km um Fukushima zu evakuieren, obwohl Itate (40km) verstrahlt ist.

Sorry musste raus.
#blume

Beitrag von umsche 01.04.11 - 20:22 Uhr

Für mich sind das auch Helden, die alles versuche(t)en, um den schlimmsten Gau zu verhindern.

Beitrag von lena1309 01.04.11 - 21:12 Uhr

Pst, ich will ja nicht unken, aber der Super-Gau findet bereits statt, wenn im Grundwasser und im Boden massiv erhöhte Strahlenwerte festgestellt werden.

Beitrag von lena1309 01.04.11 - 21:17 Uhr

Schau mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall

Ich finde das passt doch ganz gut.
Das hat wenig mit in Grenzen halten zu tun.

Beitrag von not-for-sale 02.04.11 - 10:02 Uhr

Darum geht es in diesem Thread doch gar nicht. Hier geht es darum, dass ein paar Dutzend Menschen ihr Leben dafür opfern, um zu versuchen, Schlimmeres für ganz viele andere Menschen zu verhindern.

Beitrag von umsche 02.04.11 - 13:01 Uhr

#pro

Beitrag von umsche 02.04.11 - 13:00 Uhr

Deswegen schrieb ich ja auch "versuch(t)en"! Aber trotzdem...sie opfern/opferten ihre eigene Gesundheit und ihr eigenes Leben, um viele Menschen vor noch Schlimmerem zu bewahren. Und deswegen sind sie für mich wahre Helden, an die ich oft denken muss. Ich frage mich oft, was sie empfinden, welche Ängste sie haben, wie sie ihre Zukunft sehen. Wie laufen die Gespräche zwischen ihnen ab, geben sie sich gegenseitig Halt und Trost? Und ich sehe das, was sie da tun, nicht als ihren Job an, den sie selbstverständlich zu verrichten haben. Erschreckend, wie empathielos manche Menschen das Schicksal anderer gedenken.

Beitrag von not-for-sale 02.04.11 - 10:03 Uhr

#pro ganz genau!

Beitrag von no-limit 01.04.11 - 18:14 Uhr

sie opfern sich .....

Beitrag von ellannajoe 01.04.11 - 18:42 Uhr

ja

aber wenn es nach der Atomlobby geht, werden diese Opfer in kürzester Zeit vergessen sein.

Tschernobyl lässt grüßen. Die Kinder der neuen Generation haben jedenfalls eine strahlende Jugend.

:-[