FÄ schlägt Einleitung eine Woche vorher vor. Was sagt ihr dazu?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von derhimmelmusswarten 01.04.11 - 13:41 Uhr

Ich habe heute mit meiner FÄ darüber geredet, die wie Geburt meiner Tochter verlaufen ist (blieb am Schluß stecken, Saugglocke, war blau, röchelte, Fruchtwasser geschluckt, Blut gespuckt, musste intubiert und künstlich ernährt werden) und sie will, dass ich in der 36. SSW eine Geburtsplanung im Krankenhaus machen lasse, damit die Ärzte dort einschätzen können, ob sowas wieder passieren kann. Sie meinte, sie würde eher eine Woche vorher einleiten lassen anstatt einen Kaiserschnitt zu planen. Was haltet ihr denn davon?

Ich muss sagen, Einleitung passt mir irgendwie gar nicht. Ich denke, wenn ein Kind nicht bereit ist, ist es nicht bereit und die Geburt kann ja dann total lange dauern und am Ende doch Komplikationen eintreten, oder? Ich müsste dann auch meine ältere Tochter längerfristig versorgen, da man ja nicht weiß, wie lange es dann dauern wird. Und die Vorstellung, womöglich tagelang im Kreissaal an einem CTG etc. zu liegen, stimmt mich nicht gerade fröhlich.

Jedenfalls war heute alles ok. Allerdings liegt das Baby wieder total weit oben. Genau wie meine Tochter. GMH bei über 5 cm!! Die Ärztin fand das total erstaunlich. Ich auch. Da ich ja meine fast 2jährige trage und befürchtet habe, dass das Auswirkungen haben könnte. Aber meine Tochter lag auch so weit Oben und hat sich nie abgesenkt bis zum ET und ich habe die Vermutung, dass ich so schmal gebaut bin, dass sich da schlichtweg auch diesmal nichts tun wird.

Kann mir jemand über Einleitung berichten aufgrund dieser Komplikationen? Wie steht ihr dazu? Lieber Einleitung eine Woche vorher (um das Kind nicht zu schwer werden zu lassen) oder Kaiserschnitt? Ich meine, was macht ne Woche aus? Und mir würde es irgendwie auch so leid tun für das Kind, dass es nicht drin bleiben darf so lange es will und dann mit weniger Gewicht geholt wird. Mir graut es vor so einem kleinen dünnen Kind. Meine Tochter hatte 3340 g und wenn ich mir vorstelle, so ein kleines Würmchen zu haben, da hab ich auch Angst vor.

Beitrag von kruemmelteefee 01.04.11 - 14:09 Uhr

Hallo!
Ich würde auch nicht einleiten lassen. Bin auch der Meinung, dass das genau gar nix bringt, wenn das Kind nicht bereit ist (bzw. auch dein Körper).
Die Geburtsplanung im KH würd ich allerdings schon machen. Da kannst du ja sagen, dass du keine Einleitung möchtest und schon gar nicht vor ET. Schilder dort einfach deine Sicht der Dinge und hör dir die Meinung der Ärzte und Hebammen vor Ort an.
Wie ist denn dein Gefühl? Möchtest du nochmal eine spontane Geburt versuchen?
MfG KTF

Beitrag von derhimmelmusswarten 01.04.11 - 14:11 Uhr

Habe nun einen Termin für den 12.4 bekommen. Ich möchte sicherheitshalber ohnehin wieder in das Krankenhaus, in dem ich auch beim letzten Mal war, da es dort eine Kinderintensivstation gibt. Am Liebsten würde ich mein Kind spontan und ganz normal bekommen. Aber ich habe halt auch den Verdacht, dass das aufgrund meines Beckens nicht so einfach möglich ist. In erster Linie möchte ich Sicherheit für mein Kind. Beim letzten Mal lief alles toll bis zum ET und kurz vor Schluß dann diese Komplikationen. Ich möchte nie wieder erleben, dass zwei Ärztinnen an mein Bett kommen und mir sagen, dass es meiner Tochter schlecht geht und sie nicht wissen, ob sie überlebt...

Beitrag von kruemmelteefee 01.04.11 - 14:16 Uhr

Hm, das es deiner Tochter nach der Geburt so schlecht ging war bestimmt schrecklich für dich. Wenn du allerdings gerne nochmal spontan entbinden möchtest, dann versuch's! Wie du ja schreibst gibts in dem KH eine Kinderintensiv und damit hast du die bestmögliche Sicherheit gewährleistet. Sprech mit den Leuten vom KH. Die könne dir ja auch wesentlich fachkompetentere Auskünfte geben als ich. Also Mutter kann ich dir nur sagen: Hör auf dein Herz und lass dir nichts aufzwängen was du nicht möchtest, wenn es auch medizinischer Sicht nicht absolut notwendig ist!
Ich wünsche dir eine wundervolle und unkomplizierte Geburt und alles Gute!

Beitrag von anarchie 01.04.11 - 15:21 Uhr

Hallo!

Einleiten vor ET finde ich Quark!
da bist weder du noch das Kind bereit, es wird also ein nicht bereiter Körper zu Wehen gezwungen und ein nicht bereites Kind versucht rauszuprügeln - das sowas oft im Stillstand, Wehensturmm, etc endet ist absehbar.

ICH würde einafch abwarten, zur osteopathin gehen, dass die schaut, ob alles im Lot ist(wegen Blockaden kann ein Kind prima stecken bleiben), dann heublumendampfsitzbäder nehmen, mich entspannen und schauen, was das baby kommen mag.
Unter der Geburt aufrecht bleiben, die hebamme soll dich gut lagern, dass das Kindlein ins Becken rutscht...

2 meiner Kinder haben sich erst unter den Presswehen ins becken begeben übrigens..

lg

melanie und die 4

Beitrag von nele27 01.04.11 - 16:37 Uhr

Hi,

ich habe eine ähnliche erste Geburt erlebt. Nicht ganz so drastisch, aber ich hatte auch Schiss, dass die zweite Geburt wieder so endet.

Ich habe allerdings einen ganz anderen Schluss gezogen: Möglichst wenig Interventionen und Rumgefummel!
Denn die ganzen Maßnahmen wie Einleitung, PDA etc. begünstigen doch einen Geburtsstillstand oder dass sich das Kind nicht dreht und und und (mein Großer schaffte die zweite Drehung nicht)...

Daher schwor ich diesmal auf natürliche Geburt - und hatte Erfolg! Es war ein Traum: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=15&tid=2906823

Statt jetzt Maßnahmen zu ergreifen (auf keinen Fall vor Termin Einleiten, dass kann zu tagelangen Wehen führen, wenn der Körper nicht bereit ist), würde ich lieber noch mal das Gespräch mit der Hebamme suchen und über Deine Befürchtungen sprechen...

Alles Gute!

Beitrag von qrupa 01.04.11 - 17:52 Uhr

Meine beiden Kinder haben sich erst im Laufe der Geburt gesenkt, die zweite ist erst bei voll eröffnetem Mumu und gesprungener Fruchtblase innerhalb von 2 Wehen komplett durchs Becken geschossen. War nicht ganz angenehm die letzte Zeit weil sie noch soweit oben war aber das hat nicht zwangsläufig mit einem zu schmalen Becken zu tun. Manche Kinder sind einfach so.
Aus diesem Grund würde ich mich da nicht kirre machen lassen oder gar von einer spontanen geburt abhalten lassen oder einleiten. Auch der GMH darf lang sein wie er will, interessant wird es erst wenn die Geburt losgeht.
Ich persönlich habe mich schon beim ersten Baby gegen eine Einleitung gewehrt und würde es immer wieder tun. Lieber aufrecht bleiben wenn es soweit ist, gucken was passiert wenn die Geburt losgeht und solange es mir und dem Baby gut geht nicht eingreifen. Wennn du dich damit besser fühlst kannbst du ja auch schon im Vorfeld festlegen in welcher Situation du zum KS umschwenken willst. Niemand zwingt dich solange abzuwarten bis du nicht mehr kannst und es deinem Baby schlecht geht.
Solange du Kraft hast, es deinem baby gut geht würde ich immer abwarten was passiert wenn der Mumu vollständig eröffnet ist, die Fruchtblase gesprungen, du eine aufrechte Körperhaltung hast die dir bequem ist,... und wenn es dann trotzdem nicht weiter geht, dann geht ein KS immernoch, aber dann hatte dein Baby die zeit die es brauchte, hat natürliche Wehen mitbekommen udn du mußt dich nie fragen ob es nicht doch spontan gegangen wäre.


LG
qrupa

Beitrag von supermutti8 01.04.11 - 17:59 Uhr

also ne Einleitung vor ET wegen DER Gründe (die Gründe selber sind schon ein Grund) finde ich quark ....also wegen DER Gründe würde ich mit dem KH über nen KS reden ,aber nicht über ne Einleitung VOR ET :-( ,solche Einleitungen gehen meist in die Hose und enden eh im KS,also wieso dann dem Kind den stress machen? Wenn es begründeten Verdacht auf ne Wiederholung des Ganzen (frage ist ja wieso sie stecken blieb,usw.) gibt, dann wähle doch lieber nen KS. Aber wenn es Zufall war,würd ich es auf jeden Fall spontan versuchen ....

Lg Annett

Beitrag von susasummer 02.04.11 - 11:43 Uhr

Ich finde das schwer da einen Rat zu geben,da ein KS für mich persönlich sehr schlimm ist.Ich kann mir das einfach nicht vorstellen.
Meine erste Geburt war auch fürchterlich,die zweite normal und die dritte dann eingeleitet 10Tage vor Termin.Ich habe eine gute Erfahrung damit gemacht.Aber mein Kind wurde auch eher geboren,weil meine Plazenta stark verkalkt war und ich schon ab der 30.woche in Dopplerkontrolle stand,da er zu klein und leicht war.
Ich denke das Gespräch solltest du machen und alles abklären und dann nach deinem Gefühl gehen.
So wirklich kann man da nichts raten.Aber ich selber würde vor Termin nur einleiten lassen,wenn es nötig ist.
lg Julia