das ist doch nicht denen ihr ernst.....

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von windlicht82 01.04.11 - 14:53 Uhr

Ich könnte gerade vor Wut platzen :-[
Ich habe zufällig beim surfen einen Artikel zum Thema Künstliche Befruchtung/Kassenleistung gefunden...hier nur ein paar Auschnitte

Kinderlosigkeit ist keine Krankheit, sagen die Kassen

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen jedoch keine Bevölkerungspolitik. Sie dürfen nur die Behandlung von Krankheiten finanzieren. Dass ungewollte Kinderlosigkeit dazugehört, wird von den Krankenkassen bestritten. Man könne schließlich, heißt es, auch ohne Nachwuchs glücklich werden, wie es unzählige Menschen täglich bewiesen. #klatsch

aber lest den Artikel wenn ihr mögt mal selber, es ist wirklich traurig wie hier argumentiert wird bzw. wie irsinnig die Entscheidung der Kassen sind.. http://ungewolltkinderlos.de/index.php?article_id=183

LG

Beitrag von 2tesich 01.04.11 - 15:02 Uhr

ich versteh dich gut, uns .... es auch an! sind jetzt bei der 1. icsi schon bei ca. 4.000 euro als selbstzahler... finden es so ungerecht verteilt, haben zb ne alki-nachbarin, gehirn versoffen, hartz 4, wohnung, reha, betreuerin usw. alles wird gezahlt... wünsch niemanden was schlechtes, finde aber die kk regelungen wirklich nicht gerecht u nachvollziehbar, vor allem auch das bei verh. mädels auch erst ab 25 jahren ein teil übernommen wird - ab 20 ist man doch am fruchtbarsten, was soll das bitte???
und wer soll die kk in 20 jahren finanzieren, wenn nicht unsere wunderbaren zukünftigen kinder??? ;-)

Beitrag von engelchen939 01.04.11 - 15:13 Uhr

ich platz auch gleich........#aerger
Die spinnen doch... das ist keine Krankheit???!!! :-[
Wieso nicht??? Es wird auch ne Krankheitsbehandlung übernommen an der der Patient selbst schuld ist!
Und ja es gibt Paare die ohne Kinder glücklich sind aber die WOLLEN KEINE KINDER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Da zahlen sie lieber Jahrelang meinen Psychologen und die Therapie weil ich mit dem unerfüllten Kinderwunsch nicht leben kann als die KiWUbehandlung zu zahlen!
Kinder bereichern ein jedes leben und wenn alle keine Kinder kriegen würden wären wir bald ausgestorben und es würde keine Rente usw mehr geben....
Boah.....:-[

Beitrag von kajax88 01.04.11 - 16:36 Uhr

Echt unfair!

Hier in den Niederlanden muss man keinen Pfennig selbst bezahlen.

Beitrag von illis007 01.04.11 - 22:47 Uhr

...da werd ich richtig sauer!
WEnn wir weniger Geld in die vielen Alten Leute stecken würden, nur um einen halb tode Oma noch 3 monate länger im Krankenhaus zu quälen,
hätten wir auch mehr geld in den Kassen.
Außerdem geben wir sinnlos Geld für sehr Chemotherapien aus, obwohl man weiß das sie nicht wirken.
ABER,
wenn man Kinder will, die unsere Zukunft sichern sollen, da is nix mehr im Kassenbeutel!
..
aber...da hilft ärgern wohl auch nix...
es wird sich nix ändern!....
motz brummel....nörgel...
JA, ich stehe zu meinen oft ein wenig radikalen gedanken!

Beitrag von bofohexe 01.04.11 - 23:43 Uhr

Also bitte, was du da vom Stapel lässt, ist wohl nicht dein Ernst oder?

Ich finde die Aussagen und Handlungsweisen der KK in Bezug auf ungewollt schwangere auch nicht richtig, aber so zu argumentieren ist Blödsinn

Stell dir mal vor dein Ehemann erkrankt an einer Art von Krebs und du bekommst zu hören: Chemotherapie zahlen wir nicht, die bringt eh nichts.......
#klatsch

Beitrag von motmot1410 02.04.11 - 09:54 Uhr

Danke, das hab ich mir auch gedacht! #aerger
Und wer soll überhaupt festlegen, wann die Behandlung einer Krankheit nicht mehr "sinnvoll" ist?
Es gibt immer wieder Fälle, bei denen die Ärzte eigentlich nicht mehr an den Erfolg der Behandlung glauben und dann überleben die Patienten doch. Ich selbst wäre inzwischen Halbwaise, würden die KK nach so einem Prinzip verfahren.

Und: Auch wenn es jetzt böse klingt, aber ich lese in den Kiwu-Foren auch immer wieder davon, dass man jetzt auf einen Hausbau, Urlaub, usw. verzichten muss. Für mich sind das einfach Luxusprobleme. Ich verzichte auf solche Dinge gerne für die Erfüllung meines Kiwus.

Vielleicht sollten wir uns auch einfach mal vor Augen halten, wie wenig wir eigentlich für unsere Krankenversicherung zahlen und was wir dafür alles erhalten und uns selbst in Notlagen, wie einer Arbeitslosigkeit noch versichert. Ich kenne kaum ein Gesundheitssystem, dass das leistet.
Die geringen Beiträge wären übrigens nicht möglich, wenn jeder für sich selbst eine Versicherung abschließen müsste.

Beitrag von windlicht82 02.04.11 - 11:19 Uhr

Hallo Motmot1410,

sicherlich hast du recht was den Umfang unseres Gesundheitssystems betrifft. Vieles was bei uns gezahlt wird, müssen die Leute in anderen Ländern selber zahlen. Aber die Verteilung ist meiner Meinung nach schon ziemlich ungerecht bzw. die Argumentation der Kassen für mich nicht nachvollziehbar. Die Kasse zahlt z.b. Drogenabhängigen das Heroin. Das wird als Krankheit gesehen. Klingt zwar jetzt auch böße. Ein heroinabhängiger ist höchstwahrscheinlich aus eigener Schuld in seine Abhängigkeit geraten. Ein kinderloses Paar wo der Mann aus unerklärlichen Gründen nicht zeugungsfähig ist trifft höchstwahrscheinlich keine Schuld.
Es wird soviel von der Kasse getragen und sowas wichtiges wie das Thema Kinderlosigkeit wird unter den Teppich gekehrt. Und wie aus dem Bericht hervorgeht ist dies ja auch eine Milchmädchenrechnung. Das was die Kasse spart fehlt irgendwann wieder in den Kassen weil es zuwenig Kinder gibt. Ich finde es würde ja schon reichen wenn man die Kosten der Behandlung für ein Kind übernimmt.
Und mal ganz ehrlich. Auch wenn mein Wunsch nach einem eigenen Kind rießig groß ist und wir auf dem Weg der Erfüllung einiges in Kauf nehmen ist es schon wichtig das man auch noch andere Dinge im Leben hat und dazu gehört auch Urlaub. Das ist kein Luxusproblem sondern das ist LEBEN. Und ich kann es verstehen das manche darunter leiden wenn sie zu dem ganzen Behandlungsstreß u.s.w. auch noch finanzielle Nöte haben. Oftmals ist es ja mit einem Versuch nicht getan. Und manche verzichten über mehrere Jahre auf alle möglichen Dinge die das Leben "schöner" machen. Wie z.b. einen Urlaub.

LG Windlicht

Beitrag von motmot1410 02.04.11 - 12:16 Uhr

Eigentlich stimmt die Argumentation in dem Artikel auch nicht ;-)
Denn genau genommen, sehen die Krankenkassen Infertilität durchaus als Krankheit an. Aus diesem Grund wird werden auch Hormonbehandlungen übernommen. Denn die Hormonbehandlungen beseitigen die Unfruchtbarkeit. Künstliche Befruchtungen hingegen (so die Argumentation) beseitigen nicht die Krankheit, sondern umgehen die Unfruchtbarkeit nur. Unfruchtbar ist ein Paar dann immer noch.
Sicherlich kann man über die Argumentation streiten.
Ich, persönlich, finde aber auch, dass es nicht Aufgabe der Krankenkassen ist, eine Kinderwunsch-Therapie zu zahlen. Viel mehr wäre das eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und deshalb würde ich eine steuerfinanzierte Lösung bevorzugen. Aber auch da wäre zu überlegen, in welchem Umfang sie das tun sollte. Sicherlich ist es bei den meisten Paaren nicht mit einer Behandlung getan und die Regelung nur 3 Versuch zu unterstützen, ist mir deutlich zu starr. Aber dass man völlig bezahlt, halte ich auch für nicht richtig. Und grundsätzlich sehe ich auch nicht das Problem, wenn jedes Paar auch seinen Eigenanteil dazu beiträgt. Für mich ist der größte Druck eigentlich erst dadurch entstanden, dass ich wusste, dass es nach den ersten 3 Versuchen richtig teuer wird. Die 1500 - 2000€ sind für die allermeisten Berufstätigen immer noch relativ schnell zusammengespart. Aber wenn es dann plötzlich 6000 - 10000 € sind, sieht das Ganze doch etwas anders aus.


Zum Thema "Urlaub" und "Eigenheim":
Natürlich sind das Luxusprobleme. Es ist ja auch nicht so, dass sich Jeder diese Dingen leisten kann. Man muss halt Prioritäten setzen. Und wenn dann jemand rum jammert, dass er jetzt mal auf einen Urlaub verzichten muss oder sich kein neues Auto kaufen kann, dann denke ich mir immer: "Na, erzähl das mal der Frisörin, die Dir gerade Deine neue Frisur verpasst hat" ;-)
Jedenfalls kann es erst recht nicht sein, dass man ernsthaft fordert, kranken Menschen nicht mehr die optimale medizinische Versorgung zu kommen zu lassen und einem Krebskrankem einfach mal die Chemo-Therapie zu verweigern. Solche Dinge haben für immer noch absolute Priorität! Und ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der das nicht mehr so ist.

Beitrag von -marie--89 06.04.11 - 11:59 Uhr

sorry ich weis das dieser beitrag nicht grade der neuste ist, aber ich muss jetzt mal was dazu sagen...

wir wissen alle wie es ist, das die KK sich gegen alles weigern zu zahlen.
Aber ich bin froh das sie im Krankheitsfall meines mannes alles gezahlt haben. Sprich auch die chemotherapie die super geholfen hat..
also finde ich es kein rausgeworfenes geld das dafür genommen wird..

nur weil man krank ist heißt es nicht das man gleich tot ist.
Ich bin auch er 21 jahre alt und die Krankenkasse berät sich noch ob sie übernehmen sollen oder nicht. da es sich um einen krankheitsfall handelt.
Mein gefühl sagt mir aber das sie nichts übernehmen werden.
Wenn ich also ein Kind haben möchte, dann muss ich eben zusehen wo ich das geld dafür her bekomme.. man gibt so viel geld für anderen blödsinn aus.
Wir haben bis jetzt ca 3000€ selbst finanziert. aber wir wissen für was wir es finanzieren. Und die behandlung ist noch nicht inbegriffen. da kommen noch mal 3800€ auf uns zu.
Aber wir wollen ein kind und deshalb sind wir auch bereit das dafür zu zahlen.

ich möchte niemanden angreifen oder kritisieren, wir wussten das wir ein kind wollen also haben wir halt angefangen zu sparen. das es vom betrag her mehr wurde als kalkuliert, hätte uns klar sein müssen.

trotzdem wünsche ich euch von herzem viel glück für eure bevorstehenden behandlungen und auch viel glück und reichlich nerven die die behandlung schon hintersich gebracht haben

ganz liebe grüße
marie

Beitrag von biene0812 02.04.11 - 06:43 Uhr

mir wird auch übel bei dem Gedanken und natürlich ist Kinderlosigkeit eine Krankheit - denkt man an die vielen PCO´ler!!

Also ich habe mein Schicksal nicht freiwillig gewählt!!!

Da geht man ein Leben lang arbeiten um eine Grundlage für eine Familiengründung zu haben und dann soll man sein ganzes Geld in eine IVF oder ICSI stecken? Was ist das für eine Logik?

Wie viele Kinder werden in arme Familien geboren - in denen die kleinen Mäuse nur zur Geldgewinnung dienen (Milchmädchenrechnung) und keine Chance auf ein erfülltes Leben haben. Nur weil die Eltern zu faul zum Arbeiten sind!!!! (und das zahlen wir auch noch alles mit)

Verstehe den deutschen Staat beim besten Willen nicht!!!

LG #winke