So bist Du auf die Welt gekommen

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von malinwell 01.04.11 - 15:11 Uhr

Mein geliebter, kleiner Bruno,

Zwei Tage vor Deiner Geburt hatte ich noch einen Vorsorgetermin. Da war ich 36+1 und unsere Ärztin sagte zu mir, dass ich Dich besser nicht bis zur 40. Woche austragen solle, denn Du wärst schon so groß. Weiter sagte sie nichts und ich wollte auch nicht diskutieren, weil ich dachte, ich hätte noch Zeit und könnte meine Argumente gegen einen geplanten KS oder eine verfrühte Einleitung in Ruhe zu Hause überlegen und dann beim nächsten Termin mit ihr besprechen.

Am Folgetag ging es mir seit langem mal wieder richtig super gut, ich hatte viel Energie, ging lange mit unserem Hund spazieren und erledigte zu Hause alle möglichen Sachen, machte den Elterngeldantrag und alles für die Krankenkasse fertig usw.
Abends um elf lag ich mit Deinem Papa im Bett und war gerade eingeschlafen als es in meinem Bauch blubberte und meine Bettseite ein bisschen nass wurde.
Ich dachte zuerst, dass Du auf meine Blase getreten bist und ich aus Versehen Pipi gemacht hätte.
Also bat ich Deinen Papa um ein Handtuch, dass er mir auch gleich gebracht hat.
Als ich aufstand war mir aber gleich klar, dass es Fruchtwasser ist, das da aus mir herausläuft.
Wehen hatte ich keine.
Fährt man mit geplatzter Fruchtblase aber ohne Wehen ins KH?
Ich war mir nicht so sicher, also rief ich dort an und fragte nach.
Der Pfleger am anderen Ende war glaube ich etwas überrascht über meine Frage und darüber wie ruhig ich war als ich sie stellte.
Natürlich sollte ich mich auf den Weg machen.
Ungefähr um 0:00 Uhr war ich auf der Station. Dein Papa suchte draußen noch einen Parkplatz.
Unsere Hebamme wurde angerufen und ins KH bestellt und mir tat das so leid, denn ich war sicher, dass sie nun ganz umsonst kommen würde.
Sie kam natürlich gern und die Untersuchung ergab, dass ich tatsächlich Fruchtwasser verlor. Das CTG sagte dass es uns gut ginge. Wehen hatte ich keine.
Ich bekam eine Spritze zur Entspannung.
Noch war Dein Weg ins Freie nicht mal ansatzweise geöffnet.
Dein Papa wurde nach Hause geschickt und ich zog in ein Zimmer auf der Station ein, in dem schon zwei andere Muttis schliefen.

Es war 3:00 Uhr in der Nacht als ich Wehen bekam.
Zuerst waren sie so, dass ich sie einfach ganz ruhig im Bett abwarten konnte.
Das änderte sich aber schnell und weil es mir so leid tat, dass die beiden anderen Muttis in meinem Zimmer immer von mir gestört wurden, zog ich mich irgendwann ganz ins Badezimmer zurück, wo ich auf einem kleinen Hocker Wehe für Wehe vor dem Waschbecken abwartete.
Leider wurde mir von den Wehen manchmal schlecht!
Zum Glück war ich ja bereits im Bad:-p

Die ganze Zeit dachte ich, dass es sicher noch lange so weiter gehen müsste, denn es war zwar nicht angenehm Wehen zu haben, aber so richtig schlimm war es auch nicht.
Ich kam jedenfalls nicht auf die Idee nach einer Schwester zu klingeln.
So gegen sieben kam unsere Hebamme um nach uns zu sehen.
Und war entsprechend überrascht als ich ihr sagte, dass ich schon seit 3:00 Uhr früh Wehen in regelmäßigen Abständen hätte.
Die Untersuchung zeigte, dass mein Muttermund schon fast ganz offen war.
Also durfte ich mit in den Kreissaal gehen und Dein Papa wurde angerufen.

Als er ankam hatte ich schon ein paar Presswehen gehabt, die übrigens nur wenn sie kommen weh tun, wenn man sie hat nicht mehr!
Aber irgendetwas stimmte nicht, denn ich hatte überhaupt nicht den Drang zu pressen.
Unsere Hebamme und Dein Papa versuchten alles, damit ich es schaffe und ich gab mir auch alle Mühe, schließlich konnte man Dein Köpfchen schon kommen sehen.
Schließlich wurde unsere Ärztin gerufen, die uns mit der Saugglocke helfen sollte.
Dann passierte es.
Du hast Dein Köpfchen in den Nacken gelegt und dann auch noch zur Seite geneigt. So konntest Du nicht aus meinem Bauch herauskommen.
Man beschloss dann, dass ich schlafen gelegt werde und einen Schnitt bekomme, damit Du schnell raus kannst.
Ich weiß noch, dass ich immer fragte, ob es Dir noch gut geht und dass ich Deinen Papa bat, dass er gut auf Dich aufpassen soll, wenn sie Dich aus mir herausgeholt haben.
Er durfte nicht mehr in den OP mitkommen.
Aber er hat vor der Tür gewartet und Deinen ersten Schrei gehört.
Dann hat er bei Deinem ersten Bad geholfen und dabei Dich anzuziehen.
Er hat auf Dich aufgepasst während ich noch schlief, so wie ich es mir gewünscht habe.

Meine erste wache Erinnerung bist Du!
Sie haben Dich schön angezogen und Dir ein Mützchen aufgesetzt und Dich mir ins Bett gelegt und ich durfte Dich ganz lange halten und Dich ansehen und Du warst das Schönste das ich je gesehen habe.
Sofort habe ich gewusst, dass ich niewieder einen Menschen mehr lieben würde und dass Du ein unglaublich großes Geschenk bist!

Nun sind wir schon wieder zu Hause und gewöhnen uns zusammen ein.
Ich freue mich auf unser gemeinsames Leben mein kleiner Frosch!!

Deine Mami

#herzlichBRUNO#herzlich
24.03.2011
50cm
3330g
geboren 36+3 SSW

Beitrag von dine1975 01.04.11 - 18:23 Uhr

is das schön geschrieben...ich heule gerade rotz und wasser

Beitrag von valencia22 17.06.12 - 14:47 Uhr

Hab auch grade Pipi in den Augen.

Beitrag von engelchen939 01.04.11 - 21:45 Uhr

Wunderschön geschrieben #heul #verliebt
#herzlich lichen Glückwunsch

Beitrag von serafina.nr.1 02.04.11 - 07:26 Uhr

zum sehr einfühlsam wirkenden geburtsbericht - und natürlich zu deinem kleinen schatz!!!:-)
mir gefällt daran vorallem wie undramatisch du deine liebevollen gefühle deinem kind gegenüber sogar angesichts der tatsache des dann doch notwendigen kaiserschnitts beschreibst..!!!!
mir war auch immer wichtig dass der papi auf mein baby aufpasst und kuschelt, bis ich aus dem OP nachkommen kann. es ist einfach ein gefühl der erleichertung zu wissen, dass das baby nicht allein von wem fremden versorgt wird, sondern in den besten händen ist..!!!;-)
ich freu mich schon auf die sectio für mein baby im bauch...!!!;-)
mit lieben grüssen!!!
von serafina.

Beitrag von sinsiria 05.04.11 - 14:36 Uhr


Das muss ich jetzt nicht verstehen oder?
Ich hab dein Posting à la "was für mich geburt bedeutet" gelesen.
Warum bekommst du einen KS?

Beitrag von serafina.nr.1 05.04.11 - 16:49 Uhr

geburtsberichte stehen nur ein bisschen weiter hinten...!!:-)
wenn du sie liest verstehst du sicher alles!!!;-)
ich habe sieben kinder und erwarte mein achtes, auch ein wunschkind...;-)
das erste hab ich im geburtshaus bekommen, das zweite wäre eine hausgeburt geworden wenn die hebamme rehctzeitig gekommen wäre, so wurde es eine normale geburt im KH, das dritte war ein notkaiserschnitt und unser kind überlebte das ganze nur einen tag, das vierte wäre eine normale geburt geworden wenn dann nicht d ie herztöne abgesackt wären schon unter für mich nicht wahrnehmbaren wehen..und da ich zwar einen kaiserschnitt damals unter allen umständen vermeiden wollte, aber einfach die sicherheit für mein kind mir wichtiger war als wie es mir dabei geht, hab ich mich nach rat der ärzte für einen sofortigen kaiserschnitt entschieden....er hatte dann die nabelschnur zweimal um den hals udn war sehr gross und auch lang- 56 cm und fast vier kilo wie fast alle meine kinder...
das fünfte wäre fast eine normale geburt ohen einleitung geworden und wurde dann ein geplanter kaiserschnitt - gute entscheidung da er einen echten nabelschnurknoten hatte der sich jederzeit hätte zuziehen können- vorallem unter wehentätigkeit- was man vorher nie gemerkt hatte am US. das sechste war sowieso dann ein kaiserschnitt und kam vier wochen zu früh...und das siebente kam bei ET-18 ( ET-14 geplant, der arzt änderte dann den termin) und war völlig unspektakulär...;-)
ich kann mich also nicht mehr für eine normale geburt entscheiden. ich hatte diese chance und hab sie immer für 100% sicherheit getroffen weil ich eben kein zweites kind verlieren wollte.
trotzdem bedeutet für mich geburt was ich geschrieben habe.
und auch beim kaiserschnitt habe cih diese gefühle. es ist nicht dasselbe wie eine normale geburt allein deshalb weil eben nicht alles von den körpereigenen hormonen gesteuert wird und andere menschen daran beteiligt sind( das OP-team:-)
aber das gefühl dass das einer der bedeutendsten tage in meinem leben ist- gemeinsam mit den geburtstagen der anderen kinder von mir- dieses gefühl hatte ich immer.und auch die heiligkeit dieses prozesses wird für mich durch die technik oder die sectio nicht getrübt, sondern - da es mich ja immer auch ein bisschen an die sectio-geburt meines toten kindes erinnert- jedesmal ein neues wunder das alles lebend und heil mit meinem baby zu überstehen. die dankbarkeit gegenüber dem schicksal würd ich sagen nimmt sogar zu- dadurch dass mir jetzt möglich ist was mir vor 100 oder 200 jahren niemals möglich gewesen wäre- erstens noch einige egsunde kinder zu entbinden- zweitens die geburt meines dritten kindes überhaupt selbst überlebt zu haben und noch heil und gesund zu sein und atmen zu können statt im grab zu liegen, drastisch ausgedrückt...!!!
wenn ich könnte, würde ich gerne nochmals mich für eine normale geburt entscheiden, da ich nach meiner zweiten geburt endlich "den dreh heraus" hatte und keine angst wie auch immer vor einer dritten geburt hatte...!!!;-)
das war mir nicht gegönnt. ich freue mich aber an jeder mutter der es gegönnt ist ihr kind normal zu bekommen!!!
und ich freu mich natüröich auch an jeder mutter die einen kaiserschnitt hat und ihn aus liebe zu ihrem kind akzeptieren und annehmen kann- mit allen vor-und nachteilen- für das was er ist- ein rettungshubschrauber aus einer steilen felswand wenn der weg natürlich nicht mehr weitergeht und der absturz nahe ist.
soweit so gut ich hoffe ich hab deine fragen beantwortet..!!!
mit ganz liebem gruss!!!
von serafina.

Beitrag von sinsiria 05.04.11 - 21:16 Uhr


Hm okay jetzt hab ichs verstanden. Ich habe selbst zwar keinen KS erlebt, aber ich hätte Panik davor, das wär etwas mit dem ich gar nicht klar käme glaube ich. So wie du den Text geschrieben hast, passt er für mich eigentlich nur für "freie Geburten", also Hausgeburten oder Alleingeburten. Weil ich finde dass allein bei solchen Geburten, die in einer intimen Privatsphäre diese Heiligkeit des Moments voll ausgekostet werden kann im Gegensatz zu einer Klinikgeburt die für die meisten Frauen wohl eher traumatisch ist oder gar ein KS, bei dem man einfach das Kind rausgeschnitten bekommt.

Tut mir leid dass dir oftmals dieses Geburtserlebnis nicht gegönnt wurde. Du bekommst also jetzt deinen 6. KS? Hab öfters gelesen dass nach max. 4 KS Schluss sein soll, weil sonst die Gefahr der Ruptur immer größer wird.

Lg

Beitrag von serafina.nr.1 05.04.11 - 22:44 Uhr

einmal eine geburtshausgeburt gehabt - die eigentlich wie eine hausgeburt ablief.
habe dann aber die geburt im KH -meine zweite- als sogar noch weit entspannter und angenehmer empfunden.
meine klinikgeburt und auch meine kaiserschnitte, bei denen dann das baby lebte, waren für mich nie traumatisch oder dramatisch...!!!
ich finde dass diese sicht auf eine klinik vielen unerfahrenen frauen völlig unnötige angst macht.
ich hatte in der klinik meine selige ruhe, die hebamme liess mich machen da sie sofort verstand dass ich keine aufmerksamkeit sondern eher meine distanz und ruhe will und brauche...und mich allein auch sehr sicher fühle...!!!
alles was ich akzeptieren musste war das ctg -gerät, das an einem langen kabel hing , das mich beim herumtigern im entbindungszimmer überhaupt nicht störte...!!
ausserdem hatte ich dort eine sprossenwand, die gold wert war und meine zweite geburt sicher um längen kürzte;-)
drittens war eben für mich mein inneres empfinden immer wichtiger als die umgebung- und meine selbstsicherheit war nach der ersten geburt einfach bei der zwieten viel grösser eben durch meine bereits bestehende erfahrung bei der ersten geburt....
und das gefühl, in mir zu ruhen und auch durch noch so starke wehen nicht "umgehauen" werden zu können war einfach gigantisch und genial. ich finde ich habe selten etwas erlebt das mich in meiner inneren stärke und meiner identität so sehr geprägt hat wie die geburten meiner ersten beiden kinder.

natürlich wurde ich auch durch die sectio geprägt, die mein drittes kind als ihren weg zur welt genommen hat.
ich war vorher vielleicht etwas arrogant ggü frauen die sectios bekamen- so á la- ich würd das nie nötig haben dass da wer rumschnippelt...!!!:-)
ich bedauerte auch meine freundinnen- zwei an der zahl- die bis dahin sectios erlebt hatten und sie in den schaurigsten tönen schilderten.
kann man die natürliche geburt wie einen liebesakt beschreiben so war für mich damals eine sectio eine vergewaltigung- als vergleich.

wie sehr ich mich mit dieser meinung irrte merkte ich schon nach meiner ersten sectio. bei der zweiten kam alles wieder hoch und wurde noch belastender. erst vor der dritten wendete sich das blatt.

man kann sagen ich habe in bezug auf eine sectio dasselbe erlebt wie eine frau unter der geburt...!!! dieselben prozesse.
zuerst nur hören-sagen, -stadium vor der geburt.
dann beginn eigener erfahrung ( 1.s.),vergleichbar mit anfangswehen bis 3-5 cm,
dann verstärkte erfahrung (2.s.) - 5-10 cm.
vor der dritten sectio dann der übergang zwischen senkwehen zu presswehen.
ich musste alles was ich bisher gedacht udn gewollt und gewünscht hatte aufgeben. es war der punkt wo es absolut nicht mehr um mich ging. es war nur mehr wichtig was der letzte wert für mich ist. udn der letzte wert war für mich nicht mein wohlbefinden oder meine eigenen gefühle, auch nicht meine belastbarkeit sondern allein das leben meines kindes. das war das stadium wo man als mutter vor dem aufgeben ist und der kopf durchtritt und die presswehen beginnen.
wie bei meinen beiden geburten die normal verliefen :-)
wurde alles ab jetzt kinderleicht. sobald ich etwas aktiv dazu tun konnte....hier: pressen, dort: in eine sectio freiwillig und im voraus einwilligen,- war alles leicht und ging ohne kampf und reibung vonstatten.

ich begann alles etwas philosophisch zu sehen.
auch ein kaiserschnitt kann mit dem prozess der natürlichen geburt verglichen werden. ich entdeckte immer mehr parallelen.und genau so viele frauen wie die mit einer normalen geburt ihre schwierigkeiten haben, haben ja auch frauen mit kaiserschnitten ihre schwierigkeiten.
letztendlich sind alle diese schwierigkeiten psychologisch begründet.
so grausam es klingt, so ist es.
man kann sich selbst durch eine geburt wie durch eine sectio wie durch ein totes kind immer sein leben selbst noch schwerer machen. oder man kann das beste draus machen udn das gute darin sehen das auch enthalten ist- wenn nicht sofort für einen selbst so vielleicht doch für das kind das daran beteiligt war.

ich tue mir nicht leid dass es mir nicht mehr vergönnt ist nochmal normal zu entbinden. denn erstens hatte ich gott sei dank zwei normale geburten erlebt, und zweitens wurde mir dadurch gegeben meine doch eher engstirnige haltung ggü frauen mit sectios zu ändern. und das ist mir sehr wichtig.
ausserdem sehe ich eine sectio als total gleichwertige geburt an. ich denke wenn ich mit einer sectio probleme hätte hätte ich kaum fünf erlebt..;-)

ja es wird meine sechste sectio sein. bei der 5. sagte mein operateur dass mein bauch aussieht als ob ich noch nie eine sectio gehabt hätte und man locker noch vier sectios machen könnte!!!;-)
natürlich musste ich da sehr lachen. scherzkeks!!!;-)
ich sagte -herr doktor bitte man muss es nicht übertreiben!!! aber EIN weiteres kind ist schon noch drin...!!!
der gute mann wusste da noch nicht dass ich das schon seit jahren sagte, wenn man mich fragte ob ich noch kinder wolle...!!! standardantwort:
naja, eines ist schon noch möglich...mal sehen...!!!;-)
nachsatz: oder zwei...!!!;-)

ich hab das schon mal erklärt in einem anderen thread dass durch die misgav-ladach -methode öftere kaiserschnitte möglich wurden, natürlich vorausgesetzt der mutter kann eine SS zugemutet werden-körperlich. und man mutet dem baby keine bereits bevorstehende übertriebene frühchenzeit zu...!!!

ich hatte beim 4.kaiserschnitt eine stille ruptur und beim nächsten kind war alles total im grünen bereich.
allerdings fragte ich mich immer vor dem schwangerwerden, seit meinem toten kind: kannst du dir vorstellen dieses nächste kind gut und gesund zur welt zu bringen, ja oder nein?? und meine innere stimme sagte bisher immer ja.
sollte sie mal nein sagen ist eindeutig schluss.
oder wenn ich mich zu alt, schlapp, müde, matt oder ausgebrannt, generell erholungsbedürftig oder einfach mürbe fühle....!!!
wovon ich aber nicht ausgehe. ich geh davon aus dass es einfach in der zukunft kurz nach einer geburt eben von selbst passiert, dass ich das gefühl habe, jetzt sind wirklich alle kinder geboren die ich mir wünsche.....!!!

mit ganz lieben grüssen!!!
von serafina.

Beitrag von serafina.nr.1 05.04.11 - 22:59 Uhr

gerade jetzt noch ein kürzerer ;-) vergleich zwischen normaler geburt und sectio ein:

eine normale geburt ist wie eine grenze zu überschreiten und jeden schritt selbst zu gehen.
wie der weg über eine steile schwingende und schwankende brücke ans andere ufer wo es grüne wiesen und almen gibt ( ja ich bin hier in österreich glücklich :-)
wo steine und felsen ragen und kühe und pferde grasen und der himmel so nah erscheint wie sonst nirgends...wenn man es dann schlussendlich wirklich geschafft hat-wartet man bis man es glauben kann- und dann
überwiegt alles was es an überwältigenden gefühlen gibt.
man ist müde und glücklich.

ein kaiserschnitt ist wie eine grenze zu überschreien und nicht jeden schritt selbst zu gehen.
wie der weg über eine schwingende schwankende brücke und es gibt einen sherpa, einen führer der dich fest am arm packt wenn es dir schlecht wird, der nicht nur dein gepäck trägt sondern auch dich falls es mal so sein sollte dass ein stück holz in dieser brücke fehlt und du angst hast in den abgrund zu stürzen.mit dieser hilfe an der seite- früher sagte man wohl dazu schutzengel-
schafft man auch diesen weg wohlbehalten.
behutsam wird man das ende des weges getragen. man wird vorsichtig im gras abgesetzt und wartet bis man es glauben kann-
und dann überwiegt alles was es an überwältigenden gefühlen gibt.
man ist müde und glücklich.
und man ist dankbar und froh über den schutzengel der den weg auch über gefahrvolles gelände gangbar gemacht hat.

nichts anderes ist für mich ein kaiserschnitt.
mit liebem gruss!!!

von serafina.

Beitrag von alfahe 02.04.11 - 13:05 Uhr

wirklich wunderschön geschrieben!
Tränen liefen bei mir auch nur so runter #heul
wünsche euch alles erdenklich Gute #klee

Lg Sandra 33SSW

Beitrag von butterblume2011 02.04.11 - 13:35 Uhr

Hallo,
so ein schön geschriebener Geburtsbericht ist selten...

Ich habe Rotz und Wasser geheult.
Alles Liebe zur Geburt eure kleinen Wunders.

LG#sonne

Beitrag von peppermint369 03.04.11 - 09:59 Uhr

Wirklich ein sehr schöner Geburtsbericht... Habe auch Wasser in den Augen.

Wünsche Euch eine wunderschöne Zeit! #sonne

Beitrag von magiccat30 03.04.11 - 11:20 Uhr

So ein schöner Bericht :) Da kommen sogar mir die Tränen!
#herzliche Glückwünsche

Beitrag von nicikiki 04.04.11 - 10:17 Uhr

ja toll geschrieben#heul

herzlichen Glückwunsch!