Neue Erzieherin hat keine Ausbildung als solche

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von morena2005 01.04.11 - 16:03 Uhr

Geht das überhaupt ??

Frage steht oben. Seit gestern hat der Kindergarten von meinem sohn eine neue "erziehering" von einer zeitarbeitsfirma. Gestern abend war elternbeiratsitzung und es wurde mitgeteilt, dass diese "erzieherin" keine ausbildung als erzieherin hat und überhaupt würde man erst in 4 wochen erfahren ob und welche ausbildung sie hätte.
Das Thema Betreuung ist im Kreis OF schon schlimm aber das ist ja der hammer. Wie ist sowas möglich.

Diese Dame verbringt den Nachmittag alleine mit den Kindern und nichtmal die Kita Leiterin konnte erklären wie es versicherungstechnisch laufen soll wenn da was passiert.

Kann ich dagegen was tun ??

Gruss
Morena

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 16:07 Uhr

Hallo,

bei uns im Kiga gibt es ehrenamtliche Mitarbeiter, die auch keine pädagogische Ausbildung haben, aber die sind nie alleine mit den Kindern.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das legal ist.

LG

Beitrag von nana141080 01.04.11 - 16:13 Uhr

Der evangelische Kindergarten und das DRK schreiben vor das die 1.Kraft eine Erzieherin und die 2.Kraft eine Kinderpflegerin oder Sozialassistentin sein muß! Als 3.Kraft kann man Praktikanten oder Hilfskräfte nehmen.

Eine Kinderpflegerin darf nur mit 10 Kindern ALLEINE sein. Ab 13 Kindern muß in einer Ü3 Betreuung eine 2. sein und in der U3 Betreuung müssen bei 10 Kindern schon zwei Pädagogen da sein.

Ich würde mit der Elternvertretung reden und andere Eltern ansprechen.

VG Nana

Beitrag von delidazo87 01.04.11 - 16:21 Uhr

Ich würde mal beim Jugendamt nachfragen da gibt es ja extra eine Abteilung für Kita gerade da sie den Nachmittag alleine mit den Kindern verbringt.
Das der kindergarten sie überhaupt beschäftigt wenn diese selbst noch nicht mal wissen was sie gelernt hat

Beitrag von donaldine1 01.04.11 - 18:02 Uhr

Na und?

Etliche Menschen arbeiten etwas, was sie nie gelernt haben. Denkst Du etwa tatsächlich, die machen das alles schlecht?

Sehr eingefahrene Einstellung, die ich obendrein extrem fragwürdig finde.

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 18:20 Uhr

Würdest du dir von einem Automechaniker den Blindarm entfernen lassen?

Ich denke nicht, dass ich eingefahrene Einstellungen habe, im Gegenteil.
Bei uns sind auch ehrenamtliche Mitarbeiter, die keine pädagogische Ausbildung haben und das finde ich vollkommen in Ordnung, sie sind eine Bereicherung für die Kinder.
Aber sie sagen auch ganz klar, dass sie kein Ansprechpartner sind, was die Erziehung der Kinder angeht, sie kennen sich nicht mit Entwicklungsschritten oder pädagogischen Ansätzen aus.
Vielmehr sind sie Begleitung für die Kinder, denen sie Bücher vorlesen, Kräutereete anlegen oder einfach das spielen, worauf die Kinder Lust haben. Und sie machen ihre Sache wirklich toll!

Selbstverständlich würden sie die Kinder aber nicht ganze Nachmittage alleine betreuen.
Hast du schon mal überlegt, warum Erzieher eine mehrjährige Ausbildung machen?

Ich finde deine Einstellung etwas unreflektiert, es geht ja schließlich nicht darum, dass sie ihre Sache nicht auch gut machen können.

Beitrag von morena2005 01.04.11 - 18:38 Uhr

Es geht um die verantwortung mit kleinen kindern. man lernt ja nicht umsonst ein beruf.

Beitrag von nana141080 01.04.11 - 19:03 Uhr

Sowas kann auch nur von jemanden kommen, der als etwas arbeitet das er nicht gelernt hat!

So eine Einstellung mag ja (in einigen Bereichen) im Verkauf oder Verwaltung angebracht sein, aber sicher nicht in Berufen in denen man einfach WISSEN haben muß weil es um Menschen geht.

Nana

Beitrag von fraukef 02.04.11 - 08:10 Uhr

gewagte These, dass man in Verkauf und Verwaltung kein Wissen haben muss ;-) Ich find viele ungeschulte Verkäuferinnen schon übel...

aber mal im ERnst - ich denke man lernt nicht umsonst einen Beruf - und erwirbt hier das notwendige Wissen.

Quereinstiege sind sicher möglich - aber nicht von heute auf morgen - und auch die sollten mit Wissen untermauert werden.

Was du eben sicher meintest (und womit du recht hast), ist das im kaufmännischen Bereich diese QUereinstiege üblicher sind - aber das ist auch besser "geebnet" - man kommt da auch nicht hin und macht einfach mal. Das würde übel enden... Aber man kann die Bereiche halt besser unterteilen - man lernt erst mal die Ablage - später das nächste irgendwas und so weiter und so fort... Untermauert mit den entsprechenden Fortbildungen kann der Quereinstieg dann gelingen. So gibt es durchaus auch Mitarbeiter in hohen Positionen (bis zum Geschäftsführer), die mal was ganz anderes gelernt ist.

Im pädagogischen Bereich gibt es hier 2 Probleme:

1) man kann die Bereiche nicht so gut unterteilen - klar Ehrenamtliche, die nur zum Vorlesen kommen (bei uns die Vorlese-Omas) - das funktioniert - aber wenn wer dauerhaft im KiGa arbeitet - dann fällt mehr an... Das ist einfach so. (Um es auf die Spitze zu treiben - nur mit den Kindern auf die Toilette gehen - das funktioniert nicht...)

2) die Wege für den Quereinstieg sind nicht so geebnet wie im kaufmännischen Bereich. Mir ist nur 1 Weg bekannt, wie man ERzieherin werden kann - über die Ausbildung - erst zur Sozialassistentin, Sozialhelferin, Kinderpflegerin oder ähnlichem - und dann in weiteren 3 Jahren zur Erzieherin. Da ist schlichtweg kein Quereinstieg vorgesehen.

LG
Frauke

Beitrag von donaldine1 02.04.11 - 09:20 Uhr

#rofl

Beitrag von keksiundbussi04 01.04.11 - 18:42 Uhr


Viell. ist sie "nur" Kinderpflegerin!

Diesen Beruf, lernt man 2 Jahre u. Erzieherin, 5 Jahre.



Karin#winke

Beitrag von morena2005 01.04.11 - 18:45 Uhr

Könnte sein, aber selbst die leiterin wusste nicht was für eine ausbildung die damen hat.

schon merkwürdig.

gruss

Beitrag von janimausi 01.04.11 - 23:09 Uhr

Welche Erzieherin lernt 5 Jahre?

5 Jahre braucht man, wenn man zuerst den Erziehungshelfer macht, weil man kein Abitur hat, was man mitlerweile für die Erzieherin braucht, und anschließend seine Ausbildung zum Erzieher / Erzieherin...

Das weiß ich deshalb so genau, da eine Freundin von mir ihre Erzieherin gemacht hat, als wir uns kennen gelernt haben (6 Jahr eher) und eine gerade nach ihrem Fachbaitur ihre Erzieherin macht und die Ausbildung 3 Jahre dauert und eine andere Freundin erst ihren Erziehungshelfer macht, der 2 Jahre dauert und danach noch ihren Erziher hintenran hängt, der nochmal 3 Jahre dauert...

Aber ich wüsste gern, wo du her hast, das die Ausbildung zum Erzieher 5 Jahre dauern soll...

Beitrag von keksiundbussi04 02.04.11 - 08:25 Uhr

Keine Ahnung, ob es bei Euch anders ist?!#kratz

Bei uns in Bayern, Studiert eine Erzieherin 5 Jahre in einer Fachakademie!
Sie braucht dazu die Mittlere Reife oder Abi.

Mein Patenkind z.B. lernt Erzieherin. Und ich habe mit einigen Erzieherinnen in unserem Kiga gesprochen u. bin mit einigen gut befreundet, das es 5 Jahre dauert!
http://www.fachakademie-muehldorf.de/index.php?page=dauer
http://www.schulstiftungseligenthal.de/fachakademie_start.html

Und die Kinderpflegerinnen, lernen 2 Jahre.



Beitrag von alpenbaby711 01.04.11 - 19:47 Uhr

Ich würde sie danach beurteilen ob sie gut mit den Kindern kann. Darauf kommt es schließlich an. Was mich aber mehr wundert wieso ein Kiga erst nach 4 Wochen weiß welche Ausbildung die Dame nun hat. Auch Zeitarbeitsfirmen stellen doch in der Regel mit Zeugnissen ein aus denen hervor geht welche Berufsausbildung die Dame genossen hat. Somit LEbenslauf mit dabei!!!!
Und dann müßten nicht extra Sachen angefordert werden. Bei der Aussage würde ich mich eher verarscht fühlen. DAs andere Problem wären wirklich die Versicherungstechnische Frage.
Ela

Beitrag von zahnweh 01.04.11 - 20:24 Uhr

Hallo,

bei uns gibt es Springer ohne Ausbildung.
Sie sind super im Umgang mit den Kindern. :-)
Allerdings ist immer jemand mit abgeschlossener Ausbildung (Erzieherin/Kinderpflegerin etc.) mit dabei.

Beitrag von sparrow1967 01.04.11 - 20:38 Uhr

Selbst in Schulen unterrichten Leute, die keine Pädagogen sind ;-).
Ich denke, es ist nicht schwierig, Kindergarten-Kinder zu beschäftigen- bedenklicher finde ich dagegen, wenn Leute, du mal irgendwas studiert haben, als Lehrer eingesetzt werden, den Schülern aboslut nicht gerecht werden können und nur ihr Ding durchziehen.


Also: cool down- es gibt schlimmeres.


sparrow

Beitrag von maschm2579 01.04.11 - 21:43 Uhr

Hallo,

ich bin qualifizierte Tagesmutter und fange als Springer in der Kita an. Ich habe allerdings 6 Monate Schule durch und eine Prüfung hinter mir.

Das wird sich schon klären...

lg M.

Beitrag von donaldine1 02.04.11 - 09:24 Uhr

Mal an die Klugscheißer hier, die tatsächlich glauben, alleine eine Berufausbildung qualifiziere für alles.
1. Berufserfahrung ist viel wichtiger. Und die kann man auch ohne AUsbildung in etwas erlangen.
2. Ihr wißt über die Mitarbeiterin im KiGa gar nicht, aber ihr verurteilt sie gleich. Arm, in jeder Hinsicht.
#contra

Beitrag von keksiundbussi04 02.04.11 - 09:31 Uhr


#pro#pro#pro

Beitrag von humor 02.04.11 - 13:40 Uhr

Es geht um die Versicherungsfrage und dafür ist nun mal eine Ausbildung von nöten#aha
NAtürlich kann jemand ohne Ausbildung sehr gut sein, aber derjenige darf nicht alleine im Kindergarten eine Gruppe leiten.

An die TE: Wenn eine Erzieherin in der Nähe ist, ist alles halb so wild. Wenn ich mal auf Klo muss oder ein Elterngespräch führe, dann ist meine 2. Kraft alleine mit mehr als 10 Kindern.Es geht gar nicht anders. Der Dank richtet sich an das tolle Kibiz.
Aber: Ich würde gar keinen Arbeiten lassen, ohne zu wissen, was er für eine Ausbildung hat. Ist schon komisch, das die Leitung das nicht weiß#kratz

Lg, Anna