Heute Schuluntersuchung - Frage wg. Einschulung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von leonie1984 01.04.11 - 16:57 Uhr

Hallo zusammen,

heute hatte meine Tochter Schuluntersuchung, bzw. sog. Entwicklungsstanduntersuchung im Kiga.
Das Ergebnis war in jeder Richtung gut bzw. sehr gut.
Nun meinte die Frau vom Gesundheitsamt, ob ich mir schon überlegt habe meine Tochter dieses Jahr im September einzuschulen. Sie wird jedoch erst im November 6 Jahre alt, also würde sie normalerweise erst nächstes Jahr in die Schule kommen.
Meine Tochter ist zwar sehr fit und lernt gerne und schnell, aber sie ist auch noch ziemlich zappelig und stillsitzen fällt ihr schwer.
Nun meine Frage: Was meint ihr - spricht dafür oder dagegen Kinder schon früher einzuschulen? Hat jemand Erfahrung damit?
Einerseits fände ich es gut, aber andererseits habe ich auch Bedenken. Schließlich wäre sie dann die Jüngste in der Klasse und ich würde ihr ein Jahr von der unbeschwerten Kindheit nehmen... andererseits hätte ich auch die Befürchtung, dass sie sich im letzten Kiga-Jahr langweilt.
Wie sind eure Meinungen dazu?

LG Leonie

Beitrag von dia111 01.04.11 - 17:16 Uhr

Wir haben letztes Jahr einen Brief bekommen,das wir sie mit 5 in die Schule geben können,und im KiGa hätte auch nichts dagegen gesprochen.
Aber sie wird im April erst 5Jahre und das war mir doch zu früh.

Fand aber diese Tests bei der Schuluntersuchung (hatten wir vor zwei Wochen) nicht wirklich so toll.
Meine Maus hat zwar super mitgemacht und auch die Ärztin war begeistert, aber irgendwie waren die Test irgendwie nicht wirklich was mit Schule zu tun hat.
Das hätte meine Kleine auch mit 3,5 schon gekonnt. Naja.

Aber es liegt bei euch, ich kenne viele die ihr Kind mit 5 eingeschult hatten,und das nicht geklappt hat. Aber deiner wird im Nov ja schon 6 und nicht erst nächstes Jahr.
Warum dann nicht.... aber es ist eure Entscheidung, redet mal mit dem KiGA, KiAz und dann wißt ihr auch mehr, wie ihr euch entscheiden sollt.

Lg
Diana

Beitrag von sillysilly 01.04.11 - 17:20 Uhr

Hallo

meine Meinung
im Zweifel lieber etwas im Kindergarten langweilen als zu früh in die Schule
Man darf den Druck in der Schule nicht unterschätzen.

Wenn du ein absolut gutes Gefühl hast, was auch Konzentration, Umgang mit Frust und Konflikten, Kritik der Lehrerin, Ausdauer, Sozialverhalten ect. hast kannst du sie einschulen
Bei Zweifeln würde ich es nicht machen

Meine Tochter ist ein Nov.- Kind und hätte letztes Jahr sogar gemußt - da hatten wir noch den Stichtag Dez - wir haben uns dagegen entschieden.
Meine Tochter hätte es sicher geschafft, aber jetzt ist sie doch ein ganz anderes Kind - viel freier, mutiger, selbstsicherer

Und gerade der Druck zum Übertritt 3.te und 4.te Klasse ist bei uns enorm, da möchte ich nicht, daß sie es schon vom Alter schwerer hat

Hier noch ein Artikel
warum früher eingeschulte Kinder es schwerer haben können
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,645004,00.html

und das deckt sich mit meinen beruflichen Erfahrungen seit 15 Jahren


Grüße Silly

Beitrag von isaolemerle 01.04.11 - 18:00 Uhr

Huhu,
wenn sie nicht ein absoluter Überflieger ist, würde ich es nicht machen... das Thema gab es hier schon oft, bemühe mal die Suche.
Mein Sohn ist ein Oktoberkind und wird erst mit fast sieben in die Schule kommen. Er kann zwar seit den letzten Sommerferien schon lesen, schreibt Geschichten und rechnet im Zahlenraum bis 100, aber was er dann, wenn man mal weiterdenkt, mit neun auf dem Gymnasium und mit siebzehn beim Abitur macht - nee, das kann ruhig ein Jahr länger dauern. Zum anderen hat er im letzten Jahr wirklich noch sehr viel an emotionaler Reife dazugewonnen...
Die Dame vom Gesundheitsamt (wir hatten heute dort Schuluntersuchung) hat mich darin noch einmal bestätigt.
LG Isa

Beitrag von isaolemerle 01.04.11 - 18:00 Uhr

Ach ja, er langweilt sich im Kindergarten kein Stück. Ein guter Kindergarten kann das auffangen.
LG Isa

Beitrag von erstes-huhn 01.04.11 - 18:22 Uhr

In die Schule zu gehen ist ein harter Einschnitt in die Kindheit. Und auch wenn Kinder schon viel können und wissen heißt das noch lange nicht, das sie schulreif sind.

Wenn deine Tochter nicht lange still sitzen kann und zappelig wird, ist sie noch nicht so weit. Du würdest ihr kein Gefallen damit tun.

Denke auch an später: Alle 16 jährigen Freundinnen dürfen schon weggehen, nur deine Tochter ist erst 15 Jahre und du darfst sie nicht gehen lassen....

Beitrag von waldwuffel 01.04.11 - 20:19 Uhr

Hallo,

unsere Tochter ist letztes Jahr mit 5 Jahren und 1 Monat in eine amerikanische GS eingeschult wurden. Diesen Sommer kommt sie in D in die Schule und kann bereits lesen, schreiben, rechnen.Und sie hat 2 Wochen vorm Stichtag Geburtstag. Sie ist also wahrscheinlich die Jüngste.

Im Vergleich zu unserer Großen, fällt ihr das Lernen viel, viel einfacher. Sie saugt alles auf wie ein Schwamm.

Ich würde auch danach gehen, was die Kindergärtner meinen. Die haben ja doch öfter mit Vorschulkindern zu tun ;o) Und zappelig kann sie auch noch in 3 Jahren sein, das MUSS also nicht notwendig ein Grund sein.

Und sooo groß ist der Druck in deutschen Grundschulen auf keinen Fall. Kommt halt auch immer drauf an wie ihr den Kiga gehandhabt habt, was dort mit den Kids gemacht wurde, etc. Das lässt sich von außen schwer beurteilen. Aber es gibt in den ersten Jahren idR keine Noten, wenig HA und nur 4-5H Unterricht am Tag. Das ist durchaus zu schaffen;-)

LG waldwuffel

Beitrag von 3erclan 01.04.11 - 20:35 Uhr

Hallo

weiß ja nicht in welchem Bundesland ihr seid aber unsere 1.Klässler haben ein sehr strammes Programm.Unterricht locker bis 13 Uhr.Hausaufgaben mehrer Seiten usw..
Referate vorbereiten
Lernen für die Proben
üben
usw.

Ich habe meinen zurückstellen lassen weil ich den Stress und Leistungsdruck bei meiner großen mitbekomme.

lg

Beitrag von waldwuffel 01.04.11 - 21:59 Uhr

Ja, unsere Große hatte in der 1. Klasse in D 3x bis 12:30 und 2x bis 14:00. Hausaufgaben auch mehrere Seiten, aber meist nicht zum nächsten Tag. Gedichte/Lieder lernen, etc. Eben Schule...aber das hat alles nix mit Leistungsdruck zu tun und sollte von 6jährigen locker zu schaffen sein. Klar ist es anstrengend, aber mehr auch nicht.

Hier gehen selbst die 5jährigen von 8-3 in die Schule und das heißt Unterricht den ganzen Tag. Insgesamt haben sie 30min Pause.Jeden Tag 4 Seiten HA zum nächsten Tag. Und die schaffen das auch;-)

LG waldwuffel

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 22:19 Uhr

Hallo,

was für Referate müssen die Kinder denn bei euch vorbereiten?
Und wie genau sieht diese Vorbereitung aus?

LG

Beitrag von 3erclan 01.04.11 - 22:25 Uhr

Hallo

Thema überlegen
sich informieren
Plakat gestalten
usw..

Beitrag von ratpanat75 01.04.11 - 22:22 Uhr

Wir wohnen übrigens auch in Bayern und an unserer Grundschule haben die Erstklässler nur bis 11.20 Uhr Unterricht.

LG

Beitrag von schnucky666 01.04.11 - 21:15 Uhr

Huhu,
also ich persdönlich halte von sowas nix... Warum?? Ganz einfach, weil sie noch soooo viele Jahre in die Schule gehen muss, warum sie dann jetzt schon schicken? Und wie ist es denn mit ihren freunden?? gehen die dieses oder nächstes Jahr? Und wie du schon sagst, fänd ich es nich schön als jüngste in ner Klasse....
Nene ich finde man sollte ein Kind soalnge im Kiga lassen bis die offizielle Zeit für die Schule gekommen ist... Ich mein, Kindergarten bedeutet ja auch spielen und Spaß haben und eben rumzappeln...
Habt ihr auch sowas wie ein Vorschuljahr im Kiga? Das würde ja dann bei ihr wegfallen...Bei uns machen die in diesem Jahr vor der Schule soviele Sache um die Kinder auf die Schule vorzubereiten, das es also bishern och keinem Kind gelungen ist, sich zu langweilen....

LG
Mone mit Nico(5, der auch schon könnte, ich es aber nicht will) und Noah (5Monate)