mir macht die Situation zu schaffen

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von xxxxxx 01.04.11 - 19:12 Uhr

Hallo,

eigentlich ist es total sinnlos zu schreiben, weil ich an den Fakten ohnehin nichts ändern kann. KV hat mich in der SS sitzen lassen weil er keine Familie wollte. Am liebsten wäre ihm eine Abtreibung gewesen. Seit unser Kind da ist, hat er seine Meinung geändert. Warum auch nicht, man kann sich ja mal irren. #aerger Aber eine Familie wollte er immer noch nicht, nur sein Kind.

Jetzt ist es so, dass der Kleine (5) jedes 2. WE bei seinem Vater ist. Ich habe geheiratet und ein weiteres Kind (3). An diesen WE fühle ich mich nun regelmäßig wie amputiert. Und die 3jährige vermisst ihren Bruder. Es ist jedesmal, als fehlte in meiner Familie was.

Heute nachmittag hatte ich zufällig ein Gespräch mit anderen Müttern. Alles keine Patchworkfamilien. Die waren ganz entsetzt "und du bekommst ihn wirklich erst Sonntag wieder???" "Das wäre ja nix für mich" "Echt, eine andere Frau (Freundin meines Ex) kümmert sich jetzt um dein Kind??" "Was, er soll in den Ferien wochenlang weg von dir???" "Wofür braucht er deinen Ex, er hat doch deinen Mann"

Ich hab dann die Fahne hoch gehalten, dass ich nur das beste für mein Kind will und das seinen leiblichen Vater braucht. Ist ja auch so. Und dass ich die Freundin sehr nett finde und die mein Kind gut leiden kann.... Ist doch super so #kratz

Das mit den Ferien habe ich jetzt für dieses Jahr noch geblockt, allein der Gedanke.... :-( :-( :-( :-(

Mir fällt dieses ganze Leben sehr schwer, und die Tatsache, dass sich das ja die nächsten Jahre nicht ändern wird.....
Ja, ich weiß ich muss loslassen, ja ich weiß er braucht seinen Vater...

Nein, sein Vater tut mir nicht leid dahingehend dass er ja viel länger ohne ihn ist, er wollte ihn schließlich nicht.

Mich belastet das alles sehr.
Wie geht ihr damit um?

Viele Grüße

Beitrag von ppg 01.04.11 - 19:40 Uhr

Wenn Du Dich alle zwei Wochen für zweit Tage wie "amputiert " fühlst, dann kannst Du villeicht ermessen , wie es einem Vater geht, der immerhin 12 Tage am Stück ohne sein Kind klarkommen muß.

Auch wenn der Vater sich früher nicht vorstellen konnte, wie ein Kind das eigene Leben bereichert, er hat gelernt und erfahren das es schön ist. Was interessiert da das geschwätz von vorvorgestern. Er ist seit 5 Jahren ein toller. zuverlässiger Vater. Was willst Du denn noch???? Meinst Du im Ernst er liebt sein Kind nicht????

Fang an endlich zu verzeihen, sonst wird es Deine Seele auf immer vergiften.

Und auf das Geschwätz der Dummtussen kannst nichts geben. Hätte der Vater - aus welchen Gründen auch immer - keinen Umgang, wärst Du die böse verantwortungslose Mutter, die dem Vater das Kind vorenthält und dem kindeswohl schadet.

Das läuft schon alles richtig, bei Euch. Lerne die Zeit in der Kleinfamilie zu nutzen und dem jüngeren Kind eifach ein bischen extra Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Erfahrungsgemäß genießen das Geschwisterkinder sehr!

Ute

Beitrag von doris72 01.04.11 - 19:45 Uhr

Hallo,

ich denke Du mußt Deine Einstellung ein wenig ändern.
Alles was Du schreibst ist ja positiv für das Kind. Und das ist ja doch das Wichtigste. Den Vater als Teil der Familie (für Deinen Sohn) sehen, das muß man erst einmal lernen und verkraften, ich weiß. Deine Gefühle kann ich gut verstehen.
Glaube mir, da gewöhnt man sich mit der Zeit dran. Der Vater ist genauso wichtig wie die Mutter, manchmal sogar wichtiger. Ich freue mich mittlerweile sehr darüber, daß meine Kinder trotz Trennung ihren Vater noch als Bezugsperson haben. Ich mache das Spiel aber auch schon seit fast 10 Jahren mit.

Versuche Deinen Sohn diese Gefühle nicht spüren zu lassen, so daß er weiterhin unbeschwert den guten Kontakt zum Vater geniessen kann.
Damit tust Du Deinem Kind etwas unheimlich Gutes.

Weiter so und viel Kraft
wünscht Dir Doris

Beitrag von anita_kids 01.04.11 - 20:27 Uhr

Welch Hohn für Mütter, wo sich der KV einen feuchten Furz für sein Kind interessiert....

Beitrag von a11ure 01.04.11 - 21:44 Uhr

Auch wenn's für das Kind so wohl das Beste ist, kann ich dennoch verstehen, dass es für Dich menschlich schwierig ist. Besonders mit der Vorgeschichte.

Da nicht alles in unserer Hand liegt, bleibt uns nur, das Beste (für unsere Kinder) daraus zu machen.

Alles Gute.

Beitrag von schullek 01.04.11 - 22:57 Uhr

hallo,

ich habe eine freundin, die wurde auch in der ss verlassen. war alles sehr schwer. jedenfalls haben alle eigentlich immer nur emotional argumentiert. ich fand udn finde das benehmen des vaters einfach nur beschämend. vor allem, da er ein enger freund von uns (war). aber ich war von anfang an der meinung, dass die paarbeziehung von der vater kind beziehung zu trennen sei. ja was galubst du habe ich für blicke geerntet. emotional war ich völlig auf seite meiner freundin. aber rational und dann perspektivisch betrachtet war udn ist die einzige richtige lösung: vater und kind haben die möglichkeit eine richtige eltern kind beziehung aufzubauen.
meine freundin ist sehr bedacht. es fällt ihr schwer, sehr schwer, aber sie lässt es zu. zum einen hat sie keine andere möglichkeit, aber ich denke doch, dass sie zudem zumindest ansatzweise so denkt wie ich.

für euch bedeutet das meiner meinung nach: dein ex hat sich gegen dich entschieden, dann aber für sein kind. also ist jeder groll, den du deswegen für ihn hegst leider dein problem. er hat sich immer ums kind gekümmert und ist seinen vaterpflichten nachgekommen. und das ist nun einmal sein gutes recht. sagst du ja selber.
was deine freundinnen da sagen ist für mich ehrlich gesagt unwissendes, naives und sorry, dümmliches gequatsche. niemand bezweifelt, dass es für dich nicht immer elicht ist dein kind abzugeben. aber fakt ist, dass es sich nur um ein wochenende alle 2 wochen handelt. dein kind ist bei seinem es liebenden vater. und ja, er lebt dort ein leben, in dem du kein teil hast. udn ich glaube das istg der schwierigste teil für dich als mutter. doch wie die dinge sich entwickeln, darauf haben wir nicht immer einfluss. und offenbar scheinst du glücklich zu sein, hast zwei gesunde kinder, deren väter sich offenbar beide kümmern. freu dich über das und mach dir klar, dass das nicht selbstverständlich ist. deine kinder lieben dich, aber sie haben auch ein recht auf die liebe anderer udn einen wichtigen satz kannst du dir vielleicht zu hrzen nehmen:

je mehr menschen ein kind lieben, desto besser!

lg

Beitrag von janamausi 02.04.11 - 07:32 Uhr

Hallo,

das man sein Kind vermisst wenn es nicht da ist, ist klar weil sich in der Zeit alles ändert aber das es gleich so extrem ist das man von amputiert spricht, ist nicht nachvollziehbar für mich. Es sind doch nur 2 Tage!

Auch eine Mutter muss doch auch mal für sich etwas machen und nicht nur Mutter sein und sich über ihr Kind definieren. Kinder werden so schnell groß, bald wird die Zeit kommen, da will dein Sohn bei einem Freund schlafen und den Tag dort verbringen, bei der Oma und später mal bei der Freundin. Was machst Du dann? Nein sagen weil Du nicht alleine sein kannst?

Nehm dir Zeit für dich, mach etwas schönes. Geb deinem Mann euer gemeinsames Kind und geh mit Freundinnen bummeln, ins Kino etc. Lenk dich ab und genieß die freie Zeit! Oder lass dein zweites Kind bei Oma schlafen und mach dir einen schönen Abend mit deinem Mann!

Wenn deinem zweiten Kind es so schwer fällt, vielleicht könnt ihr z.B. ein Papa Wochenende einführen. Dein großer Sohn ist beim Papa und dein Mann soll sich ausgiebig das Wochenende um das zweite Kind kümmern.

Ist es denn wirklich nur "dieses Problem"? Du schreibst, dir fällt das ganze Leben so schwer... Nur weil dein Sohn jedes zweite Wochenende beim Papa ist fällt dir das ganze Leben so schwer? Du hast von 14 Tagen ca. 12 Tage dein Kind! Das ist doch nicht wenig!

Freu dich, dass der Vater Interesse hat und so wie ich es verstanden habe, geht es eurem Kind auch gut bei ihm! Das ist doch toll! Viele beneiden dich darum. Und deine Freundinnen kann ich gar nicht versehen... Die Äußerung "das wäre nichts für mich" zeigt aber auch, dass sie von allem "keine Ahnung" haben. Hier geht es nicht darum, was für sie ist, sondern um das Kind!

Ich bin gerne Mutter, aber genauso bin ich auch noch Frau und möchte auch etwas für mich machen und das geht eben - fast - nur, wenn meine Tochter bei ihrem Vater ist. Da ich weiß das es ihr dort gut geht, kann ich auch die Zeit ohne sie genießen.

Ich finde es toll, dass Du trotz deiner schlechten Gefühle euren Sohn zum Vater gibst!

LG janamausi

Beitrag von beccy1 02.04.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

Ich weiss wie du dich fühlst. Meine Tochter 14 Monate ist zwar im Moment nut Tagesweise bei ihrem Papa aber es wird bei Zeiten auch mal über das We oder wenn Ferien sind länger sein.

Aber meine Tochter liebt Ihren Papa heiss und innig und das will ich ihr auch nicht nehmen . Denn undere Trennung hat ja nix mit Motte zu tun und meine Tochter soll nicht darunter leiden das sie Ihren Papa nicht sehen darf.

Klar geht es mir nicht gut wenn sie bei Ihrem Papa und seiner neuen ist aber Ihr tut das gut.

Ich bin froh das Lenas Papa nach wie vor sehr an seiner Tochter hängt und das ist auch gut so.

Sei froh das der Papa sich kümmert es gibt auch andere Väter die zum Arsch mutieren und nix aber auch gar nix von Ihren Kindern wissen wollen

LG Beccy