Rangordnung unter eigenen Hunden (brauche mal nen Rat)

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von cindy84 02.04.11 - 07:21 Uhr

Hallo,

es geht um meine beiden Hündinnen (Labrador 6 Jahre alt und Golden Retriever 3 Jahre alt).
Sie leben beide seit klein auf bei uns und eigentlich war die Rangordnung zwischen den beiden immer klar, dachte ich zumindest.

Ich muss dazu sagen, dass Cindy (Labrador) sehr ruhig ist vom Gemüt, sie geht draussen jeder Auseinandersetzung aus dem Weg, sie hatte bis jetzt auch noch nie eine Rangelei, wenn Amy auf sie "drauf" geht und manchmal auch übertreibt, dann dauert es seehr lange bis sie sich mal richtig "wehrt". Ich schimpfe dann manchmal schon mit Amy, weil Cindy starke Arthrose hat und nicht mehr so kann, ist das richtig?

Und nun zu Amy, sie ist ein sehr selbstbewusster Hund und geht auch keinem Konflikt aus dem Weg, es gab schön öfters Rangeleien zwischen ihr und meistens anderen Hündinnen, sie unterwirft die anderen dann und dann hört sie auch auf, allerdings hört sich das alles immer ziemlich "wild" an.

Und auch so, drängelt sich Amy immer vor Cindy, zumindest versucht sie es beim Streicheln usw.

Beim Fressen gab es nie Probleme, sie bekommen schon immer zusammen Fressen, jeder weiss wo sein Napf ist. Und jetzt ist es so, dass Amy auf einmal Cindy wegknurrt, wenn sie zu nah an ihr Fressen kommt. Versucht Amy jetzt in der Rangordnung aufzusteigen oder was? Und wie soll ich mich verhalten.

Gestern haben sich die beiden draussen gerauft, da hab ich dann irgendwann geschimpft, weil man sah, dass es Cindy zuviel war. Als ich Amy gerufen hatte, kam sie auch sofort zu mir.

Dann ist Amy nochmal irgendwann zu Cindy, da hat sie es dann selber geklärt, nur Amy lief dann neben mir und Cindy hinter mir und immer wenn Amy stehen blieb und nach Cindy starrte, ging Cindy nicht mehr weiter. Man spürte eine Anspannung zwischen den beiden.
Zuhause war wieder alles gut.
Ich wäre für Tipps sehr dankbar.

LG Tami

Beitrag von minimal2006 02.04.11 - 09:27 Uhr

Guten Morgen Tami

Ja, es sieht wohl so aus, als ob Amy die Rudelführung übernehmen möchte.
Man kann Glück haben mit zwei Hündinnen (oder gar mehreren), aber der Schuss kann auch gewaltig nach hinten los gehen.

Im vergangenen Jahr musste ich eine Hündin abgeben (Gott sei Dank zu meiner Schwiegermutter).
Bei unseren ist es noch ein Spur schlimmer, weil sie sich sofort ineinander verbeißen. Es kostet eine unglaubliche Kraft und Mühe, die Streithennen dann auseinander zu bringen.

Zur Zeit erlebe ich es hier auch wieder.
Mini wird am 13. April ein Jahr alt, ist körperlich größer als Happy.
Happy ist aber eigentlich die Chefin... EIGENTLICH...denn ich lasse sie nicht Chefin sein, was heißt.. ich lasse sie gar nicht erst groß werden.
Nun kommt es von Zeit zu Zeit vor, das sie versuchen, sich gegenseitig zu unterwerfen.
Bisher bin ich gut damit gefahren... es gab (sehr laute) Schimpfe und ICH habe sie auf den Rücken gedreht. Sie wissen also beide, das weder die eine, noch die andere im Rudel eine übergeordnete Rolle spielt.

Im Sommer erwarten wir Welpen.
Happy wird diese ganz sicher wie einen Staatsschatz bewachen.
Auch das wird für uns wieder eine Herausforderung.
Denn Mini ist durch und durch eine Spaßbacke und will den ganzen Tag spielen.
Ich habe viele Züchterkollegen, die ihre Hündinnen getrennt halten müssen.
Das ist für mich keine Option.
Ich möchte keinen meiner Hunde isolieren, auch wenn es immer im Wechsel und auch nur für ein, zwei Stunden statt finden würde.

Es liest sich blöd und wenn ich das jemandem erzähle, schaut mich derjenige auch ungläubig an.
Aber im Zuge des auf den Rücken drehen, beiße ich den jew. Hund auch (über der Nase, das ist eine empfindliche Stelle).

Manchmal reicht ein Blick von Mini und Happy ist auf 180.
Ich kenne diesen Blick schon sehr gut und kann dann schon vorab der drohenden "Schlacht" entgegen treten ;-).

Hier gibt es sogar eine Reihenfolge, wer zuerst raus geht.
Ich könnte nie und nimmer (morgens)die Balkontür aufmachen und beide einfach so raus laufen lassen.
Im Sommer, wenn die Balkontür den ganzen Tag auf ist, ist es kein problem.. aber morgens ... ein Alptraum :-P

Vielleicht schaffst du es, die Rudelführung zu übernehmen.

Wenn nicht, frag doch mal einen Hundetrainer.
Aber mit Hündinnen untereinander ist es nicht leicht.

LG minimal

Beitrag von cindy84 02.04.11 - 09:33 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.
Ist echt schwierig, würde keinen meiner Hunde weggeben wollen oder sie trennen, es ist auch so das Amy, Cindy immer leckt, also ich dachte bisher immer, dass Cindy von Amy als Rudelführer anerkannt wurde.
Amy hört sehr gut auf mich, wenn ich sie rufe dann kommt sie auch sofort, ach manno das ist echt scheiße.

lg

Beitrag von minimal2006 02.04.11 - 13:47 Uhr

;-) dann sei froh, das sie sich dann auch abrufen lässt.
Meine Mädels sind dann außer Rand und Band und ein Abrufen ist nicht möglich.
Aber ich glaube, das liegt einfach in der Natur des Terrier's :-P.
Ist halt schwer...

Beitrag von windsbraut69 02.04.11 - 13:45 Uhr

Wie funktioniert denn Deine Art der Rudelführung, wenn Du nicht in der Nähe bist?
Dass sich in meiner direkten Anwesenheit nicht gekloppt wird, ist klar, aber ich kann doch nicht verhindern, dass sie die Angelegenheiten dann klären, wenn ich außer Haus oder Reichweite bin.
Eine Rudelkonstellation wie bei Euch wäre mir - vor allem mit trächtigen Hündinnen und jungen Welpen im Haus - zu stressig und riskant für die Hunde.

Lg,

W

Beitrag von minimal2006 02.04.11 - 14:36 Uhr

Es funktioniert!
Und bisher sehr gut sogar.
Wenn wir nicht da sind, sind sie getrennt..

Beitrag von windsbraut69 03.04.11 - 09:37 Uhr

Ja, wenn Du sie bei Abwesenheit trennen mußt, funktioniert es ja eben nicht.
Wie gesagt, Kloppereien, wenn wir dabei sind, sind eh "verboten". Dafür muß ich aber die Hunde nicht auf den Rücken werfen und in die Nase beißen :)

Gruß,

W

Beitrag von -0815- 03.04.11 - 13:09 Uhr

Aber dann legst du ja die Rangfolge (falsch) fest und das schürt Konflikte?!


Es ist ja kein Intaktes Rudel wenn du sie in deiner Abwesenheit trennen musst und wenn du da bist aufpassen musst dass es nicht fetzt.....

Beitrag von minimal2006 03.04.11 - 18:32 Uhr

Hm.. das ist schwer zu sagen.. und die Frage ist berechtigt.

Es ist Gott sei Dank nicht kontinuierlich so..
Aber ja, wenn man das so sehen will, dann ist es so, das ich dazwischen gehe, bevor es knallt.

Bei Terriern ist das halt ein bissel anders.
Keiner ist bereit aufzugeben, und sie können sich wirklich ganz schön hochschaukeln.
Wenn wir z.B. Ball spielen. Ich spiele Ball mit ihnen, aber eben einzeln, denn es gibt def. Krach, wenn eine den Ball bekommt und die andere möchte ihn auch haben.

Aber.. ich bin da nicht allein und bei meinen ist es noch harmlos ;-).

Gerade liegen sie zusammen im Körbchen und kuscheln.

Beitrag von -0815- 03.04.11 - 19:59 Uhr

Ich hatte auch mal einen Terrier ;-) Allerdings nur einen...


Traf er einen gleichgesinnten blieb er an der Leine, eben weil es fetzte.

Aber noch so einen im Haushalt.. mhh schwer zu sagen.. aber auch terrier untereinander müssen doch irgendwie eine rangordnung bilden können ohne sich umzubringen?#schein#kratz

Beitrag von windsbraut69 04.04.11 - 06:57 Uhr

"aber auch terrier untereinander müssen doch irgendwie eine rangordnung bilden können ohne sich umzubringen?"

Das müßte dann aber eine natürlich "gewachsene" Ordnung sein UND ich bin der Ansicht, dass man nicht jede Konstellation an Hunden zusammen halten kann ohne solche Eskalationen.
Gerade Hündinnen mit diesem Temperament machen oft Probleme, zumal sie ja in diesem Fall unkastriert sind und immer wieder hormonelle Schwankungen und Welpen ins Spiel kommen...

LG

Beitrag von windsbraut69 04.04.11 - 06:55 Uhr

Eben!
In solchen wackeligen Konstellationen genügt dann die kleinste Unaufmerksamkeit bzw. Fehler, um eine böse Beißerei auszulösen.

Ich würde nicht dauerhaft mit einem "Rudel" leben wollen, dass ich nicht ohne Sicherheitsvorkehrungen durch eine Tür oder mal ne Stunde allein lassen kann.

LG

Beitrag von -0815- 04.04.11 - 13:03 Uhr

Das geht mir auch so, aber ich denke wenn man züchten will muss man da evtl abstriche machen.

für mich wär das auch nichts.